Korg Cliphit Testbericht

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Korg Cliphit Testbericht

Alles, was Du wissen musst, hält unser Korg Cliphit Testbericht für Dich bereit


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Was ist es?

Das Korg Cliphit – E-Drums der etwas anderen Art. Hier kannst Du Trommel- und Percussion-Klänge mithilfe von bis zu zwei Pedalen und drei Sensoren auslösen. Letztere kannst Du mit Klemmen (im Folgenden »Clips« genannt) an beliebigen Objekten befestigen, auf denen Du trommeln möchtest – an einer Tischkante, einem Plastikeimer, einem Becher und dergleichen. Je nach Stärke der registrierten Vibrationen erklingen die jeweils zugewiesenen Klänge unterschiedlich laut. Zur Auswahl stehen je drei Standard-, Rock- und Pop-Kits sowie eins für Percussion und eins mit Effektklängen.

Drei Clips und ein Pedal liegen der Packung bei, ein zweites Pedal für Klangvariationen (unterschiedlich je nach Kit) kann separat erworben werden. Vier AA-Batterien werden mitgeliefert, alternativ kannst Du ein Netzteil separat erwerben.

Dieses Rhythmusinstrument ist zum Straßenpreis von 119,- Euro (inkl. MwSt. & Versandkosten) im deutschen Fachhandel erhältlich.

 

Korg Cliphit Testbericht

Erster Eindruck und Verarbeitung

Das eiförmige Instrument weckt sofort Neugierde. Es immer wieder schön, wenn Korg so spielerisch veranlagte Geräte aus der Taufe hebt und beim Korg Cliphit schlägt sich das auch im quirligen Design nieder.

Korg Cliphit Testbericht

Die Anschlüsse für die vier Sensoren sowie deren Regler für Lautstärke/Empfindlichkeit

Das ovale, zwecks Standfestigkeit unten abgeflachte und Gummistreifen-bewehrte Gehäuse macht einen gut verarbeiteten Eindruck.

Korg Cliphit Testbericht

Die Drehregler für die Lautstärke der vier Hauptklangkanäle sind gut bedienbar, wobei ein versehentliches Verstellen nur schwer möglich ist. Ähnliches gilt für den Netzschalter, denn der muss gut eine Sekunde lang fast komplett durchgedrückt werden, um das Gerät ein- oder auszuschalten. Die griffigen Regler für die Gesamtlautstärke und die Wahl des Drum-Kits sitzen felsenfest.

Clips und Pedal in der Praxis

Die Clips sind ziemlich raumgreifend, bis zu drei Zentimeter dicke Tischplatten und dergleichen stellen keine Hürde dar. Die Gummierung an der Innenseite der Clips sorgt für eine schonende Behandlung der auserkorenen Objekte. Mit 1,5 Metern dürften die Kabel für die meisten Szenarien mehr als ausreichend lang sein.

Die Empfindlichkeit ist so hoch, dass schon sehr schwache Erschütterungen in Sounds umgesetzt werden. Für die lautesten Klänge sind je nach Material sehr starke oder lediglich moderate Schläge nötig. Insgesamt empfinde ich die Abstimmung als sehr praxisgerecht. Fein: Die Lautstärkeregler des Korg Cliphit dienen gleichzeitig zur Justierung der Empfindlichkeit.

Indem Du direkt auf den Clips trommelst, lassen sich mit minimalen Schlaghärten die lautesten Sounds triggern. Und wenn Du zwei Clips am selben Objekt befestigst, lassen sich zwei Klänge mit mehr oder weniger deutlichen Lautstärkeunterschieden auf einmal triggern – Layering mal anders.

Das mitgelieferte Pedal dient in den meisten Kits zum Triggern der Kick-Drum. Ich empfinde es als ausreichend standfest und schwergängig genug für die vorgesehene Bedienung per Fuß.

