Kush Audio Omega Transformers Testbericht

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Kush Audio Omega Transformers Testbericht

Die Kush Audio Omega Transformers - Testbericht gefällig? Hier findest Du unsere Erfahrungen mit diesen Plugins für analog-typischen Konsolensound.


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Was erwartet dich?

Bei den Kush Audio Omega Transformers handelt es sich um zwei virtuelle Effekte (Audio-Plugins) für Windows und Mac OS X. Sie sollen deinem Signal eine gewisse Koloration, mehr Leben, Wärme und ein gewisses Funkeln verschaffen. Dabei nimmt man Anleihen an dem Sound der Eingangsübertrager, die in den Mikrofonvorverstärkern von API- und Neve-Konsolen stecken.

Die damit bearbeiteten Spuren sollen sich zudem einfacher abmischen lassen, beispielsweise könntest Du dann noch mehr mit deinen EQs bewirken. Die grundsätzliche Wirkweise ist sehr einfach – drehe am Regler für die Effektstärke, (fast) fertig.

Die Plugins sind für jeweils 29,- US$ (beim Verfassen dieses Testberichts ~26 Euro) über die Website des Herstellers Kush Audio zu haben. Sie werden über die Lizenz-Manager-Software von iLok registriert, benötigen jedoch keinen entsprechenden Kopierschutz-USB-Stick (»Dongle«). Demoversionen stehen zum Download bereit.

Bedienelemente auf den Kush Audio Omega Transformers

Wie angedeutet, sind die Einstellmöglichkeiten sehr übersichtlich: Bei beiden Plugins gibt es einen Gain-Regler in der Mitte, der optisch dem hauseigenen Original nachempfunden ist. Ferner findet sich ein Schalter zur Polaritätsumkehr (landläufig »Phasenschalter«), einer zur Absenkung des Eingangspegels um 20 dB und zu guter Letzt ein Poti für die Ausgangslautstärke.

Als Pegelanzeige dienen LED-Ketten, die je nachdem, wie hart die Vorstufe angefahren wird, zahlreicher aufleuchten. So hast Du bekommst Du einen guten Eindruck, wie weit Du gehen kannst.

Neve oder API?

Die Gretchenfrage, wenn es um Kanalzüge geht. In dem Fall hier geht es um die Eingangstransformatoren und Vorverstärker von Kanalzügen. Hier ergeben sich jetzt für mich zwei Hauptanwendungsgebiete. Einerseits kann man die Plugins dafür verwenden, direkt bei der Aufnahme in das Signal einzugreifen. Oder die Plugins eben später im Mix zur Veredelung einzelner Spuren zu verwenden. Das habe ich für unsere Beispieldateien auch getan.

Passend dazu: Effekte beim Recording vs. Mixing Effekte »

Die beiden Plugins bilden die Eingangsstufen der Hardware sehr gelungen nach. Der Omega N-Transformer greift deutlich hörbarer, färbender ins Signal ein. Der Omega A ist da wesentlich subtiler und erzeugt ein sehr »dreidimensionales« Klangbild, was ich bis jetzt in der Form nur von Hardware kenne.

Kush Audio Omega Transformers – Video

Fazit im Kush Audio Omega Transformers Testbericht

Wer nicht die Kohle oder den Platz hat, sich sündhaft teure Mischkonsolen anzuschaffen, wird die Kush Audio Omega Transformers zu schätzen wissen – oder zumindest einen davon. Ich benutze beide mittlerweile sehr häufig und bin froh, dass es Hardware-Entwickler gibt, die sich auch darum Gedanken machen, wie man den Sound der Hardware in die digitale Welt transportiert.

Bei Emulationen sind sehr gelungen und haben ihren ganz eigenen Charme. Die Neve-Nachbildung ist durchsetzungsfähig und packt reichlich Obertöne auf das Signal. Die nachgestellte API-Kanalzug ist im Vergleich dazu glasklar, auch bei hohem Gain. Die Teile fühlen sich naturgemäß sowohl beim Mixing als auch beim Recording zuhause. Ähnlich wie mit den kürzlich ins Leben gerufenen virtuellen Preamps von Universal Audio, die als Insert-Effekte bei den Apollo-Interfaces verwendet werden können.

Klar, man könnte anmerken, dass die Plugins extrem simpel gestrickt sind und jeweils nur einen Trick draufhaben. Aber was sollen Emulationen einer Vorstufe auch anderes machen, als überzeugend im Sound der Originale zu schwelgen? Immerhin gibt es ja noch den Regler für die Ausgangslautstärke, so dass nicht der Fader im Mixerkanal der DAW-Spur dafür missbraucht werden muss (gut für A/B-Vergleiche mit/ohne Plugin). Beide Daumen hoch!


Mehr zum Thema:
                      

EXZELLENT

Kush Audio Omega Transformers Testbericht am 29.07.2016

Produkt:      Kush Audio Omega Transformers
Hersteller:  

Preis:  ~26 Euro
UVP:    ~26 Euro

Kurzfazit

Zwei virtuelle Nachbildungen der Vorstufen aus API- und Neve-Konsolen für Windows & Mac OS X. Diese einfach gestrickten, aber umso musikalischeren Plugins eigenen sich bestens für mehr Wärme, Räumlichkeit, Seele und das besondere Etwas ... auf Vocals, Drums oder gleich dem gesamten Mix.

Für wen

Vom ambitionierten Homestudio-Besitzer bis hin zum Profi im Tonstudio, der sein Arsenal günstig, platzsparend und wartungsfrei erweitern will.

Wichtige Merkmale
  • 2 Plugins für Windows & Mac OS X
  • Nachbildungen der Eingangsstufen von API- und Neve-Konsolen
  • Bedienelemente:
    • Eingangspegel (-20 dB schaltbar)
    • Vorverstärkung
    • Polaritätsumkehr
    • Ausgangspegel
  • iLok 2 benötigt

 


Lesermeinungen (3)

zu 'Kush Audio Omega Transformers Testbericht: Der Sound von analogen Konsolen in Plugin-Form'

  • oboe   01. Aug 2016   12:27 UhrAntworten

    Habe mir das mal nach dem Testbericht angehört und zum halben Preis gekauft :-) Ja, das PlugIn macht nicht viel, aber es klingt einfach nett. Habe auch die Slate VCC, die ja prinzipiell etwas ähnliches macht (sogar noch etwas mehr und komfortabler), habe nun mit je 13 Euro aber noch eine Klangvariante mehr :-) es ist ein sehr subtiles Instrument...

  • Jonas   11. Aug 2016   21:37 UhrAntworten

    Hey, interessant. Beim Anschauen der Plugins ist mir eben jedoch aufgefallen, dass auf der Website ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass kein iLok Stick benötigt wird. Ihr Beitrag könnte interessierte davon abhalten sich näher mit dem Plugin auseinanderzusetzen.
    Aber ansonsten, danke für die Info! Sieht nach einem coolen Plugin aus.

    • Felix Baarß (delamar)   11. Aug 2016   22:29 UhrAntworten

      Vielen Dank, ich habe die Textstelle entsprechend aktualisiert.

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