Korg Slimpitch Testbericht

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Korg Slimpitch Testbericht

Um dieses Gerät geht's im Korg Slimpitch Testbericht auf delamar ...


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Was erwartet dich?

Der Korg Slimpitch ist ein chromatisches Stimmgerät für Blechbläser und Orchestermusiker. Es bietet ein integriertes Mikrofon zur Analyse von Klängen über den Luftweg, doch als Besonderheit wird auch ein Kontaktmikrofon zum Anklemmen an Klarinette, Saxophon, Flöte etc. mitgeliefert. Es registriert die Tonhöhe anhand der Schwingungen, die durch den Instrumentenkörper gehen und ist somit unempfindlich gegenüber Probenlärm.

Bei den Maßen und dem Gewicht (siehe Infokasten) überzeugt der Korg Slimpitch auf voller Linie – Lagerung, Transport, Aufstellung/Befestigung und Handhabung sind sehr bequem. Der auf der Produktseite herangezogene Vergleich mit einer Kaugummipackung passt vortrefflich und man muss fast Sorge haben, dass das Ding nicht in irgendeine kleine Ritze rutscht, um auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

Verarbeitung & Handhabung

Die Verarbeitung ist durchweg ohne Fehl und Tadel, auch das Batteriefach macht einen robusten Eindruck. Es ist »unverlierbar«, da es sich nicht vollständig vom Gehäuse lösen lässt, sondern lediglich beweglich daherkommt. Damit es gleich losgehen kann, liegt eine kleine flache Batterie bei. Sie dürfte ein ganzes Weilchen ihren Dienst tun – acht Stunden Dauerbetrieb bei Nutzung des Kontaktmikros werden vom Hersteller angegeben.

Ein ausklappbarer Ständer ermöglicht die leicht angewinkelte Aufstellung auf einer geraden Oberfläche. Clever: Im eingeklappten Zustand stülpt er sich schützend über das Display, wobei Du dank transparentem Kunststoff den vollen Durchblick hast. Indes bleiben alle Knöpfe zugänglich.

Die Oberseite des Korg Slimpitch ist dauermagnetisch, so dass Du ihn an einem Notenständer, einem Mikrofonstativ oder sonstigen metallenen Utensilien befestigen kannst. Dank Leichtgewicht und kompakten Abmessungen hatte ich in der Praxis keinerlei Bedenken bezüglich der Haftfestigkeit. Und falls Du das kleine Gadget an einen nichtmetallischen Gegenstand clippen willst, kannst Du den mitgelieferten Metallstreifen nutzen, der einseitig mit einer Klebefläche ausgestattet ist.

Tuning

Der Erkennungsbereich von A0 bis C8 ist für fast alle Orchesterinstrumente geeignet. Dabei ist die Kammertonfrequenz von 410 bis 480 Hertz in 1-Hz-Schritten variabel und Du kannst zwischen C-, F-, B- und Es-Stimmungen transponieren.

Das Tuning funktioniert sehr gut und die Abstufungen der virtuellen Stimmnadel sind geschmeidig genug, um ein aussagekräftiges Urteil über die gegenwärtige Stimmung (und den verbleibenden Nachstimmbedarf) zu treffen. Das Display (siehe unten) tut sein übriges.

Da interne Tuner-Mikrofone ob der Kakophonie bei Orchester- und Ensemble-Proben gerne versagen, muss eine andere Art der Frequenzerkennung her. Und siehe da, das mitgelieferte Kontaktmikrofon leistet hervorragende Arbeit! Außerdem kannst Du es an bis zu drei Zentimeter dicken Stellen deines Instruments befestigen, was dank Gummiüberzug schonend gelingt.

Das Kabel des Kontaktmikrofons ist etwa anderthalb Meter und mündet in einem kleinen Klinkenstecker, der in die entsprechende Buchse am Gerät gesteckt werden muss – das kompakte 3,5-mm-Format ist neu für den Hersteller und schafft eine der Voraussetzungen für die so lobenswerte Kompaktheit des Korg Slimpitch.

Sonstiges

Das Display ist sehr hochauflösend, weist hilfreiche Farbkodierungen (rot: zu niedrig / blau: zu hoch) mit hohen Kontrasten auf und bleibt ausreichend blickwinkelstabil. Naturgemäß sind einige Schriftzeichen und Symbole sehr klein, doch die Stimmnadel und die angezeigte Zieltonhöhe sind mehr als ausreichend, auch aus moderaten Entfernungen.

Es gibt eine Energiesparfunktion, dank der sich das Gerät nach längerer Inaktivität automatisch ausschaltet, um die Batterie zu schonen. Abschließend erwähnenswert: Die zuletzt gewählte Transposition und die Kalibrierung des Kammertons werden gespeichert, so dass diese Einstellungen nicht nach jedem Einschalten neu getätigt werden müssen.

Korg Slimpitch Testbericht

Der Korg Slimpitch ist in Grau, Weiß und Rot zu haben

Fazit im Korg Slimpitch Testbericht

Extrem kompakt, leicht, mit gutem Display, ausreichend Stimmoptionen und weich laufender Nadel – die wichtigsten Kriterien erfüllt der Korg Slimpitch mit Bravour. Außerdem ist das bestens funktionierende Kontaktmikrofon ein großes Plus für alle, die mit dem Klanggewirr bei Ensemble- und Orchesterproben zu kämpfen haben.

Dazu kommen gewitzte Details wie der transparente Bügel/Displayschutz und die magnetisierte Oberseite. Spätestens beim mitgelieferten Metallstreifen wird klar, wie findig die Produktentwickler zu Werke gegangen sind, um sicherzustellen, dass Du auf alle Situationen vorbereitet bist. Extralob!

Angesichts der Abwesenheit jeglicher Kritikpunkte und der ungemein praktischen Kontaktmikrofonierung empfinde ich den Preis als gerechtfertigt. Nichtsdestotrotz sollte erwähnt werden: Es gibt ein einige Mitbewerbergeräte mit geringerem Preis, die zumindest die Basics – Tuning per integriertem Mikro – beherrschen, ähnlich kompakt sind und Extras (Metronom, Referenztongenerator, …) bieten. Alles in allem gilt jedoch meine vollste Kaufempfehlung für Blechbläser in Orchestern und Ensembles.


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SEHR GUT

Korg Slimpitch Testbericht am 21.01.2015

Produkt:      Korg Slimpitch
Hersteller:  

Preis:  35,00 Euro
UVP:    37,00 Euro

Kurzfazit

Stimmgerät für Blechbläser im Ensemble. Ein schlankes, präzises, gut ablesbares Mikrofon mit einem großen Trumpf – dem Kontaktmikrofon für genaues Tuning bei Probenlärm.

Für wen

Blechbläser und Orchestermusiker auf der Suche nach einem höchst kompakten Tuner, der auch während des Probenlärms zuverlässig funktioniert.

Wichtige Merkmale
  • Tuner für Blechbläser & Orchestermusiker
  • 12 Noten, gleichschwebende Skala
  • A0 - C8
  • Genauigkeit: ±1 Cent
  • Kammerton: 410 - 480 Hz
  • Transposition: C, Es, F, B
  • Laufzeit: ca. 8 h
  • Maße: 75 x 32 x 15 mm
  • Gewicht: 28 g (mit Batterie)
  • Kontaktmikrofon & Batterie (zu Testzwecken) im Lieferumfang

 


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