Cubase Elements 8 Testbericht

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Cubase Elements 8 Testbericht

Manierlich ausgestattet für 100 Euro: Das Musikprogramm für Ein- und Umsteiger im Cubase Elements 8 Testbericht


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Was ist es?

Cubase Elements 8 ist die einfachste und günstigste Variante einer etablierten Musiksoftware (im Folgenden »DAW« für »Digital Audio Workstation« genannt). Du kannst sie zum Band Recording, zum Komponieren, Arrangieren und Abmischen sowie zum Erstellen von Remixen verwenden. Dieser Test soll einen Überblick für Einsteiger in die Musikproduktion und das Homerecording bieten, denn an diese richtet sich das Programm ganz besonders.

Diese Version kostet 99,- Euro (inkl. MwSt.) und ist im Fachhandel bzw. über den Online-Shop des Herstellers zu haben. Ein Update von Elements 6 oder 7 kostet 24,99 Euro, während die Aktualisierung der Editionen LE oder AI (jeweils die Versionen 6 bis 8) mit 49,99 zu Buche schlagen.

 

Cubase Elements 8 Testbericht

Cubase Elements 8 – Eine DAW für alle?

Bevor ich im Cubase Elements 8 Testbericht konkreter werde, möchte ich eines betonen: Diese DAW eignet sich am ehesten für Bands und alle, die (viele) Aufnahmen über Mikrofone und elektronische Instrumente machen. Das geht aus der vergleichsweisen klassischen, seit Jahrzehnten gewachsenen Funktionalität des Programms hervor.

Wer hingegen eine non-lineare Produktionsweise mit Clips bevorzugt oder viel bzw. ausschließlich »in the box« (mit Plugins) arbeiten will, wird bei Ableton Live, Bitwig Studio oder Image-Line FL Studio wohl besser aufgehoben sein.

Das ist freilich nicht in Stein gemeißelt, sondern nur ein Hinweis auf die mittlerweile erfreulich vielfältigen Ausprägungen des Markts für Musiksoftware.

Komponieren

Mit dem Key-Editor (in anderen DAWs meist »Pianorolle« genannt) erstellst Du MIDI-Sequenzen –Töne, Akkorde und Melodien für Plugins (virtuelle Instrumente) oder Hardware-Klangerzeuger, die per USB- oder MIDI-Kabel am Audio Interface bzw. direkt am Rechner stecken.

Für Beats wechselst Du am besten in den Schlagzeug-Editor-Modus, der zur Gestaltung von Rhythmen etwas übersichtlicher und einfacher handhabbar ist. Beide Komponenten sind schon sehr lange Teil von Cubase und entsprechend feingeschliffen. Hier wirst Du nichts vermissen, auch wenn Du später in die Details abtauchst.

Dass Cubase insbesondere in der Kompositionsarbeit glänzt, verdeutlicht spätestens die Notensatzfunktion mit Option zum Ausdrucken – eine Seltenheit für DAWs.

Für die meisten wohl noch nützlicher sind diese neuen Features der Version 8: Die Chord Pads und der Proximity Chord Assistant erlauben die Erstellung von Harmoniefolgen im Nu. Ausgehend von einem Akkord werden dir jeweils passende Vielklänge vorgeschlagen, um die Harmonien im Song fortzuführen. Das ist in dieser Form einzigartig. Kurzum: Wenn es um Songwriting und Komposition geht, halte ich Cubase für die stärkste DAW.

Aufnehmen mit Cubase Elements 8

Auch für Aufnahmen von Gitarre, Bass, E-Piano, Synthesizer & Co. sowie Vocals und alles, was sonst mit Mikrofonen eingefangen wird, ist Cubase sehr gut aufgestellt. Mehrere Takes können automatisiert hintereinander aufgezeichnet werden. Passend dazu gibt es ein Metronom und eine Einzählfunktion, die automatische »Begradigung« von Noten mit unsauberem Timing und vieles mehr.

Weiterhin finden sich eine in Echtzeit wirkende Intonationskorrektur für Vocals und ein virtueller Gitarrenverstärker. Ich kann mich nur wiederholen: Alles Genannte funktioniert gut bis sehr gut, da Cubase von Anfang an mit dabei ist und einige der genannten Funktionen schon sehr lange reifen durften.


