Kurzweil Forte Testbericht

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Kurzweil Forte Testbericht

Los geht's im Kurzweil Forte Testbericht...


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Was ist es?

Das Stagepiano Kurzweil Forte ist der große Bruder des Kurzweil Artis, den wir vor einer Weile bereits hier getestet hatten. Das neue Modell verspricht neue Sounds und Pianos bei gleich gut bleibender Verarbeitung. Zu den wichtigsten Merkmalen zählen die 88 Tasten umfassende gewichtete Tastatur mit Aftertouch und 128-stimmige Polyphonie. Dazu kommen 16 GB Sampledaten und diverse Anschlüsse inkl. MIDI und USB.

Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 2.518,- Euro (inkl. MwSt.).

 

Kurzweil Forte Testbericht

Überblick: Neues OS für das Kurzweil Forte

Hier sind die neuen Features der aktuellen OS-Version im Überblick:

  • Bis zu 12 Tasten können MIDI CC Daten senden
  • 8 Noten können auf eine Taste gelegt werden (One Finger Chord Playing)
  • Half Pedaling beim Sustainpedal
  • Geräuschloses Weiterschalten, solange kein Effekt über den Aux-Weg geht
  • Quick Access Mode in 16 programmierbaren Bänken
  • Monophone Parameter für überzeugende Synthisoli oder Holzbläser
  • Verbesserter Lesliemodus
  • Erweiterte Funktionalität der Controller
  • Anschlagverhalten elektrischer Pianos in neuen Velocitymaps
  • Neue Programme und Multi-Sounds
  • PC3k Programme von der Herstellerseite können fast 1 zu 1 genutzt werden

Kurzweil Forte Test: Video Review

Erster Eindruck

Das Gewicht geht mit 21,8 Kilogramm absolut in Ordnung und schont den Rücken der Keyboarder. Die Metallleiste über der Tastatur sowie der stabile Metallkorpus sind dunkel gehalten. Die Leiste wird den Pianist nicht blenden, wie es vielleicht beim Kurzweil Artis noch der Fall war.

Besonders auffällig ist die Ansicht des neuen Farbdisplays, mit dem sich der Hersteller nach etwa 25 Jahren vom rein funktionalem blauen Display verabschiedet. Begrüßenswert.

Eine kleine aber feine Neuerung findet sich im MIDI-Bereich: Der MIDI-Through lässt sich als zweiter MIDI-Out nutzen. Über einen kleinen Schalter, direkt neben dem MIDI-Out, lässt sich diese Funktion einstellen.

Kurzweil Forte Testbericht

Das Flaggschiff von oben

Neuerungen bei Sounds & Samples

Mit 16 GB Sampledaten und 2048 User Patches hat der Kurzweil Forte gegenüber dem kleineren Bruder deutlich mehr Speicherplätze und Sampledaten zu bieten. Dies halte ich für sehr sinnvoll, allein aufgrund des erweiterten Sound-Angebotes.

Ich hätte mir gewünscht, dass auch die Factory-Presets zu überschreiben wären. Aber hier hält sich der Hersteller an den Usus der Kategorie Stagepianos – es ist leider nicht möglich.

Ein Editor 1.00 von der Softwarefirma „Soundtower“ steht ebenfalls zur Verfügung, um an sämtliche Funktionen des Pianos zu gelangen.

Lieferumfang

Im Lieferumfang sind ein Sustain-Pedal, ein Quickstarter-Guide, ein USB Kabel, vier Gummistandfüße und ein Kaltgerätekabel für den Stromanschluss enthalten.

Das Sustainpedal ist anders gepolt als bei anderen Geräten, was man in der Nutzung mit anderen Stagepianos bemerkt. Ein Polungsschalter ist leider nicht zu finden, sei’s drum.

Bedienung/Editierung

Zunächst finden sich ganz rechts die 16 Instrumenten-Kategorien. Sie sind übersichtlich gehalten und von der Workstation PC3K von Kurzweil übernommen worden. Mit Drücken der Taste „Keypad“ können die Sounds numerisch angewählt werden, sie können auch einfach per Jog-Wheel erreicht werden.

Über den Programm- und Multi-Button gelangt man zu den Factory-Presets (Werksounds). Der User-Button führt zum Speicherbereich für eigene Kreationen.

