Beat Thang Testbericht

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Beat Thang Testbericht


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Was ist es?

Beim Beat Thang handelt es sich um eine kompakte Groovebox, mit der Du dank Batteriebetrieb mobil Beats produzieren kannst. Deine Beats kannst Du über 13 Drum Pads auf 16 Spuren programmieren, wobei 60 Effekte zur Veredelung der Sounds bereitstehen. Diverse Audio- und MIDI-Anschlüsse stellen die Verbindung zur Außenwelt dar, es sind ein Modulations- und ein Pitch-Rad integriert, zudem lässt sich an der Rückseite ein Fußschalter anschließen. Über 3.200 Sounds sind im internen Speicher des Beat Thang vorhanden, weitere Klangpakete findest Du auf der Website des Herstellers. Eigene Samples lassen sich über USB-Datenträger bzw. SD-Karten auf die Groovebox transferieren. Das Gerät lässt sich auch als Sampler im eigentlichen Sinne nutzen, über den Stereo-Klinkeneingang oder die XLR-Buchse für Mikrofone kannst Du Signale aufzeichnen.

Zwei symmetrische Hauptausgänge (6,3 mm) und zwei Kopfhörerbuchsen sowie fünfpolige MIDI-Ein- und Ausgänge und ein Fußschaltereingang sind integriert. Das Gerät ist in ein Metallgehäuse gekleidet, belegt eine Grundfläche von etwa einer DIN-A4-Seite und wiegt knapp 2,5 Kilogramm.

 

Beat Thang Testbericht

Erster Eindruck

Mit dem erstklassig verarbeiteten Metallgehäuse, den durch Manschetten verstärkten Klinkenbuchsen und weiteren konstruktionstechnischen Details wird das Beat Thang professionellen Ansprüchen gerecht. Der Startvorgang ist nach etwa 25 Sekunden erledigt. Gleich fällt die hervorragende horizontale Blinkwinkelstabilität des Farbdisplays auf, so kannst Du im wahrsten Sinne des Worts ganz zurückgelehnt jammen.

Mit dem »Blang«-Knopf wird die Beleuchtungsart der Knöpfe und Pads geändert – nichts/alles/nur aktiver Modus plus gespielte Pads beleuchtet, Letzteres wahlweise sehr leuchtstark oder abgeschwächt . Prima: In ihrem strahlkräftigsten Modus gleißen die blauen LEDs regelrecht und sind auch bei stärkerem Umgebungslicht noch außerordentlich hell.

Beat Thang Testbericht
Im Support Center – nicht auf bketech.com, der Seite des Herstellers, aber auf der Tochterseite beatthang.com – findet sich ein Link zu einem leider nur in englischer Sprache erhältlichen PDF-Handbuch. Später mehr dazu.

 

Pads & Wheels

Im System-Menü gibt’s gleich ganz oben eine der wichtigsten Optionen, nämlich die Justierung der Anschlagsempfindlichkeit. Neben der kompletten Deaktivierung gibt es drei Modi: sanft, mäßig und hart. Für die höchste Velocity im Soft-Modus genügen schon relativ weiche Schläge, während es die härteste Einstellung erforderlich macht, regelrecht auf die Pads einzudreschen – mit dem Vorteil einer sehr kontrastreich spielbaren Dynamik. Medium fühlt sich für mich wie ein guter Kompromiss aus beidem an.

Nach hunderten von Testschlägen kann ich sagen, dass ich hier sehr schnell reagierende, gleichdosierte Anschläge verlässlich umsetzende Pads vor mir habe. In einem der wichtigsten Kriterien für eine Groovebox kann das Gerät also klar punkten. Ich hatte anfangs einige Bedenken, da die Pads im Vergleich zu Maschine und MPC verhältnismäßig klein geraten sind, aber das hat sich beim Beat Making dann gar nicht bemerkbar gemacht. Außerdem kommt es der Ergonomie zugute, dass die Pads wie eine Reihe spitze Zähne ineinandergreifen. Zudem ist für das Einspielen von melodischen Licks die Anordnung der Pads wie bei einer Klaviatur von Vorteil, wie sich herausstellte.

Die Modulations- und Pitch-Wheels fühlen sich gut an und setzen genug Widerstand entgegen.

Beat Thang Testbericht

Bedienung

Die Struktur ist schlüssig unterteilt in Modi für Song, Pattern, Kit und Instrument. Die zwei Jog-Wheels laufen in einer haptisch angenehmen Rasterung mit sanften Klicks, präzise Einzelschritte und schnelles Drehen sind in gleichem Maße gut möglich. Alternativ gibt es je zwei kleine Cursor-Tasten und vier Tasten unter dem Bildschirm lösen grundlegende kontextabhängige Befehle aus, je nach gerade angewählter Sektion.

Beat Thang Testbericht

Für die wichtigsten Befehle gibt es dedizierte Tasten (etwa für die Effekte und die Anwahl der Spuren) und mit dem Undo-Knopf machst Du den letzten Bearbeitungsschritt rückgängig. So ist das Gerät in seinen grundlegenden Aspekten gut bedienbar.

Auch die fortgeschrittenen Einstellungen kommen nicht zu kurz, so wird etwa eine differenzierte Kontrolle über den In- und Output von MIDI via 5-Pol und/oder USB möglich, Letzteres sogar getrennt für beide Port A & B einstellbar. Zudem ist das Gerät in der Lage, MIDI-Clock-Daten zu senden und empfangen.


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GUT

Beat Thang Testbericht am 30.12.2013

Produkt:      Beat Thang
Hersteller:  

Preis:  679,00 Euro
UVP:    1.188,81 Euro

Kurzfazit

Tragbare Beat-Station. Diese vollständig portable Grooveox ist exzellent verarbeitet, tadellos bedienbar, mit sehr guten Wandlern ausgestattet und liefert viele feine Sounds mit. Jetzt fehlt noch ein ausführliches und speicherbare Effekte.

Für wen

Anspruchsvolle Beat-Produzenten bzw. alle, die eine voll ausgestattete und gleichzeitig voll portable Groovebox suchen.

Wichtige Merkmale
  • Portable Groovebox
  • 13 Pads mit Velocity & Aftertouch
  • Tap-Tempo, Roll & Hold
  • Wheels für Pitch-Bend & Modulation
  • Outputs: 2x 6,3 mm (L/R)
  • Kopfhörausgänge: 2x 6,3 mm
  • Sampling via XLR/6,3 mm Stereo
  • Phantomspeisung zuschaltbar
  • Fußschalteranschluss
  • MIDI I/O
  • 2x USB (Typ A & B)
  • Zwei SD-Kartenslots
  • Betrieb per Batterie oder Netzteil

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Beat Thang Testbericht: Portable Groovebox'

  • ole wagner   26. Jun 2015   20:02 UhrAntworten

    schön klar geschrieben. eine frage habe ich: kann man auf dem beat thang auch ungerade takte/beats programmieren, z.b. 5/4 oder auch 6/8?

Sag uns deine Meinung!

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