Korg Triton Taktile 49 Testbericht

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Korg Triton Taktile 49 Testbericht

Spielfertig für den Korg Triton Taktile 49 Testbericht ... los geht's!


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Was ist es?

Der Korg Triton Taktile 49 ist ein MIDI Keyboard Controller mit 49 halbgewichteten Tasten, der auch aus eigener Kraft Klänge erzeugen kann. Hierfür wurden 512 Sounds aus dem beliebten Korg Triton entnommen. Zu den weiteren Besonderheiten zählen ein Touchpad und ein Kontrollstreifen – diese setzen deine Fingerposition und -bewegungen in MIDI-Steuerbefehle für virtuelle Instrumente und Effekte um, alternativ dienen sie zum Spielen von Noten, Umschalten von Presets und mehr.

Ansonsten finden sich je acht Drehregler und Fader, klassischerweise zur Kontrolle der Mixerkanäle in deinem Musikprogramm, 16 anschlagsdynamische und hintergrundbeleuchtete Pads zum Finger Drumming sowie DAW-Transportkontrollen.

Der Keyboard Controller ist für 294,- Euro (inkl. MwSt. & Versandkosten) im Fachhandel erhältlich. Korg bietet in der Produktfamilie »Taktile« auch eine abgespeckte Version mit 25 Tasten sowie weitere reine Controller-Varianten ohne Klangerzeugung.

Update: Mittlerweile bekommst Du beim Kauf des Geräts die Korg Legacy Collection gratis dazu – es handelt sich um Emulationen klassischer hauseigener Synthesizer (MS-20, Polysix und Wavestation) in Form von Plugins.

 

Korg Triton Taktile 49 Testbericht

Erster Eindruck

Du kannst den Korg Triton Taktile 49 sehr bequem auf Reisen und natürlich zu Auftritten mitnehmen. Denn neben seiner kompakten Bauform wartet er mit dem Leichtgewicht von gerade einmal 3,8 kg auf. Das Kunststoffgehäuse macht einen vernünftigen Eindruck und alle Komponenten sind gut zusammengesetzt.

Korg Triton Taktile 49 Testbericht

Die Oberfläche des Korg Triton Taktile 49 macht einen aufgeräumten Eindruck

Die Packung enthält noch das gedruckte Handbuch (auch eine deutsche Übersetzung ist enthalten). Dieses ist gut lesbar sowie verständlich und knapp formuliert. Ferner findet sich ein USB-Kabel, mit 1,80 Metern dürfte es für die meisten Situationen ausreichend bemessen sein. Der Strom läuft via USB, nach dem Anstecken an den Computer kann es losgehen.

Ungewöhnlich: Die Anschlüsse für Audio, MIDI und Pedale liegen nicht hinten, sondern an der rechten Seite. Was mir nicht ganz einleuchtet, ist die Beschränkung auf einen einzigen 3,5-mm-Klinkenausgang in Stereo. Weder auf der Bühne, noch im (Home-)Studio ist immer ein Eingang in diesem Format vorhanden, also muss in den meisten Fällen ein Adapter her.

Tastatur und Bedienelemente

Die halbgewichtete Klaviatur des Korg Triton Taktile 49 ist für meine Begriffe sehr gut spielbar, da sie einer flinken Fingerakrobatik keinen hohen Tastenwiderstand entgegenstellt. Zur selben Zeit ist sie auch nicht zu leichtgängig, insofern wurde hier alles richtig gemacht. Die Umsetzung unterschiedlich harter Anschläge ist akkurat, Performances mit gefühlvoller Dynamik werden möglich. Auch die Pitch- und Mod-Wheels sitzen fest in ihrer Verankerung und lassen sich gut greifen. In dieser Preisklasse ist alles bestens.

Korg Triton Taktile 49 Testbericht

Die Tastatur des Korg Triton Taktile 49 überzeugt

Die Drehregler sind dank ihrer Riffelung schön griffig und setzen noch genug Widerstand für ein weiches, angenehmes Bediengefühl entgegen. Die Kappen sind leicht wackelig aufgesetzt, in der Praxis stört das nicht. Die Fader sind mit einem Laufweg von drei Zentimetern kurz geraten – zum Einpegeln von DAW-Mixerkanälen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Drum Pads funktionieren weitgehend gut, reagieren aber insbesondere bei sanften Anschlägen nicht so akkurat und reproduzierbar wie jene der aktuellen MPK-Serie von Akai.

