Mackie MR8 MK2 Testbericht

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Was ist es?

Bei den Mackie MR8 MK2 handelt es sich um aktive Studiomonitore, also Lautsprecher, die ihre eigenen Endstufen mit an Bord haben. Das hier getestete Modell kommt mit einem acht Zoll großen Tieftöner, der mit 100 Watt betrieben wird. Der Hochtöner ist 1 Zoll groß und kann auf 50 Watt Leistung zurückgreifen, beide Endstufen sind als Class A/B ausgelegt.

Anschlussseitig können symmetrische XLR- oder Klinkenbuchsen zur Speisung genutzt werden, es stehen zudem auch unsymmetrische Cinch-Buchsen bereit. Mit Abmessungen von 400 x 277 x 330 mm für Höhe, Breite und Tiefe pro Box sollte sich der Käufer darauf einstellen, entsprechend Platz einzuplanen. Das Gewicht pro Lautsprecher liegt bei 12,5 Kilogramm.

Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 265,- Euro pro Stück, also 530,- Euro im Paar.

Mackie MR8 MK2 Testbericht

Vorder- und Rückseite im Mackie MR8 MK2 Testbericht

 

Mackie MR8 MK2 Testbericht

Erster Eindruck

Keine Frage, optisch machen die Mackie MR8 MK2 wirklich was her. Das schwarze Finish, die abgerundeten Ecken und die chromfarbenen Ringe um den Tieftöner machen sich sicherlich in jedem Tonstudio gut. Das Gehäuse selbst besteht aus MDF und ist massiv. Wer die kleineren Mackie MR5 MK2 kennt, hat bereits nicht nur eine gute Vorstellung vom Aussehen der Lautsprecher, sondern vor allem auch vom Klang. Im Gegensatz zu den kleineren Boxen zeigt hier auf der Vorderseite eine grüne LED den Betrieb der Boxen an.

Beginnen wir mit dem hyperbolisch geformten Tieftöner, der einen Durchmesser von acht Zoll hat und dementsprechend auch mit einer 100 Watt starken Class-A/B-Endstufe angesteuert wird. Durch den chromfarbenen Ring sieht er allerdings größer aus, sicher kein Zufall.

Beim Hochtöner handelt es sich um einen 1 Zoll großen Soft Dome Tweeter, wie er auch beim kleineren Modell verwendet wird. Der hiesige wird von einer 50 Watt starken Endstufe gespeist, hat also gehörig mehr Saft. Die Frequenzweiche liegt bei 3 kHz, wo sie mit einer Flankensteilheit von 24 dB pro Oktave zupackt.

Auf einen maximalen Schalldruckpegel von bis zu 119 dB SPL sollen es diese Lautsprecher bringen, aus Respekt gegenüber meinen Ohren habe ich die Boxen nicht an den Anschlag gebracht. Sie lassen sich aber wirklich sehr gut ohne hörbare Verzerrungen unangenehm laut drehen. Vorderseitig ist schließlich nur noch das Herstellerlogo zu finden, wenden wir uns also der Rückseite zu.

 

Details

Auffällig sind zunächst die große Bassreflexöffnung, die fast das untere Drittel der Rückwand beherrscht, sowie die gelöcherten Sektionen, die für genügend Kühlung der Endstufen dienen.

Für so preiswerte Studiomonitore bieten die Mackie MR8 MK2 wirklich eine Menge Konnektivität auf der Rückseite. Wie auch immer dein Audio Interface geartet sein mag, diese aktiven Lautsprecher lassen sich damit einfach verbinden. Zum einen stehen unsymmetrische Cinch-Buchsen zur Verfügung, die oftmals bei Geräten für DJs oder Konsumenten (also einfach Musikhörer) zu finden sind. Dann stehen noch symmetrische Eingänge mit 6,3-mm-Klinke oder XLR zur Verfügung, wie sie eher im Tonstudio zu finden sein werden.

Sehr interessant dürften in vielen Anwendungen auch die beiden Drei-Wege-Schalter sein, die sich hier hinten befinden. Diese sind zwar etwas wackelig, werden aber auch nur wenige Male am Anfang beim Aufstellen der Studiomonitore gebraucht und verharren dann in der jeweiligen Position. Der erste dient dazu, die Höhen bei Bedarf in der Umgebung von 5 kHz um jeweils +/- 2dB anzuheben.