Kurzweil Forte Testbericht

Die Kategorie- und Programmwahltasten

 

Globale Einstellungen

Über „Global“ gelangt man in den Bereich, der sich auf den gesamten Kurzweil Forte auswirkt – auch hier eine Verbesserung gegenüber der letzten von mir getesteten Version des kleinen Bruders: das Master-Tuning bleibt erhalten, wenn das Gerät ausgeschaltet wird.

Die Stimmung des Digitalpianos wird in „Cent“ beschrieben, im Gegensatz zu absoluten Angaben in Hertz. Der Wert von 0 Cent steht für den Standard von 440 Hz. Allerdings nutzen wir in kommerziellen Musicalproduktionen 442 Hz, bei Stadttheatern 443 Hz. Die richtige Einstellung in Cent muss entweder zuvor berechnet werden oder nach Gehör abgeschätzt. Schade.

Wer den Audioeingang nutzen möchte, muss diesen im Global-Bereich erst einmal auf „on“ stellen. An dieser Stelle werden die Velocity-Maps geändert, die sich auf das Anschlagverhalten der Tastatur auswirken.

Ebenfalls hier zu finden ist der Reset, das Testen der Funktionalität der Tastatur, die genutzte Softwareversion etc.

Verschiedene Intonationen

Stolze 18 Intonationtables mit unterschiedlichen Stimmungen sorgen für orientalische Stimmungen auf dem Instrument. Bei gewähltem Cembalo-Sound bietet sich etwa Werkmeister 3 an, um dieses Instrument besser zur Geltung zu bringen.

Interessante Ergebnisse erlangt man mit den Intonationen auch, wenn Instrumente gedoppelt werden. Die leichten Verstimmungen, die durch unterschiedliche übereinander liegende Stimmungssysteme entstehen, haben durchaus ihren ganz eigenen Reiz.

Über die obligatorischen Richtungstaster neben dem Jog-Wheel und den Up/Down-Buttons für das Einstellen von Werten in diversen Einheiten kommen wir zu den Funktionen im Display.

Splits & Layer

Mit den sechs Softbuttons unterhalb des Farbdisplays lassen sich unterschiedliche Menüs aufrufen. Die Menüführung wurde fast ganz vom Vorgänger übernommen, sieht hier aber zeitgemäß aus. Über die ersten beiden Knöpfe unter dem Display ist eine Oktavierung von bis zu 3 Oktaven auf-und abwärts möglich.

Chromatisches Transponieren geschieht mit den Buttons über den Modulationsrädern, ganz links. Über die Split-Funktion lässt sich der Tonumfang der jeweiligen Instrumente im Programm-Modus begrenzen.

Die Funktionen „Split“ und „Layer“ beziehen sich auf das schnelle Einstellen von Klängen: Notenumfang, Panning und Lautstärke. Zu bemerken wäre nur noch, dass Split sich auf Änderungen eines einzelnen Programms und Layer auf Änderungen im Multi-Modus beziehen.

Ein Split wird etwas umständlich über das Jog-Wheel oder die Knöpfe für Up und Down erledigt. Einfacher wäre eine Lösung wie beim Yamaha CP-40, bei dem der Split über die Klaviatur gewählt wird.


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GUT

Kurzweil Forte Testbericht am 19.06.2015

Produkt:      Kurzweil Forte
Hersteller:  

Preis:  2.518,00 Euro
UVP:    3.925,81 Euro

Kurzfazit

Stagepianos mit viel Bezug zur Live-Performance und ausgefeilten Features. Mit 88 gewichteten Tasten und Aftertouch eignet sich dieses Stagepiano bestens für den Live-Betrieb. Die vielen Anschlüsse sind ein weiterer klarer Pluspunkt für das Premiummodell des Herstellers.

Für wen

Pianisten und Keyboarder mit klarem Bezug zum Live-Spiel auf der Bühne und hohen Ansprüchen.

Wichtige Merkmale
  • OS 1.20
  • 88 gewichtete Tasten mit Aftertouch
  • 128-stimmige Polyphonie
  • MIDI In, Out und Through
  • 4 Outputs
  • 2 Eingänge für Controllerpedale
  • 4 Eingänge für Switchpedale
  • 2x USB für Datenaustausch
  • Kopfhörerausgang
  • Audioeingang im Miniklinkenformat
  • 16 GB Sampledaten
  • Farbdisplay
  • 9 beleuchtete Fader
  • 4-Band-EQ
  • Kompressor
  • 2 Modulationräder

 


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