Nord Lead A1 Testbericht

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Nord Lead A1 Testbericht


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Was ist es?

Der Nord Lead A1 ist der neueste virtuell analoge Synthesizer mit 49 Tasten und Effektsektion von der Firma Clavia. Er ist 24-stimmig und vierfach multitimbral. Diese Art der Klangerzeugung ist nicht ganz neu, existiert sie bereits seit den neunziger Jahren, erfreut sich aber stets wachsender Beliebtheit. Der Synthesizer soll in der Lage sein, den Charakter vieler Vintage-Synthesizer stilecht zu emulieren, er soll sich flexibel genug für Studio und Bühne zeigen.

Nord Lead A1 Testbericht

Spielfertig für den Nord Lead A1 Testbericht auf delamar…

Der Nord Lead A1 positioniert sich als Einstiegssynthesizer und darf die würdige Nachfolge des Nord Lead 2x antreten. Nichtsdestotrotz kommt er mit 96 kHz und 32 Bit Fließkommaverarbeitung. Besonders Keyboarder, die eine Zweittastatur suchen, könnten sich besonders angetan fühlen. Ebenfalls angesprochen könnten sich Nichtkeyboarder, Gitarristen sowie Produzenten fühlen, die recht einfach schnelle und sehr gut klingende Tracks zu produzieren wünschen.

Im Lieferumfang wird eine englischsprachige Bedienungsanleitung mitgeliefert sowie ein Kaltgerätekabel. Die Software zum Laden neuer Presets kann auf der Herstellerseite heruntergeladen werden.

 

Nord Lead A1 Testbericht

Hardware

Mit 4,85 Kilo und vier Oktaven anschlagdynamischen Tasten handelt es sich wahrlich um ein Leichtgewicht, welches durch sein Metallgehäuse einen sehr robusten Eindruck hinterlässt. Im gewohnt roten Design finden sich Pitchstick und Modulationsrad wieder, wie schon von allen Vorgängerprodukten bekannt.

Bei der leider nicht gewichteten Tastatur wurde auf Aftertouch verzichtet. Wer großen Wert auf eine gewichtete Tastatur legt, findet in der Rackversion Nord Lead A1r vielleicht einen passenderen Partner.

Sehr schön gelöst finde ich die Beschriftung für die rückseitigen Anschlüsse des Nord Lead A1, die sich am oberen Rand des Synthesizers befinden. Rückseitig angebracht sind auch zwei Eingänge für Sustain und ein Controller-Pedal. Ein dritter Eingang hätte dem A1 sicher gut gestanden, um das Weiterschleifen von Programmen mit Fußschalter zu ermöglichen. Zu den weiteren Anschlüssen gehören USB-MIDI, ein Standard MIDI-In/Out sowie vier Ausgänge. Der Kopfhörerausgang wurde ebenfalls rückseitig angebracht.

Nord Lead A1 Testbericht

Lobenswert möchte ich hervorheben, dass sich der Hersteller für ein internes Netzteil entschieden hat, was gerade für den Einsatz auf der Bühne ein Segen ist. Ein robuster Einschaltknopf und ein Kaltgeräteanschluss runden die Anschlussliste ab.

Nicht ganz perfekt: Ein kleiner Spalt neben dem Shift/Exit-Button könnte der feinen Elektronik willen noch geschlossen werden. Aber nur ein kleiner Wermutstropfen.

 

Bedienung

Als Live-Musiker legt man Wert auf Synthesizer, deren Editier-Oberfläche sinnvoll angeordnet und beschriftet wurde – so wie in diesem Fall. Wobei das nicht bis ins letzte Detail konsequent umgesetzt wurde, wie sich später im Test zeigen wird. Insgesamt stehen 26 Potis und 26 Buttons zum Editieren von Sounds und Einstellungen bereit. Fein, denn nur im Bereich für den Oszillator war der ferne Wunsch nach einem Editor zu spüren.

 

Master-Level

Für mich beginnt die Übersichtlichkeit eines Synthesizers bei der Sichtung eines Lautstärke-Reglers. Bei manch einem Modell ist der Zugriff auf die Standards nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Gut, dass der Nord A1 diesen gleich gut erreichbar links oben vorhält.

Zu meiner freudigen Überraschung ist der Kopfhörerausgang relativ leise und schont somit das Gehör. Das trifft auch auf den normalen Ausgang zu, doch das ist kein Kriterium für die Qualität eines solchen Geräts.


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SEHR GUT

Nord Lead A1 Testbericht am 01.08.2014

Produkt:      Nord Lead A1
Hersteller:  

Preis:  1.399,00 Euro
UVP:    1.736,21 Euro

Kurzfazit

Vielseitiger Synthesizer mit ausgewogener Klangpalette. Virtuell analoger Klangerzeuger mit vier Oktaven und hervorragenden Glockenklängen.

Für wen

Keyboarder, die einen robusten und leichten Synthesizer mit ausgewogener Klangpalette suchen.

Wichtige Merkmale
  • virtuell analoger Synthesizer
  • 49 Tasten
  • 4-fach multitimbral
  • traditionelle & digitale Wellenformen
  • FM Modulation
  • Filteremulationen: Minimoog & TB-303
  • USB/USB-MIDI & MIDI
  • 6 unterschiedliche Effekte
  • 96 kHz/32 Bit Fließkommaverarbeitung
  • 4 Ausgänge
  • 2 Anschlüsse für Controller

 


Lesermeinungen (2)

zu 'Nord Lead A1 Testbericht: Virtuell analog & multitimbral'

  • Enttäuschter Acces Virus User   08. Feb 2015   01:44 UhrAntworten

    Ich habe einen Virus Ti2 Desktop gehabt. Ganz ehrlich, der Acces Virus war schon gut, ABER, wenn man nur Ärger damit hat nutzt es nichts. Knackser, Notenrutscher, und der Support gibt Tipps, und wenn das Alphabet zu ende ist meldet sich keiner mehr. TI nennt Acces so etwas, die Wirklichkeit sieht anders aus. USB 1.1, wir haben bereits 2015???
    Mit der DAW (Pro Tools) wie gesagt gab es ständig Probleme. Habe ihn zurück gegeben.
    Bin dann auf den Clavia Nord gestossen, und war gleich von den Sounds begeistert.
    Wie ist das beim Clavia A1, hat er USB 2.0????? Kommt irgendwann eine Plugin Anbindung für die DAW?? Wo liegt der Unterschied zwischen dem Nord Lead 4 und dem Nord Lead A1??
    Wäre dankbar für die Infos.

  • duplo   04. Feb 2016   10:38 UhrAntworten

    "Im Performance-Modus fallen die Klangzusammenstellungen um einiges schlanker als im Single Modus aus. Beim Layering von Klängen schichten sich diese im vollen Klangspektrum übereinander. In der Praxis heißt das, dass eine Klangzusammenstellung aus dem Single-Modus nicht auf den Performance-Modus als dauerhafter Patch übertragbar ist."

    Was zum Geier soll das denn heißen?! Ein Layer im Single Mode klingt exakt gleich wie im Performance Mode.

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