MixVibes Cross Testbericht

14
SHARES
Mixvibes Cross Testbericht

Ein Screenshot der Programmoberfläche für unseren Mixvibes Cross Testbericht


anzeige


Was ist es?

MixVibes Cross ist eine voll ausgestattete DJ-Software für Windows und Mac OS X inklusive Timecode-Unterstützung für Vinyl und CDs. Zwei Decks lassen sich steuern, dazu kommen zwei Sample-Decks mit je acht Slots. In die Library lassen sich Daten anderer DJ-Software importieren, zudem kannst Du iTunes einbinden.

Die Software gibt es auch im Paket mit einem Audio Interface plus Timecode-CDs und -Schallplatten, zudem gibt es ein Angebot im Bundle mit dem DJ Controller MixVibes U-Mix Control Pro. Wenn Du auf die Timecode-Unterstützung verzichten kannst, steht dir die um diese Funktion reduzierte, aber ansonsten identisch ausgestattete Variante MixVibes CrossDJ zur Verfügung.

Mixvibes Cross Testbericht

Ein Screenshot der Programmoberfläche für unseren Mixvibes Cross Testbericht

 

MixVibes Cross Testbericht

Erster Eindruck

Beim Download der zum Redaktionsschluss aktuellen Version 2.0.1 gab es einen Stolperstein: Es ist nötig, einen Account auf der Website von MixVibes anzulegen UND im Benutzerprofil die Seriennummer (steht auf einem Sticker, der auf die papiernen Hülle für die Installations-CD klebt) einzugeben, damit im Forum der Link angezeigt wird. Andernfalls würdest Du in der Downloadsektion nur eine leere Tabelle sehen – Verwirrung ist vorprogrammiert. Bitte mehr Wegweiser aufstellen, lieber Hersteller, auch in der Kurzanleitung steht nichts über die Prozedur.

Schön, dass die Kurzanleitung in dem mitgelieferten Büchlein nicht nur in englischer und französischer, sondern auch in deutscher Sprache vorliegt. Ein ausführliches deutsches PDF-Handbuch findest Du auf der Webseite des Herstellers. Leider ist dieses noch nicht auf dem Stand der neuesten Version, hoffentlich liefert der Hersteller hier bald nach.

Die Installation war nach etwa zwei Minuten erledigt und gleich nach dem ersten Start des Programms wird noch einmal der Lizenzschlüssel abgefragt. Das Programm wird automatisch in deutscher Sprache ausgeführt, prima.

MixVibes Cross bringt über 60 Mappings für diverse Controller mit, es besteht also eine sehr hohe Chance, dass auch dein Gerät out-of-the-box unterstützt wird. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, selbst ein Mapping zu erstellen, was sich als ausreichend komfortabel herausstellte.

Im Konfigurationsdialog für die Einstellungen deines Audio Interface werden die Routings zwischen Ein- und Ausgangskanälen mit Pixelkabeln visualisiert, keine schlechte Idee.

 

Decks

Die Trennung der Decks ist strikt: A und B für Tracks oder Line/Mikrofon-Input, C und D für Samples. Die Wellenformdarstellung wird durch kleine Kennstriche (wie bei einem Lineal) für das die Taktschritte des Beats ergänzt – hilfreich, ohne visuell zu unruhig zu wirken. Löblich, dass es wie in Virtual DJ eine durchlaufende Anzeige mit den zwei übereinandergelegten Wellenformen gibt, die das Angleichen der Beats potentiell erleichtert. Die Option zum schnellen, beat-synchronisierten Springen um 1, 2, 4 oder 8 oder 16 Beats nach vorn oder zurück passt mir gut in den Kram. Ansonsten ist alles dran, was Du brauchen wirst, inklusive Loop-Kontrollen, Marker für Cue-Punkte und Co.

