Monkey Banana Silverback Testbericht

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Monkey Banana Silverback Testbericht

Monkey Banana Silverback im Test: Schafft er den Spagat zwischen PA und Midfield-Monitor?

Was ist es?

Der Monkey Banana Silverback ist gleichermaßen als Studiomonitor und als PA-Lautsprecher geeignet, so seine Aufgabenstellung. Die Größe des Tieftöners und der hohe Schalldruck, den dieser koaxial aufgebaute Lautsprecher produziert, machen ihn zum Abhören im Midfield geeignet (Hörabstand von 2 Metern oder mehr).

Und wenn die Studiosession vorbei ist, taugt er als Partybox, wobei mehrere EQ-Voreinstellungen zum Anpassen an Raumakustik und verschiedene Vorlieben in Sachen Basskraft zur Verfügung stehen.

Ein Einzelexemplar dieser Box ist zum Straßenpreis von durchschnittlich 1.500 Euro (inkl. MwSt.) bei deutschen Musikalienhändlern erhältlich.


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Monkey Banana Silverback Testbericht

Erster Eindruck

Was für ein Brummer, der Monkey Banana Silverback! Wenig überraschend hat sich Monkey Banana für den Begriff des Silberrückens entschieden, denn vor uns steht ein vollausgewachsener Midfield-Monitor und gleichzeitig eine kraftstrotzende Fullrange-PA-Box. Für die gebotene Leistung und die Woofer-Größe sind die Maße dennoch als kompakt zu bezeichnen, der koaxialen Bauweise sei Dank.

Monkey Banana Silverback Test

Knallig in Sound und Optik: Der Monkey Banana Silverback bringt eine kräftige Farbe und einen kräftigen Sound mit.

Das Design ist wohl einmalig – wer seinen Studio- und Partyraum mit knalligen Akzenten auffrischen möchte, liegt hier goldrichtig. Eine Alternative zu all den nüchternen Arbeitsgeräten, die Jugendzentren, Treffpunkten für DJs und Produzenten oder ähnlichen Locations gut zu Gesicht stehen wird.

Verarbeitung

Das Gehäuse wirkt robust, das rückseitige Paneel ist gut vernietet und die Buchsen machen einen vernünftigen Eindruck. Die Tieftönermembran wirkt etwas grobschlächtig, aber das ist zunächst ein rein ästhetisches Urteil.

Ein (optionales) Schutzgitter wäre schön gewesen – klar, darunter würde die Optik leiden, aber einen zusätzlichen Schutz für die Membran würde ich willkommen heißen, zumal das Ding ja auch für Parties und kleine Konzerte herhalten soll.

5 Filtereinstellungen beim Monkey Banana Silverback

Es gibt fünf Klangvoreinstellungen, darunter eine neutrale ohne jegliche Anhebungen/Absenkungen sowie eine mit Bass- und Höhenboost. Welche Einstellung aktiv ist, wird über eine grüne LED visualisiert.

Ferner ist ein Hochpassfilter (fälschlicherweise beschriftet als Tiefpass) zuschaltbar. Er entfernt die Bässe unter 85 Hertz; praktisch beim Anschluss eines Subwoofers an den rechts davon befindlichen Durchschleifausgang im XLR-Format.

Lautstärkeregler

Die Lautstärke lässt sich mit einem Drehregler stufenlos von stumm bis +6 dB stellen. Der Regler ist recht klein und weist keine gerasterten Einstellpositionen auf, was den Einstellungsabgleich zweier Exemplare manchmal etwas länger dauern lässt.

Eingänge und sonstige Ausstattung

Der XLR-Eingang weist eine Verriegelung auf, das versehentliche Kappen der Verbindung durch stolpernde Partyteilnehmer ist also ausgeschlossen.

Der Ethernet-Anschluss ist nicht für Endkunden gedacht. Derzeit ist noch nicht geplant, eine Ansteuerung der Filter und sonstiger Parameter über ein Software-Interface zu entwickeln.

Monkey Banana Silverback Review

Der Monkey Banana Silverback ist ein echter Tausendsassa in Sachen Verwendung.

