Chris Hein Horns Compact Testbericht

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Chris Hein Horns Compact Testbericht

Die Trompete als virtuelles Instrument - Chris Hein Horns Compact Testbericht


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Was ist es?

Bei dem hier getesteten Produkt handelt es sich um eine Sample Library mit Blech- und Holzblasinstrumenten. Die Chris Hein Horns Compact sind dabei eine abgespeckte Version der großen Versionen desselben Herstellers.

Das Instrument ist auf PC und Mac lauffähig und baut dabei auf den Kontakt Player auf.

 

Chris Hein Horns Compact Testbericht

Einleitung

Amtliche Bläser-Sounds in der Kompaktklasse, nicht mehr und auch nicht weniger verspricht der Hersteller mit der Version Chris Hein Horns Compact, der umfassenden Sample-Library mit Holz- und Blech-Bläsern für den gehobenen Anspruch.

Für schlanke 179,- Euro schaufelt der Käufer etwa 5 GB von zwei DVD-Datenträgern auf die Festplatte im Audio Computer. Zum Spielen der kompakten Bläser-Kollektion ist der Kontakt-Player von Nöten, dieser befindet sich dementsprechend im Lieferumfang der Sample Library. Die Vollversion des Software-Samplers Kontakt von Native Instruments ist selbstverständlich ebenfalls kompatibel mit dieser Library, muss aber hinzugekauft werden.

Chris Hein Horns Compact Testbericht

Die Trompete als virtuelles Instrument - Chris Hein Horns Compact Testbericht

Insgesamt stehen nach der Installation dem Käufer 53 Solo-Instrumente und sechs Synth-Brass Sounds mit knapp 10.000 einzelnen Samples zur Verfügung. Für alle gibt es darüber hinaus fünf verschiedene Spieltechniken, die Dynamik wird in acht einzelne Stufen (also acht Samples pro Ton) aufgelöst. Für den internen Faltungshall stehen immerhin 21 unterschiedliche Raumantworten bereit.

 

Weitere Details der Chris Hein Horns Compact

Bei den Blech-Bläsern finden sich Trompete, Flügelhorn, Tenor-Posaune, Bass-Posaune, Cimbasso, Tuba und das Alphorn. Bei den Woodwinds (Holzblasinstrumente) gibt es dann Klarinette, Sopran Saxofon, Alt Saxofon, Tenor Saxofon, Bariton Saxofon, Bass-Saxofon und das ContraBass-Saxofon sowie zusätzlich sechs Sounds mit Synth-Brass.

Wer die virtuelle Brass-Sektion Chris Hein Horns Compact nutzen möchte, muss mindestens 2 GB Arbeitsspeicher im Audiorechner vorrätig haben und etwa 6 GB Festplatten-Kapazität (für Player und Content) zur Verfügung stellen können. Windows-Anwender können bereits ab XP (mit SP2) und einem Pentium/Athlon XP 1.4GHz mitspielen, MacOS-User ab Version 10.5 und einem Intel CoreDuo 1.66 GHz Prozessor. Das ist überschaubar, fein.

Die Aktivierung der Brass-Library erfolgt im Übrigen mittels Challenge/Response-Verfahren.

 

Artikulationen

Jedes Instrument steht in den Artikulation Muted und Un-Muted (bis auf ein paar Ausnahmen) zur Verfügung. Das Legato-Spiel wird in einem Basis-Modus unterstützt.

Hier sind die ersten Abstriche zur großen Version „Complete“ hinzunehmen. Die Bläser können mit „stufenlosem“ Growl aufwarten. Dieser wurde mittels Crossfade realisiert, nur ist dieser nicht immer ganz sauber gelungen.

Der Triller ist nur in einer Variante (kleine Sekunde und große Sekunde wäre hier der Königsweg
gewesen) verfügbar und auch „Fall“ und „Doit“ sind mit an Bord.

Chris Hein Horns Compact Testbericht

Die Einstellungen

In der Praxis

Die Chris Hein Horns klingen sehr gut, das Konzept funktioniert auch in der Compact Variante. Die Bedienung der Library ist allerdings alles andere als zeitgemäß oder intuitiv – das ist der Schwachpunkt. Aktuelle Libraries (wie die der Hersteller EastWest oder auch VSL) sind – zumindest was den Player angeht – glasklar überlegen.

Die Standard-Belegung der Keyswitches erscheint mir nicht zu hundert Prozent durchdacht, sie kann aber dem eigenen Geschmack angepasst werden. In Kontakt steht auch eine kompakte mehrstimmige Oberfläche zur Verfügung. In dieser können mehrere Bläser in einem Patch kombiniert und zusammen über einen MIDI-Kanal angesteuert werden. Das erscheint – wenn überhaupt – eher für den Live-Betrieb sinnvoll.

Mehr erwartet hatte ich mir von dem verwendeten Layering und Crossfading bei manchen Samples. So kann es beispielsweise passieren, dass beim „stufenlosen“ einblenden des „Growls“ (aber nicht nur da) zwei Instrumente bisweilen deutlich oder undeutlich zu hören sind. Der Effekt ist dann durch ein Phasing wahrzunehmen. Das empfinde ich als sehr schade, denn der Klang der Bläser ist wirklich – und gerade in Anbetracht des Preises – toll. Doch die eben geschilderte Problematik reduziert die Brauchbarkeit der Chris Hein Horns Compact in meiner Arbeit deutlich.


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ÜBERDURCHSCHNITTLICH

Chris Hein Horns Compact Testbericht am 21.01.2012

Produkt:      Chris Hein Horns Compact
Hersteller:  

Preis:  179,00 Euro
UVP:    179,00 Euro

Kurzfazit

Bläser-Library im kompakten Format. Kompakte Sample Library mit Holz- und Blech-Bläsern, die mit einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis daherkommt.

Für wen

Komponisten, die guten Sound für das Layouten und Skizzieren ihrer Musik suchen.

Wichtige Merkmale
  • hochwertige Samplelibrary
  • Blech- und Holzblasinstrumente
  • 56 Soloinstrumente
  • 5 GB Samples

 


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