Orange TH30C Testbericht

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Orange TH30C Testbericht

Das »Fahndungsfoto« des schwarzen Orange TH30C - Testbericht gefällig? Los geht's ...


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Was ist es?

Beim Orange TH30C handelt es sich um einen echten Röhrenamp in Form eines Combos mit zwei Kanälen. Er kommt mit 30 Watt Leistung und lässt sich auf 15 bzw. 7 Watt herunter regeln. Befeuert wird dieser Amp mit vier EL84 Röhren in der Endstufe und vier ECC83 Röhren in der Vorstufe (Preamp).

Der 12“ große Celestion Vintage 30 Speaker kommt in einer Ausführung mit 16 Ohm. Externe Speaker können 2x 8 Ohm bzw. 1x 16 Ohm angeschlossen werden.

Die beiden Kanäle können mit einem Foot Controller ferngeschaltet werden, insgesamt wiegt der Combo 26 kg.

Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 899 Euro.

 

Orange TH30C Testbericht

Hintergrund zum Orange TH30C

Nachdem es in den späten achtziger Jahren still um den Hersteller Orange Amps wurde, hat sich die englische Traditionsfirma heute zu einem der größten Anbieter für Instrumentalverstärker erfolgreich etabliert. Der Markt ist ohne Zweifel der Hard ´n´ Heavy Sektor, in dem der Hersteller schon seit Längerem ein paar ganz heiße Eisen im Feuer hat.

Das unverwechselbare Markenzeichen, die orangefarbene Hülle besitzt dabei in aller Regel fast jeder Amp. Doch es gibt auch Ausnahmen, wie der TH30 Black beweist. Hat die Orange nun ihren Saft verloren?

Oder soll die schwarze Umhüllung ohne Umschweife direkt auf die böse Seele des kleinen Combos hinweisen?

Aufbau

Dass es sich bei dem Orange TH30C um einen reinrassigen Röhren-Combo handelt, merkt man spätestens beim Anheben des Gehäuses. Stolze 26 kg wiegt der Verstärker, was neben der Röhrenschaltung auch auf die Verwendung von extrem kräftigen Holzplatten zurückzuführen ist. Jawohl, auf diesem Verstärker ließe sich problemlos auch ein Panzer parken.

Aber im Ernst: Die äußerst robuste Konstruktion verschafft dem Orange TH30C einen nicht zu unterschätzenden Vorteil im rauen Betrieb zwischen Wohnzimmer, Proberaum und der Bühne. Alle Kanten des 55 x 52 x 28 cm messenden Gehäuses wurden zudem mit Eckschonern aus Kunststoff ausgestattet. Dabei schützt das beigefarbene Korbgeflecht samt Orange-Schriftzug auf der Vorderseite den verbauten 12“ Celestion Vintage 30 Lautsprecher bestmöglich.

Das Chassis ruht auf vier massiven Gummifüßen, die eine absolute Rutschfestigkeit garantieren. Bevor wir uns aber mit der Vorderseite und der eigentlichen Bedienung des Verstärkers befassen, schnell noch einen Blick darauf, was der Orange TH30C auf seiner Rückseite an Anschlüssen und Möglichkeiten für dich bereithält.

Blick auf die Rückseite

Freudige Kunde zuerst, denn der kleine Orange verfügt über einen Effektweg – und dieser wird sogar röhrengepuffert betrieben. Eine praktische Sache und zudem auch nur fair, denn der Amp selbst verfügt sonst über keinerlei Effekte. Schade eigentlich, denn ein Federhall, oder zumindest ein einfacher DSP-Reverb, würden einigen Sounds des TH30C bestimmt gut zu Gesichte stehen. Ein solcher ist bei vielen Konkurrenzprodukten zu finden, wenn man sich mal den Markt der Röhrencombos bis zur 1.000-Euro-Schallgrenze betrachtet.

Weiterhin sorgt ein Schalter aus Metall für die Abschaltung von zwei der vier EL84 Röhren für die Endstufe, die dem Combo das Leben einhauchen. Somit kann man die Endstufe auch bei gemäßigteren Lautstärken zum „harmonischen Clipping“ animieren, ohne dabei mit einem Klingeln in den Ohren den Rest des Tages zu verbringen. Für die Vorstufe wurden vier Röhren des Typs ECC83 verwendet. Die zwangsläufig entstehende Warmluft wird über ein perforiertes Metallgitter unterhalb des Verstärkereinschubs abgeleitet.

