Novation Zero SL MkII Testbericht

8
SHARES
Novation Zero SL MkII Testbericht


anzeige


Was ist es?

Der Novation Zero SLMkII ist ein MIDI-Controller, mit welchem man alle MIDI-fähigen Musikprogramme (für den Test habe ich Cubase 6 verwendet) fernsteuern kann. Er verfügt über acht Fader, zwei Mal acht Potis (endlose und begrenzte Drehregler), welche allesamt berührungsempfindlich sind. Dazu kommen ein Crossfader, acht Pads, eine Transport-Sektion und eine Vielzahl weiterer Knöpfe, die zum Großteil frei belegbar sind. Des Weiteren ist ein sogenanntes Speeddial-Poti vorhanden, auf welches ich aber später noch genauer eingehen werde.

Der Controller wurde mit einem 144 Zeichen großen Display versehen, um die Werte aktueller Eingaben im Blick zu behalten. Um eine möglichst flexible Belegung der einzelnen Elemente zu ermöglichen, kommt das Gerät mit einer eigenen Software an den Start, welche auf den Namen Automap hört und die Zuweisung von Funktionen und Bedienelementen vereinfachen soll. Sowohl Stromversorgung als auch die Verbindung zum Computer laufen über ein USB-Kabel.

Wahlweise kann noch ein Netzteil angeschlossen werden.

Novation Zero SL MkII Testbericht

Das ist der Stoff für unseren Novation Zero SL MkII Testbericht

 

Novation Zero SL MkII Testbericht

Erster Eindruck

Bereits beim Auspacken fällt mir das angenehme Gewicht des Novation Zero SLMkII auf. Er ist nicht zu leicht, so dass nicht das Gefühl eines reinen Kunststoffgeräts aufkommt, aber er ist auch nicht so schwer, dass er unhandlich wirkt. Neben dem eigentlichen Gerät sind in der Verpackung noch zwei CDs mit Treibern, ein USB-Kabel und zwei kleine Seiten-Stative enthalten. Mit diesen lässt sich der USB-Controller in einer leicht angewinkelten Position aufstellen. Das macht dann Sinn, wenn Du das Gerät direkt vor dir auf einen Tisch stellen musst, falls die Möglichkeit nicht besteht, ihn von oben zu betrachten. Die Lesbarkeit des Displays nimmt verhältnismäßig stark ab, je schräger Du auf dieses drauf schaust.

Beim ersten Bewegen der Fader und Potis spürst Du direkt einen angenehmen Widerstand, der dir eine präzise Bedienung ermöglicht. Allerdings ist der angesprochene Widerstand nicht bei allen Potis gleichermaßen vorhanden. So machen die Endlosdrehregler einen etwas weicheren und leicht instabileren Eindruck als die anderen.

Neben den Drehreglern weisen auch die Knöpfe und Pads gute Druckpunkte auf. Sowohl in Bezug auf Haptik und gefühlter Qualität, als auch auf Verständlichkeit des optischen Layouts ist der Novation Zero SLMkII absolut in Ordnung. Alle Bestandteile erwecken den Eindruck einer langen Haltbarkeit der Hardware.

Die Installation gestaltet sich recht unkompliziert, sobald verstanden wurde, welches Musikprogramm mit welchem Controller verbunden werden soll (mehrere Controller zur selben Zeit möglich). Allerdings solltest Du wissen, dass die Automap-Software den Zielordner der zu verwendenden Plugins kennen muss, da sie diese sonst nicht findet und somit nicht verwenden kann. Auf die Software gehe ich später auch noch etwas genauer ein.

 

Transportfeld & Fader

Wie bereits erwähnt fühlen sich die Fader auf Anhieb gut an. Der Widerstand dieser ermöglicht die Durchführung vorsichtiger Bewegungen, ohne dass der Fader bereits bei leichtem Schieben einen Sprung nach oben oder nach unten machte. Alle Fader sind berührungsempfindlich – das bedeutet, dass Du sie nicht erst hoch oder runter schieben musst, um den zugeordneten Wert zu kontrollieren. Sie anzutippen reicht aus, dann wird der Wert auf dem Display angezeigt. In der Voreinstellung lassen sich mit den Fadern die Lautstärken der angewählten Kanäle verändern.

Da die meisten Produzenten selten nur acht Kanäle in ihrem Sequenzer bedienen, kann mithilfe des Crossfaders durch die verschiedenen Bänke und somit Belegungen gesprungen werden. Neben dem berührungsempfindlichen Anzeigen der Werte gibt es eine weitere Funktion, um ungewünschte Änderungen zu vermeiden. Willst Du den Wert hinter einem Fader verändern, musst Du ihn so lange nach oben oder nach unten schieben, bis er den aktuell eingestellten Wert erreicht hat. Erst dann verändert sich der Wert (Latch-Modus). Diese Funktion könnte durchaus als Versuch verstanden werden, den Mangel an Motorfadern zu kompensieren. Nützlich ist sie allemal.
Auch wenn die Griffigkeit der Fader recht gut ist, sind sie für meinen Geschmack mit 60 Millimetern Länge dann doch etwas zu kurz geraten, um wirklich präzise Einstellungen vornehmen zu können.

Unterhalb der Fader-Sektion befinden sich zwei Knopf-Reihen, die sich zwei Funktionen teilen. Für gewöhnlich dienen sie als Solo-, bzw. Mute-Tasten im Mixer eines Sequenzers (sofern sie nicht anderweitig belegt werden). Betätigst Du allerdings den Transport-Knopf in der Mitte des Controllers, wird die untere Reihe der Knopf-Sektion zum ausgewachsenen Transportfeld. Dann stehen dir die üblichen Funktionen wie Vorwärts, Zurück, Start, Stop, Loop und Aufnahme zur Verfügung.


Mehr zum Thema:
      

GUT

Novation Zero SL MkII Testbericht am 13.08.2012

Produkt:      Novation Zero SL MkII
Hersteller:  

Preis:  249,00 Euro
UVP:    279,00 Euro

Kurzfazit

Gelungener Allrounder für die gängigsten Musikprogramme. Komfortable Fernsteuerung der DAW-Software vom Mixer bis zur Programmierung einfacher Drums für das heimische Tonstudio.

Für wen

Produzenten, die ihr Homerecording-Setup komfortabel fernsteuern möchten.

Wichtige Merkmale
  • USB-MIDI-Controller
  • Berührungsempfindliche Fader und Drehregler
  • Eine Transportsektion
  • Display
  • Pads und Knöpfe

 


Sag uns deine Meinung!

EMPFEHLUNGEN