Native Instruments Traktor Kontrol F1 Testbericht

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NI Traktor Kontrol F1 Testbericht

Hereinspaziert in unseren NI Traktor Kontrol F1 Testbericht!


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Was ist es?

Der NI Traktor Kontrol F1 ist ein kleiner DJ-Controller, der 16 Pads, einer Handvoll Knöpfen, vier Fadern und vier Drehreglern bietet. Er wurde speziell für Traktor Pro 2.5 und dessen Remix Decks entwickelt. So sollst Du die Grenzen zwischen DJing und Liveact verschwimmen lassen, indem Du Samples mehr als bisher auf kreative Weise verwendest.

Die Pads sind nicht anschlagsdynamisch – müssen sie auch nicht, da sie ja vornehmlich für das Triggern von Samples gedacht sind. Sie können in allen Grundfarben hintergrundbeleuchtet werden, wobei Du bestimmen kannst, wie hell und in welchem Farbton das geschehen soll. Die Potis sollen für die Kontrolle der Filter, die Fader für die Lautstärke der vier zu steuernden Remix Decks dienen. Eine Schablone mit Beschriftungen zum ganz gewöhnlichen Steuern der Track Decks in Traktor wird mitgeliefert.

NI Traktor Kontrol F1 Testbericht

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Native Instruments Traktor Kontrol F1 Testbericht

Erster Eindruck

In der bekannten ansprechenden Verpackung von Native Instruments kommt auch der Traktor Kontrol F1 daher. Im Lieferumfang enthalten sind der Traktor Kontrol F1, Traktor Pro 2.5, ein USB-Kabel, eine Auflage für die Track Decks und 1,4 GB Remix Sets, damit Du gleich loslegen kannst.

Die Bauweise ähnelt dem Traktor Kontrol S4, der auch schon in unserem Testlabor vorbeigeschaut hat. Der Controller besteht hauptsächlich aus Kunststoff und ist mit einer Metalloberfläche versehen. Am Boden befinden sich vier rutschfeste Füße. Wie der Traktor Kontrol X1 ist der Controller gut verarbeitet und wird in Zukunft in vielen Clubs zu sehen sein.

 

Layout und erster Kontakt

Du kannst den F1 als ein vierspaltigen DJ-Controller betrachten, bei dem jede Spalte einem Sample Slot der Remix Decks in Traktor Pro 2.5 entspricht. Im Kopfbereich befinden sich die Drehregler für Filter und vier Lautstärke Fader. In der Mittelstellung der Filter ist genau die Grenze zwischen Low-Pass und High-Pass-Filter. Die Lautstärke kann dank der vier verfügbaren Fader pro Slot geregelt werden.

Wie beim S4 erscheint mir die Verarbeitungsqualität sehr gut. Die Fader laufen geschmeidig, sind jedoch nicht mit einem hochqualitativen Clubmixer zu vergleichen sind. Das kann aber bei einem Controller in dieser Preisklasse auch nicht der Maßstab sein kann.

Im unteren Bereich befinden sich 16 Pads, 4 für jeden Sample Slot. Darunter folgen noch 4 Knöpfe für Mute/Stop, jeweils einer pro Sample Slot. Die Pads sind nicht anschlagsdynamisch, da sie hauptsächliche dafür gedacht sind, Samples zu triggern.

Anders als beim Großteil der Drum Computer sind die Pads mit einer sogenannten »Click-Action« versehen – Du spürst einen Klick beim Berühren der Pads, was dir schnell hilft, ein Gefühl zu entwickeln, wie stark Du drücken musst, um die Samples abzufeuern. Ein gewisser, aber angenehmer Widerstand ist hier zu spüren.

Die Pads werden in mehreren Farben hintergrundbeleuchtet, wobei Du die Farbe über die Software, aber auch direkt am Controller einstellen kannst. Das Spektrum umfasst den Farbtopf des gesamten Regenbogens. Hier empfiehlt es sich, ein System vorher festzulegen, damit die individuelle Farbwahl nicht nur schön aussieht, sondern auch der Übersichtlichkeit dient.

NI Traktor Kontrol F1 Testbericht

Individuelle Farbwahl der Remix Decks

On top kannst Du die Beleuchtungsintensität der Pads über die Software regulieren. Traktor unterscheidet hier zwischen dem On- und dem Dim-Status. Per Default ist Dim auf 20% eingestellt. Im Club völlig ausreichend, bei Tageslicht sollte dieser Wert allerdings nach oben korrigiert werden.

