Cubase 6 Testbericht Fazit - Seite 4


Pro:

  • Lässt keine Wünsche in Sachen Features offen
  • Neues Comping ist super
  • Programm läuft stabil

Contra:

  • VST-Bridge bereitet noch immer Probleme
  • Hohe Anschaffungskosten

Fazit zum Cubase 6 Testbericht

Kommen wir zum schwersten Teil im Cubase 6 Testbericht, dem Fazit. Und wie so oft lautet der erste Satz: Es ist nicht einfach, das Rad neu zu erfinden. Dieses Programm war bereits in der Vorgängerversion schon komplett und ist nun um etliche Features bereichert worden. Was ich hier im Rahmen dieses Artikels behandele ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was diese DAW-Software zu bieten hat. Es wäre nicht denkbar alles in einem Artikel zu besprechen. Nur so viel sei dazu gesagt: In Sachen Funktionsumfang bleibt eigentlich kein Wunsch offen.

Die neuen Features dürften allen voran für Komponisten orchestraler Musik (VST Expression 2, Note Expression) sowie allen, die viele Aufnahmen machen (Comping, Audio Quantisierung), interessant sein. Die Effekte in der Software sind durchgängig gut, bei den Instrumenten war zwar kein Highlight dabei – muss es aber auch nicht.

Das grafische Remake und die kleinen Verbesserungen in der Bedienung und Benutzerfreundlichkeit finde ich persönlich sehr gelungen. Ein ganz wichtiger Punkt: Das Programm läuft absolut stabil, hier hat der Hersteller nichts anbrennen lassen. Auch bei längeren Aufnahmen (wie die zu unserem delamar Podcast) mit über einer Stunde hat es mit der aktuellen Version nie einen Ausfall gegeben.

Der Neukauf lohnt sich für alle Musiker und Produzenten, die ihn sich leisten können – denn Cubase 6 gehört mit 569,- Euro nicht gerade zu den preiswertesten Produkten auf dem Markt. Wobei in diesem Rahmen auch nochmal gesagt werden sollte, dass es durchaus auch eine Menge für seinen Preis zu bieten hat. Für Einsteiger in die Musikproduktion lohnt sich der Blick rechts und links, wobei diese ohnehin eher eine kleinere Version mit weniger Features in Betracht ziehen sollten. Je nachdem welches Musikgenre produziert wird, mag es bessere und schlechtere Alternativen geben.

Eine Sache hat der Hersteller aber leider versäumt: In Sachen VST-Bridge hat sich leider bedauerlich wenig getan, ich nutze Cubase daher noch immer im 32-bit Modus. Wer übrigens mit der VST-Bridge Probleme haben sollte, ist gut beraten, mal nach der jBridge zu suchen. Diese funktioniert erstaunlich gut.

Alles in allem gibt es von meiner Seite aus viereinhalb von fünf Punkten.

Lesermeinungen (20)

zu 'Cubase 6 Testbericht: Lohnt sich das Upgrade?'

  • andy
    23. Nov 2011 | 12:16 Uhr Antworten

    Hi Carlos,

    Steinberg will ja laut Ankündigung im nächsten Jahr zumindest die Updatepreise deutlich anziehen. Daher überlege ich, noch auf V6 zu gehen. Allerdings arbeite ich nicht gerade mit der neuesten Hardware (WinXP Pro, 2x 2,5 Ghz Intel E5300, 2GB RAM). Kannst du was zum Leistungshunger der Version 6 sagen? Ich befürchte ein wenig, dass die vielen neuen Features meinen doch etwas betagteren Rechner in die Knie zwingen ;-)

    Vielen Dank im voraus

    Grüße
    Andy

    • Carlos San Segundo (delamar)
      23. Nov 2011 | 17:31 Uhr Antworten

      Hallo Andy, das kann ich leider gar nicht einschätzen. Auf meinen Rechnern lief alles sehr smooth und schnell. Allerdings habe ich hier auch einen i7 mit zwölf Kernen. Die Preise für die Updates werden sicherlich auch irgendwann wieder runtergehen – es entstehen ja keine neuen Kosten. Ich würde eher mal vermuten, dass man das Endjahresgeschäft aufpolieren will, um bessere Zahlen im Geschäftsbericht aufweisen zu können.

