Numark 4TRAK Testbericht

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Numark 4TRAK Testbericht

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Was ist es?

Der Numark 4TRAK ist ein DJ-Controller für Profis, der die Kontrolle über vier Decks bietet und speziell für Native Instruments Traktor konzipiert wurde. Das Gerät wird mit einer zusätzlichen, aufsteckbaren Leiste geliefert, mit der Du die zwei Effektbatterien sowie die Filter in Traktor steuern kannst. Dem Anwendungsszenario und dem Preis entsprechend finden sich hier weiterhin Kontrollen für fünf Cue-Punkte und eine allumfassende Loop-Steuerung.

Dank des integrierten Audio Interfaces (24 Bit/44,1 kHz) kannst Du wahlweise vier Line-Geräte oder je zwei Mikrofone und Plattenspieler anschließen. Ausgangsseitig stehen Hauptausgänge via Cinch und XLR sowie ein Booth-Ausgang über Cinch zur Verfügung. Das Gerät lässt sich auch eigenständig, also als Mixer ohne Audio PC nutzen.

Die DJ-Software Traktor Numark 4TRAK Edition 2 wird mitgeliefert und die gesamte Bedienung ist auf die Steuerung des beliebten Programmes der Berliner Software-Schmiede ausgerichtet.

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Numark 4TRAK Testbericht

Erster Eindruck

Verarbeitungstechnisch lässt Numark nichts anbrennen, das Metallgehäuse macht einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Auf die Potis, Fader, Knöpfe, Jog-Wheels und Anschlüsse gehe ich später noch gesondert ein. Die Optik ist vornehmlich zurückhaltend und zweckgemäß, mit dem gebürsteten Aluminiumsilber auch durchaus edel auf eine schlichte Art und Weise. Wie es der Standard gebietet, sind an der Unterseite vier Gummifüße befestigt worden, um das Gerät vor allem auf glatten Oberflächen standfester zu machen, was aufgrund des angenehm hohen Gewichts von 7,17 Kilogramm gar nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

Die Treiberinstallation verursachte keine Probleme, der Download steht für Windows in zwei Versionen (32 und 64 Bit) sowie für Mac OS X zur Verfügung. Wer sich nicht sicher ist oder auf Probleme stößt, kann in die etwas kleingedruckte, aber ausreichend informative und verständliche Schnellstartanleitung schauen, die mehrsprachig vorliegt, auch auf Deutsch.

Der Sound kommt kristallklar, dynamisch und mit einer sehr hohen Ausgangsleistung über die XLR-Ausgänge heraus. Hier ist zu spüren, welchen Unterschied gute Wandler machen können.

 

Bedienelemente

Die Drehregler für die wichtigsten Parameter – EQ, Gain, Filter und Effekte (zu den beiden Letztgenannten siehe unten) – sind gerade groß genug, gummiert und leicht geriffelt, daher ausreichend griffig. Sie weisen einen ordentlichen Drehwiderstand und ein butterweiches Handling auf. Dabei wackeln die Kappen nur leicht, was sich beim Schrauben nicht negativ bemerkbar macht. Der weiße Kennstrich zur Anzeige der Stellung ist deutlich erkennbar.

Es gibt noch einen frei belegbaren Poti mit gerasterten Einstellpositionen und Druckknopffunktion sowie – hört, hört – einen selten gesehenen für die Tonhöhe, beide endlos laufend. Der eine oder andere mag die Funktion der Kill-Switches vermissen, also das Feature, mit dem sich die EQ-Bändern per Knopfdruck augenblicklich auf ihren tiefsten Punkt absenken lassen. Allerdings lässt sich das mit einem kleinen Trick beheben – siehe »Effekte« weiter unten.

Die Kappen der Fader sitzen gut, der austauschbare Crossfader läuft sehr flink, die Kanal-Fader allerdings auch. Ich hätte sie mir etwas fester gewünscht. Der Crossfader hat einen relativ kurzen Laufweg (4,3 cm) – so wird das Cutten und Scratchen deutlich vereinfacht, andererseits erfordern langsame Überblendungen viel Fingerspitzengefühl. Es gibt zwei grundsätzliche Crossfader-Kurven (normal und für das Scratchen), zwischen denen Du mit einem Drehregler stufenlos umschalten kannst.

Die Pitch-Fader rasten nicht ein, stattdessen leuchtet eine LED auf, wenn sie in der Mittelstellung sind. Sie sind wunderbar schwergängig und mit einem großzügigen Laufweg von 10 Zentimetern ausgestattet. Für Hartgesottene, die mal ganz ohne Sync angleichen wollen, kommt das wie gerufen.