Zu guter Letzt befindet sich in der Mitte des Gerätes die globale Kontrollsektion mit acht Buttons, einem zweistelligen Display und einem Drehregler, der sich auch drücken lässt. Über diesen Bereich lassen sich alle wichtigen Funktionen der Remix Decks steuern. Es können Remix Decks geladen werden, Remix Decks erstellt werden (Capture) und die Remix Decks manipuliert werden. Die Belegung der Knobs, wie auch der Pads ist in der Regel doppelt. Die doppelte Belegung wird wie üblich über den Shift-Button angesteuert.

 

Hands-On

Mit dem mitgelieferten USB-Kabel wird der F1 an den USB-Port angeschlossen und auch darüber mit Strom versorgt. Nicht verwunderlich, denn es ist keine Soundkarte integriert, die großartige Mengen an Strom benötigen würde.

Wie bei Native Instruments üblich, ist die Installation und die Aktivierung des Controllers vorbildlich gelöst. Der Packung liegt keine Installations-CD bei, stattdessen sind alle Instruktionen auf einer extra dafür eingerichteten Internetseite zu finden. Wer noch kein Traktor auf seinem Rechner installiert hat, kann ebenfalls auf dieser Seite die Installationspakete downloaden. Auf dem Mac benötigt der F1 nicht einmal die Installation von zusätzlichen Treibern. Anhand einer Seriennummer wird der F1 auf deinem NI-Benutzerkonto hinterlegt.

Zusätzlich empfehlen wir, direkt die 1,4 GB an vorgefertigten Remix-Sets zu laden und in Traktor zu importieren. So hast Du gleich jede Menge Futter um die Remix Decks zu füttern und direkt loszulegen.

Nach der Installation starten wir Traktor und der Traktor Kontrol F1 befindet sich automatisch im Performance-Modus. Dieser Modus steuert die Remix Decks über das Protokoll NHL, das gegenüber MIDI mit Vorteilen aufwarten soll. Ein Druck auf Shift + Browse schaltet um zum MIDI-Modus. Hier ist per Default ein Mapping hinterlegt, dass verschiedene Funktionen der Decks A und B steuert. Ein entsprechendes Overlay liegt dem Kontroller bei und kann montiert werden. Nette Geste von NI, im Zweifel kann man sich nach einer halben Stunde Bedienung allerdings das Standard-MIDI-Mapping merken. Denn es wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit niemand den F1 zulegen, um damit die normalen Track Decks zu steuern. Mit Hilfe des Controller-Editors kann der F1 zusätzlich mit eigenen Mappings bestückt werden und z.B. auch für Ableton Live genutzt werden.


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GUT

Native Instruments Traktor Kontrol F1 Testbericht am 25.07.2012

Produkt:      Native Instruments Traktor Kontrol F1
Hersteller:  

Preis:  239,00 Euro
UVP:    249,00 Euro

Kurzfazit

Remix, Cut & Edit. Der F1 ist naturgemäß perfekt integriert und bereitet Freude beim kreativen Einsatz von Samples.

Für wen

DJs, die mehr wollen, als nur zu mixen.

Wichtige Merkmale
  • DJ-Controller
  • 16 Pads
  • 4 Fader
  • 4 Potis
  • Traktor Pro 2.5 im Gepäck

 


Lesermeinungen (2)

zu 'NI Traktor Kontrol F1 Testbericht: Die Zukunft des DJings?'

  • Luke   17. Feb 2013   12:55 UhrAntworten

    Hello Guys

    Bin fasziniert von diesem Teil und möchte es mir gleich nächste Woche zulegen.
    Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht!

    Eine Frage zur Software. Was ist gemeint mit:
    "Um der Software den vollen Funktionsumfang zu entlocken, müssen umgerechnet weitere 170,- Euro investiert werden" ?

    Was ist das für eine Version und was kann die dann noch mehr?

    LG
    Luke

  • Tobi   03. Apr 2013   13:48 UhrAntworten

    Hi Luke,
    damit meinen sie vermutlich, das zu den 89 Euro die die Software regulär kostet noch 170 "extra" benötigt werden damit das F1 dabei ist (F1 kostet 239 - > 89+170 =239)

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