MAGIX Vandal Testbericht

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Magix Vandal

MAGIX Vandal im Test - Was kann die Gitarren- und Bass-Verstärker-Simulation?


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Was ist es?

Virtuelle Amp-Simulationen gibt es reichlich, doch bislang musste man immer wieder Kompromisse zwischen realen Gitarrenaufnahmen und den durch den Computer generierten Sound hinnehmen. Die Wahl zwischen aufwändiger Aufnahme oder sterilem computergeneriertem Sound fällt da nicht immer leicht. MAGIX hat sich seit November 2008 darangesetzt, um bei ihrem Produkt einiges anders zu machen. Verantwortlich für die Initialzündung zeigte sich hier Programmierer Sascha Eversmeier, der seine Beweggründe für einen kompletten Neuanfang in diesem Segment unter anderem mit dem Mangel an sich gut anfühlendem Spielgefühl und zu schwerer CPU-Last bei den gängigen Produkten der Konkurrenz begründete und deshalb auf Entdeckungsreise gegangen ist. Sein eigener Ansatz sollte nun nicht wie bei anderen der sein, lediglich den reinen Gitarrensound nachzubilden, sondern auch das Verhalten der dazugehörigen Box mit all ihren Eigenschaften zu imitieren und wie im realen Leben mit ins Gesamtklangbild einfließen zu lassen. Um mit den Worten des Entwicklers zu sprechen: Statt auf die Technik von Impulsantworten setzt der Vandal auf das Prinzip des Physical Modeling und kommt so der Realität ein ganzes Stück näher.

 

MAGIX Vandal Testbericht

Magix Vandal

Die Benutzeroberfläche in Magix Vandal

Überblick

Wie auch seine Konkurrenten ist der Vandal als modulares System aus Amps, Boxen, Effekten und Mikrofonen aufgebaut, die unabhängig voneinander konfigurierbar sind. Ähnlich wie andere setzt MAGIX bei der Auswahl der Komponenten auf Hinweise in der Benennung der „imitierten“ Komponenten aus der Realität. Die Amps werden beispielsweise in Brit (Marshall), Classic (Fender) und Modern (Mesa Boogie) unterteilt, jedoch ändert die Auswahl des Amps nie das Äußere. Nur in der Auswahl zwischen Bass und Guitar Amp ändert sich zum Hinweis lediglich die Grundfarbe. Alle Einstellungen sind frei konfigurierbar, auch per MIDI-Controller fernsteuer- und als Preset speicherbar. Es bleibt abzuwarten, ob MAGIX auf Ihrer am 24. März erscheinenden Seite www.vandalamps.com die Möglichkeiten des Austauschs und Herunterladens anderer Presets mit anderen Benutzern einbindet. Der Marktpreis von 169,- Euro entspricht dem Rahmen, zu dem auch andere Hersteller ihre Amp-Simulationen anbieten.

Magix Vandal – delamar Presets

Installation des Magix Vandal

Die Software kommt mit einer Gesamtgröße von lediglich 150 MB insgesamt schon klein daher. Noch überraschender ist dann, daß das eigentliche Plugin für Mac OS und Windows jeweils nur 12 MB groß ist und die restlichen 111 MB dem beigefügten Samplitude-Silver zu schulden sind. Die Installation geschieht so auch äußerst schnell und reibungslos. Beim ersten Start ist wird nach der Seriennummer verlangt. Nach dem Online-Abgleich der Eingabe ist die drohende Beschränkung auf wenige Testtage überwunden und es kann losgehen. Aber aufgepasst, ein wenig mühsamer erscheint hingegen die Deinstallation, taucht der Vandal doch weder als Ordner unter „Start“ noch in der Software der Systemsteuerung unter Windows auf. Hier sollte MAGIX nachbessern.

Der erste Start

Ist die DAW des Vertrauens hochgefahren, kann auch gleich der Vandal als Plugin geladen werden. Hier sei angemerkt, daß der Vandal bislang keine Standalone-Möglichkeit bietet. Eigentlich sehr schade bei der Güte des Produkts, wie wir später noch sehen werden, doch weiter im Text. Die Oberfläche erscheint klar strukturiert in fünf Sektionen von oben nach unten aufgeteilt, bestehend aus Master-Navigation, Stomp-Boxen, Amp, Cabinet und Rack, wobei in der Master-Sektion Effekt und Verstärkersektion inklusive Rack nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden können. Schon nach wenigen Klicks ist verständlich, welchem Konzept die Bedienung des Plugins zugrunde liegt. Vorbildlich, denn selten ist so ein einfacher Überblick bei vergleichbaren Produkten zu finden.

Presets

Um sich erste Höreindrücke zu verschaffen, bietet MAGIX einige Presets, die von Jazz bis NU-Metal alle gängigen Gitarrensounds abdecken und zudem auch recht brauchbar als Grundlage für eigene Kreationen sind. Schön ist hier, daß diese nicht wie bei anderen so inflationär und zahllos die Menüs überfrachten, sondern sich auf das Wesentliche beschränken. Man wählt entweder zwischen Bass/Guitar, Amps oder Songs. Auf ein Erklärungsfenster, welches den historischen Kontext und die Bedienung der Elemente erklärt, wie es in der neuesten Version des Guitar Rig etwa ist, verzichtet MAGIX. Der Neueinsteiger soll seine Erfahrungen unbelastet selbst machen dürfen.

Magix Vandal

Die Presets in Magix Vandal

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GUT

MAGIX Vandal Testbericht am 23.03.2010

Produkt:      MAGIX Vandal
Hersteller:  

Preis:  149,00 Euro
UVP:    169,99 Euro

Kurzfazit

Eine Gitarren-Amp-Simulation als VST- und AU-Plugin für Windows und Mac OS X. MAGIX Vandal stellt Dir verschiedene Amps zur Verfügung, die unterteilt sind in Brit (Marshall), Classic (Fender) und Modern (Mesa Boogie). Alle Einstellungen sind frei konfigurierbar, per MIDI-Controller fernsteuer- und als Preset speicherbar. Die Software bietet auch einige Presets, die Gitarrensounds von Jazz bis hin zu Nu-Metal abdecken. Diese können auch als Grundlage für eigene Kreationen sein.

Für wen

Gitarristen, von Einsteiger bis Profi

Wichtige Merkmale
  • Physical Modeling-basierte Amp-Simulation
  • Effekte
  • Stompboxes
  • "Custom Amp" Technologie
  • detaillierte Mikrofoneinstellungen
  • inkl. Bassverstärker
  • Onboard Federhall
  • komplett virtualisierter Signalweg
  • Curve EQ
  • Tuner
  • 4-fach oversampling Distortion
  • MIDI-Control
  • klassische Amp-Klangregelung
  • Custom Amplification Design
  • Plugin-Formate: VST und AU
  • inkl. Software: Samplitude 11 Silver (für PC)
  • PC- und MAC- (ab OSX 10.5) kompatibel

 


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