Ein echtes Schmankerl stellen die berührungsempfindlichen Kontrollstreifen dar, mit denen Du in Windeseile an eine bestimmte Stelle im Track springen kannst. Darüber prangt eine LED-Laufleiste, die sich immer mehr füllt, je weiter der Track fortgeschritten ist. Zur Bedienung musst Du gleichzeitig die Shift-Taste gedrückt halten – so hat ein versehentliches Berühren keine Konsequenzen, welche in diesem Fall ja fatal sein könnten. Feine Sache.

Der große Browser-Drehregler und die in insgesamt drei Farben hintergrundbeleuchteten Druckknöpfe geben keinen Anlass zur Kritik, alles lässt sich gut und mit klarer Rückmeldung bedienen. Die Farbcodierung der LED-Beleuchtung zieht sich von den Deck-Wahlschaltern über die Kanal-Fader bis hin zu den illuminierten Ringen der Jog-Wheels und fördert so die Übersicht.

Die Effektkontrollleiste kann in einem etwas flacher als 45 Grad messenden Winkel an die Basiseinheit des 4TRAK geschraubt werden, die Bedienung gelingt sehr gut dank der leichten Schrägstellung.

Zwischen allen Bedienelementen ist genug Platz gelassen worden, so dass das versehentliche Auslösen einer Funktion oder das unabsichtliche Verstellen eines Parameters nur sehr selten vorkommen dürfte. Der Shift-Knopf zum Aktivieren der alternativen Tastenbelegungen ist jeweils unten links und somit an der Peripherie platziert – gut so. Am häufigsten wird er wohl dazu verwendet werden, Cue-Punkte zu löschen, also ist es auch sinnvoll, dass er gleich neben den Knöpfen für diese zu finden ist.


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SEHR GUT

Numark 4TRAK Testbericht am 16.08.2012

Produkt:      Numark 4TRAK
Hersteller:  

Preis:  899,00 Euro
UVP:    899,00 Euro

Kurzfazit

Profigerät fast ohne Kompromisse. Dieser robuste DJ-Controller ermöglicht die totale Kontrolle von Traktor.

Für wen

Anspruchsvolle Fortgeschrittene und Profi-DJs.

Wichtige Merkmale
  • DJ-Controller
  • 4 Decks
  • Kontrollen für Effekte, Loops & Cue
  • Berührungssensitive Jog-Wheels
  • Stufenlos einstellbare Crossfader-Kurve (zwei Formen)
  • Aufsteckbare, angewinkelte Effektleiste
  • Eingänge: 2x Line/Phono, 2x Line/Mic
  • Ausgänge: 1x XLR, 2x Cinch, 2x Kopfhörer

 


Lesermeinungen (6)

zu 'Numark 4TRAK Testbericht: Luxuriöser DJ-Controller für Traktor'

  • Wirgefuehl   17. Aug 2012   12:16 UhrAntworten

    Danke fuer den aufuehrlichen Testbericht! Eine Frage bleibt aber noch: Hat das Teil nen Sync-Button? ;)

    • Felix Baarß (delamar)   18. Aug 2012   02:10 UhrAntworten

      Kinnlade zum Herunterklappen bereitmachen: Es hat sogar zwei. ;)

  • Wirgefuehl   20. Aug 2012   07:39 UhrAntworten

    Juhu! Dann ist es ja das ideale Geschenk fuer meine kleine Schwester! ;)

  • Sander   28. Apr 2013   10:12 UhrAntworten

    Ist es möglich, 2 Turntables mit mk2 Timecode Vinyls in Traktor 2.5.0 zu bedienen b.z.w das Timecode Signal in dem eingang Phono des 4Trak durch die Software zu schleifen ?
    So das ich quasi mit A+B Jogs und C+D Vinyl Timecode bedienen kann.

    • DJ Patege   14. Aug 2013   13:54 UhrAntworten

      Hallo Sander Selbiges habe ich mich auch gefragt und folgendes gefunden:
      http://www.djbooth.net/index/dj-equipment/review/numark-4trak

  • Andreas Thomas   17. Mai 2014   16:48 UhrAntworten

    Hallo,
    mich würde interresieren ob die mitgeliefert Version von Traktor nur mit dem Gerät zu benutzten ist oder es eine ganz normale Traktor Pro 2 Version ist.

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