Overloud Mark Studio 2 Testbericht

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Overloud Mark Studio 2 Testbericht


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Was erwartet dich?

Overloud Mark Studio 2 ist eine der wenigen Software-Modeling-Lösungen, die ähnlich wie Amplitube und Guitar Rig darauf abzielt, den Klang von Verstärkern am Rechner zu simulieren. Die genannten Produkte warten Guitar Rig warten zurzeit mit Dutzenden Amps, Cabinets und Effekten auf. Doch beide beinhalten gerade einmal jeweils einen Bassverstärker. Während für Gitarristen Amp Modeling am Rechner schon fast wieder Schnee von gestern ist, scheint es bei der Tieftönerfraktion also noch gar nicht richtig angekommen zu sein. Einzig IK Multimedia Ampeg SVX zielte bisher auf diese Marktlücke. So ist es sehr erfreulich, dass die italienische Musik-Softwareschmiede Overloud ein Modeling Plugin speziell für Bassisten anbietet. In der aktuellen Version 2 lag mir dieses nun zum ausgiebigen Testen vor.

Für Bassisten konzipiert, enthält das Mark Studio 2 gleich sechs verschiedene Amps, neun Cabinets und ein kleines Pedalboard. Wie der Name schon anklingen lässt, findet man hier allerdings nicht die breite Herstellerpalette an Bass-Amps, sondern nur Produkte aus dem Hause Markbass, etwa den Little Mark Tube und die New York 122 Box.

Overloud Mark Studio 2 Testbericht

Sowohl als Standalone als auch in den Plugin-Versionen VST, RTAS, AAX und AU macht die Software auf den ersten Blick eine gute Figur. Die Menüführung ist durchgehend simpel und intuitiv, alle Funktionen können in einem Fenster ohne weitere Untermenüs eingestellt werden. Dabei besteht die Möglichkeit, entweder den Amp mit Box oder das Effektbrett in den Vordergrund zu holen.

Die Effektpalette ist eher etwas knapp gehalten. Octaver, Envelope, Distortion, Kompressor und Chorus; das war es auch schon. Zwar gibt es die Möglichkeit, die Reihenfolge der Effekte zu tauschen, doch Dinge wie ausgeklügelte Parallelschaltungen für Tüftler und dreifache Verzerrung mit verschiedenen Nuancen sind so nicht umsetzbar. Hier haben die Plugins für Gitarristen die Nase vorn – allerdings dürfte diese Einschränkung nur wenige Bassisten stören. Der Sound der virtuellen Bodentreter ist gut und tatsächlich besser als die meisten Software-Effekte, die primär für Gitarristen adaptiert wurden.

Overloud Mark Studio 2 Testbericht

Ein großer Vorteil der reduzierten Möglichkeiten besteht in der sehr geringen CPU-Auslastung am Rechner. Sowohl das Plugin als auch die Standalone-Version ist hinsichtlich der benötigten Rechnerleistung sehr sparsam. Selbst wenn Du einen nicht mehr ganz taufrischen Office-Laptop dein Eigen nennst, kann mit dem Mark Studio 2 ohne Probleme und größere Latenzen einwandfrei arbeiten.

Die Ansteuerung mit einem MIDI-Pedal und die Automatisierung vieler Parameter funktionierten im Test problemlos. Somit ist die Software nicht nur für den Studio-, sondern ebenso für den Bühneneinsatz tauglich.

Klanglich braucht sich das Overloud Mark Studio 2 vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. Alle Amps wurden sehr naturgetreu und sehr nahe an ihren Vorbildern modelliert, sogar das dynamische Verhalten der nachgebildeten Amps von »leise« bis »voll aufgedreht« ist sehr gut umgesetzt worden.

Vorausgesetzt Du magst den Sound von Markbass, bekommst Du ein wahnsinnig gut emuliertes Paket mit einem breiten Soundspektrum geliefert, von smoothem Funk bis zum verzerrtem Plektrumspiel ist hier fast alles möglich.

 

Fazit im Overloud Mark Studio 2 Testbericht

Wer als Bassist ebenso viel Spaß mit einer sehr gut klingenden Amp-Simulation haben möchte wie die vielen Gitarristen, die sich dieser Technik bereits ausgiebig bedienen können, macht hier alles richtig. Die dynamisch tönenden und dem natürlich Sound dabei sehr nahekommenden virtuellen Verstärker machen Laune.

Auch in der B-Note gibt es Punkte, denn die Bedienung ist denkbar einfach und die Nutzung erfreulich ressourcenschonend. Falls Du darüber hinaus keine riesige Pedalauswahl brauchst, kannst Du zugreifen – die relativ übersichtliche Effektauswahl ist das Einzige, was mir als kritikwürdig erschien.


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SEHR GUT

Overloud Mark Studio 2 Testbericht am 18.04.2014

Produkt:      Overloud Mark Studio 2
Hersteller:  

Preis:  107,00 Euro
UVP:    129,00 Euro

Kurzfazit

Bass-Amp-Simulation. Diese Bass Amp Modeling Software liefert ein rundes Paket mit digitalen Markbass-Verstärkern. Sie klingen fein, lassen sich einfach bedienen und sind ressourcenschonend.

Für wen

Bassisten auf allen Spielniveaus.

Wichtige Merkmale
  • 6 Amps von Markbass
  • 9 Boxen von Markbass
  • Standalone & VST, AU, AAX, RTAS
  • Pedalboard mit Octaver, Envelope Filter, Chorus, Distortion, Kompressor
  • Mehrere Mikrofone gleichzeitig nutzbar
  • MIDI-steuerbar

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Overloud Mark Studio 2 Testbericht: Bass-Amp-Monster zum Mitnehmen'

  • Andy Franke   18. Apr 2014   12:38 UhrAntworten

    Also Amplitube enthält mehr als nur einen Bassverstärker. Im Standartpaket Amplitube 3 ist ein Trace Elliot, eine Galien Krüger, ein Acoustic 360 und ein Amplitube eigener, generischen Bass-Amp dabei. Zusätzlich kann der geneigte Basser die wirklich gute Ampeg Erweiterung erstehen. In der Fender Erweiterung sind zwei weitere sehr gute Bassverstärker versteckt und auch in der Orange Erweiterung ist ein Bass Verstärker enthalten. Alle aufgeführten Bassverstärker und die dazu gehörigen Cabs aus den Erweiterungspaketen, lassen sich im Customer-Shop auch gezielt einzeln dazu kaufen und im Vorfeld zwei Wochen ohne Einschränkungen testen.

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