Best Service Galaxy X Testbericht

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Best Service Galaxy X Testbericht

Ein erster Eindruck des virtuellen Instruments im Best Service Galaxy X Testbericht


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Was ist es?

Der Best Service Galaxy X ist ein virtueller Synthesizer für Windows und Mac OS X, der die Schnittstellen VST, AU und RTAS unterstützt. Die Software ist auch eigenständig lauffähig. Alle genannten Formate sind für 32 Bit verfügbar, lediglich die VST-Variante für Windows gibt es auch für 64 Bit.

Es handelt sich um einen sogenannten »Convolution Synthesizer«, also ein virtuelles Instrument, welcher das Prinzip des Faltungshalls anwendet. Hier wird dieser aber nicht für Halleffekte genutzt, sondern zum Filtern, Verdrehen, Umkehren, Vertiefen, Morphen und Zerstören der Basisklänge. Die Grundsounds sind teilweise sehr ungewöhnlich: Unter anderem sind die Flügel-Obertöne, gestrichene Ventilatoren, Waterphones oder Mini-Celesta enthalten. Über 15 GB solcher Instrumente und mehr als 1.400 Faltungseffekte sind enthalten.

So kannst Du ganz unterschiedliche verschiedene Welten miteinander kollidieren lassen – lass eine Sitar in einem Glasklirren zerschellen oder forme einen Dance-Loop aus einer Kalimba.

Best Service Galaxy X Testbericht

Ein erster Eindruck des virtuellen Instruments im Best Service Galaxy X Testbericht

 

Best Service Galaxy X Testbericht

Installation

Die Installation der drei DVDs, die die Libraries enthalten, hätte etwas komfortabler gestaltet werden können. Es gibt keine ausführbare Setup-Datei, so müssen die Inhalte manuell auf die Festplatte kopiert werden. Zudem sind einige Inhalte auf zwei DVDs verstreut sind und manuell in den Zielordner auf deiner Festplatte kopiert werden müssen. Für routinierte Nutzer kein Problem, dennoch darf man als Hersteller auch blutige Anfänger an die Hand nehmen.

Ich bin nicht darauf erpicht, für jedes Testobjekt eine eigene Software zum Lizenzmanagement zu installieren, doch immerhin verliefen deren Einrichtung und die Übermittlung der Seriennummern schmerzlos.

Zu guter Letzt liegt der Packung ein Hinweis bei, dass der Galaxy X ab Ende Februar auch bei try-sound.com zum bequemen Testen im Browser verfügbar ist.

 

Erster Eindruck

Die graphische Oberfläche ist auf der obersten Ebene sinnvoll in zwei Abschnitte unterteilt – links ist das virtuelle Rack, in die Du mehrere Libraries gleichzeitig laden kannst, und rechts befindet sich die Hauptansicht zum Editieren der Sounds.

Letztere ist zur besseren Übersicht unterteilt in Seiten für das schnelle Justieren der wichtigsten Parameter, die tiefgreifende Klanggestaltung, den Browser, den Mixer und schließlich die Optionen. Wie von vielen virtuellen Instrumenten gewohnt, prangt unten ein Keyboard nebst Modulationsrädchen. Soweit so gut.

 

Erste Schritte der Klanggestaltung

Grundsätzlich gibt es drei Libraries, die Presets mit unterschiedlichem Zuschnitt enthalten. Da wären FX mit ausgefallenen Soundeffekten, KEYS hauptsächlich mit Tasteninstrumenten (Töne werden in Halbtonschritten über das gesamte Keyboard gemappt) und LOOPS mit, na klar, Loops aller Art.

Wenn Du einen Sound von Grund auf neu basteln willst, musst Du zunächst ein bis drei Samples laden. Dabei gibt es die Unterteilung in Sounds für Attack, Sustain und Release, will heißen: Klänge, die unmittelbar nach dem Anschlag einer MIDI-Note, über die gesamte Länge des MIDI-Events hinweg oder direkt nach dem Ende des Events abgespielt werden. Interessante Idee, allein dadurch sind schon ausgefeilte Klanggebilde möglich.

Doch leider ist die so einfache, aber essentielle Funktion zum Vorhören der Samples nicht vorhanden. So gestaltet sich das Kreieren eigener Sounds leider als recht umständlich. Äußerst schade, denn der Fundus aus mitgelieferten Samples ist umfangreich, vielfältig und originell.

Als kleines Trostpflaster für die fehlende Vorhörfunktion gibt es natürlich die Möglichkeit, eigene Samples zu importieren, wobei es diverse Funktionen zum Mapping einer ganzen Schar von Sounds auf die Tasten der Klaviatur gibt.

Next step: »PRE X«, was bedeutet, dass die hier gewählten Effekte im Signalfluss vor den Faltungseffekten (siehe nächster Absatz) appliziert werden. Hier stehen drei Effekte zur Verzerrung und »Zerstörung« zur Verfügung. Weiterhin gibt es einen Sequenzer/Arpeggiator, einen Klangkonturregler und eine Funktion zur Notenwiederholung.

Einschub: Nachdem ich einen Sound von Grund auf neu gestalten wollte und dafür erst einmal alles auf Null stellte, funktionierten viele der eben erwähnten Regler nicht. Nach einiger Zeit dämmerte es mir, dass es an der bereinigten Insert-Effekt-Liste in der Sektion »Pro-Edit« (siehe unten) lag. Hier hätte man den Nutzer nicht in eine Sackgasse führen müssen, in der weder das Programm, noch das Handbuch darüber aufklärt, woran es hakt.


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ÜBERDURCHSCHNITTLICH

Best Service Galaxy X Testbericht am 28.02.2012

Produkt:      Best Service Galaxy X
Hersteller:  

Preis:  222,00 Euro
UVP:    249,00 Euro

Kurzfazit

Komplexe Sounds in ungewöhnlichen Kombinationen. Mit diesem Sample-basierten Synthesizer sind vielschichtige und experimentelle Klänge möglich, aber die Handhabung ist recht umständlich.

Für wen

Freunde experimenteller Klänge.

Wichtige Merkmale
  • Virtuelles Instrument
  • Windows & Mac OS X
  • VST, RTAS, AU
  • Faltungseffekte

 


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