Fluid Audio F4 Testbericht

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Fluid Audio F4 Testbericht


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Was ist es?

Die Fluid Audio F4 sind ein Paar Lautsprecher mit 4-Zoll-Tieftönern, das vornehmlich für den Einsatz auf dem Schreibtisch gedacht ist, um Signale vom Audio PC, CD-Player, MP3-Player oder sonstigen Quellen wiederzugeben. Sie weisen eine Besonderheit auf: Der Lautsprecher für den linken Kanal der anliegenden Stereoquellen ist aktiv, besitzt also einen integrierten Verstärker, während der rechte Lautsprecher passiv ist und ausschließlich von dem Signal versorgt werden kann, das über die Inputs am linken Exemplar eingespeist wird; sämtliche Ein- und Ausgänge (siehe Infokasten) und den Lautstärkeregler findest Du dementsprechend an der linken Box.

Der Straßenpreis für ein Paar dieser Lautsprecher beträgt im deutschen Fachhandel ca. 139,- Euro (inkl. MwSt.).

 

Fluid Audio F4 Testbericht

Erster Eindruck

Das Gehäuse besteht aus MDF (mitteldichten Holzfaserplatten) und ist mit Vinyl beschichtet. Es hinterlässt einen guten Eindruck, die Anschlüsse sind fest mit dem aktiven »Master-Lautpsprecher« verschraubt bzw. werden durch eine Manschette stabilisiert. Auch sonst ist alles sauber gefertigt und, verarbeitungstechnisch gibt’s also gute Noten.

Der Lautstärkeregler sitzt an der rechten oberen Gehäusefront der linken Box, ist also immer im Griff. Etwas länger als die hier vorliegenden 1,5 cm hätte der Laufweg aber sein dürfen. Andererseits fällt das im Gegensatz zum Fluid Audio F5 praktisch nicht mehr ins Gewicht, steuert dieser eine Regler doch beide Boxen gleichzeitig.

Die Bassreflexöffnung befindet sich an der Gehäuserückwand, während vorne unten an der sonst dafür üblichen Stelle zwei praktische Klinkenbuchsen sitzen – die 3,5-mm-Stereoanschlüsse dienen einerseits für den Output des über die hinteren Inputs eingespeiste Signal (typischerweise an einen Kopfhörer) und andererseits zur Einspeisung von Klängen via MP3-Player & Co. Schön, dass Letzteres zum Output hinzugemischt wird, anstatt dass die Signale der Haupteingänge stummgeschaltet werden.

Fluid Audio F4 Testbericht

EQ-Regler für Bässe oder Höhen gibt es nicht. Das sollte zumindest erwähnt werden, denn eine solche einfache Klangregelung ist nicht unüblich für Schreibtischlautsprecher. Andererseits ist der F4 auch ausdrücklich für den Einsatz als kompakter Studiomonitor (wenigstens als Zweitabhöre) gedacht, und dort kommt es ja auf einen neutralen Frequenzgang an – vorweg: dieses Kriterium erfüllt das Modell in seiner festen Einstellung ziemlich gut.

Im Handbuch (gedruckt mitgeliefert und als PDF herunterladbar) führt alles Nötige in puncto Aufstellung, Betrieb und Sicherheit auf. Weiterhin versteckt sich noch ein Satz kleiner Aufkleber in der Packung, die die Boxen weich und schonend über deinen Schreibtisch gleiten lassen. Außerdem findest Du neben dem mit zwei Meter ausreichend langen Lautsprecherkabel einen Klangleiter für Stereoklinke (3,5 mm) ↔ Cinch und eines mit einer kleinen Stereoklinke auf beiden Seiten. Fein.

 

Klang im Fluid Audio F4 Testbericht

Wie in der Produktbeschreibung zu lesen ist, fällt das Grundrauschen in der Tat so leise aus, dass es vernachlässigbar ist und selbst bei flüsterleisen Pegeln nicht zu vernehmen ist. Bei mittlerer und etwas überdurchschnittlich hoher Abhörlautstärke tönen die Boxen ruhig, wenn es dann an die Grenzen geht, wird der Klang nachvollziehbarerweise etwas unruhig.

Wie nicht anders zu erwarten war, liefern die 4-Zoll-Woofer leider praktisch keinen Tiefbass. Für die Musikproduktion halte ich das Modell dementsprechend nur unter Zuhilfenahme eines Subwoofers geeignet. Zumindest dann, wenn es die einzige Abhöre bleiben soll. Wer mehr in die Magengrube möchte, ist mit den Fluid F5 besser bedient.

Fluid Audio F4 Testbericht

Die Mitten kommen alles in allem deutlich zum Zug. Zwar gibt es ganz leichte Maskierungen der unteren Mitten durch die oberen Bassfrequenzen, aber dramatisch das ist keineswegs. In dieser Preisklasse geht das völlig in Ordnung, auch angesichts des empfohlenen Einsatzszenarios auf dem Schreibtisch bzw. neben dem Fernseher und dergleichen. Die oberen Frequenzbereiche werden klar und nur mit minimal verstärkter Präsenzanhebung dargestellt.

Ganz hervorragend gefallen hat mir, dass die Stereoabbildung der F4 eine derart großzügige »Bühne« ausbreitet. Hier ist alles geräumig verteilt und klar voneinander separiert, wobei im Gegenzug die Klänge in der Monomitte dennoch als solche herausgehoben werden. Diese Qualitäten sind nicht selbstverständlich für Abhörgeräte in dieser Preisregion. Die Transienten werden immer noch einigermaßen schnell reagierend, aber nicht so kontrastreich wie beim größeren F5 wiedergegeben.

Für das Geld bekommst Du also gelungene Lautsprecher, die differenziert aufspielen und genug Feingeist für etwas anspruchsvollere Ohren besitzen, denen die üblichen PC-Quäker eben nicht ausreichen. Nur für die niederen Frequenzregionen gilt genau das, was auch der deutsche Vertrieb verlauten lässt: »Größenbedingt darf man beim Tiefbass natürlich keine Wunder erwarten, […]«.


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SEHR GUT

Fluid Audio F4 Testbericht am 24.02.2014

Produkt:      Fluid Audio F4
Hersteller:  

Preis:  139,00 (Paar) Euro
UVP:    149,00 (Paar) Euro

Kurzfazit

Kleine Lautsprecher als aktiv-passives Hybridpaar. Diese sehr kompakten Monitore tönen ziemlich fein, ausgewogen und differenziert, sind vornehmlich für Videoschnitt, Multimedia & Co. geeignet, aber verständlicherweise keine Bassriesen.

Für wen

Songwriter, Komponisten, Cutter, DJs und alle Musikproduzenten, die zusätzlich einen Subwoofer einsetzen.

Wichtige Merkmale
  • Nahfeldmonitor (aktiv/passiv)
  • 1"-Hochtöner (Seide)
  • 4"-Tieftöner (Zellstoff)
  • Verstärkung mit 30W
  • Frequenzgang: 69 Hz – 22 kHz
  • Maximaler Schalldruck: 97 dB SPL
  • Eingänge: 6.3 mm (symm.) & Cinch
  • Kopfhörerausgang: 3,5 mm Stereo
  • Magnetisch geschirmt
  • Ausgangsstrombegrenzer
  • Überhitzungs-, Transienten- und Subsonik-Schutzschaltung
  • Standby nach 15 Minuten Leerlauf
  • Maße: 222 x 150 x 172 mm
  • Gewicht: 6,5 kg (Paar)

 


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