König & Meyer Mikrofonständer 210/2 Testbericht

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König & Meyer Mikrofonständer 210/2 Testbericht

Es folgt unser König & Meyer Mikrofonständer 210/2 Testbericht ↓


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Was ist es?

Der König & Meyer Mikrofonständer 210/2 ist ein vernickeltes Mikrofonstativ, das schon seit 1967 in praktisch unveränderter Form erhältlich ist. Es besteht aus dem Grundmodell 201A/2 und dem Schwenkarm 211. Zwei Kabelklemmen und eine Rändelscheibe werden mitgeliefert.

Diese Vorrichtung ist auf einem ausklappbaren, mit Gummischützern überzogenen Dreifuß gestellt, dessen Radius 40 Zentimeter beträgt. Der Schwenkarm misst 84 cm, die Höhe der Grundeinheit lässt sich von etwa 1,0 auf 1,7 Meter ausziehen. Das Gewicht des gesamten Gebildes beträgt knapp 3,19 kg.

König & Meyer Mikrofonständer 210/2 Testbericht

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König & Meyer Mikrofonständer 210/2 Testbericht

Basis

Das geht gut los: Die klappbaren Füße sitzen bombenfest im Zinkdruckgusssockel und zum Ausklappen musst Du ziemlich stark daran ziehen. Die Bauweise und die Art der Zusammensetzung der beweglichen Einzelteile erscheinen sehr robust, hier sollte nichts entzweien.

Einerseits als Trittschalldämpfung, andererseits einfach als Schutzüberzug für den Boden und als rutschfestes Material dienen die Gummiüberzüge an den Spitzen der drei Klappfüße. Sie mindern das in der Regel ungewollte tiefe Wummern des Trittschalls etwas ab, aber eigentlich dienen sie dazu, dass der Mikrofonständer nicht den Fußboden ramponiert oder verrutscht.

Für eine platzsparende Lagerung und den einfachen Transport kannst Du die Klemmverschraubung von Sockel und Vertikalrohr lösen und letzteres dann durch die Aussparung im Dreifuß schieben, die Füße einklappen und Du erhältst ein deutlich kompakteres Gebilde. Für das Lösen der Schraube steht ein runder, geriffelter Kopf aus Kunststoff mit einem Durchmesser von 2,5 cm zur Verfügung. Ein Flügelmutternkopf wäre mir hier lieber gewesen, diese lassen sich für meinen Geschmack besser fassen.

Indem Du die Spannmuffe lockerst, kannst Du den oberen Teil des Rohres wie bei einem Teleskop extrahieren. Damit lässt sich die Grundeinheit auf bis zu 1,6 m erhöhen. Meiner Erfahrung nach weisen die meisten Mikrofonständer, die in den sonstigen Eigenschaften mit dem König & Meyer 210/2 vergleichbar sind, einen ähnlichen Wert auf. Zusammen mit dem winkelbaren Schwenkarm sollten fast alle Höhen erreicht werden können, die für die Mikrofonierung verschiedenster Szenarien nötig sind (Overhead-Mikrofonierung beim Drum Recording vielleicht mal ausgenommen). Die Handhabung der Muffe und die Festigkeit, die hier erreicht werden kann, ist tadellos.

 

Winkelstück & Schwenkarm

Der Schwenkarm ist 84 cm lang und einteilig konstruiert – noch weiter auseinanderzeihen, wie es beim Grundmodul möglich ist, kannst Du ihn nicht (hierfür gibt es andere Modelle desselben Herstellers). Mittels der Klemmschraube, die mit einem im Durchmesser zwei Zentimeter breiten geriffelten Kopf bewehrt ist, lässt sich der Schwenkarm sehr fest im Winkelstück arretieren.

Das Winkelstück kannst Du mit einem sogenannten Knebel festzurren. Die Hebelwirkung dieser Vorrichtung ist etwas höher als bei Modellen mit Flügelmutterarretierung und dank der Kunststoffkügelchen an beiden Seiten lässt sich das Ganze recht gut greifen. So lässt sich das Winkelstück sehr fest anbrummen.

 

Zubehör im Lieferumfang des König & Meyer Mikrofonständer 210/2

Eine Rändelscheibe wird mitgeliefert. Das ist nichts weiter als ein Abstandshalter, mit dem Du Mikrofone bzw. dessen Klemmen, die über ein kurzes Gewinde verfügen, besser arretieren kannst. Die Griffigkeit ist ausreichend gegeben, da die Kanten dieses Scheibchens aufgeraut sind. Auch zwei
Kabelklemmen sind an Bord. Nützlich, damit die Kabel nicht im Weg herumschlackern.

Schade, dass kein Reduziergewinde mitgeliefert wird. Hinter diesem trockenen Namen verbergen sich die Adapter zum Ändern des Gewindedurchmessers an jedem Ende des Schwenkarms, an dem die Mikrofonklemme angeschraubt wird. Das sollte aber für die Verwendung in Europa nicht zum Thema werden, sondern erst, wenn Du Klemmen aus Übersee nutzt.

 

Stabilität, aufrechter Stand und Tragbarkeit

Die Gelenke, die die Standfüße mit dem Sockel verbinden, kommen robust und passgenau daher. Die Aussparung im Sockel und das in ihm steckende Rohr sind sehr formgenau gefertigt worden, zudem sitzt der Schwerpunkt weit unten. All das führt dazu, dass dieser Mikrofonständer sehr sicher steht. Wir haben für diesen Testbericht auch das Einsteigermodell König & Meyer 27105 Mikrofonstativ zum Vergleich herangezogen, wobei sich zeigte, dass dieses in Sachen Standfestigkeit nicht mithalten konnte. In dieser Beziehung würde sich der Aufpreis also eindeutig lohnen.

Kleiner Exkurs in die Grundsätze der Physik, die freilich auch bei diesem Modell gelten: Immer, wenn der Schwenkarm plus Mikrofon einen langen Hebel bilden, ist es ratsam, entweder ein Gegengewicht am anderen Ende zu befestigen oder einen der drei Standfüße genau auf die Himmelsrichtung des Schwenkarms auszurichten.

Das Gewicht – wichtiger (sic!) Faktor für die Standsicherheit eines Mikrofonstativs. Bei diesem Modell sind es mächtige 3,2 Kilogramm, für eine eine gute Statik wird von dieser Seite her also gesorgt. Der Vollständigkeit halber erwähnt, aber in keiner Weise wertungsrelevant: Wenn Du gleich ein ganzes Bündel dieser Exemplare schleppen musst, macht sich das Gewicht unangenehm bemerkbar.


Mehr zum Thema:
  

SEHR GUT

König & Meyer Mikrofonständer 210/2 Testbericht am 26.07.2012

Produkt:      König & Meyer Mikrofonständer 210/2
Hersteller:  

Preis:  41,50 Euro
UVP:    61,60 Euro

Kurzfazit

Zuverlässiger Mikrofonständer. Dieses angemessen ausgepreiste Mikrostativ ist robust, standfest und akkurat.

Für wen

Musiker, Tonstudios und jeder, der sonst ein Mikrofon besitzt.

Wichtige Merkmale
  • Mikrofonständer mit Schwenkarm
  • Dreifuß
  • 2 Kabelklemmen
  • 1 Rändelscheibe

 


Lesermeinungen (1)

zu 'König & Meyer Mikrofonständer 210/2 Testbericht: Mikrofonstativ für Anspruchsvolle'

  • Joe   27. Jul 2012   09:29 UhrAntworten

    2 Seiten Testbericht für einen Mic-Ständer...
    --> klick weg! ;-))

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