Chauvet DJ Gigbar IRC Testbericht

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Chauvet DJ Gigbar IRC Testbericht

Um dieses vielseitig bestückte Utensil geht geht’s im Chauvet DJ Gigbar IRC Testbericht auf delamar – na dann mal los…


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Was ist es?

Die DJ Gigbar IRC von Chauvet ist ein komplettes Beleuchtungssetup aus gleich neun Einzelelementen, vormontiert auf einer kompakten Bar. Für Flexibilität sorgen vier verschiedene Scheinwerfertypen: zwei LED-PARs, zwei rotierende LED Derby-Effekte, eine Stroboskop-Einheit sowie ein Rot-Grün-Laser.

Mit dieser Kombination will die DJ Gigbar insbesondere DJs, Alleinunterhalter, Singer-Songwriter und kleine Bands ansprechen. Mal schauen, was sich mit dieser Scheinwerferkombination in der Praxis so alles anstellen lässt.

Das Produkt ist zum Straßenpreis von 385,- Euro (inkl. MwSt.) im deutschen Fachhandel erhältlich.

 

Chauvet DJ Gigbar IRC Testbericht

Ausstattung des Chauvet DJ Gigbar IRC

Nach dem Auspacken liegen zwei Hauptelemente vor dir. Zum einen die Gigbar mit den komplett vormontierten und untereinander verkabelten Scheinwerfern bzw. dem Laser. Zum anderen ein dreibeiniges, stabiles Lichtstativ, auf das die Bar gesetzt wird und auf eine maximale Höhe von 2,5 Metern gefahren werden kann. Schöne Sache – da haben wir schon ganz andere »All-in-one-Lösungen« gesehen, die ohne Stativ daherkamen und das »All« somit nicht wirklich verdient haben.

Das Hauptelement ist natürlich die etwas mehr als einen Meter breite Gigbar selbst. An dieser sind die Beleuchtungselemente angebracht. An vier Bügeln hängen je zwei LED-PARs sowie zwei LED-Derby-Effekte, die Du in ihrer horizontalen und vertikalen Ausrichtung verändern kannst. Auf diese Weise kannst Du die Beleuchtung exakt an deine Bühnenverhältnisse anpassen.

Die beiden baugleichen LED-PARs sitzen standardmäßig in der Mitte und verfügen über je drei RGB-LEDs à 2,5 Watt. Insgesamt liefert die komplette PAR-Einheit der Gigbar also 15 Watt. Die ebenfalls identischen LED-Derby-Effekte sitzen außen und liefern mit ihren jeweils drei einfarbigen LEDs (rot, grün, blau) je 6 Watt, insgesamt also 12 Watt. Das Coole: Du kannst die Position der vier Hauptscheinwerfer tauschen!

Oben auf der Bar sitzt das dritte der vier Lightshow-Elemente: der Rot-Grün-Laser (Klasse 2M) mit einer Leistung von insgesamt 130 mW.

Der vierte Lichteffekt im Bunde sitzt in der Bar selbst: das Stroboskop. Dieses wird über vier 1-Watt-Weißlicht-LEDs realisiert, die in der Frontplatte der Bar sitzen.

Zusätzlich im Lieferumfang enthalten sind zwei L-Bügel, mit denen Du die Gigbar fest an der Decke oder anderen Oberflächen montieren kannst. Für die Anbringung an einer Traverse benötigst Du jedoch noch zusätzliche Schellen (Coupler), die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Da das Produkt jedoch in erster Linie als mobiles Lichtsetup gedacht ist und Schellen immer an die jeweilige Traversengröße angepasst werden müssen, ist dies kein Kritikpunkt.

Ansteuerung

Über den DMX-Eingang auf der Rückseite kannst Du die Gigbar via DMX512 ansteuern. Wenn dir die individuelle Kontrolle der einzelnen Scheinwerfer-Einheiten über ein DMX-Pult oder Software zu umständlich ist, kannst Du auch auf den mitgelieferten kabellosen Fußschalter zurückgreifen. Dieser sendet über Wi-Fi an die beiden Antennen auf der Gigbar.

Im Test funktionierte die Übertragung der Kontrollsignale bis zu einer Entfernung von 30 Metern problemlos, solange keine Wände oder raumgreifende Gegenstände im Weg standen. Da der Fußschalter in erster Linie für Musiker auf der Bühne gedacht ist, sollten diese Beschränkungen somit keine Probleme verursachen.

