Palmer Monicon Testbericht

3
SHARES
Palmer Monicon Testbericht

Der Palmer Monicon Testbericht ist kurz und knackig, lies weiter ...

Was ist es?

Der Palmer Monicon ist ein passiver Monitor Controller und kommt ohne Strom aus. In der Praxis bedeutet das: Er erlaubt ausschließlich eine Verringerung der Lautstärke. Neben den Ein- und Ausgängen (rechts im Infokasten Details) findest Du zwei Knöpfe zur Stummschaltung und zum Abhören in Mono. Mit dieser einfachen Ausstattung dient er nicht zuletzt jenen Musikern und Produzenten an Einzelarbeitsplätzen, die ohne Mischpult oder andere externe Hardware ausschließlich »in the box«, also am Computer mit DAW-Software und Audio-Plugins arbeiten. Wer sich jetzt nach einem echten Lautstärkeregler zum Anpacken gesehnt hat und wenig Budget zur Verfügung hat, darf aufhorchen.

Der Straßenpreis liegt derzeit bei 69,- Euro (inkl. MwSt. & Versandkosten).

Palmer Monicon – Video


anzeige


 

Palmer Monicon Testbericht

Verarbeitung und Haptik

Das Gehäuse ist aus stabilem, pulverbeschichtetem Stahlblech gefertigt. Das Gewicht von 750 Gramm leistet seinen Beitrag zur Standfestigkeit des Geräts, ebenso die vier großen Gummifüße. Diese schonen darüber hinaus die Tischoberfläche.

Für einen Monitor Controller nicht ungewöhnlich ist die Winkelung der Bedienoberfläche – durch sie ist das Arbeiten in der typischen Sitzposition bei der Platzierung des Geräts auf dem Studiomöbel wesentlich bequemer. Die Kanten sind abgerundet und die Schalter setzen einen satten Widerstand entgegen.

Nun zum Prunkstück des Palmer Monicon, zum 3,8 cm durchmessenden Drehregler, der an einen Hockeypuck in Miniatur erinnert. Er läuft weich und ebenfalls mit angenehmem Widerstand. Die Kappe wackelt minimal innerhalb von einigen Millimeterbruchteilen. Ohne es darauf anzulegen, hätte ich das gar nicht bemerkt.

Ordnungsgemäß doppelverschraubt zeigen sich die vier XLR- bzw. XLR/Klinken-Buchsen. Das Produktfoto von der Rückseite des Geräts weicht von unseren Exemplar ab (und wohl auch von der aktuellen Charge in den Händlerregalen). Denn die Stecker in den XLR-Inputs werden mit Klemmen automatisch arretiert und können somit im Eifer des Gefechts nicht herausgezogen werden. Die kleinen Klinkenanschlüsse für iPhone & Co. sind bei gewissenhaftem Umgang stabil genug.

Palmer Monicon Testbericht

Der Palmer Monicon von hinten – bei den Ein- und Ausgängen hier wird ausschließlich auf XLR gesetzt

Der Palmer Monicon in der Praxis

Die Dezibel-Beschriftung des Volumen-Reglers deutet dessen non-linearen Lautstärkeverlauf bereits an. Je lauter, desto feiner abgestuft: zwischen den untersten beiden Schritten liegen 25 Dezibel, während am oberen Ende nur noch ein Dezibel Unterschied herrscht. In der Praxis erweist sich das als sehr sinnvoll für akkurates Nachjustieren, wenn der Eingangspegel schon ungefähr im Umfeld der für das Abhören empfohlenen 83 dB SPL liegt.

»Mute« tut das, was es soll: Es schaltet das Signal vollständig stumm. Mit »Mono« vermengst Du den linken und rechten Kanal des Inputs zu einem Monosignal, um zu prüfen, ob der Mix monokompatibel ist.

Klanglich ist dem Palmer Monicon nichts vorzuwerfen. Eine Färbung oder Verschlechterung des Audiosignals ist nicht zu hören. Naturgemäß gibt es Unterschiede zum Originalsignal, aber sofern diese wie hier nur mit Messinstrumenten nachweisbar, aber nicht in Form einer Verschlechterung hörbar sind, ist alles im Lot.

Ein kleiner Kritikpunkt könnte das Fehlen einer DIM-Funktion sein, die den Pegel auf Knopfdruck um einen festen Wert absenkt – ohne ihn ganz wegzuschalten.

Bei den Anschlüssen gibt es sicher den einen oder anderen Interessenten (allen voran wohl DJs), der gerne noch große Klinken- oder Cinch-Anschlüsse gehabt hätte, aber bei einem so kompakten Gerät mit moderatem Preis muss der Hersteller irgendwo eine Design-Entscheidung treffen.

