Native Instruments Maschine MK2 Testbericht


Was ist es?

Bei der Hardware der Native Instruments Maschine MK2 wurde einmal kräftig durchgefegt – Pads, Buttons, und Displays wurden ausgetauscht. Die Pads können nun mehrfarbig hintergrundbeleuchtet werden. Zudem wurde die Mastersektion für Tempo, Swing und Lautstärke entschlackt, indem es nur noch einen großen Drehregler mit Rasterung gibt. Das gratis erhältliche Update auf die Maschine Software 1.8 integriert die Farbzuweisung der Pads, zusätzliche Effekte, Time-Stretching und mehr.

Native Instruments Maschine MK2 Testbericht

Hardware & Sotware unter der Lupe im Native Instruments Maschine MK2 Testbericht

Dazu erhältst Du eine Lizenz für Massive, einen der bewährten virtuellen Synthesizer des Berliner Unternehmens. Zudem liegt der Packung ein Gutschein über 25,- Euro für den Kauf von Maschine-Erweiterungen oder Komplete-Instrumenten und -Effekten bei.

Mittlerweile sind ein Ständer zur Anwinkelung der Arbeitsposition und/oder zur Befestigung an einem Stativ sowie farbenfrohe Poti-Kappen und Faceplates separat erhältlich. Es gibt übrigens auch die Maschine Mikro in der neuen Ausführung, das soll nicht vergessen werden.

In diesem Testbericht werde ich mich darauf konzentrieren, die Neuerungen an der Hardware und der Software zu besprechen. Es sollen vor allem auch Einblicke in alle wichtigen Änderungen gegeben werden, um Besitzern der Vorgängerversion zu illustrieren, ob sich der Kauf lohnen könnte.

 

Native Instruments Maschine MK2 Testbericht

Neuer Astralkörper

Die dezent schwerere Hardware weiß gleich zu gefallen, auch schon im Auslieferungszustand mit der gebürsteten Faceplate im nüchternen Alusilber. Die neuen Gummifüße sorgen in der Tat für einen bombensicheren Stand auf einigermaßen glatten Oberflächen.

Nach wie vor sitzen die acht kleinen Potis fest genug und der Drehwiderstand ist ausreichend smooth, sodass eine angenehme Haptik vermittelt wird. Die Griffigkeit ist ausreichend, jedenfalls mit trockenen Fingern.

Bei den Buttons entschied man sich um – nun geben sie ein leises »Klick« von sich, wenn der Druckpunkt erreicht ist. Dennoch ist das Material relativ weich und gummiartig, die Haptik ist entsprechend zart. Diese Kombination aus softem Touch und der klar spürbaren Schwelle, die beim Aktivieren der Funktion eines Buttons überschritten wird, gefällt mir sehr gut.

Native Instruments Maschine MK2 Testbericht

Die Layout wurde nicht umgekrempelt, aber sinnvoll verfeinert

Doch die Preisfrage ist, was sich bei den Pads getan hat. Die Feinabstimmung ist besser gelungen, denn es ist deutlich besser möglich, zarte Anschläge in ähnlichen Lautstärken zu reproduzieren und diese in einer gut ausbalancierten Verlaufskurve allmählich lauter zu machen, bis es schließlich für sehr laute Hits nach wie vor nötig ist, regelrecht auf das Pad einzudreschen. Bisher waren die leisten und mittellauten Töne nicht so feinfühlig möglich, prima.

Und dann ist ja noch die verschiedenfarbige Hintergrundbeleuchtung der Pads und Group-Buttons, die sich mit einem Klick auf das entsprechende Sample bzw. die Instrumentengruppe in der Software konfigurieren lässt. Dabei gibt es zwei Helligkeitsstufen – auch die dunklere, die den Ruhezustand anzeigt, ist noch mehr als hell genug, um in schummrigen Umgebungen für eine visuell klar strukturierte Arbeitsumgebung sorgen zu können. Klasse.

