Novation Launch Control Testbericht

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Novation Launch Control Testbericht


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Was erwartet dich?

Der Novation Launch Control ist ein MIDI-Controller mit 16 Drehreglern, acht dreifarbig beleuchteten Pads und vier Buttons; diese lassen sich beliebigen Parametern bzw. MIDI-Noten frei zuweisen. Aufgrund seines Layouts lässt sich das Gerät beispielsweise zur Kontrolle des Mixers in deiner DAW-Software nutzen, alternativ ist dank der 16 Potis auch die umfangreiche Kontrolle komplexer virtueller Instrumente und Effekte denkbar. Damit wäre er eine passende Ergänzung zum hauseigenen Novation Launchpad. Was zu beweisen wäre…lies weiter!

Novation Launch Control Testbericht

Dank der acht voreingestellten Templates und weiterer acht benutzerdefinierbarer Konfigurationen kannst Du zwischen 16 Bänken wechseln und somit theoretisch bis zu 448 Parameter im Griff haben. Es gibt eine passende iPad App zum Triggern von Samples und Effekten, aber die habe ich in diesem Kurztest nicht beackert.

Das Gerät wird mit einem USB-Kabel (prima: der Typ-B-Stecker ist angewinkelt), der abgespeckten DAW-Software Ableton Live Lite und einem Sample-Paket von Loopmasters ausgeliefert. Die gedruckte Schnellstartanleitung erleichtert den Einstieg, zudem sind die Registrierung auf novation.com und der Download des Editors schnell erledigt. Die Installation als MIDI-Gerät geschieht dank Klassenkonformität (»class compliance«) automatisch und zügig, gleich nach dem Anstecken an den USB-Port.

Das Kunststoffgehäuse macht einen verhältnismäßig stabilen Eindruck. Die leicht aufgeraute Oberfläche kommt in mattem Glanz daher und sorgt dafür, dass keine Fingerabdrücke sichtbar werden. Das Gerät ist nicht zu leicht und statt der üblichen vier kleinen Gummifüße ist gleich die ganze Unterseite mit einer schicken, Novation-Logo-verzierten Gummierung versehen.

Die Potis erfüllen meine Erwartungen an ein Gerät dieser Preisklasse vollends – die gut griffigen Kappen sitzen ausreichend fest auf den Drehgebern und der Drehwiderstand ist angenehm hoch. Die weißen Kennstriche auf den Kappen sind sehr deutlich sichtbar, auch in schummrigem Licht dürftest Du hier alles im Blick haben. Der Platz zwischen den Reglern ist locker groß genug, dass ich mir nicht selbst in die Quere komme, für Musiker mit größeren Händen könnte es aber etwas kniffliger werden.

Die Kennstriche (wenn nicht bereits das Produktfoto) haben dir vielleicht schon aufgezeigt, dass die Potis nicht als Endlosdrehregler ausgelegt sind. Und da das »Abholen« eines Parameters hier nicht funktioniert, ist der nahtlose Wechsel zwischen verschiedenen Projekten also ggf. mit abrupten Parametersprüngen verbunden.

Der Druckpunkt der Pads ist nicht ganz eindeutig, vielmehr scheinen es gleich zwei Druckpunkte zu sein. Doch ist bei halbwegs beherztem Tastendruck dennoch eine gutes Triggern möglich. Die Hintergrundbeleuchtung ist ausreichend kräftig.

Der Editor bietet alles, was ich benötige, und die Bedienung ist auf Anhieb erfassbar. Laden und Speichern von Mappings in Dateien, die Eingrenzung des Poti-Regelbereichs mit Minima und Maxima, einstellbare Trigger-Modi der Buttons und mehr wird geboten. Auch lassen sich alle Knopf- bzw. Reglereinstellungen auf einmal anzeigen:

Novation Launch Control Testbericht

Am Rande: Die MIDI-Ein- und Ausgabe ist bei geöffnetem Editor nicht funktionstüchtig. Nicht dramatisch, aber erwähnenswert.

 

Fazit im Novation Launch Control Testbericht

Der kleine Controller ist wie angekündigt eine feine Ergänzung zum Launchpad (auch da er genau dieselbe Breite hat). Die Hauptrolle spielen freilich die Potis, und die sind prima – sie sind griffig, sitzen fest und setzen einen angenehmen Widerstand entgegen. Du solltest dir aber im Klaren sein, dass es sich nicht um endlos laufende Potis handelt, wodurch ein entsprechend nahtloser Workflow nach einem Projektwechsel leider nicht möglich ist. Verarbeitungstechnisch und die Ergonomie betreffend ist alles im Lot.

Auch in der B-Note gibt es gute Noten: Registrierung, Software-Download und die klassenkonforme, automatische Einrichtung als MIDI-Gerät sind rasch erledigt. Prima, dass gleich acht benutzerdefinierbare Bänke zur Verfügung stehen; Hand in Hand damit geht der freundliche gestaltete und gut ausgestattete Editor. Damit lässt sich aus der kleinen Kiste einiges herausholen.

Und dann gibt’s ja auch noch eine DAW: Mit Ableton Live Lite steht eine etabliertes Musikprogramm in einer Einsteigervariante zur Verfügung, die sich insbesondere für elektronische Musik mit Clip-basiertem Werkeln eignet. Respektable 511 MB gewohnt gute Samples von Loopmasters und die iPad App gesellen sich dazu.

Der Novation Launch Control erfindet das Rad nicht neu, bietet aber ein attraktives Layout für allerlei MIDI-Anwendungen, ob bei Musikproduktion bzw. -performance, DJing oder Lichtkontrolle zu einem meines Erachtens noch angemessenen Preis. Wer auf Endlos-Potis verzichten kann, darf zuschlagen.


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SEHR GUT

Novation Launch Control Testbericht am 09.01.2014

Produkt:      Novation Launch Control
Hersteller:  

Preis:  89,00 Euro
UVP:    111,00 Euro

Kurzfazit

Pad & Knob Controller. Dieser schlanke Controller wartet mit feinen Potis auf und hat Ableton Live Lite im Gepäck; eine gelungene Ergänzung zu den Pad-Matrizen von Launchpad & Co.

Für wen

Alle, die einen kompakten Poti-Controller brauchen und auf Endlos-Drehregler verzichten können.

Wichtige Merkmale
  • MIDI Controller
  • 16 Drehregler (300° Regelbereich)
  • 8 dreifarbige Pads
  • 6 Funktionstasten
  • USB-Anschluss (auch für Strom)
  • Kensington Lock
  • Ableton Live Lite
  • ~500 MB Samples
  • iPad App
  • Abmessungen: 240 × 118 × 23 mm
  • Gewicht: 470 g

 


Lesermeinungen (2)

zu 'Novation Launch Control Testbericht: Controller mit 16 Potis & 8 Pads'

  • mahik   09. Jan 2014   18:23 UhrAntworten

    Hätte mich auch über einen Nachfolger vom Nocturn gefreut.

    • Felix Baarß (delamar)   09. Jan 2014   19:55 UhrAntworten

      Dito.

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