Touchpad

Der eigentliche Star des Korg Triton Taktile 49 ist das Touchpad, das mehr oder minder baugleich mit dem des Kaoss Pad Mini zu sein scheint. Sofort ist zu merken, wie exakt die Fingerposition registriert und auch kleinste Bewegungen reaktionsschnell umgesetzt werden. So ist es eben nicht nur ein Gimmick, sondern eine echte Bereicherung.

Einerseits kannst Du das Touchpad wie erwartet zur spielerischen Kontrolle von Instrumenten- und Effektparametern auf zwei Achsen nutzen. Andererseits hast Du die Möglichkeit, es als Ersatz-Klaviatur zu nutzen, nämlich für unterschiedliche Tonhöhen auf der Horizontalen (in den Skalen Dur, Moll, dorisch, lydisch usw., allerdings nur monophon) und für das Filter-Cutoff auf der Vertikalen.

Als Bonus kannst Du das Touchpad wie das Trackpad eines Laptops nutzen. Nützlich, um mal eben auf der graphischen Benutzeroberfläche der DAW-Software oder eines Plugins zu hantieren. Dass dies nicht die Hauptaufgabe ist, bemerkst Du an der Auflösung: der Mauszeiger bewegt sich hier in sichtbaren Schritten über den Bildschirm.

MIDI-Extras

Per Knopfdruck auf die Drum Pads lassen sich im Chord-Scale-Modus sofort Akkorde zaubern, die so angeordnet sind, dass sie nie wirklich disharmonisch klingen. Ein bisschen wie die MIDI-basierte Alternative zum Abfeuern von Samples. Weiterhin steht ein Arpeggiator bereit, der sechs Modi und 50 vorgefertigte Patterns bietet. Klasse: Chord Scale und Arpeggiator sind kombinierbar.

Alle Bedienelemente des Korg Triton Taktile 49 kannst Du mit beliebigen MIDI-CC-Befehlen belegen. Das geschieht entweder über das kleine Display oder extern mithilfe der Software, die Korg bereitstellt. Insgesamt 16 Szenen lassen sich verwalten, also 16 komplette Einstellungssätze mit den Zuweisungen aller Bedienelemente. Fein: Zur Einbindung in verschiedene DAWs und in virtuelle Instrumente aller Art stehen Voreinstellungen zur Verfügung.

Sounds des Korg Triton Taktile 49

Mit über 300.000 verkauften Exemplaren war und ist der Triton eine sehr erfolgreiche Workstation. Aus diesem Gerät speisen sich die 512 Klänge des Korg Triton Taktile 49. 16 Klänge kannst Du als Favoriten bestimmen und jederzeit abrufbereit halten. Die Sounds sind sehr vielseitig und klanglich überzeugend – die Palette reicht von elektrischen und akustischen Pianos über Orgelklänge bis hin zu Synthesizer-Bässen und -Leads, gezupften Gitarren und abgefahrenen Spezialeffekten. Besonders geeignet erscheinen mir die Sounds für Rock und Pop sowie für elektronisch angehauchte Musik der gemächlicheren Art.

Mit den Drehreglern oder den Fadern formst Du die Klänge anhand der wichtigen Parameter für Filter, Hüllkurve und zwei Effekte – was aber eher weniger in der Praxis benötigt werden wird, da diese bei fast allen gut gewählt wurden. Zudem sorgt das Schrauben an den Parametern oftmals für eine so tiefreichende Änderung des Grundklangs, dass die Grundwellenformen hinter den Klängen zu hören sind. Im Übrigen lassen sich die Klangeinstellungen nicht abspeichern.

Zusätzlich zu den internen Sounds erhältst Du Lizenzen für die virtuellen Instrumente Korg M1 LE, Toontrack EZdrummer Lite, AES Ultra Analog Session + Strum Acoustic Session + Lounge Lizard sowie für die DAW Propellerhead Reason Limited. Obendrein gibt es einen Rabatt von 30,- Euro beim Kauf von Ableton Live bzw. von der Ableton Live Suite. Für Einsteiger ein feines Paket.


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GUT

Korg Triton Taktile 49 Testbericht am 30.09.2014

Produkt:      Korg Triton Taktile 49
Hersteller:  

Preis:  294,00 Euro
UVP:    339,00 Euro

Kurzfazit

Controller Keyboard & Synthesizer. Einsteiger bekommen einen gut gelungenen Hybriden aus Controller für alle Fälle und Klangerzeuger für die verschiedensten Sounds.

