KRK Rokit RP4 G3 Testbericht

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KRK Rokit RP4 G3 Testbericht

Auch im KRK Rokit RP4 G3 Testbericht treffen wir wieder auf das charakteristische Gelb ...


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Was ist es?

Der KRK Rokit RP4 G3 ist ein kleiner Lautsprecher für den Schreibtisch. Da er zudem zum Abhören in der Musikproduktion tauglich sein soll, findet man ihn bei vielen Händlern, Vertrieb & Co. in der Kategorie »Studiomonitor«. Es handelt sich um eine aktive, also mit integrierten Verstärkern versehene 2-Wege-Box. Die Ausstattung und die Spezifikationen findest Du im Infokasten.

Ein Einzelexemplar dieses Lautsprechers ist zum Straßenpreis von 159,- Euro (inkl. MwSt.) im deutschen Fachhandel erhältlich.

KRK Rokit RP4 G3 Testbericht

Im KRK Rokit RP4 G3 Testbericht auf delamar – Der mit dem gelben Woofer, nun in 3. Generation.

 

KRK Rokit RP4 G3 Testbericht

Erster Eindruck und Ausstattung

Verarbeitungstechnisch ist beim KRK Rokit RP4 G3 alles in Ordnung, etwa dank straff sitzender Drehregler und gut verschraubter Buchsen. Das Gewicht ist moderat und die Box ist ziemlich kompakt – rings um Tief- und Hochtöner erstreckt sich das Gehäuse nicht sehr weit, so dass auch auf kleinen Schreibtischen & Co. stets genug Platz sein dürfte.

Sehr lobenswert ist die hohe Anschlussvielfalt: Neben dem im Amateurbereich gängigen Cinch finden sich Eingänge für große Klinke (6,3 mm) und den Studiostandard XLR. Du bist für alle Eventualitäten gerüstet, was nicht auf viele Lautsprecher dieser Größe zutrifft.

Klangregler am KRK Rokit RP4 G3

Der Lautstärkeregler reicht von -30 bis +6 dB, hat also mehr als ausreichend Spielraum zur Pegelanpassung an die Signalquelle. Zwar gibt es eine Rasterung (die Einstellpositionen sind nicht stufenlos), allerdings ist diese ziemlich fein, so dass ein exakter Abgleich nur durch Lauschen und nicht durch das Ablesen der Kennstriche möglich ist.

KRK Rokit RP4 G3 Testbericht

Kommen wir zu den separaten Reglern für den Output des Tief- und des Hochtöners. Es handelt sich nicht um Filter, sondern Potis, die den Gesamtpegel des jeweiligen Töners regeln. Die Einstellpositionen:

  • Tieftöner: -2, -1, 0 und +2 dB
  • Hochtöner: -2, -1, 0 und +1 dB

Der Verzicht auf Filter ist vollkommen ausreichend für diese Geräteklasse. Auch weil der Bass beim KRK Rokit RP4 G3 nicht so tief reicht, dass bei ungünstiger Raumakustik eine Hochpassfilterung nötig wird. Zudem dient diese Lösung ja im Endeffekt genauso zur Ausbalancierung von tiefen und hohen Frequenzen, sofern nicht beide Regler auf den gleichen Dezibelwert eingestellt werden.

Grundrauschen und Pegelpotential

Das Grundrauschen ist so niedrig, dass ich es im normalen Nahfeldabstand (~1 m) nur noch im Leerlauf und mit scharf gespitzten Ohren hörte. Vom anderen Ende der Pegelskala gibt es folgendes zu berichten: Bei moderaten/leicht erhöhten Abhörlautstärken bleibt der Klang sauber, spürbar gestiegene Verzerrungen gibt es erst jenseits davon. Alles bestens für so eine Box.

Frequenzgang des KRK Rokit RP4 G3

Es überrascht, welch starken Bass die Winzlinge produzieren. Trotz des für einen 4-Zoll-Woofer beachtlichen Tiefgangs würde ich einen zusätzlichen Subwoofer für die Musikproduktion empfehlen. Gerade wer im Bereiche EDM oder Hiphop unterwegs ist, benötigt noch weitere Informationen im Frequenzkeller. Ganz anders beispielsweise für den Videoschnitt oder vielleicht das Voiceover, wofür genug Bass am Start ist.

KRK Rokit RP4 G3 Testbericht

Bei der Betrachtung der Mitten bin ich ebenfalls überrascht – ich habe noch kein so kompaktes und günstiges Modell gehört, das die mittleren Lagen so präsent, klar und »gleichberechtigt« mit den Bässen und Höhen darstellt. Der »Körper« von Instrumenten und nicht zuletzt von Sprachaufnahmen wird wunderbar offengelegt. Dickes, dickes Plus und wieder für den Videoschnitt von großem Interesse.

Im Vergleich sind die Höhen fast ein wenig zu zurückhaltend. Kein Problem, geschwind den Regler einen Dezibel hinaufstellen und gut. Dabei schlagen Sibilanten (Zischlaute in Vocals) nicht über die Stränge. Gut für ermüdungsfreie Sessions.

Impulstreue und Raumklang

Die in dieser Preisklasse nachvollziehbaren Limitierungen zeigen sich etwa in der Impulstreue des KRK Rokit RP4 G3. Die »Knackigkeit« von kurzen Bassanschlägen könnte stärker ausgeprägt, der Sound also etwas weniger »weich« sein. Das ist aber nur dann von relevant, wenn Du Musik produzieren willst – in diesem Fall rate ich zum exakt genauso günstigen 5-Zoll-Modell der Rokit-Serie.

Der Raumklang ist zufriedenstellend. Einzelne Klänge sind im Stereopanorama und in der Tiefenstaffelung eventuell nicht ganz so eindeutig zu lokalisieren wie mit den besten Modellen in dieser Größenklasse oder mit vielen, die eine Nummer größer sind. Auch das ist nur beim Abmischen von Musik von Belang.


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GUT

KRK Rokit RP4 G3 Testbericht am 07.12.2015

Produkt:      KRK Rokit RP4 G3
Hersteller:  

Preis:  159,00 Euro
UVP:    190,00 Euro

Kurzfazit

Kompakter aktiver 2-Wege-Lautsprecher. Für Multimedia-Arbeitsplätze eignet sich diese fabelhaft ausgestattete Box gut, etwa zum Videoschnitt. Die Musikproduktion ist auf Homerecording-Niveau möglich.

Für wen

Videoproduzenten, Cutter, Podcaster und Musikproduzenten auf Homerecording-Niveau.

Wichtige Merkmale
  • Aktiver 2-Wege-Lautsprecher
  • Tieftöner: 4", Glas-Aramid
  • Hochtöner: 1", Textil
  • Leistung: 30 Watt (20 W Tiefton + 10 W Hochton)
  • Übertragungsbereich: 51 - 35.000 Hz (-10 dB)
  • Trennfrequenz: 2,3 kHz
  • Eingänge: Cinch, XLR und 6,3 mm
  • Magnetisch abgeschirmt
  • Standby nach 30 Minuten Leerlauf
  • Gehäuse aus MDF
  • Maße: 211 x 155 x 238 mm
  • Gewicht: 3,93 kg

 


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