Übersicht Palmer Monicon Review

PRO

  • Keine Links/Rechts-Abweichungen oder sonstigen Unregelmäßigkeiten
  • Gute bis sehr gute Verarbeitung
  • Angenehme Haptik und Ergonomie
  • Anschlüsse für Consumer-Geräte

CONTRA

  • Keine DIM-Funktion

anzeige


Fazit zum Palmer Monicon Test

Der Palmer Monicon ist ein robuster und erschwinglicher Monitor-Controller für das Homerecording und die Arbeit in Projektstudios. Er ist sehr gut geeignet für Einzelarbeitsplätze, wo kein Talkback benötigt wird und auch auf sonstige Extras weitgehend verzichtet werden kann. Wer einen einfachen Lautstärkeregler sucht, wird hier fündig.

Palmer Monicon Testbericht

Der Palmer Monicon kann in seiner Klasse als gelungener Monitor-Controller gelten

Hauptdarsteller ist der große, sanft laufende Drehregler für die passiv geregelte Abschwächung der Lautstärke zwischen 0 und -85 Dezibel. In dessen Verlauf sind keinerlei Störgeräusche wie plötzliche Lautstärkesprünge, Links/Rechts-Schwankungen oder dergleichen zu hören und der Klang bleibt weitgehend unverfälscht.

Die Verarbeitung ist sehr gut und von den haptischen Qualitäten profitierst Du mit jedem Handgriff. Abschließend ist positiv zu erwähnen, dass das Gerät neben den wichtigsten Anschlüssen für das Studio auch die Consumer- und HiFi-Ecke bedient – darunter MP3-Player, Smartphones & Co., aber auch kleine Spaßsynthesizer wie den Korg monotron [Testbericht].

Klanglich gibt es diesem Monitor-Controller gerade angesichts des kleinen Preises nichts vorzuwerfen und eine fehlende DIM-Funktion können die meisten Musiker wahrscheinlich sogar entbehren.

So überzeugt das Gerät vollends in seiner Preisklasse und gemessen am Anspruch, ein schlichter Monitor-Controller für einen Einzelarbeitsplatz zu sein. So stehen satte viereinhalb von fünf Punkten im Palmer Monicon Testbericht zu Buche. Sehr gut.

Inhaltsverzeichnis // Palmer Monicon

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

Mehr zum Thema:
        

SEHR GUT

Palmer Monicon Testbericht am 04.08.2014

Produkt:      Palmer Monicon
Hersteller:  

Preis:  69,00 Euro
UVP:    75,00 Euro

Kurzfazit

Passiver Monitor-Controller. Ein rundum gelungener kleiner Helfer für die Basics im Studio – platzsparend, robust, ergonomisch überzeugend und weitgehend neutral im Sound.

Für wen

Einsteiger und Fortgeschrittene am Einzelarbeitsplatz in Home-, Projekt- oder Tonstudio.

Wichtige Merkmale
  • Passiver Monitor Controller
  • Stahlblechgehäuse
  • Von -85 bis 0 dB regelbar
  • Eingänge: 2x XLR/6,3 mm & 3,5 mm
  • Ausgänge: 2x XLR & 3,5 mm
  • Mute & Mono schaltbar
  • Maße: 164 x 62 x 85 mm
  • Gewicht: 750 g

 


Lesermeinungen (3)

zu 'Palmer Monicon Testbericht: Passiver Monitor Controller'

  • SixtyFourAndTwo   07. Aug 2014   23:48 UhrAntworten

    Das mit "Keine Links/Rechts-Abweichungen" kann ich leider überhaupt nicht bestätigen. Hatte das Ding vor wenigen Tagen testweise in einer recht guten Signalkette hängen, die leider auch viel Output von digitaler Seite und viel Verstärkung von Endstufenseite hatte. Habe den Monicon also im unteren Drittel der Lautstärkeregelung betreiben müssen, wenn ich nicht digital herunterregeln wollte (will ich nicht wegen Bitverlust). Und in dem Bereich war bei meinem Gerät die Panoramaverschiebung so extrem, dass ich das Ding nach fünf Minuten wieder in seine OVP gestopft und am nächsten Tag zurückgegeben habe. Werde mir den SPL Volume wohl nicht sparen können...

  • KarlaKolumna   20. Aug 2014   11:58 UhrAntworten

    Ein gerendertes Produktbild?

    Weil die entweder nicht gerade abkanten können oder schief bedrucken naja zum Glück hört man nur mit dem Herzen gut :ironiesmiley:

    Habe mit dem Regelbereich keine Probleme technisch und haptisch alles besser als beim iNano Patch

  • Maik   11. Nov 2014   04:05 UhrAntworten

    Einen halben Punkt für die fehlende Dim-Funktion abzuziehen, erscheint mir doch sehr kritisch. Der Monicon ist ein hoch-qualitatives Helferlein, zu dessen Anschaffung man nur raten kann. Für Palmer-Verhältnisse zudem ausgesprochen günstig.

Sag uns deine Meinung!

EMPFEHLUNGEN