      • andy
        24. Nov 2011 | 11:02 Uhr

        Dank´ dir für die schnelle Antwort. Ich werd´ es einfach mal mit der Trial-Version ausprobieren.
        Interessantes Konzept von Steinberg: Die meisten locken zum Endjahresgeschäft mit Rabatt-Aktionen…Steinberg “droht” mit Preissteigerung…und ich spring drauf an ;-)

  • Florian
    23. Nov 2011 | 14:24 Uhr Antworten

    Ich habe die Zugänglichkeit mit dem in Mac OS X 10.7 integrierten ScreenReader VoiceOver, der blinden Usern die Nutzung des Rechners ermöglicht, getestet, aber leider hat sich in Sachen Accessibility in Cubase 6 gar nichts positives getan.
    Wirklich sehr schade, dass dieses Thema von den Herstellern so wenig ernst genommen wird.

  • Neil Ownash
    23. Nov 2011 | 15:37 Uhr Antworten

    Liegt wohl daran, dass blinde so gut wie nie alleine musik aufnehmen?

    • Maik
      23. Nov 2011 | 17:22 Uhr Antworten

      Hallo Neil,
      wie kommst du darauf, dass Blinde nicht alleine Musik aufnehmen würden?
      Ich bin selber blind und arbeite schon seit langer Zeit mit sonar und allen möglichen Plugins.

    • Florian
      23. Nov 2011 | 20:12 Uhr Antworten

      Interessant diese Behauptung.
      Die Realität sieht eher so aus, wie Maik sie beschreibt.

      • Thomas “thommytulpe” Nimmesgern
        24. Nov 2011 | 16:44 Uhr

        Hallo!

        Mal neugierig gefragt: Woher weißt Du, wie “die Realität” aussieht?

      • Maik
        24. Nov 2011 | 17:36 Uhr

        @Thomas
        Weil zum Beispiel Florian und ich in dieser Realität leben. ;)

  • Neil Ownash
    24. Nov 2011 | 02:45 Uhr Antworten

    Nicht falsch verstehen, ich meine damit, dass es ein Bruchteil eines Prozent ist.
    Natürlich wäre es gut, wenn beeinträchtigen Menschen die Nutzung erleichtert würde.
    Jedoch kann ich nachvollziehen, dass es für die Entwickler ein unverhältnismäßiger Mehraufwand wäre..
    Musiker sind “relativ” selten.
    Welche die aufnehmen noch mal seltener.
    Welche, die mit cubase arbeiten auch noch mal.
    Und wenn man es dann noch auf seh beeinträchtigte, die alleine songs produzieren (auch wenn vielleicht nicht professionell) reduziert, kann man die Anwender schon fast an den Zehen und Fingern abzählen..

    Tl;dr
    Wäre echt nett, aber unverhältnismäßig.

    Btw spiegelt das nur meine Meinung und Erfahrung wieder.
    Kann auch gut sein, dass die Zahl weit höher liegt..

    • Maik
      24. Nov 2011 | 17:45 Uhr Antworten

      Hallo Neil,
      nach außen hin kann es tatsächlich so aussehen, dass es nur 4 – 6 Männchen gibt, die Musik produzieren.
      Schau mal auf Delamar nach dem offenen Brief an die Hersteller, den wir vor einer Zeit veröffentlicht haben. Da wirst du dann auch die Antwort darauf finden, warum man von uns fast nichts hört. Denn die Zahl musik machender Blinder ist wesentlich höher, als man vermuten würde.

  • Thomas Pfau
    24. Nov 2011 | 12:42 Uhr Antworten

    Also bei mir hat das Ubgrade von Cubase 4.x studio zu Cubase 6.0 nicht ganz 200€ gekostet.
    Es lohnt sich auf jeden Fall

  • Mirco
    07. Dez 2011 | 19:59 Uhr Antworten

    Ein interessanter und recht ausführlicher Testbericht, danke Carlos!
    :-)

    Nur drei Dinge.

    – Du hast den neuen -> Timestretch-Algorithmus (!) überhaupt nicht erwähnt. Dieser arbeitet sehr sehr sauber und klingt hervorragend!

