Palmer Drei Testbericht

11
SHARES
Palmer Drei Testbericht


anzeige


Was ist es?

Der als »3-fach Eintaktverstärker« bezeichnete Palmer Drei bietet passenderweise drei Endstufen. In diesen steckt jeweils eine Single-Ended-Röhrenschaltung (Class A) mit je 5 Watt, die für ein direktes Spielgefühl, sehr dynamisches Ansprechen und natürlich klingende Verzerrung sorgen soll. Die Endstufen können mit unterschiedlichen Röhren bestückt werden und damit verschiedene Klangcharakteristika erzeugen; standardmäßig verbaut sind je eine EL84, 6V6 und 6L6. In der Vorstufe steckt eine Röhre vom Typ ECC83. Sie lässt sich mit zwei Reglern sättigen, einer davon ist für die Höhen zuständig.

Das Gehäuse des Topteils ist aus 2,5 mm dickem Stahlblech gefertigt. Es misst 39 x 25 x 23 cm und bringt knapp 15 kg auf die Waage.

Der aktuelle Straßenpreis beträgt 998,- Euro (inkl. MwSt.).

Palmer Drei Testbericht

Freie Fahrt für unseren Palmer Drei Testbericht

 

Palmer Drei Testbericht

Erster Eindruck und Verarbeitung

Das Design würde sicher auch Dieter Rams ein zufriedenes Nicken abringen, schlichte, wohlproportionierte Eleganz und Nüchternheit ist angesagt. Sehr erfrischend ist die Beschriftung des Frontpaneels – sämtliche Begriffe sind in deutscher Sprache zu lesen. Mein Favorit: »Lampe«. :)

Die Verarbeitung ist am Preis gemessen auf höchstem Niveau: Alles sitzt fest aneinander, die Materialien lassen keine Wünsche übrig. Bis auf die Winzigkeit, dass der Abstand zwischen den drei Endstufenreglern aufgrund der geringen Abmessungen recht gering ausfällt, und damit die Klangregelung mit großen Händen also etwas fummelig gerät, ist auch haptisch alles in Butter. Der Trageriemen ist für zarte Finger etwas kantig, aber noch ausreichend gut greifbar. Gerne sehe ich, dass ein zwei Meter langes Klinkenkabel für den sofortigen Anschluss von Gitarre oder Bass im Lieferumfang enthalten ist.

Nett: Das in englischer und deutscher Sprache verfasste Handbuch enthält eine Sektion, in der Du die Einstellungen für die Regler findest, mit denen Du die typischen Klänge verschiedener Genres hinbekommst. Auch sonst ist ein Blick in das Manual sehr empfehlenswert.


Mehr zum Thema:
        

GUT

Palmer Drei Testbericht am 21.05.2013

Produkt:      Palmer Drei
Hersteller:  

Preis:  998,00 Euro
UVP:    1.100,00 Euro

Kurzfazit

Die Kraft der drei Röhren. Die Mischung dreier Röhrensounds spielt vor allem Studiomusikern, die genaue Vorstellungen von ihrem Sound haben, in die Karten.

Für wen

Gitarristen, die pure Röhrenklänge in allen denkbaren Kombinationen und ein dynamisches Ansprechverhalten suchen.

Wichtige Merkmale
  • Gitarrenverstärker (Topteil)
  • Eine Röhrenvorstufe (1x ECC83)
  • Drei Röhrenendstufen (1x EL84, 1x 6V6 und 1x 6L6)
  • Single-Ended-Schaltungen (Class A)
  • 3x5 Watt

 


Lesermeinungen (2)

zu 'Palmer Drei Testbericht: Gitarrenverstärker als Röhren-Wechselbalg'

  • Willy   27. Dez 2013   19:40 UhrAntworten

    Hallo Carlos, danke für das Review über den Palmer Drei.
    Ich habe den Amp seit ca. 1 Jahr und kann dir mitteilen, dass dies mit dem Mastervolumen geregelt werden kann. Habe zwischen dem Verstärker und dem Lautsprecher (ToneTubby Alnico 12-er in Mojo Box) einen Lautstärkesteller installiert. Da kann die Gesamtlautstärke gut dosiert werden. Dieser Regler ist in der Box, an der Seitenwand befestigt. Das funktioniert besser als mit einem Attenuator (hatte die Z-Airbrake).
    Für den Proberaum und zu Hause verwende ich ein analoges Delay, das vorgeschaltet wird.
    Ich denke, bei Aufnahmen wird ein Delay oder anderer Effekt dem trockenen Signal dazu gemischt.
    Jedenfalls ein toller Verstärker.
    Willy

  • Alexander Langer   15. Jan 2015   13:59 UhrAntworten

    Der Amp hart einen klaren Fokus auf eine Klangregelung über die Endstufen. Daher und weil die Endstufen Class A Single-Ended sind, dürfte keiner ernsthaft auf die Idee kommen das Ding stets clean zu fahren (die Clean-Reserven sind begrenzt) um dann die Zerre einzig und allein aus einem Pedal zu holen.

    Und wozu brauche ich bei einem Amp, dessen Vorstufe nicht zerrt, einen Loop? Genau - für gar nichts! Und darum ist auch keiner eingebaut. Klassisch die Delays direkt vor den Amp zu hängen erfüllt exakt denselben Zweck und macht die Kabelführung noch dazu viel einfacher - gerade auf der Bühne.

Sag uns deine Meinung!

EMPFEHLUNGEN