KONG SolidThirty Testbericht

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KONG SolidThirty

Warum der KONG SolidThirty ein properer kleiner Übungsverstärker (und mehr) ist - hier im Review erfährst Du's


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Was ist es?

Beim KONG SolidThirty handelt es sich um einen zweikanaligen Transistorverstärker, der sich in erster Linie dem Einsteiger empfiehlt. Er bietet satte 30 Watt Leistung, was durchaus auch für den Proberaum noch reichen kann. Die beiden Kanäle sind umschaltbar – manuell über den Gitarrencombo oder über einen optionalen Fußschalter.

Das Gerät wiegt 9,5 Kilogramm und ist damit rückenschonend zu transportieren. Zu den weiteren Features gehören Line-In, Kopfhörerausgang und ein integrierter Federhall. Die Marke KONG wird in China gefertigt und ist im Exklusivvertrieb von session.

Mit dem KONG SolidFifteen gibt es einen kleinen Bruder, der eine Leistung von 15 Watt mitbringt, ansonsten aber alle Features des hier getesteten Modells. Interessant könnte auch der KONG TubeFifteen [Test] sein, ein Gitarrencombo mit Vollröhre.

KONG SolidThirty Test - Vorderseite

Erstkontakt mit dem KONG SolidThirty

 

KONG SolidThirty Testbericht

Bauweise

Ausgestattet wurde der Transistorverstärker mit einem 10“ Celestion Lautsprecher. Konkretere Angaben bezüglich des Fabrikats oder Leistung werden vom Hersteller nicht gemacht. Von außen ist nicht viel zu sehen.

Der KONG SolidThirty besitzt die Abmessungen von 40 x 21 x 38 cm. Er ist damit recht handlich und schnuckelig anzusehen. Er hat einen klassischen, amerikanisch inspirierten Look. Er orientiert sich u.a. optisch an den Transistorverstärkern der allseits bekannten Marke Fender.

Verarbeitung des KONG SolidThirty

Der Verstärker ist sauber verarbeitet. Das Tolex wurde frei von Mängeln aufgebracht. Gerade an den oberen Vorderkanten ist dies gut zu erkennen, wo der Verstärker keine Metallecken besitzt. Ein stabiler Griff gestaltet den Transport angenehm. Unter dem Verstärker befinden sich vier Gummifüße.

Einschalten & Kanalwahl

Rechts am Frontpanel finden wir einen kleinen Kippschalter zum Einschalten. Im aktiven Zustand leuchtet eine kleine rote Leuchtdiode.

Neben der Eingangsbuchse für das Instrument finden wir einen weißen, runden Kanalwahlschalter. Dieser gestattet das manuelle Umschalten der beiden Kanäle. Eine grüne Leuchtdiode leuchtet bei aktivem klaren Kanal. Der verzerrte Kanal korrespondiert erwartungsgemäß mit einer roten LED. So hat man stets die Gewissheit, welcher der beiden Kanäle gerade aktiv ist.

KONG SolidThirty Review - Bedienelemente

Das Frontpaneel des KONG SolidThirty – mit angenehm bedienbaren Potis im Chickenhead-Stil

Kopfhörerausgang

Um unnötige Lärmbelästigung der Umwelt zu vermeiden, wurde dem KONG SolidThirty eine Phones-Buchse (3,5 mm) spendiert. Hier lässt sich ein Kopfhörer bzw. Smartphone Earplugs einklinken. Ist diese Ausgangsbuchse belegt, wird der interne Lautsprecher abgeschaltet.

Alles andere würde keinen Sinn ergeben. Nun kannst Du ungestört bis in die Nacht spielen, ohne die Mitbewohner bzw. Nachbarn zu nerven.

Üben mit Playback

Zum Üben lässt sich mithilfe einer Line-In-Buchse Musik aus einem Smartphone (iPad, CD Spieler, Laptop etc.) einspeisen. Die Buchse liegt als 3,5 mm Klinke vor. Gerade der ambitionierte Einsteiger dürfte sich über diese freuen, kann er damit doch seine Instrumentals direkt einspielen und dazu üben bis in die Nacht.

Weitere Buchsen

Die 6,3-mm-Klinkenbuchse neben dem Line-In Eingang, gestattet das Umschalten der Kanäle mittels eines Fußschalters. Auch der eingebaute Federhall kann damit ein- bzw. ausgeschaltet werden. Leider müssen wir den passenden Fußschalter optional erwerben. Dies ist bei dem sehr kleinen Preis dieses Verstärkers jedoch verständlich.

Regler am KONG SolidThirty

Neben der Eingangsbuchse finden wir den Lautstärkeregler für den klaren Kanal. Der verzerrte Kanal bietet erwartungsgemäß einen Gain-Regler, der den Grad der Verzerrung bestimmt und einen Volumenregler. Dieser justiert die Ausgangslautstärke des verzerrten Sounds.

Der Tonestack bietet je einen Regler für Bässe, Mitten und Höhen. Damit lässt sich schnell die Einstellung des gewünschten Klangs realisieren. Beide Kanäle teilen sich die Klangregelung. Einen Presence-Regler suchen wir beim KONG SolidThirty vergeblich. Dieser ist meist Röhrenverstärkern vorbehalten.