Die nun invertiert aufleuchtenden Displays (Hintergrund schwarz, Schrift weiß) lassen sich jetzt etwas besser betrachten, wenn man in einem flachen Winkel darauf schaut. Immer noch nicht überragend, aber ausreichend für alle, die nicht gerade nachtblind sind.

Am Layout der Bedienelemente und der grundsätzlichen Funktionsweise wurde nur behutsam geschraubt. So gibt es jetzt nur noch einen großen Drehregler mit Rasterung, der, je nachdem welcher der drei Buttons für Lautstärke, Swing oder Tempo aktiviert ist, die genannten Parameter hoch- und runterschrauben lässt. Hier orientiert man sich an der Maschine Mikro, was der Bedienung des Browsers zugutekommt.

Lesermeinungen (15)

zu 'Native Instruments Maschine MK2 Testbericht: Was bringt das Upgrade?'

  • cK
    17. Okt 2012 | 22:40 Uhr Antworten

    Habt ihr auch vor die MPC Rennaissence zu testen? Ein Vergleich (vor allem auch der Software) fände ich sehr interessant!

    Gruss

    • Felix Baarß (delamar)
      17. Okt 2012 | 23:12 Uhr Antworten

      Hi, konkret haben wir das noch nicht geplant, soweit ich das überblicke. Das Gerät würde mich allerdings auch brennend interessieren…

  • Bronco
    19. Dez 2012 | 18:03 Uhr Antworten

    Hallo,

    eignet sich die Maschine in 1.8 auch als Standalone-Produktionswerkzeug? Ist Mixing & Mastering damit möglich oder ist eher eine zusätzliche DAW von Nöten?

    • Felix Baarß (delamar)
      19. Dez 2012 | 18:56 Uhr Antworten

      Hallo Bronco,

      allein mit der Maschine Software vorzeigbare Tracks zu erstellen, ist auf jeden Fall möglich, das zeigen die mitgelieferten Stücke. Zumindest, was das Mixing angeht; Mastering ist eine vielschichtige Angelegenheit, das Fass will ich in der Kürze dieses Kommentars lieber gar nicht erst aufmachen. ;) Eine voll ausgewachsene DAW-Software wie die meist mit dem Zusatz »Professional« oder »Studio« betitelten Versionen der Programme von Steinberg, Ableton, PreSonus, Apple, Cakewalk, Avid und Co. bieten aber in der Regel noch diverse interessante Features, die dir mehr Möglichkeiten beim Produzieren lassen – und manchmal auch beim Mastering auf eigene Faust.

      Herzliche Grüße,
      Felix

  • christian
    28. Jan 2013 | 22:18 Uhr Antworten

    hab die maschine mk 2 jetzt 2 wochen und bin voll begeistert, sie ist so vielseitig einsetzbar im Studio, das man viel schneller mit Drum Traks fertig ist, ganz zu schweigen vom sound der mitgelieferten Sounds. Die software ist cool, und ladet immer wieder zum probieren ein.mitlerweile Arrangiere ich auch in der maschine Software und arbeite später mit cubase weiter aber erst zum schuss.. wenn Vocals dazu kommen. Keine Abstürze und kein murren, der Softare egal im verbund oder alleine.
    Auch lassen sich alle Plug ins die auf dem Rechner sind in die Maschine software tadellos einbinden. hätte nie gedacht das eine Groove box so viel mehr bietet also nur Drum sounds

  • belseboop
    14. Feb 2013 | 12:37 Uhr Antworten

    Akai Renaissance :
    Filter types: Low Pass, Band Pass, High Pass, Band Boost, Band Stop, Analog Modeling, Vocal Formant

    Maschine MK2 ?
    immer noch nur nen lausigen LP2 HP2 BPF2 Filter ?

  • Arne Becker
    12. Apr 2013 | 13:58 Uhr Antworten

    Hi!
    Ich überlege mir das MK2 zuzulegen, scheitere aber noch an einer Frage:

    Lohnt sich dieser Drumcomputer für die Beat Produktion bei Pop-/Rocksongs?