Der zweite Filter widmet sich naturgemäß den tiefen Frequenzen, bietet allerdings nur eine Anhebung um +2 dB oder +4 dB. In der Ausgangsstellung bleiben auch diese Frequenzen unangetastet.

Für meine Praxistests kommt der kleine Drehregler für die Gesamtlautstärke beider Töner auch sehr gelegen. Dieser lässt sich aufgrund der Leichtgängigkeit auch mit dem Finger drehen, aber das kann auch daran liegen, dass die hier stehenden Exemplare bereits durch viele Hände gegangen sind.

 

In der Praxis

Sofort ist zu hören, dass die Mackie MR8 MK2 schön untenrum schiebt, was der anvisierten Zielgruppe sicherlich gut gefallen dürfte. Die Bassreflexöffnung auf der Rückseite sorgt dafür, dass das Spektrum nach unten etwas weiter ausfällt. Unten kommt dann auch noch zum Schutz ein Filter bei 40 Hz zum Einsatz, der dafür sorgen soll, dass das Gehäuse nicht zum Dröhnen neigt. Mit einigen Testsignalen habe ich dann das untere Ende des Frequenzspektrums gegengecheckt und bei 40 Hz ist nicht mehr viel wahrzunehmen.

Der Sweetspot ist vor allem in der Vertikalen etwas enger als bei anderen Modellen der Preisklasse geraten, die ganz großen Kopfbewegungen sind leider nicht drin.

In Sachen Klang erscheint mir dieses Paar Lautsprecher insgesamt gut ausgewogen, mit einer leichten Emphase untenherum. Das Stereofeld ist breit genug, in der Impulstreue kann es natürlich nicht mit unseren vier Mal so teuren Referenzmonitoren mithalten, muss es auch nicht. Einzig in der Tiefe fehlt mir dann doch etwas die Rauminformationen, was aber auch bei doppelt so teuren Studiomonitoren oftmals zu bemerken ist.

Insgesamt ist der Klang für den Preis absolut angemessen.


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GUT

Mackie MR8 MK2 Testbericht am 03.10.2012

Produkt:      Mackie MR8 MK2
Hersteller:  

Preis:  265,00 Euro
UVP:    341,90 Euro

Kurzfazit

Große Studiomonitore. Für kleines Geld werden hier Studiomonitore mit 8 Zoll Woofer angeboten.

Für wen

Produzenten auf der Suche nach guten Lautsprechern für kleines Geld.

Wichtige Merkmale
  • Studiomonitore
  • Tieftöner: 8 Zoll, 100 Watt
  • Hochtöner: 1 Zoll, 50 Watt
  • 119 dB SPL maximal
  • XLR, Klinke, Cinch

 


Lesermeinungen (2)

zu 'Mackie MR8 MK2 Testbericht: Großer Wumms für kleines Geld'

  • Andy   03. Okt 2012   21:49 UhrAntworten

    Auch für Musiker mit kleinem Geldbeutel solltet Ihr (und auch andere Testing-Medien) endlich die Herkunft der getestet Sachen mit in die Berichte aufnehmen. Man kauft Mackie und bekommt China....Nix gegen China, ich habe diverses Equipment von CME, aber da weiss und erwartet man, dass das aus PRC kommt. Bei Mackie und Co denkt man halt immer noch was anderes, und das sollte auch in Tests mit berücksichtigt werden. Ich will aus diversen Gründen wissen, woher mein Equipment kommt. Mal ganz abgesehen davon, dass PCR meistens einfach nicht so klingt wie Made in USA oder Germany oder UK. Ich bin letztens erst über Soundcraft gestolpert, bisher eine Marke, bei der ich blind zugegriffen habe, bis mein neues Notepad mich klanglich total enttäuscht hat. Einmal hinten drauf geschaut...PCR...fast vor Zorn aus dem Fenster geworfen....

  • Dennis   09. Jan 2013   20:32 UhrAntworten

    Habe die MK1 Version der 8er.

    Die können richtig laut ohne zu verzerren.Bisher noch nie geschafft das Limit zu fahren.3m vor den Boxen.
    Bässe sind sehr heftig man benötigt kein Subwoofer...wenn man den EQ um 40-60hz hochdreht weiß man was die Stunde geschlagen hat.Der Raum zittert.

    Sweetspot ist klein...

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