König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht

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König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht

Boompole und Tragetasche für den König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht auf delamar - jetzt erfährst Du, wie gut sich das Gadget in der Praxis schlägt ...


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Was erwartet dich?

Es handelt sich hier um eine Mikrofonangel für gestiegene Ansprüche. Der professionelle Einsatz bei Aufnahmen für Film, Fernsehen oder die elektronische Berichterstattung ist ein mögliches Szenario. Ton angeln kannst Du mit diesem größten Variante der Produktserie über eine Distanz von bis zu gut 3,8 Metern. Durch die Verwendung von Carbonfasern bringt diese Tonangel lediglich 900 Gramm auf die Waage.

Eine gepolsterte Tasche für den Transport mit Trageriemen liegt bei.

König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht

Die König & Meyer Mikrofonangel 23790 im kompakten Zustand

Die Erkenntnisse aus diesem Review dürften praktisch 1:1 auf die beiden kleineren, aber funktional und konstruktionstechnisch identischen Modelle übertragbar sein. Deren Produktnummern: 23780 (Länge max. ~1,8 m) und 23785 (Länge max. ~2,8 m).

Die König & Meyer Mikrofonangel 23790 ist zum Straßenpreis von 325,- Euro (inkl. MwSt.) im Musikalienhandel und bei Händlern für Video-Equipment erhältlich.

Erster Eindruck und Verarbeitung

Die kleine Polstertasche, die die Angel im Auslieferungszustand beherbergt, erledigt ihren Job gut und bietet einen Trageriemen mit Karabinerhaken.

König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht

Die mitgelieferte Tragetasche

In Kombination mit einem normalgewichtigen Mikrofon kannst Du die Angel recht lange halten. Zumindest mit der muskelschonenden Überkopfmethode. Am Markt gibt es noch leichtere Tonangeln gleicher Größe (siehe unten), welche allerdings auch entsprechend mehr kosten.

Die Verarbeitungsqualität der König & Meyer Mikrofonangel 23790 ist hoch, wie vom Hersteller gewohnt. Die fünf Rohre erweisen sich als absolut verwindungssteif. Sie sind teleskopartig ineinandergesteckt und passgenau miteinander verquickt. Die Klemmelemente zum Arretieren der Teleskoprohre erscheinen ausreichend langlebig. Die Oberfläche der Rohre ist zwar glatt, reflektiert aber nicht, sondern schimmert nur ein wenig. Prima.

Handhabung der König & Meyer Mikrofonangel 23790

Sind die Klemmelemente geschlossen, sitzen die zwei jeweils benachbarten Rohre sehr fest aneinander. Sie lassen sich wirklich nur mit mutwilliger Gewalteinwirkung auseinanderziehen.

Zum Lösen bzw. Arretieren taugen dann die gut greif- und klappbaren »Zungen«. In gelockertem Zustand lassen sich die Teleskoprohre sanft und leise gleitend auseinanderziehen. Alles bestens.

Die Carbonfasern erweisen sich als ausreichend rutschfest. Die dennoch glatte Oberfläche dieses Materials fühlt sich in meinen Händen ziemlich angenehm an. Körperschall wird nicht nennenswert auf das Mikrofon übertragen.

König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht

Alle Rohre um etwa ein Drittel ausgezogen

Kabelführung

Bonus: Du kannst das Mikrofonkabel innen durch die Rohre führen. Wie das gelingt, steht auf dem klar formulierten und gut bebilderten Beipackzettel. Ich konnte das im Test sehr gut nachvollziehen. Mit einer zusätzlichen kleinen Zugentlastung lässt sich die innenliegende Kabelführung praxisgerecht realisieren.

Mitbewerber

Die erwähnte Innenkabelführung ist nur den ausgefeilten, kostspieligen Mikrofonangeln vorbehalten. So etwa der VDB L-CL, die immerhin um satte 140,- Euro teurer ist, mit 500 Gramm bei gleicher Teleskoplänge allerdings auch erheblich leichter. Kaum mehr auf die Waage (535 g) bringt die Quickpole QX580 (3,3 m). Die kostet allerdings gleich mal 220,- Euro mehr als unser Testkandidat.

Wie Du siehst, haben superleichte Tonangeln ihren Preis. Ich empfinde die 900 Gramm des hier vorgestellten Modells von König & Meyer mehr als nur tragbar – im wahrsten Sinne des Wortes. Angesichts der satten Ersparnis und den tadellosen Testergebnissen können alle zugreifen.

Fazit im König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht

Diese Mikrofonangel überzeugt in fast allen Belangen. Zunächst ist die Verarbeitung ohne Fehl und Tadel, was für ein langes Leben mit reibungslosem Betrieb sorgen dürfte. Die Mechaniken zum Arretieren und Lösen der Teleskoprohre sind gut bedienbar und arbeiten sehr zuverlässig. Außerdem ist die Option einer innen verlaufenden Kabelführung verlockend. Spätestens wenn man sich die Preise der Mitbewerber anschaut, die diese Option ebenfalls bieten.

Lediglich das Gewicht ist im Vergleich zu den angesprochenen Oberklassemodellen recht hoch. Wenn man aber nicht gerade mit einem absurd schweren Mikrofon angelt, dürften die 900 Gramm in der Überkopfhaltung keine Hürde darstellen.

Somit beschließe ich meinen kompakten König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht auf delamar mit einem sehr guten Ergebnis.


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EXZELLENT

König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht am 20.07.2015

Produkt:      König & Meyer Mikrofonangel 23790
Hersteller:  

Preis:  325,00 Euro
UVP:    396,90 Euro

Kurzfazit

Mikrofonangel mit 3,8 m Länge. Diese Tonangel überzeugt in fast allen Aspekten und punktet mit der Möglichkeit, das Kabel innen entlangzuführen. Nur das Gewicht könnte etwas geringer ausfallen.

Für wen

Ausstatter von Film- und Fernsehcrews, die einen halbwegs kräftigen Tonassistenten mit einer großen Mikrofonangel bestücken wollen.

Wichtige Merkmale
  • Mikrofonangel
  • Material: Carbon
  • Länge: 1.000 bis 3.830 mm
  • Rohrkombination: 4-fach ausziehbar
  • Verstellung per Klemmhebel
  • Innenliegende Kabelführung möglich
  • Gewindeanschluss: 3/8"
  • Gewicht: 0,9 kg
  • Tragetasche mitgeliefert

 


Lesermeinungen (1)

zu 'König & Meyer Mikrofonangel 23790 Testbericht: Tonangel gehobener Klasse'

  • oboe   20. Jul 2015   16:07 UhrAntworten

    das klingt ja echt nach einer bezahlbaren Angel: Carbon ist zudem schön leicht und wärmer als Alu im Winter ;-) Zudem endlich ein durchdachter Verschluss: kenne sonst diese Schraubverschlüsse, die bei Grobmotorikern schnell ausnudeln, wonach die Tonangel einen eingebauten Gyro hat: das Mikro zeigt dann immer zuverlässig zur Erde und die Angel ist net mehr ganz so lang... Vielleicht steige ich um.

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