KMA Minos Testbericht

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KMA Minos Testbericht

Der KMA Minos Testbericht wartet auf dich. Mit allen Infos und Klangbeispielen von einem Germanium-Fuzz einer sympathischen Berliner Effektschmiede ... ja ist denn das zu fuzzen?


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Das bekommst Du

Das KMA Minos ist ein vornehmlich für Gitarren konzipiertes, analoges Fuzz-Effektpedal auf Germanium-Basis. Ein- und Ausgangslautstärke sind regelbar, zudem findet sich freilich ein Regler für den Zerrgrad sowie zwei Bedienelemente zur tonalen Feinabstimmung.

Das gute Stück ist zum Straßenpreis von 199,- Euro (inkl. MwSt.) über den Online-Shop des Herstellers KMA Audio Machines oder einschlägige Musikalienhändler zu haben.

Konstruktion

Das Pedal ist einem dunkelrot lackierten, stabilen Gehäuse untergebracht. Insgesamt liegt die Verarbeitung auf hohem Niveau: Innen stecken ordentlich verlötete Platinen, die Kabel sind sauber verlegt und die Buchsen sind allesamt mit dem Gehäuse verschraubt. Auch die Schalter und Potis machen einen soliden Eindruck.

Der Fußschalter hat einen festen Druckpunkt – Du bekommst deutlich mit, was Phase ist. Die LEDs sind sehr hell, ohne zu blenden.

Bedienelemente

KMA Minos Review

Wirklich schmuck

Das KMA Minos hat neben den essentiellen Potis für Eingangspegel (Input), Zerrgrad (Anger) und Ausgangspegel (Output) noch zwei Schalter an Board. Zunächst senkt »Cut« bei Bedarf die hohen Frequenzen ab, die ein Fuzz manchmal schrill wirken lässt.

Der zweite Schalter beeinflusst den Zerrcharakter. Zur Auswahl stehen Lo-Fi, drückende Tiefmitten und ein fetter Fuzz-Sound, der nahezu alles wegbläst, was ihm in die Quere kommt.

Die Kappen der äußeren Potis sind mit dem Schaft verschraubt, so dass die sich nicht versehentlich lösen können. Die Potis selber haben einen angenehmen Widerstand beim Einstellen. Ein ungewolltes Verstellen ist so nicht möglich.

Sound

Klanglich ist das KMA Minos dem Tonebender MKII und dem seltenen Superfuzz nachempfunden. Nur ist es wesentlich flexibler. Im Test an meinem Marshall JTM45 ging alles, vom Anblasen des Amps (quasi als Overdrive) bis hin zum fiesen Fuzz, wie man ihn aus den 70ern kennt … allerdings mit sehr modernem Touch.

In den Urzeiten des Pedalbaus waren Germanium-Bauteile verschrien, weil sie selten die Toleranzen einhalten konnten und der Klang eines jeden Exemplars stark vom nächsten abwich. Heutzutage gibt es das Problem anscheinend nicht mehr, zumindest ist mir bei meinen Recherchen zu dem Pedal nichts dergleichen aufgefallen.

Ein steht fest: Dieses Pedal ist nicht für jedermann, überspitzt gesagt kann man es nur lieben oder hassen. Vielleicht ist das genau das Richtige für Dich, wie Du hoffentlich anhand der folgenden Klangbeispiele herausfinden wirst.

Fazit im KMA Minos Testbericht

Dieses Pedal ist etwas Besonderes. Zunächst zur Konstruktion: Auch nach dem Langzeittest habe ich keinerlei Unzulänglichkeiten entdecken können, so intensiv ich auch gesucht habe. Und ich suche immer gründlich. Die Verarbeitung des Gehäuses und der Bedienelemente ist erste Sahne, die Platine ist sauber gefertigt und die Kabel sind ordentlich verlegt.

Und der Sound? Der Fuzz erinnert nicht mal im Ansatz an einen Big Muff – Du solltest eine gewisse Sympathie für ungewöhnlichen Fuzz à la Tonebender und Bosstone hegen. Hier bin nicht enttäuscht worden, denn es wird genau das geliefert, was versprochen wird: Einzigartiger, in allen Spielarten qualitativ bestechender Fuzz auf Germanium-Basis.

So verdient sich das gute Stück im KMA Minos Testbericht mit fünf von fünf Punkten unsere Maximalwertung redlich. Tolles Teil von einem Boutique-Hersteller aus good old Germany. Siehe auch unser Interview: Enrico Preuß von KMA Audio Machines – hör mal rein!


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EXZELLENT

KMA Minos Testbericht am 09.03.2017

Produkt:      KMA Minos
Hersteller:  

Preis:  199,00 Euro
UVP:    199,00 Euro

Kurzfazit

Fuzz-Pedal mit gediegenem Germanium-Sound, der voller Möglichkeiten steckt. Dieser Fuzz-Bodentreter hebt sich vom Big-Muff-Brei und dessen Derivaten ab. Eine klanglich wie konstruktionstechnisch makellose Neuinterpretation von Klassikern (Tonebender MKII und Superfuzz), die vom Berliner Entwickler Enrico Preuß persönlich in Handarbeit gefertigt wird. Kurzum: Mit das Beste, was Germanium hergibt – passenderweise aus Deutschland.

Für wen

Gitarristen, die den Tonebender-Sound mögen, Drone-Heads, Liebhaber der 70er und die Jack-White-Fraktion.

Wichtige Merkmale
  • Fuzz-Pedal
  • Auf Germanium basierend
  • Regler/Schalter
    • Input (Eingangslautstärke)
    • Anger (Zerrgrad)
    • Output (Ausgangslautstärke)
    • Cut (Tiefpassfilter an/aus)
    • Bass (3 Stufen: Lo-Fi-Garage / punchige Mitten / klassisch saturierter Fuzz)

 


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