Das Time-Stretching (Geschwindigkeitsänderung ohne Tonhöhenänderung) klingt richtig fein, wenn Du es nicht gerade auf (unrealistische) Werte von unter -25% knüppelst. Sehr interessant und förderlich für eine möglichst hohe Audioqualität ist die Option »Hybrid«, mit der es einen »toten« Bereich von ±33% gibt, in dem NUR Geschwindigkeitsänderungen passieren, während alle Werte jenseits davon sowohl Geschwindigkeit als auch Tonhöhe beeinflussen.

Die Samples in den zwei dafür vorgesehenen Decks C und D können geloopt (in beat-synchronisierten Zyklen von 1/32 bis 32 oder ohne Begrenzung) oder als One-Shot abgespielt werden. Außerdem gibt es einen Modus, bei dem die Wiedergabe gestoppt wird, sobald Du den entsprechenden Knopf bzw. das entsprechende Pad auf deinem Controller loslässt. Eine Quantisierung Aus den Decks A & B kannst Du Samples aufzeichnen. Einige Sounds für den schnellen Einstieg werden sogar mitgeliefert. Insgesamt ist die Sample-Funktionalität nicht auf dem Stand von Traktor 2.5, aber mehr als brauchbar und gut zu bedienen.

 

Effekte

Die Effekte sind seit der Version 1.5 etwas verbessert worden, keine Frage. Flanger, Phaser, zwei Delays, ein Bitcrusher sowie Hoch- und Tiefpassfilter zählen zu den Brot- und Butter-Features, dazu kommen unter anderem ein paar Stottereffekte. Sie klingen ordentlich, hauen mich aber auch nicht aus den Socken.

Hier gibt es lediglich zwei Kontrollregler – einen für die Intensität und einen flexiblen, je nach Effekttyp wechselnden Parameter. Man könnte argumentieren, dass Einfachheit Trumpf ist, doch ich tendiere eher dazu, mehr Gestaltungsmöglichkeiten in der Hand zu haben, wie es besonders bei Traktor der Fall ist. Gerade angesichts der wachsenden Anzahl an guten DJ-Controllern mit einer umfangreichen Regler- und Knopfansammlung, die für die Effektkontrolle prädestiniert ist.


Mehr zum Thema:
      

SEHR GUT

MixVibes Cross Testbericht am 07.10.2012

Produkt:      MixVibes Cross
Hersteller:  

Preis:  79,00 Euro
UVP:    79,00 Euro

Kurzfazit

Komplettlösung in Sachen DJ-Software. Ein paar kleine Macken täuschen nicht darüber hinweg, dass diese fein ausgestattete DJ-Software ein großer Wurf ist.

Für wen

Alle DJs, die mit zwei Decks auskommen und mit Timecode-Medien auflegen.

Wichtige Merkmale
  • DJ-Software für Windows & Mac OS X
  • Zwei Decks + 2 Sample-Decks
  • Timecode-Unterstützung
  • CD und 7″-Vinyl mitgeliefert
  • Import von Libraries anderer DJ-Software + Einbindung von iTunes

 


Lesermeinungen (1)

zu 'MixVibes Cross Testbericht: DJ-Software mit Timecode-Unterstützung'

  • Christian Höfl   22. Apr 2014   06:45 UhrAntworten

    Hallo, vielen Dank für den Test. Dieser ist eigentlich ganz gut gelungen, jedoch fehlt nach meiner Meinung der wichtigste Punkt:

    - Cross arbeitet mit jedem ASIO Interface zusammen, also auch mit den NI und RANE Interfaces. Man wird also nicht mit 'quasi'-Dongles gegängelt, sondern ist hier maximal flexibel.

    - Auch der (für mich) zweitwichtigste Punkt fehlt im Test-Fazit: Der Rekordbox-Sync. In nahezu jedem Club stehen Player mit Rekordbox-USB-Interface. Diese kann man als Backup-System oder auch parallel mit seinem eigenen Controller benutzen und muss hierzu keine 2. Software pflegen, nur synchronisieren und in Rekordbox den/die Sticks laden.

    Ich denke diese Punkte sind sehr wichtig, denn diese unterscheiden sich einfach grundlegend von den anderen Produkten!

    Danke und viele Grüße, Chris

Sag uns deine Meinung!

EMPFEHLUNGEN