MOTU Audio Express Testbericht

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MOTU Audio Express Testbericht

Die Vorderseite: MOTU Audio Express Testbericht


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Was ist es?

Das MOTU Audio Express ist ein Audio Interface für die Schnittstellen USB 2.0 und FireWire 400. So wird sichergestellt, dass das Gerät mit praktisch jedem Audio Computer verbunden werden kann. Die Signalqualität reicht bis 24 Bit/96 kHz.

Zwei kombinierte Eingänge für Mikrofone oder hochohmige Instrumente wie E-Gitarren und E-Bässe stehen zur Verfügung, dazu kommen ein Stereoklinkeneingang und ein S/PDIF-Input. Außerdem sind Eingänge für MIDI und ein Fußpedal vorhanden. Ausgänge gibt es für MIDI, zwei Stereoklinken, S/PDIF und Kopfhörer.

Die mitgelieferte Mixer-Software CueMix bietet Kontrollmöglichkeiten für alle Eingangs-/Ausgangskanäle und Werkzeuge zur Signalanalyse. Das Audio Express lässt sich mit anderen Audio Interfaces von MOTU verbinden, um noch mehr Ein- und Ausgänge zur Verfügung zu haben.

 

MOTU Audio Express Testbericht

Eingänge

  • 2x kombiniert Mikrofon-/Instrumenteneingang (XLR/6,3 mm Klinke)
  • 2x Line (6,3 mm Klinke)
  • S/PDIF
  • MIDI

Ausgänge

  • 4x Line (6,3 mm Klinke)
  • S/PDIF
  • MIDI

Erster Eindruck

Das Gehäuse besteht aus zwei miteinander verschraubten schwarzen Metallhälften, dessen Oberflächen leicht aufgerauht sind. Sie hinterlassen einen ordentlichen Eindruck. Bei einem Audio Interface laden mich die Drehregler immer als erstes dazu ein, mit ihnen zu spielen – abgesehen davon, dass sie ziemlich klein geraten sind, sitzen sie nicht fest und wackeln leicht hin und her. Dafür ist es erfreulich, dass sie in festen Abstufungen vor sich hin rattern; zudem gibt es sofort ein visuelles Feedback über die farbigen LED-Pegelanzeigen rechts daneben.

Der Kopfhörerausgang ist irrwitzig laut – ich empfehle eindringlich, einen Kopfhörer mit hoher Nennimpedanz zu nutzen.

 

Vorderseite

An der Vorderseite gibt es neben dem Kopfhörerausgang keinerlei Inputs oder Outputs. Links angefangen und über die Mitte hinaus erstreckt sich eine Reihe von sieben Drehreglern zur Kontrolle der Lautstärken, von deren Eigenheiten ich weiter oben schon berichtete. Von links nach rechts: Mikrofon 1 und 2, Line 1 und 2, S/PDIF, Hauptausgang und Kopfhörer.

Die Mikrofondrehregler sind multifunktional bedienbar – wenn Du sie wie einen Knopf drückst, wird das Pad von -20 dB aktiviert und wenn Du sie gedrückt hältst, schaltest Du die Phantomspeisung zu. Ich bin kein Fan dieser Lösung, aber was soll’s, es funktioniert.

MOTU Audio Express Testbericht

Die Vorderseite: MOTU Audio Express Testbericht

Mit dem Mix-Regler kannst Du die Lautstärke und das Panning der vier Ausgänge (Main Out, Analog Outs, S/PDIF und Kopfhörer) separat regulieren, wobei Du hier mit einer Kombination aus kurzem Drücken, Gedrückthalten und Drehen operieren musst. Schade, denn so wird die Bedienung manchmal etwas fummelig. Allerdings ist die Möglichkeit zu loben, vier separate Mixe zu kontrollieren. Auf diese Weise kannst Du bei einem Auftritt die unterschiedlichsten Ausgabegeräte einzeln aussteuern – beispielweise eine PA-Anlage, Bühnenmonitorboxen, einen Kopfhörer und den digitalen Ausgang, an den Du etwa ein Effektprozessor oder einen Recorder anschließen kannst.

Schließlich noch der Poti ganz rechts, für den es drei Modi zur Kontrolle der Lautstärke gibt, wiederum umschaltbar per kurzem Tastendruck: Kopfhörer, Kopfhörer plus Main Out oder Main Out allein. Zum Ein- und Ausschalten des Audio Express musst Du diesen Regler gedrückt halten.

