Novation Impulse 61 Testbericht

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Novation Impulse 61 Testbericht

Voilà, die Hardware für unseren Novation Impulse 61 Testbericht


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Was ist es?

Der Novation Impulse 61 ist ein MIDI-Keyboard mit 61 halbgewichteten Tasten inklusive Aftertouch, 9 Fadern, 8 Endlosdrehreglern, 9 frei belegbaren Knöpfen, Tasten zur Transport- und Aufnahmesteuerung deiner DAW-Software sowie 8 hintergrundbeleuchteten Pads zum Einspielen von Drums. Oktavtasten und die zwei üblichen Rädchen zur Modulation und zum Pitch-Bending sind implementiert. Das Gerät wird über USB mit Strom versorgt, gleichzeitig kann es die MIDI-Daten darüber senden und empfangen. Zudem stehen 5-Pol-Buchsen für MIDI In und MIDI Out sowie Anschlüsse für Expression- und Sustain-Pedale zur Verfügung.

Die mitgelieferte Software Automap soll einen schnellen Einstieg und die reibungslose Zuweisung der Bedienelemente mit MIDI-Parametern ermöglichen.

Der Hersteller bietet zudem Varianten mit 25 und 49 Tasten an. Der Funktionsumfang ist identisch, wobei die 25-Tasten-Variante lediglich über einen einzigen Fader verfügt.

Novation Impulse 61 Testbericht

Voilà, die Hardware für unseren Novation Impulse 61 Testbericht

 

Novation Impulse 61 Testbericht

Verarbeitung & Spielgefühl

Für meinen Geschmack ist die Tastatur des Impulse 61 gut gewichtet – nicht zu fest und nicht zu locker. Flinkes Spielen ist möglich, ohne dass der Widerstand windelweich wäre. In unserer Redaktion gehen die Meinungen darüber jedoch auseinander – die mit einem höheren Widerstand versehenen Tasten des Akai MPK 61 gefallen Carlos besser, während ich sie als zu hartnäckig empfinde. Es gibt vier Empfindlichkeitsstufen – wenn Du mit der Standardeinstellung bei der Umsetzung der Anschlagstärke in Velocity-Werte nicht zurechtkommst, kannst Du hier nachregulieren. Oder gleich den Wert von 127 fest zuordnen.

Die neun hintergrundbeleuchteten Pads (je nach Modus grün oder rot) lassen sich sehr gut bespielen, sie reagieren schnell und ohne »Verschlucken« auf Stakkato-artige Eingaben und die Umsetzung der Anschlaghärte in entsprechend leise oder laute Klänge ist gut getroffen. Auch für die Pads gibt es verschiedene Empfindlichkeitsstufen. Die Pads sind groß genug, um vernünftig auf ihnen trommeln zu können.
Die Potis haben so gut wie gar keinen Widerstand und flutschen nur so unter meinen Fingern umher. Sicher, das ist auch Geschmackssache – ich bevorzuge es, wenn sich eine Parameteränderung auch nach etwas anfühlt, doch vielleicht schätzt Du gerade dieses vollkommen mühelose Handling.

Der Laufweg der Fader weist einen angenehmen Widerstand auf und die Fader-Kappen sind dank Einkerbung und Riffelung recht griffig. Die übrigen, aus Gummi gefertigten Tasten sind etwas wabbelig, doch der Druckpunkt ist ganz gut spürbar und die Bedienung funktioniert recht ordentlich.

Einige Bedienelemente, so auch die Tasten, wackeln leicht in ihrer Verankerung und das Kunststoffgehäuse lässt sich ein ganzes Stück weit herunterdrücken. Dabei knarzt es verdächtig. Es wäre wohl kaum vermessen, bei einem Preis von knapp 350 Euro etwas höhere Ansprüche an die Verarbeitungsqualität anzumelden.

 

Funktionen

Wie es sich für einen Controller dieses Umfangs und dieser Preisklasse gehört, besteht die Möglichkeit, bis zu vier Keyboard-Zonen einzurichten, deren Tastaturbereiche sich auch überlappen können. Jeder Zone kannst Du einen separaten MIDI-Kanal und –Anschluss (USB und/oder DIN) zuweisen. Dank der Möglichkeit, die Oktavlagen zu justieren, steht besonders mit dem 61-tastigen Impulse 61 Live-Performances mit mehreren ansteuerbaren Geräten nichts mehr im Wege.