Für wen

Anfänger, die einen noch kompakten und leichten Controller suchen, der auch aus eigener Kraft (Begleit-)Klänge spielt.

Wichtige Merkmale
  • Controller Keyboard & Synthesizer
  • 49 halbgewichtete Tasten
  • 512 PCM-Klänge fest eingestellt
  • Max. Polyphonie: 80 Stimmen
  • Je 8 Drehregler, Fader & Knöpfe
  • 16 anschlagdynamische Drum Pads
  • DAW-Transportkontrollen
  • Touchpad à la KAOSS Pad
  • Arpeggiator
  • USB (Typ B) für Strom & MIDI
  • MIDI Out (DIN 5-Pol)
  • Audioausgang: 3,5 mm (Stereo)
  • Pedalanschlüsse: 2x 6,3 mm für Fußschalter & Expression
  • Maße: 750 x 280 x 83 mm
  • Gewicht: 3,8 kg

 


Lesermeinungen (4)

zu 'Korg Triton Taktile 49 Testbericht: Controller Keyboard & Synthesizer'

  • ORI$ON TIDE   05. Okt 2014   09:47 UhrAntworten

    Danke für den Test!
    Ich suchte bereits seit vielen Monaten nach einem Masterkeyboard als zusätzliche Alternative zu meiner M-Audio Keystation 88es. Die hat nämlich halbgewichtete Tasten, die für Piano u.ä. super zu spielen sind, aber für schnelle Drumfills oder Synthieläufe nicht so geeignet sind.
    Zudem wollte ich dann - wenn schon was Neues - auch ein paar Controler mit drin haben, damit ich die Grundfunktionen der DAW und evtl. Volume und Pan von Kanälen vom Keyboard aus steuern kann, um nicht immer zur Maus wechseln zu müssen.
    Leider konnte ich da bisher nichts in vernüntigem Preisrahmen (bis 500,-) finden, was mich v.a. bzgl. der Tastatur überzeugen konnte!

    Dank eures Testberichts habe ich mir das KORG taktile (ohne Triton - Klangerzeugung brauche ich nicht) mal näher angesehen - und gleich gekauft!

    Die von KORG-Synthies bekannte Tastatur bietet ein gutes Spielgefühl. Das macht Spaß! Die Anbindung an Cubase war ein Kinderspiel. Alle Steuerfunktionen, Fader und Drehregler funktionieren bestens. Und alles macht einen recht stabilen Eindruck. Die 230,- Euro ist das allemal wert!

  • Michel   19. Dez 2015   01:41 UhrAntworten

    Wenn ich richtig sehe, gibt es den KORG taktile 49 in 2 Versionen!? (Mit oder Ohne Klangerzeugung?, Straßenpreis 230,- /300,- € je nach Model)
    Bitte um kurze Erläuterung.

    • ORI$ON TIDE   19. Dez 2015   10:23 UhrAntworten

      @Michel: Du siehst es richtig... Was gibt es da noch zu erläutern?
      Der KORG taktile ist einfach "nur" ein Controller (den habe z.B. ich, weil ich keine Klangerzeugung benötige), der KORG TRITON taktile hat zusätzlich Klangerzeugung eingebaut.
      Infos bei Korg: http://www.korg.de/produkte/pc-tools/taktile-produktinfo/taktile-produktinfo-1.html

      Gruß,
      Klaus

  • N. Kegel   27. Apr 2016   04:24 UhrAntworten

    Ich kann dir leider nicht wirklich überzeugen ich habe die 25er Version die sie ist gemessen und dann zwei Oktaven sehr groß und klobig die Feder sind Magnetrahmen einen Druckpunkt zum Seitenanfang außerdem kann man die gib es jetzt nicht wirklich in die Tieren beziehungsweise abspeichern DC III sind sehr hakelig haben einen Druckpunkt nach unten und irgend sehr sehr billig die presets kann man nicht dauerhaft editieren, die Regler sind sehr hakelig und verfügen sogar über einen "Druckpunkt" , auch klingt das Filter sehr fippsig, bei auf gedrehter Resonance gibts nur noch schrille Kreischtöne, egal welcher Grund so und angewählt war. Es macht zwar Spass den einen oder anderen Padsound mit allen Spielhilfen zu kneten, aber das ist leider auch nicht abendfüllend... 3 von 5 Punkten

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