    – zum einen gibt es schon seit SX3 innerhalb einer Spur eine Take-Modus (!), welcher wirklich gut funktioniert. Man konnte dort mit Ebene arbeiten, und auch Schnitte setzen, die besten Takes zusammensetzen. Alles, wohlgemerkt, auch in einer Spur.
    Verstehe daher nicht denAufwand, den du vor C6 betrieben hast, von wegren für jeden Take eine eugene neue Audiospur(?) ;-)

    – zum guter Letzt mag ich es als Leser nicht, wenn man in Testberichten geduzt wird “…und Du findest vom Pad über das Klavier..”
    Tja, ist halt mein ganz persönliches Ding. Wir sind hier ja nicht beim Musikmaker oder Garagebandm usw. ;-)

    Fazit für mich: alleine die neuen -> Audio-Timestretch-Algorithmen (!) wie auch die einheitliche und sehr gelunge GUI-Optik ist einfach das Update auf C6 wert! Die neuen Amps und das Multi-DrumEditing sowieso. uvam.
    Gut gemacht, Steinberg!
    :-)

    P.S: die Updatepreise bleiben auch im nächsten Jahr bestehen, hörte ich aus zuverlässiger Quelle. Einzig die Updatepreise für ältere Versionssprünge wird man wohl angleichen, was aber absolut gerechtfertigt ist.

    • Carlos San Segundo (delamar)
      07. Dez 2011 | 20:34 Uhr Antworten

      Hallo Mirco,
      vielen Dank für dein Feedback. Es hätte noch viel mehr gegeben, was gut in den Cubase 6 Testbericht hineingepasst hätte – irgendwo muss man aber die Grenze ziehen. Bei mir eben vor dem Time-Stretching ;)
      Den Modus mit den Takes kannte ich sehr wohl – er war einfach unpraktisch für meine Zwecke und lange nicht so ausgereift wie die neue Methode. Für mich persönlich wäre das schon ein Grund, auf die aktuelle Version umzusteigen.
      Und zu deinem dritten Punkt: So ist das hier auf delamar, wir sind alle per Du – gefühlt schon immer, und für immer :)
      Herzliche Grüße
      Carlos

  • Steve Lecaro
    15. Dez 2011 | 12:41 Uhr Antworten

    Hallo liebe Delamaris,

    heute (15.12.2011) bietet Steinberg in der Zeit von 17 – 18:00 Uhr das Upgrade von Cubase Artist auf die Vollversion für 149,- Euro an. Das ist doch mal ein Klasse Angebot.

    Liebe Grüße
    Steve Lecaro

  • Maz Mackie
    12. Mrz 2012 | 23:35 Uhr Antworten

    Ich hab mir die Kommentare zu den Blinden mal durchgelesen…
    Ich habe richtig Respekt vor Menschen mit einschränkungen die sich trotzdem so durch das Leben kämpfen, ich kenne das auch aus dem privaten Umfeld.
    und ich finde man sollte solchen Menschen die Benutzung von DAW’s leichter gestallten.

  • Carlos San Segundo
    13. Mrz 2012 | 01:39 Uhr Antworten

    Keine Panik, kommt alles noch…bin erst aus Berlin wieder im Land angekommen.

  • Torsten M. Roth
    13. Mrz 2012 | 01:23 Uhr Antworten

    Hey Carlos, natürlich toll das der Testbericht nochmal den Weg hierher findet. Hatte mich letztes Jahr eh schon gewundert wiso Steinberg…ach, egal ;)
    Aber, Du hast doch noch neue Testberichte (Zaunpfahl, draufschlag)…die auch gelesen werden wollen ^^

  • Torsten M. Roth
    13. Mrz 2012 | 01:44 Uhr Antworten

    Ahh…Du alter Messengänger ;)

  • Stefan Möller
    08. Jul 2012 | 13:42 Uhr Antworten

    Hallo Delamarer,

    hätte da mal ‘ne Frage: Gibt es eine Faustregel für Cubase 6 Elements 64 Bit, wie viel VST-Instrument-PlugIns man gleichzeitig nutzen kann wie z. B.: beim Dual-Core 5 oder Quad-Core 10 oder 2 GB zwei mehr oder 4GB 6 mhr oder so ähnlich? Oder muss man das einfach ausprobieren? Hätt’s gern gewußt, bevor mir die VST-Bridge abkackt.
    Habe einen Intel Core2Quad Q9400 mit 4x 2,66 GHz, 4 GB RAM DDR2-800 von Transcend, Win 7 Home 64 Bit, aber nur den OnBoard-Soundchip vom ASUS P5QD Turbo – ich befürchte, daß der den Streß macht.
    Wenn dem so ist, weiß ich nicht, welche Soundkarte ich mir da reinschrauben soll; allerdings habe ich nicht unbegrenzte finanzielle Mittel. Wollte auch kein digitales Tonstudio aufmachen; gibt es was um die 100,- €, was für ‘n kleinen Schub im System sorgt?

    Wäre für jeden Tip dankbar!

    Gruß
    SM

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