Der eingebaute Arpeggiator hat es faustdick hinter den Ohren. Mit den Pads aktivierst oder deaktivierst Du die einzelnen rhythmischen Steps der Arpeggio-Sequenz, Swing (Shuffle) lässt sich stufenlos regulieren, es gibt einen Zufallsmodus, Sprünge von bis zu vier Oktaven sind möglich und ein Gate ist an Bord. Sehr schön.

Mit der Roll-Funktion (woanders auch »Note Repeat« genannt) kannst Du ein über ein Pad getriggertes Sample wie mit einem Maschinengewehr automatisch wiederholen lassen. Das ist beispielsweise nützlich, um eine Bassdrum stur durchmarschieren zu lassen, während Du mit den übrigen Fingern die abwechslungsreichen Elemente des Beats trommelst.


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GUT

Novation Impulse 61 Testbericht am 01.03.2012

Produkt:      Novation Impulse 61
Hersteller:  

Preis:  349,00 Euro
UVP:    399,00 Euro

Kurzfazit

Keyboard Controller für alle Lebenslagen. Dieses MIDI-Keyboard bietet Fader, Drehregler, Pads und eine komfortable Konfigurationssoftware.

Für wen

Alle, die ein MIDI-Keyboard, Pads, Fader und Drehregler in einem haben wollen.

Wichtige Merkmale
  • MIDI-Keyboard
  • Halbgewichtete Tastatur mit 61 Tasten
  • 9 Fader, 8 Drehregler & 8 Pads
  • Arpeggiator, Roll, Zonen
  • Automap für Parameterzuweisung

 


Lesermeinungen (4)

zu 'Novation Impulse 61 Testbericht: Vielseitiger Keyboard Controller'

  • Salomone Torluccio   27. Mrz 2012   13:15 UhrAntworten

    Hi,

    lässt sich das Novation Impulse mit jeder Cubase Version verwenden? z.B Cubase 5 elements

  • Carlos San Segundo (delamar)   20. Apr 2012   17:29 UhrAntworten

    Ja, Du kannst es mit jeder Musiksoftware verwenden, die MIDI kann...

  • arones   13. Sep 2012   01:11 UhrAntworten

    die drehregler brauchen 4 umdrehungen bis zum anschlag
    der drehbeschleuniger verhindert wiederholbare
    sweeps da der drehpunkt nie gleich gemacht werden kann. bei den pluginaufrufungen steige ich nicht durch
    mal gehts mit blinken dann wieder nicht
    dann geht blinken garnicht ,

    und dann isr es wieder nur midi
    dann ist mann plötzlich auf der 2ten seite
    dann geht kein shift etc
    bei so einem durcheinander kann ich nicht mehr musik machen.
    ews<wurde doch gesagt das es alles vereienfachen soll
    das kann ich nicht bestätigen ein sinllpler 10 euro controller läuft besser
    einzig der transport ist verlässlich
    korg naokontrol für 50 euro ist besser

  • tastendrücker   27. Dez 2012   20:19 UhrAntworten

    @Autor: Hi, aus welcher Quelle hast Du denn die Information entnommen, dass die Tastatur von Fatar wäre? Weder auf der Website des Herstellers, noch in den Handbüchern finde ich etwas dazu.

    Nur weil beim SL II und beim Nocturn die Tastatur eindeutig von Fatar kommt, bedeutet das noch nicht, dass das bei allen anderen Produkten des Herstellers auch so sein muss.

    @arones: die Beschleunigung der Endlos-Drehgeber lässt sich über die Automap-Software (slow, normal, fast) einstellen. Für wiederholbare Sweeps mit klar definiertem physikalischen Start-/Endwert könntest Du auch einfach über Automap einen der 9 Fader konfigurieren oder einen einzelnen Sweep aufnehmen und das ganze dann in der DAW ein paar Mal kopieren. Wenn Dir das Nanokontrol oder ein 10€-Controller eher zusagt, ist das natürlich Deine subjektive Meinung. Kommt wie immer auf den Anwendungszweck an. Mit den Bonsai-Tasten eines Nanokontrol würde ich z.B. nicht zurechtkommen. ;-)
    Unterstützt das Nanokontrol Channel-Pressure?

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