Kits

Korg Cliphit Testbericht

Zur Wahl stehen elf Kits mit diversen Kombinationen aus Snares, Hihats, Toms, Becken und Bassdrums. Soweit die neun gewöhnlichen Kits, während bei »Percussion« und »EFX« noch Congas, ein Tamburin, ein Clap und ein kurzes Hundebellen hinzukommen. Die Klänge an sich sind größtenteils überzeugend, am besten haben mir die knackigen Snares und Toms in den Standard-Kits gefallen.

Andererseits werden einige Sounds wiederverwertet, stellenweise auch in Form von Duplikaten ganzer Kits, die lediglich mit einem Halleffekt versehen wurde. Ein wenig mehr Abwechslung hätte nicht schaden können. Mir persönlich fehlen ein paar modernere, fettere Sounds (z.B. gelayerte Sounds mit Kombinationen aus Claps, Snares, Fingerschnippen etc.), wie sie etwa in den Libraries von MPC, Maschine, Trigger Finger Pro etc. zu finden sind.

Sonstiges zum Korg Cliphit

Der Pedaleingang 2 verbreitert die Palette möglicher Spieltechniken, denn mithilfe eines Fußschalters vom Typ Korg PS-1 oder PS-3 kannst Du je nach Kit Hihats öffnen/schließen, zwischen zwei Klängen verschiedener Art wechseln oder die Lautstärke einzelner Sounds regulieren.

Steckt in Buchse 2 kein Clip, wird der im Korg Cliphit verbaute Sensor aktiviert – trommle auf dem Ei, um den im eingestellten Kit zugewiesenen Sound zu triggern. Das funktioniert gut, allerdings könnte dieser interne Sensor noch eine Spur empfindlicher sein bzw. eine etwas größere Triggerfläche als die kleine Stelle bei etwa vier Zentimetern über dem Korg-Logo bieten.

Damit wird die Ausstattung richtig rund: Per Aux-In-Buchse kannst Du begleitende Klänge von Smartphone, MP3-Player & Co. einspeisen. Diese werden zu den getriggerten Drum-Sounds hinzugemischt und über den internen Lautsprecherer bzw. die Kopfhörerbuchse mitausgegeben.

Der Kopfhörerausgang des Korg Ciphit ist wohlklingend und in seiner Maximaleinstellung sehr kräftig. Der integrierte Lautsprecher mit 3-Zoll-Membran und 2 Watt Leistung erzeugt kann ebenfalls bemerkenswert laut werden, tönt aber naturgemäß stark mittenlastig.


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GUT

Korg Cliphit Testbericht am 09.02.2015

Produkt:      Korg Cliphit
Hersteller:  

Preis:  119,00 Euro
UVP:    166,00 Euro

Kurzfazit

E-Drums mal ganz anders. Die Sensoren arbeiten ausgezeichnet und Design, Verarbeitung und Handhabung ragen positiv heraus. Macht richtig Laune.

Für wen

Drummer und Perkussionisten aus Leidenschaft, die (fast) die ganze Welt als Schlagzeug nutzen wollen.

Wichtige Merkmale
  • 11 Kits mit je 4 Sounds
  • Anschlüsse für 3 Clips + 1 Pedal, separat regelbar
  • 2. Pedalanschluss für Klangvariationen
  • Aux-Eingang: 3,5 mm Stereo
  • Kopfhörerausgang: 3,5 mm Stereo
  • Lautsprecher: 3” (2 Watt)
  • Strom: Batterie oder Netzteil (optional)
  • Maße: 163 x 173 x 101 mm
  • Gewicht: 453 g (ohne Batterien)
  • 3 Clips, 1 Pedal & 4 AA-Batterien mitgeliefert

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Korg Cliphit Testbericht: Percussion & Drum Sounds aus dem Klangei'

  • Thomas   10. Feb 2015   12:10 UhrAntworten

    gibt es ähnliches auch mit MIDI-Ausgang?

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