Der Mittelweg zwischen voller Kontrolle per DMX-Pult und dem eingeschränkten Funktionsumfang des Fußschalters ist die Infrarot-Fernbedienung IRC-6. Diese müsstest Du jedoch separat für 11,90 Euro kaufen. Dafür kannst Du mit der IRC-6 neben der Chauvet DJ Gigbar IRC auch andere Scheinwerfer der IRC-Serie steuern. Schade, hätte man auch direkt beilegen können. In Anbetracht des zusätzlichen Komforts wäre der minimale Aufpreis wohl für die allermeisten zu verschmerzen gewesen.

Funktionen, Effekte & Praxis

Grundsätzlich gibt es zwei Modi: Standalone oder DMX. Im Standalone-Betrieb kannst Du zwischen einer erstaunlichen Auswahl an Automatik-Presets wählen – von kompletten Effektshows über Kombinationen aus PAR, Derby, Strobe und Laser bis hin zur ausschließlichen Verwendung eines einzelnen Scheinwerfertyps. Zusätzlich kannst Du die Geschwindigkeit der Auto-Effektshows anpassen. Die Automatikmodi werden entweder am Gerät selber eingestellt oder über die Fernsteuerungen (Fußschalter oder IRC-6) angewählt.

Chauvet DJ Gigbar IRC Testbericht

Natürlich kommt der Chauvet DJ IRC Gigbar die Vielfalt der Scheinwerfer entgegen – trotzdem scheint es nicht selbstverständlich, dass ein Hersteller wirklich jede erdenkliche Kombination programmiert und zur Auswahl stellt.

An dieser Stelle ein großes Lob an Chauvet! Gehören Automatik-Modi normalerweise eher zu den netten Dreingaben eines Scheinwerfers bzw. einer Effekt-Bar, bedient die Chauvet DJ Gigbar IRC wirklich eine breite Klientel und verdient die Bezeichnung »All in one« bereits aufgrund der Vielfalt der automatisch ablaufenden Programme.

Noch interessanter wird es natürlich, wenn Du einen DMX-Controller mit ausreichend DMX-Kanälen nutzt. Für kleinere Setups gibt es neben dem Full-Modus mit 20 DMX-Kanälen noch einen 3- und einen 9-Kanal-Modus.

Wir widmen uns jedoch gleich dem vollen Programm und schauen, welche manuellen Eingriffe die Chauvet DJ Gigbar IRC zulässt.

Farben und Lichtstärke

Dank der Tricolor-LEDs kannst Du die Farben rot, grün und blau der beiden PAR-Scheinwerfer separat ansteuern und zwischen 0-100% stufenlos mischen. Neben den separaten Stoboskop-LEDs verfügen auch die PARs über einen in der Geschwindigkeit regelbaren Strobe-Effekt. So kannst Du beispielsweise unterschiedliche Strobe-Geschwindigkeiten realisieren: die PARs für einen langsamen, fetten Beam, die vier Strobe-LEDs für ein schnelles Lichtgewitter.

Der Derby-Effekt gehört zu den beliebtesten und einfach nicht totzukriegenden Lichteffekten auf der Bühne. Bei diesem wird das Licht durch mehrere rotierende Spiegel und Linsen gedreht bzw. gebrochen, so dass die farbigen Lichtstrahlen, teils in Kombination mit dem Stroboskop-Effekt, effektvoll durch den Raum schießen und rotieren. Wie die anderen Scheinwerfertypen erledigen auch die Derbys ihre Aufgabe tadellos.

An dieser Stelle muss generell gesagt werden, dass die Lichtqualität und -stärke der Chauvet DJ Gigbar IRC rundum überzeugt, ohne den sprichwörtlichen Vogel abzuschießen. Die besondere Qualität liegt vielmehr in der Vielfalt des kompletten Setups. Dank der Auswahl aus PAR, Derby, Strobe und Laser kannst Du dir sowohl als Alleinunterhalter, DJ oder Band eine passende kleine Lightshow für deine Bühnenzwecke zusammenstellen – erst recht, wenn Du mit zwei Exemplaren unterwegs bist.

Obacht, Laser!

