Wer oft und gerne Beats bastelt, braucht eine Groovebox zum Beat Making – am besten mit Sequenzer, Effekten und natürlich Samples satt. In unserem MOTU BPM Testbericht erfährst Du, was diese virtuelle Maschine zur Beatproduktion taugt und ob sie ihr Geld wert ist.
Was ist es?
MOTU BPM ist ein als eigenständige Software lauffähiges und alternativ als Plugin (MAS, VST, RTAS und AU) für Windows und Mac OS X nutzbares virtuelles Instrument, mit dem Du auf deinem Audio Computer im MPC-Stil Beats produzieren kannst.
Die Standard-Klangbibliothek umfasst 19 GB an Samples, zudem ist die Beat Box Anthology enthalten, eine 4 GB großen Library mit klassischen Drum-Machine-Sounds. Insgesamt sind es mehr als 10.000 Samples in einer Qualität von 24-bit und 96 kHz. Diverse Styles von Hip Hop und R’n’B über Techno, House und Electro bis hin zu Funk, Soul, Pop und Rock. Wer sich damit immer noch nicht zufriedengibt, kann mit dem internen Drum Synthesizer eigene Klänge basteln.
Ein umfangreicher Sequenzer steht zur Verfügung. Dazu kommen zahlreiche Effekte, von EQs und Kompressoren über Reverbs und Delays bis hin zur Verzerrung und zum Vinylknistern.
Motu BPM Testbericht
Installation
Im Lieferumfang ist ein sorgfältig verpackter iLok enthalten, auf dem die Autorisierungsdaten für Motu BPM bereits drauf sind und die Beat Box Anthology gespeichert werden. Anbei liegt ein kleiner Zettel mit der Seriennummer, die Du bei der Registrierung (von Beat Box Anthology) benötigst. Das funktionierte ohne Probleme.
Der Packung liegen vier DVDs bei. Auf den beiden Installations-DVDs für die Sample Library finden sich keine ausführbaren Installationsdateien, stattdessen musst Du die jeweils die entsprechende Datei manuell in das Verzeichnis kopieren, in dem Du BPM zuvor installiert hast.
Eine DVD enthält die Beat Box Anthology, eine zusätzliche, 4 GB große Library mit klassischen Drum-Maschinensounds. Hier ist die Installation noch etwas vertrackter. Die Datei muss nämlich in ein Unterverzeichnis des Windows-Programmordners kopiert werden, das erst manuell angelegt werden muss. All das hätte komfortabler gestaltet werden können.
Es ist möglich, einen anderen Speicherort als das BPM-Programmverzeichnis für die genannten Dateien zu wählen, etwa bei einer Auslagerung auf eine externe Festplatte.
À propos Handbuch – dieses liegt in gedruckter Form vor und beschreibt alle Funktionen der Software in ausführlicher Weise und mit gutem Schriftsatz. Wie putzig: Die Bilder scheinen vom Monitor abfotografiert worden zu sein, anstatt in Form von Screenshots vorzuliegen. :) Leider ist das Handbuch ausschließlich in englischer Sprache verfasst, aber wir sind ja schon dankbar, wenn einem unserer Testmuster überhaupt ein gedrucktes Manual beiliegt und nicht nur auf eine schnöde PDF verwiesen wird.
Erster Eindruck
Das Handbuch klärt darüber auf, dass der Betrieb als eigenständige Applikation praktisch identisch mit der Nutzung als Plugin ist, bis auf einige zusätzliche Einstellungen für Audio-/MIDI-Input und -Output. Ich entscheide mich für die Plugin-Variante in der aktuellen Version 1.5.0.
Die graphische Benutzeroberfläche ist einigermaßen aufgeräumt, bietet ausreichend Platz zwischen den einzelnen Bedienelementen und eine angenehm nüchterne Farbgebung mit genug Kontrast. Bei einigen, nicht unbedingt selbsterklärenden Knöpfen wird ein Tooltip (eine aufklappende Texteinblendung) angezeigt, der die jeweilige Funktion des Bedienelements erklärt, wenn Du die Maus kurz darüber ruhen lässt. Das kenne und schätze ich sehr von anderer Software, weil der dargebotene Informationsschnipsel meist ausreicht und einen Blick in das Handbuch noch nicht erforderlich macht.


09. Feb 2012 | 09:19 Uhr
Erinnert funktional an den Kong in Reason… Vielen Dank für den ausführlichen und kritischen Bericht!
10. Feb 2012 | 15:06 Uhr
ich hätte mir motu bpm gekauft, wenn es das zum download gegeben hätte und ohne diesen dämlichen ilok. somit habe ich mich für fxpansion`s geist entschieden.
08. Mrz 2012 | 19:46 Uhr
Hallo, ich hab eine Frage: Kann man mit einzelnen Keyboard Tasten über midi einzelne Grooves abfeuern?
Z.B. C3-C4 13 Grooves.
08. Apr 2012 | 18:25 Uhr
Ich hab noch ne frage, falls im universum jemand zuhört: nach den updates auf der motu-seite ist der bpm ab 1.5 unter xp auch nicht mehr lauffähig. ist das so? das wär für mich nicht so toll.
22. Mai 2012 | 04:26 Uhr
adsr filter fx und send etc lassen sich weder im
instrumenten rack noch im drumeditor automatisieren
gibt auch keine solo und mute-autoimation für patterns oder song
das songfenster erfasst nut etwa 5 scenen dann muss man scrollen
arangiren ist umständich und für endbreakvariarzionen nicht tauflich scenen gibs nur 16
die groovetemplates sind im editor nicht funktionsfähig da sie nicht zurück gehen und auf den starken prozenten stehen bleiebn dadurch sind sie falsch
derr grundsound ist nicht releasefähig für highend produktionen wenn mann bpm alleine verwendet .
alles im allem unbefriedigend für richtge zeitgemässe musik auserghalb von hiphop