Rechts neben den Reglern befindet sich eine umfangreiche Sammlung von LEDs, die die verschiedensten Einstellungen visualisieren. Angezeigt wird der derzeitig eingestellt Mix-Kanal, die Phantomspeisungen, Pads und Aufnahmepegel für die beiden Kombieingänge, die Pegelanzeigen für den Haupt- bzw. die übrigen analogen Ausgänge sowie die eingestellte Sample-Rate. Die Beschriftung ist sehr klein, zudem sind all diese LEDs auf engstem Raum zusammengepfercht. Es könnte also übersichtlicher sein, doch immerhin kannst Du so praktisch alle Einstellungen auf einen Blick ablesen.

 

Rückseite

Auf der Rückseite hätten wir zunächst den Eingang und den Ausgang für MIDI-Geräte. Gleich daneben befinden sich der Input und Output für S/PDIF, gefolgt von der Buchse für das Netzteil, dem USB-Port (USB 2.0 mit 480 MB/s) und dem FireWire-Anschluss (FireWire 400 mit 400 MB/s).

Der FireWire-Port dient übrigens auch zur Stromversorgung dienen kann – wenn Du das Audio Express über per USB mit deinem Rechner verbindest, musst Du zusätzlich das Netzteil nutzen. Beide Verbindungstypen senden sowohl Audio- als auch MIDI-Daten .

MOTU Audio Express Testbericht

Aufgeräumte Rückseite - MOTU Audio Express Testbericht

In der Mitte sind die analogen Ausgänge für den Main Out sowie die Line-Outputs und -Inputs. Diese Anschlüsse liegen jeweils als Paare großer Klinkenbuchsen vor, also stets mit eigenen Ausgängen für den linken und den rechten Kanal. Dazu gesellt sich ein Fußschaltereingang. Hier gibt es in puncto Verarbeitungsqualität klare Abzüge: Die Anschlüsse sind nicht fest mit dem Gehäuse verbunden, sondern nur auf die Platine gelötet. Das habe ich bei vergleichbar ausgepreisten Audio Interfaces schon besser gesehen.

An die kombinierten XLR-/Klinkeneingänge lassen sich Du Mikrofone, Line-Geräte wie Keyboards oder Synthesizer sowie hochohmige Instrumente, also E-Gitarren und E-Bässe anschließen. Fein: Die XLR-Buchsen lassen sich verriegeln, so dass der Stecker deines Mikrofons nicht herausrutschen kann. Das wäre vor allem bei Live-Performances tödlich. Für beide Eingänge kannst Du über die zwei entsprechenden Drehregler mit Druckfunktion Phantomspeisung (48 V) und ein Pad (Absenkung der Eingangslautstärke um 20 dB) zuschalten.

Sämtliche Buchsen sind vergoldet, wie auch der Kopfhörerausgang an der Vorderseite.


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GUT

MOTU Audio Express Testbericht am 18.12.2011

Produkt:      MOTU Audio Express
Hersteller:  

Preis:  359,00 Euro
UVP:    399,95 Euro

Kurzfazit

Gutes Interface für flexibles Routing. Flexibles Audio Interface für FireWire & USB mit der Möglichkeit zur Kaskadierung.

Für wen

Musiker & Produzenten im Bereich Homerecording

Wichtige Merkmale
  • Audio Interface für FireWire & USB
  • 6 Eingänge, 6 Ausgänge
  • 24 Bit/96 kHz
  • Eigenständiger Mixer

 


Lesermeinungen (4)

zu 'MOTU Audio Express Testbericht: Audio Interface für FireWire & USB'

  • alexander   19. Dez 2011   22:19 UhrAntworten

    servas
    erst mal ein großes lob an delamar und an uns, den delamaris!
    bin immer noch auf der suche nach einem firewire audiointerface mit, natürlich, guten wandlern, 2stereo ein und 2stereo ausgängen! könnt ihr mir da weiterhelfen? hab das ewige suchen im netz satt (möchte nur synthesizer aufnehmen, keine akkustischen signale) pfiat euch

  • Ramon Smith   20. Dez 2011   12:00 UhrAntworten

    Super cool geschrieben, Felix. Macht echt Spaß zu lesen =D
    Und es sind genau die Informationen, die man nicht im Katalog findet. Prima.

    • Felix Baarß (delamar)   20. Dez 2011   12:14 UhrAntworten

      Vielen Dank, freut mich. :)

  • Interfacer   12. Jan 2012   14:54 UhrAntworten

    Habe das Audio Express Interface getestet. Die A/D, D/A-Wandlung ist wirklich sehr gut. Ich habe es trotzdem umtauschen müssen denn: es ist das erste von mir getestete Interface, wo es nicht möglich ist über die Interface-Software die Ausgangslautstärke (Main out Monitor) zu regeln!! D.h. man muss die Ausgangslautstärke entweder immer über das DAW-Programm welches man grade nutzt (z.B. Cubase) regeln oder über den Drehregler am Interface!!

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