Insgesamt geht die Ausstattung in Ordnung, allerdings hätten bei einer so großen Investition noch ein, zwei Extras gern gesehen. Zum Beispiel eine Klinkenbuchse als Alternative zum XLR-Format, einen automatischen Standby-Modus oder ein Stativgewinde.

Klang: Monkey Banana Silverback Testbericht

Grundsätzlich erwartet dich hier ein voller, angenehmer und dabei weitgehend akkurater Sound. Wie bei allen größeren Boxen ist der Klangeindruck wunderbar raumfüllend und wirkt eben nicht so »eingesperrt« wie bei kleineren Vertretern. Gehen wir weiter ins Detail…

Frequenzgang

Der knallgrüne Wonneproppen von Monkey Banana ist wie viele Boxen aus dem PA-Bereich nicht darauf ausgelegt, abgrundtief zu tönen – absolut gesehen hat der Kandidat durchaus Punch, aber die Paarung mit einem Subwoofer gehört schon eher zum Konzept als bei reinen Studiomonitoren. Diese stellen teils schon bei halbem Woofer-Durchmesser tiefere Frequenzen deutlich dar.

Die hohen Mitten sind etwas präsenter als die tiefen. Der Sound ist sehr direkt und gelegentlich klingen Vocals, knackige Jazz-Trompeten und dergleichen vergleichsweise eindringlich. Insgesamt werden die Mitten aber gut präsentiert. Das gilt auch für die Höhen – alle Details kommen fein und ohne erhebliche Überbetonungen in bestimmten Lagen zum Vorschein.

Impulstreue

Als Impulstreue bezeichnet man die Fähigkeit eines Lautsprechers, den Dynamikverlauf des eingespeisten Signals akkurat wiederzugeben – vor allem kurze, knackige Kickdrums und andere perkussive Schallereignisse sollen möglichst klar konturiert und ohne »Verschwimmen« im Abklang der einzelnen Anschläge wiedergegeben werden.

Der Silberrücken zeigte hier eine recht gute Leistung, gleichwohl erscheint der Sound im Vergleich mit Studiomonitoren entsprechend gehobener Preisklassen etwas weicher.

Räumlichkeit

Im Stereopanorama lassen sich einzelne Klänge sehr gut voneinander getrennt lokalisieren. Wo welcher Sound sitzt, schält sich in größter Deutlichkeit ab. Ein typisches Kennzeichen koaxialer Monitore und damit des Prinzips der Punktschallquelle.

Die Mitte als Phantomschallquelle tritt bei einigen Stücken nicht so deutlich hervor wie gewohnt, aber das würde ich noch als vernachlässigbaren Charakterunterschied zu anderen Lautsprecherpaaren bewerten.

Die Tiefenstaffelung, also der Kontrast zwischen »vorne« und »hinten« im Mix sitzenden Klängen, könnte etwas besser sein.

Grundrauschen & Sound bei hohem Schalldruck

Aus dem Hörabstand, für den der Silverback konzipiert wurde, fällt das Grundrauschen nicht ins Gewicht. Aus Entfernungen von zweieinhalb Metern oder weniger ist es deutlich zu vernehmen, aber nur im Leerlauf bzw. bei sehr leisen und gänzlich stillen Musikpassagen. Ergo: Alles in Ordnung.

Am anderen Ende der Dezibelskala erwartet dich ein respektabler maximaler Schalldruck – will heißen, dass Du Partylautstärke erreichen kannst, ohne dass der Sound nennenswert verzerrt wird.

Spezialisierte PA-Lautsprecher in derselben Preisregion bieten hier meist eine bessere Leistung, aber es geht ja um den Tanz auf beiden Hochzeiten – (kleine) Tanzflächen UND (größere) Studioräume. Hier folgen die verbleibenden Antworten auf die Frage, wie gut sich der Silverback als hybride Beschallungslösung wirklich schlägt.