Die Potis laufen schön weich mit dem gewünschten leichten Widerstand. Die schwarzen Kunststoffknöpfe haben nicht zuletzt durch ihren Chickenhead-Stil einen gewissen Vintage-Look.

Rückseite

Hier gibt es nicht viel zu entdecken. Auf der Rückseite finden wir lediglich die 230 V Kaltgerätebuchse zum Anschluss unseres Netzkabels. Eine Anschlussmöglichkeit für weitere Lautsprecher existiert nicht.

Die Rückwand des KONG SolidThirty, ist im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen geschlossen. Das sorgt für eine intensivere Basswiedergabe.

Test: KONG SolidThirty - Rückseite

Die Rückseite des KONG SolidThirty – hier kommt ein geschlossenes Gehäuse zum Einsatz

Sound mit Transistor

Der KONG SolidThirty bietet eine relativ große Bandbreite an Sounds. Von glasklar bis heftige metal-mäßige Verzerrung geht hier alles. Der klare Sound klingt ansprechend. Auch bei Rechtsanschlag des Volumenreglers bleibt der Klang im ersten Kanal unverzerrt.

Der integrierte Federhall klingt ansprechend und verleiht dem Klang bei Bedarf mehr Räumlichkeit.

Ein Transistorverstärker entwickelt im Gegensatz zum Röhrenverstärker erwartungsgemäß eine vergleichsweise etwas geringere Lebendigkeit. Der Sound des KONG SolidThirty kann aufgrund dieser Bauweise nicht eine höchstmögliche Dynamik erreichen. Gemessen an seiner Bauweise (Solid State) und vor allem am Preis, muss man ihm einen guten Klang bescheinigen.

Klang des verzerrten Kanals

Der verzerrte Kanal bietet eine flexible Auswahl an rockorientierten Klängen. Das Angebot reicht von leichter Verzerrung (Crunch) bis heftigst verzerrte Overdrives im Metal-Bereich.

Jenseits der Gain-Einstellung bei 12:00 Uhr fällt leider ein verhältnismäßig hohes Rauschen auf. Wer den Verstärker in eine sehr heftige Verzerrung für beispielweise Metal bringen möchte, muss dies in Kauf nehmen.

Geteilte Klangregelung

Dass sich beide Kanäle eine Klangregelung teilen müssen, ist unproblematisch. Die Kanäle sind frequenzmäßig gut aufeinander abgestimmt.

Der Klang des KONG SolidThirty unterscheidet sich nicht übermäßig von seinen Konkurrenten im selben Preissegment. Die geschlossene Rückwand sorgt für eine gute Basswiedergabe. Bei dem doch relativ kleinen Gehäuse ist dies eine sinnvolle Maßnahme. Gut gemacht!

Der integrierte 10“ Celestion Lautsprecher leistet in Verbindung mit dem Verstärkerteil eine gute Arbeit.

Klangbeispiele mit dem KONG SolidThirty

Clean

Crunch

High Gain


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SEHR GUT

KONG SolidThirty Testbericht am 19.06.2017

Produkt:      KONG SolidThirty
Hersteller:  

Preis:  85,00 Euro
UVP:    85,00 Euro

Kurzfazit

Solider Transistorverstärker mit einer Leistung von 30 Watt, zwei Kanälen, Federhall, Line-In und Kopfhörerausgang. Dieser äußerst preisgünstige Transistorverstärker kommt mit zwei Kanälen und einem integrierten Federhall. Er empfiehlt sich insbesondere für Einsteiger, die einen guten Allrounder für Zuhause und den Proberaum bzw. die Bühne suchen. Klanglich ist der Gitarrenverstärker flexibel, neigt bei High Gain allerdings zum Rauschen.

Für wen

Anfänger, die ein gutes und praktisches Werkzeug zum Üben benötigen.

Wichtige Merkmale
  • Gitarrencombo
  • Transistorverstärker
  • 30 Watt Leistung
  • Zwei Kanäle
  • Kanal-Wahlschalter umschaltbar
  • Klare bis heftig verzerrte Sounds
  • Gemeinsame Klangregelung für beide Kanäle
  • Federhall
  • Line-In (AUX)
  • Ausgang für Kopfhörer
  • Buchse für Fußschalter
  • Gewicht: 9,5 kg

 


Lesermeinungen (1)

zu 'KONG SolidThirty Test: Flexibler Übungsamp für den kleinen Geldbeutel'

  • Torsten M. Roth   19. Jun 2017   17:54 UhrAntworten

    Ha, den hatte ich kürzlich in der Hand!
    Unter der Fuchtel...
    Wie auch immer. Jedenfalls kann man da nix sagen! Preis/Leistung absolut gegeben. Nur wer es noch etwas versitabler braucht (oder will - aufgrund der absolut unterschiedlichen Eigenschaften) müsste sich mit dem Spider IV von Line 6 auseinander setzen. Ansonsten mag ich vor allem den Crunch vom Kong lieber. Liegt wohl aber auch am Speaker ^^

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