    Ich hab weder einen Drummer an der Hand, noch spiele ich Drums selber.

    Wie siehts bei dem MK2 mit typischen Schlagzeug Sounds aus?

    Danke vielmals!

    • Christian
      03. Jun 2013 | 04:47 Uhr Antworten

      Bin immer noch begeistert, klar kannst du.sie auch als pattern drumcoputer verwenden,
      Du kannst 16 drum pattern pro kit verwenden, dabei kannst du die kits seperat laden ohne neue patters, um unterschiedeliche soundssets schnell anzuhören.

      Für rock pop schlager usw. Alles kein problem…. Ist mit ewas einarbeitung verbunden, aber es gibt fast nichts was nicht geht damit.

  • Alex Flake
    12. Mai 2013 | 00:30 Uhr Antworten

    Ich wollte fragen, ob die Kiste sich für live Sampler eignen würde? Und kann man wie bei akai die Stimme aufnehmen und schnell auf die Pads verteilen?

    • Christian
      03. Jun 2013 | 04:57 Uhr Antworten

      Klar geht das, jedoch hat die mk2 keine eingebaute soundkarte, darum brauchst du asio soundkarte seperat, damit ist es kein problem in die mk2 zu sampeln, schnell zu zu schneiden und auf die pads zu verteilen, das ist recht einfach. Man kann nur mit maschine komplette tracks produzieren, ohne externe daw, jedoch arbeite ich kombiniert, mittlerweile arbeite ich das ganze arrangement in maschine, da mir der arranger immer besser gefällt, audio traks in cubase 7,
      Und zum zerhakken oder slicen, die audio dateien in die maschine zum bearbeiten. Maschine mk2 ist eine tolle produktions waffe, sehr schnell gute sounds und ergebnisse. Mit etwas einarbeitung.

  • Galactrixx
    30. Jun 2013 | 21:07 Uhr Antworten

    wie kann ich die maschine mk2 mit Cubase 7 verbinden ?? :( habe vieles probiert .. mein cubase stützt ständig ab .. :( wer was da wa??

    • christian
      20. Jul 2013 | 22:20 Uhr Antworten

      Es funktioniert ein wand frei als Plug in deiner DAW, ohne abstürze oder sonst was, vorrausgesetzt du hast einen neuen Rechner mit genug power, das brauchst scho um vernünftig arbeiten zu können, aber das dürfte jeden jedem klar sein der Sound auf dem PC macht.

      ich bin heute wie immer voll begeister von der Maschine mk 2 es ist für mich immmer noch die beste groove box die es derzeit zu kaufen gibt, wo preis und Leistung und die ausgereifte Software für sich sprechen.

      Natürlich sollte man auch genügend Kreativität mitbringen denn so viele Sound wollen odentlich in groove gebracht werden:-).

      Ich habe es nicht bereut das wir sie als zentrale ins Studio integriert haben, sie ist eine wahre Hitmaschine…

  • cuby
    06. Aug 2013 | 17:39 Uhr Antworten

    hi!
    eignet sich die maschine mk2 als anfänger product?
    Lg. Cuby

    • christian
      20. Okt 2014 | 22:28 Uhr Antworten

      Du kannst Maschine als eigenständige DAW benutzen, wenn du mehr von Drum kommst, ja…. wenn du mehr vom Piano kommst wirst dich etwas umdenken muessen.

      man kommt aber sehr schnell damit zurecht.

      Es ist aber beides möglich, ich arbeite kombiniert mit Seq cubase 7.5, muss man aber echt nicht, spiele auch schon mal gerne nur über die Maschine Studio ein mit midi Keyboard. Wenn ich mir zu faul bin eine Extra DAW zu starten, geht das mit der Maschine Software auch sehr gut.

      Man benötigt eigentlich keine extra DAW……

  • Michael
    17. Okt 2014 | 20:43 Uhr Antworten

    Kann ich Maschine auch in Traktor s4 mk2 integrieren ohne zusätzliche soundkarte? Hab einen pc keinen Mac und Krieg es nicht hin :-(

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