Noch ein Wort zum Laser: Für die einen sind Lasereffekte ein längst vergessen geglaubter Graus aus den 80ern und 90ern, für die anderen genau die richtige Erweiterung und/oder Abwechslung für das Zusammenspiel der Scheinwerfer. DJs dürften sich dabei wohl am ehesten über den Rot-Grün-Laser freuen. Mit Farbwechseln, Strobe-Funktion und diversen durchlaufenden Patterns kannst Du den Laser wunderbar in deine Lightshow integrieren – immer wieder erstaunlich, dass heutzutage für unter 400 Euro auch noch ein guter Laser mit an Bord ist.

Diese Freude kann jedoch ins Auge gehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Da Du den Laser auch in der vertikalen Ausrichtung anpassen kannst, sei an dieser Stelle nochmal erwähnt, dass ein Laser dieser Leistungsklasse bei falscher Anwendung zu Verletzungen führen kann. Insbesondere, wenn Laserstrahlen stehend und gebündelt auf das Auge oder die Haut treffen. Wie oben erwähnt, ist für den Betrieb ein Laserschutzbeauftragter Pflicht. In diesem Fall hätte ich mir auch eine etwas umfangreichere Behandlung dieser wichtigen Aspekte im Handbuch gewünscht.


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SEHR GUT

Chauvet DJ Gigbar IRC Testbericht am 02.11.2015

Produkt:      Chauvet DJ Gigbar IRC
Hersteller:  

Preis:  385,00 Euro
UVP:    479,00 Euro

Kurzfazit

Traverse mit zwei LED-PAR-Schweinwerfern, zwei LED-Derby-Effektlichten und einem Laser. Das Teil bedient wirklich eine breite Klientel und verdient die Bezeichnung »All in one« nicht nur aufgrund der Bestückung mit PARs, Derbys und Laser, sondern auch aufgrund der Vielfalt der automatisch ablaufenden Programme.

Für wen

DJs, kleinere Bands, Solokünstler und Singer-Songwriter.

Wichtige Merkmale
  • 4-in-1 Lichtsetup (PAR, Derby, Stroboskop, Laser) auf einem Stativ mit Traverse
  • Position der PAR- und Derby-Einheiten austauschbar
  • PAR-, Derby- und Laser-Einheiten horizontal und vertikal ausrichtbar
  • Ansteuerung über DMX, Infrarot und Wi-Fi
  • Zweifarbiger Laser (rot-grün)
  • Vielfältige Automatikprogramme
  • Master/Slave
  • DMX über 3, 9 oder 20 Kanäle
  • Kabelloser Fußschalter (Wi-Fi) mitgeliefert
  • Dreibein-Lichtstativ mitgeliefert
  • Maße (ohne Stativ): 118,5 x 11 x 38,7 cm
  • Gewicht: 6,6 kg

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Chauvet DJ Gigbar IRC Testbericht: Mobiles Lichtrig für die Bühne'

  • Stephen Nawlins   05. Nov 2015   15:30 UhrAntworten

    Ich habe die Gigbar seit März in Betrieb und bin extrem davon überzeugt.
    In Eurem Test fehlt noch die Info, dass die ganze Traverse inkl. Effekte und Fußpedal elegant in einer Maßgeschneiderten Tasche daherkommt, dasselbe gilt für den Stativ.
    Lustiger weise habe ich beim Bestellen gelesen, dass die IRC Fernbedienung nicht im Lieferumfang sei und habe sie mir gleich mitbestellt, als ich die Gigbar Schachtel öffnete lag allerdings eine bei, jetzt habe ich eben 2Stk.
    Überzeugt hat mich für den Kauf vor allem die kurze Aufbauzeit da keine Verkabelung nötig ist (ausser Stromzufuhr natürlich...man stelle sich vor das ganze käme jetzt noch Akku-betrieben Wow).
    Einzig die Höhe des Statives ist etwas bescheiden mit 2,5m ich hätte schon 50cm mehr brauchen können, aber das sind seltene Fälle.
    Ein cooles Feature ist auch der Schlüsselschalter mit dem sich der Betrieb der Bar gänzlich abschalten lässt, wenn ich z.B. 1 Tag vorher aufbauen soll (Hochzeiten und Privatfeiern) dann schliesse ich das Teil über Nacht ab...mich beruhigt es zu wissen, dass ein allfälliger Dieb das Teil dann nicht so einfach nutzen kann ohne es auseinander schrauben zu müssen ;)

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