Dimavery STW-60 Testbericht

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Dimavery STW-60 Testbericht


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Was ist es?

In der Produktlinie des Herstellers findet sich die Dimavery STW-60 mit einem Verkaufspreis von etwas über 400,- Euro an der Spitze der erhältlichen Musikinstrumente. So haben wir es hier mit einem der Topmodelle des chinesischen Herstellers zu tun. Der Korpus besitzt eine sehr schmale Silhouette, die Zargen sind nicht sehr ausgeprägt und verleihen dem Instrument daher ein schlankes Äußeres. So sieht das gute Stück aus:

Dimavery STW-60 Testbericht

Das spielbereite Instrumente für den Dimavery STW-60 Testbericht auf delamar

Als Tonholz wurde eine massive Fichtendecke gewählt. Boden, Zargen und Steg bestehen aus Palisander. Die Qualität der Hölzer ist in Ordnung, allerdings trübt eine kleine Unreinheit auf der Decke unseres Testinstruments das Bild ein wenig.

Umrandet werden Decke und Boden von einem cremefarbenen Binding, das zusätzlich von einer Schicht Perlmutt abgedeckt wird. Auf den ersten Blick wirkt das sehr edel und hochwertig, beim genaueren Hinsehen zeigt sich die eher günstige Qualität des verwendeten Perlmutts. Auch die Rosette rund um das Schallloch kommt als Perlmuttapplikation daher. Sämtliche Streben und Leisten sind sauber verarbeitet, von Spänen oder Leimresten keine Spur.

Dimavery STW-60 Testbericht

 

Dimavery STW-60 Testbericht

Details

Mahagoni ist das Holz der Wahl auch für den Hals, der sauber in den Korpus eingeleimt wurde und ein Griffbrett aus Palisander trägt. Die 22 Medium-Bünde bei unserem Testmodell wurden leider nicht perfekt abgerichtet, was bedeutet, dass an den Kanten ein leicht spürbarer Grat vorhanden ist.

Als eher ungewöhnlich ist das Profil der Bundstäbchen zu bezeichnen, welches auffällig steil ausfällt. Das macht sich bei Slides mit der linken Hand bemerkbar. Auf der anderen Seite werden sich aber gerade die Anfänger darüber freuen, dass der Ton nicht zu schnell abstirbt, wenn man einmal zu nah mit dem Finger am Bundstäbchen landet.

Als Orientierungspunkte wurden in den bekannten Lagen Rechtecke aus Perlmutt eingesetzt. Durch das weit ausgesägte Cutaway sind alle Regionen des Halses ganz easy zu erreichen, etwas schwieriger dürfte sich für manchen Spieler mit kleineren Händen allerdings das Halsprofil darstellen, welches doch recht kräftig ausgefallen ist.

 

Mechaniken

Die sechs an der Kopfplatte angebrachten No-Name-Mechaniken sind von der vollgekapselten Sorte und wurden mit einer goldenen Chromschicht überzogen. Wie so oft bei diesen Tunern aus fernöstlicher Fertigung hapert es auch hier etwas an Präzision beim Stimmen. Die einzelnen Wellen weisen in manchen Bereichen zu viel Spiel auf, was den Stimmvorgang natürlich nicht gerade erleichtert.

Das ist typisch für viele Instrumente dieser Preisklasse, ob aus europäischer oder eben chinesischer Fertigung. Irgendwo muss der Sparstift angesetzt werden, bei der Optik der Dimavery STW-60 war das jedenfalls nicht der Fall.

 

Preamp/Elektronik

Nicht nur zum Stimmen der Gitarre, sondern auch für die elektrische Abnahme steht der im oberen Zargen eingebaute Preamp bereit. Er besitzt ein Display und einen Dreiband-EQ der über Schieberegler (mit Mittenrastung) eingestellt werden kann. Dazu kommt ein Presence-Regler.

Dimavery STW-60 Testbericht

Der Clou ist aber sicher, dass der Preamp nicht nur den Piezo-Pickup unter dem Steg regelt, sondern auch das im Innern des Korpus an einer flexiblen Aufhängung befestigte Kondensator-Mikrofon. Donnerwetter, Überraschung gelungen!

Dimavery STW-60 Testbericht

Ein »Entweder, Oder« gibt es im Zusammenspiel der beiden Pickups nicht, die Pegel beider Tonabnehmer lassen sich über einen weiteren Schieberegler am Preamp stufenlos überblenden bzw. zusammenwischen. Versorgt wird die Elektronik von einem 9-Volt-Block, der sich im unteren Zargen befindet und neben der Klinkenbuchse sogar noch einen symmetrischen XLR-Ausgang bietet.

Bis auf die unsauber verarbeiteten und aufgrund ihrer Form gewöhnungsbedürftigen Bundstäbchen kann das Instrument sowohl handwerklich als auch von der Ausstattung für diese Preisklasse mehr als überzeugen.


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SEHR GUT

Dimavery STW-60 Testbericht am 10.01.2015

Produkt:      Dimavery STW-60
Hersteller:  

Preis:  339,00 Euro
UVP:    439,00 Euro

Kurzfazit

Westerngitarre mit integriertem Mikro, Preamp, EQ, Tuner & Co. Diese Dreadnought ist sehr gut ausgestattet, ertönt kräftig und ist klanglich sehr flexibel. Trotz kleiner Schwächen ein empfehlenswertes Gerät für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Für wen

Einsteiger und Fortgeschrittene, die eine klanglich und aufnahmetechnisch vielseitige Westerngitarre suchen.

Wichtige Merkmale
  • Westerngitarre
  • Dreadnought mit Cutaway
  • Korpus: Palisander
  • Decke: Fichte, massiv
  • Brücke: Palisander
  • Hals: Mahagoni
  • Griffbrett: Palisander
  • Mensur: 650 mm
  • Hardware: verchromt
  • Preamp mit 3-Band-EQ + Präsenzregler
  • Stimmgerät
  • Ausgänge: 6,3 mm (Hi-Z) + XLR
  • Saiten: D`Addario

 


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