Übersicht Monkey Banana Silverback Review

PRO

  • Einzigartig: eine gelungene Synthese aus PA-Lautsprecher und Studiomonitor
  • Satter, gefälliger, aber hinreichend akkurater Sound
  • 5 DSP-Filter-Presets – u.a. »Partymodus« mit moderatem Bassboost
  • Durchschleifausgang + schaltbarer Low-Cut für Subwoofer
  • Kühnes, poppiges Design jenseits der üblichen Tristesse
  • Gute Verarbeitung

CONTRA

  • Kein Stativgewinde und Klinkenbuchsen

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Fazit zum Monkey Banana Silverback Test

Glückwunsch! Mit dem Monkey Banana Silverback hat die Baden-württembergische Lautsprecherschmiede eine gelungene Mixtur aus PA-Box und Studiomonitor auf die Beine gestellt. Das ist in dieser Form einzigartig.

Der Sound gefiel mir auf Anhieb. Er ist naturgemäß sehr kräftig und raumfüllend, dabei aber zur Genüge detailliert für den Studioeinsatz.

Wer von der Produktion seiner Tracks in den Partymodus wechseln will, freut sich über den respektablen Schalldruck, den die Boxen entwickeln, und die Möglichkeit des moderaten Bass-Boosts. Bei Bedarf in Kombination mit einer Höhenanhebung, um endgültig Club-Atmosphäre herzustellen. Wird mehr Tiefgang gewünscht, muss ein Subwoofer her – gut, dass dafür ein Durchschleifausgang und ein schaltbarer Low-Cut-Filter an Bord sind.

Das Design ist hier ganz besonders Geschmackssache. Ich finde die Form- und Farbgebung ziemlich erfrischend, sie könnte gut zu vielen Party-Locations und ungezwungenen Studioumgebungen passen. Dabei weiß die Konstruktion qualitativ zu überzeugen.

Gewisse Kompromisse sind bei Hybriden unausweichlich – die Impulstreue und die klangliche Staffelung in der Tiefe sind nicht so gut wie bei den meisten dedizierten Studiomonitoren in dieser Preisklasse. Darüber hätte ich zumindest eines des Features von meiner Wunschliste gerne gesehen: ein Stativgewinde, automatischer Standby-Betrieb oder eine zusätzliche Klinkenbuchse.

Ganz klar, wer entweder einen Fullrange-PA-Lautsprecher oder einen Studiomonitor sucht, sollte sich eher nach Spezialisten in den entsprechenden Bereichen umschauen. Wer aber beides in einem haben möchte, bekommt hier ein veritables Multitalent – im Monkey Banana Silverback Testbericht stehen somit sehr gute viereinhalb von fünf Punkten zu Buche.

Inhaltsverzeichnis // Monkey Banana Silverback

  1. Was erwartet dich?
  2. Review
  3. Pro & Contra
  4. Fazit
  5. Wertung

Mehr zum Thema:
          

SEHR GUT

Monkey Banana Silverback Testbericht am 03.06.2016

Produkt:      Monkey Banana Silverback
Hersteller:  

Preis:  1.490,00 Euro
UVP:    1.590,00 Euro

Kurzfazit

Aktiver koaxialer 2-Wege-Lautsprecher für Midfield-Monitoring und die Beschallung kleiner Räume. Ein überzeugendes Hybridwesen – die Kombination aus PA-Box und Midfield-Studiomonitor ist in dieser Form einzigartig. Klanglich gut und raumfüllend, mit fünf wählbaren Klangcharakteren und robust.

Für wen

Alle, die poppig designte Lautsprecher suchen – für die Arbeit in größeren Studioräumen UND zur Beschallung von kleineren Feten.

Wichtige Merkmale
  • Aktiver 2-Wege-Lautsprecher für Monitoring & Beschallung
  • Für den Midfield-Bereich geeignet
  • Koaxiale Bauweise
  • Tieftöner: 15"
  • Hochtöner: 3"
  • Leistung (RMS): 300 W (LF) + 100 W (HF)
  • Eingänge: 2 x XLR
  • Magnetisch geschirmt
  • Presets für digitale Filter zur Anpassung an die Raumakustik und klangliche Vorlieben
  • Übertragungsbereich: 45 - 20.000 Hz
  • Max. Schalldruck @ 2 m: 118 dB SPL
  • THD+N @ 1W: 0,003%
  • 2 Bassreflexöffnungen an der Front
  • Maße: 465 x 450 x 700 mm
  • Gewicht: 39,5 kg

 


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