Anschlüsse für weitere Lautsprecher gibt es hier auf der Rückseite auch noch zu entdecken: Namentlich zwei für die Aufnahme von 8 Ohm-Boxen und einer für das Andocken an eine Box mit 16 Ohm Widerstand. Ab Werk ist der 16 Ohm Anschluss allerdings vom internen Speaker belegt.

Und da der Orange TH30C ein zweikanaliger Röhren-Amp ist, kann man hier auch einen Fußschalter zum Kanalwechsel anschließen. Das muss kein spezieller sein, ein Modell mit Mono-Klinkenbuchse aus dem Zubehör reicht vollkommen aus.

Regler an der Vorderseite

Das Frontpanel des Orange TH30C wurde versenkt im Gehäuse untergebracht. Das schützt die Potis und Schalter bei einem Sturz des Verstärkers nach vorne, wie er unweigerlich im Eifer des Gefechts durchaus mal passieren kann.

Zwei Kanäle besitzt der Amp, die mit jeweils drei Potis gesteuert werden. Macht zusammen also sechs Regler und hält die Bedienoberfläche recht übersichtlich. Der Clean-Channel besitzt einen Volume-Regler und eine Zweiband-Klangregelung mit Bässen und Höhen, der Overdrive-Kanal muss hingegen mit einem Shape-Regler, als Ersatz für einen vollwertigen EQ, auskommen.

Gain und Volume sind die beiden übrigen Regler in der verzerrten Abteilung des Amps.

Leistungsreduzierung für weniger Lautstärke

Das Umlegen eines Schalters auf der Rückseite halbiert die Anzahl der genutzten Endstufenröhren. Auf der Vorderseite befindet sich ein weiterer Metallschalter zur Halbierung des Leistung, dies geschieht über eine geringere Stromversorgung der Röhren.

Im Klartext bedeutet dies, dass vier verschiedene Modi zur Verfügung stehen, wie man dem folgender Auflistung entnehmen kann:

  • Output Switch HALF & 2 Endstufenröhren = 7 Watt Leistung
  • Output Switch HALF & 4 Endstufenröhren = 15 Watt Leistung
  • Output Switch FULL & 2 Endstufenröhren = 15 Watt Leistung
  • Output Switch FULL & 4 Endstufenröhren = 30 Watt Leistung

Klar ist auch, dass sich durch die verschiedenen Modi nicht nur bloß die Ausgangslautstärke ändert. Auch die Charakteristik der verschiedenen Stufen zeigt sich in einem variablen Klangbild.


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SEHR GUT

Orange TH30C Testbericht am 12.08.2015

Produkt:      Orange TH30C
Hersteller:  

Preis:  899,00 Euro
UVP:    1.319,71 Euro

Kurzfazit

Der Orange TH30C erscheint als Idealbesetzung für den kompromisslosen Metal-Gitarristen. Fans von gemäßigteren Overdrive-Sounds werden hier weniger gut bedient. Vollröhren-Gitarrencombo mit 30 Watt Ausgangsleistung, zwei Kanälen, einem röhrengepufferten Effektweg, einem 12“ Celestion Vintage 30 Speaker und der Möglichkeit, die Leistungsabgabe durch Abschalten von zwei Endstufenröhren zu drosseln.

Für wen

Für alle die, die primär auf einen druckvollen und schnörkellosen Metal-Sound wert legen und dafür nicht lange schrauben wollen.

Wichtige Merkmale
  • Gitarrencombo mit 30 Watt Leistung
  • Leistung umschaltbar auf 15 oder 7 Watt
  • Zwei Kanäle (Clean/Dirty)
  • Lautsprecher: 1x 12“ Celestion Vintage 30
  • Vorstufenröhren: 4x ECC83
  • Endstufenröhren: 4x EL84
  • Fußschalteranschluss
  • Effektweg
  • 3 Lautsprecherausgänge (2x 8 Ω, 1x 16 Ω)

 


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