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SEHR GUT

Cubase Elements 8 Testbericht am 21.10.2015

Produkt:      Cubase Elements 8
Hersteller:  

Preis:  99,00 Euro
UVP:    99,00 Euro

Kurzfazit

Relativ schlankes, aber vielseitiges Musikprogramm. Nach wie vor eine sehr gute DAW, hier in einer attraktiven Basisversion, deren Spurenbegrenzung kaum ins Gewicht fällt und wirklich gut ausgestattet ist – gerade zum Recording und zur Komposition.

Für wen

Einsteiger, Umsteiger und Fortgeschrittene, die eine einfache, bewährte DAW mit klassischem Workflow und bis zu 48 Audiospuren suchen.

Wichtige Merkmale
  • DAW Software für Windows & Mac OS X
  • Für Komposition, Recording, Editing, Arrangement, Mixing & Mastering
  • Max. 48 Audiospuren
  • Max. 64 MIDI-Spuren
  • 3 virtuelle Instrumente
  • 44 Effekte

 


Lesermeinungen (4)

zu 'Cubase Elements 8 Testbericht: Musikprogramm für Einsteiger'

  • unifaun   22. Okt 2015   10:23 UhrAntworten

    Ein USB-eLicenser ist bei Cubase Elements 8 - im Gegensatz zu Cubase Artist 8 und Cubase Pro 8 - nicht erforderlich!

    Man kann die Software per soft-eLicenser nutzen.

    • Felix Baarß (delamar)   22. Okt 2015   10:42 UhrAntworten

      Danke!

  • roseblood11   14. Jan 2016   01:04 UhrAntworten

    Sorry, aber wo ist der Testbericht? Das ist für Einsteiger eine nette, knappe Beschreibung, wie Cubase grundsätzlich aufgebaut ist. Aber wo liegen die Stärken und Schwächen dieser Version? Welche Funktionen aus den größeren Versionen vermisst man schmerzlich, was ist verzichtbar? Wo gibt es Einschränkungen, die man nicht auf den ersten Blick sieht? Wo liegen die Stärken im Vgl mit anderen Programmen in ähnlicher Preislage? ...

    • Felix Baarß (delamar)   14. Jan 2016   10:32 UhrAntworten

      Hallo roseblood,

      manchmal hat die Redaktion nicht die Zeit (respektive der Autor das Budget), einen Testbericht detaillierter zu gestalten. Ferner sind insbesondere DAWs unglaublich komplex und können nicht komplett durchleuchtet werden. Dennoch enthält der Text fast alles, was Du ansprichst, und geht über eine knappe Beschreibung der Programminhalte hinaus.

      Wie erwähnt, liegen die Stärken im Wettbewerb mit anderen DAWs insbesondere in der MIDI-Editierung (wie in allen Cubase-Versionen...und in Elements ist sie in vollem Umfang enthalten) sowie in den Werkzeugen zur Komposition und Akkord-/Harmoniefolgenerstellung.

      Schwächen liegen, wie ebenfalls erwähnt, für meine Begriffe in den zuweilen unnötig komplexen Menüs bzw. Optionsdialogen sowie im wenig zeitgemäßen Mehrfenstersystem. Andere nennenswerte Minuspunkte habe ich nicht gefunden - wie immer wird es Bugs und Ungereimtheiten geben, aber es liegt in der Natur der Sache, dass diese nur vom Kollektiv unzähliger User über viele Tausend Betriebsstunden hinweg aufgespürt werden können.

      Nächster Punkt: Auch wurde beschrieben, dass ambitionierte Einsteiger und einen großer Teil der fortgeschritteneren Nutzer nichts wirklich vermissen dürften. Lediglich die Spureneinschränkungen gilt es zu bedenken, doch wie abermals im Text erläutert, dürften diese kaum jemals relevant sein. Zudem sind die abgespeckten einiger anderer DAWs wesentlich rigoroser bei der Spurenbeschränkung.

      Einschränkungen, die man auf den ersten Blick nicht sieht, habe ich keine gefunden - eventuell wird es hier und da welche geben, die nicht oder nur unzureichend in der Versions-Vergleichstabelle auf der Steinberg-Website verzeichnet sind, doch einem Testautoren bleibt keine Zeit, diese mit der Lupe zu suchen, anstatt einfach im gewohnten Workflow darüber zu stolpern (was in meinem Fall eben nicht passiert ist).

      Gruß,
      Felix

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