Avid Mbox Testbericht

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Avid Mbox Testbericht

Schön aufgeräumt, alles am rechten Platz


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Was ist es?

Die aktuelle Version der Mbox – früher unter dem Banner von Digidesign, jetzt Avid – ist ein moderat bestücktes Audio Interface für die USB-Schnittstelle, mit dem Du vier Eingänge und vier Ausgänge gleichzeitig nutzen kannst.

Zur Ausstattung zählen unter anderem zwei kombinierte Mikrofonvorverstärker und Instrumenteneingänge, die mit bis zu 24-bit und 96 kHz arbeiten.

Dank der DSP-Einheit sind unterschiedliche, latenzfreie Monitoring-Mixe mit Hall- und Delay-Effekten möglich. Die Treiber funktionieren unter Windows (ab XP SP3) und Mac OS X (ab 10.5.8).

 

Avid Mbox Testbericht

Einleitung

Musiker, die bereits über ihre ersten Gehversuche hinausgewachsen sind und nach einer fortgeschrittenen Lösung für die Aufnahme von Vocals und Instrumenten beim (Home-) Recording suchen, benötigen schon etwas Besseres als Audio Interface XY für hundert Euro oder gar eine integrierte Soundkarte á la Realtek. Wenn Du zu dieser aufstrebenden Gruppe von Musizierenden zählst, solltest Du die Avid Mbox mal in Betracht ziehen.

Mit Eingängen für Mikrofon/Line, hochohmige Instrumente wie E-Gitarre und E-Bass sowie Ein- und Ausgängen für MIDI und S/PDIF bist Du bereits gut gerüstet für die verschiedensten Situationen, doch schauen wir uns das mal der Reihe nach an:

 

Eingänge:

  • 2x kombiniert Mikrofonvorverstärker/Instrumenteneingang (XLR/6,3 mm Klinke)
  • 2x Line (6,3 mm Klinke)
  • Digitaler S/PDIF
  • MIDI

Ausgänge:

  • 2x symmetrisch (6,3 mm Klinke)
  • 1x Kopfhörer mit Lautstärkeregler
  • Digitaler S/PDIF
  • MIDI

 

Erster Eindruck

Gleich nach dem Auspacken fällt das stabile Metallgehäuse angenehm auf. Das Gerät wiegt etwa 1,5 Kilogramm und wirkt auf den ersten Blick robust. Doch leider wartete bei den drei kleinen Potis am Frontpanel eine unangenehme Überraschung auf mich: Die Drehregler sind sehr schwergängig und laufen nicht gleichmässig. Hier hätte ich deutlich mehr erwartet, insbesondere nach dem Test der Avid Mbox Pro, die hier sehr gute Verarbeitungsqualität aufweisen konnte.

Weiter geht es mit der Betrachtung der Vorder- und Rückseite des Geräts, das für den Einsatz auf dem heimischen Schreibtisch konzipiert ist.

Avid Mbox Testbericht

Schön aufgeräumt, alles am rechten Platz

Vorderseite

An der Vorderseite der Mbox sind alle Regler und Knöpfe untergebracht, die Du als Musiker für den täglichen Gebrauch benötigst. Vom linken Rand angefangen bis zur Mitte befinden sich die beiden Sektionen für die zwei Instrumenteneingänge. Hier steht jeweils der grosse Klinkeneingang (6,3 mm) für hochohmige Instrumente, der Gain-Regler sowie zwei Knöpfe für die Zuschaltung eines Soft-imiters und das Umschalten auf den hinteren Kombi-Eingang (später mehr dazu) zur Verfügung.

Dazu kommt eine kleine LED zur Anzeige eines anliegenden Signals bzw. dessen Übersteuerung. Auf den Komfort der mehrstufigen LED-Pegelanzeigen, wie sie bei der grossen Schwester Mbox Pro zu finden sind, musst Du hier leider verzichten.

Dank des analog arbeitenden Soft-Limiters kannst Du auch leicht übersteuerte Signale noch verwerten, ohne allzu grosse Einbussen in puncto Klangqualität hinnehmen zu müssen. Fein. Wenn Du den Gain-Regler herausziehst, wird nach einem deutlich hör- und spürbaren Einrastgeräusch ein Pad (Absenkung des Eingangssignals um 20 dB) aktiviert – clever umgesetzt, wie ich finde.

Rechts neben den beiden Input-Sektionen geht es weiter mit dem Multitaster, für den Du bestimmte Funktionen in Pro Tools je nach Belieben zuweisen kannst. Direkt darunter findest Du den Knopf, mit dem Du die beiden Mikrofoneingänge gleichzeitig mit einer Phantomspeisung von 48 Volt versorgen kannst. Schade, dass sich diese nicht separat aktivieren lässt, doch meiner Meinung nach ist das bei einem Audio Interface dieser Klasse noch zu verschmerzen.

Weiterhin ist hier ein Kopfhörereingang nebst Lautstärkeregler implementiert. Rechts davon findet sich ein Knopf, um die Mbox in den Monomodus zu versetzen – nützlich, um die Mono-Kompatibilität deiner Abmischungen zu testen. Dazu kommt ein Taster, mit dem Du die Lautstärke um einen Wert dimmen kannst, der sich in der Software festlegen lässt. Der grosse, griffige Lautstärkeregler ganz rechts komplettiert die Bedienelemente am Frontpaneel.

 

Rückseite

Rückseitig ist am linken Rand die USB-Buchse verbaut worden, über die die Mbox übrigens auch per Strom versorgt wird. Daneben gibt es Ein- und Ausgänge für MIDI und S/PDIF. Es folgen die beiden grossen symmetrischen Klinkenausgänge für deine Studiomonitore.

Zu guter Letzt findest Du ganz rechts die zwei kombinierten Eingänge für Mikrofone und Instrumente. Wie ich weiter oben im Text schon angedeutet habe, kannst Du die Lautstärke, den Limiter und die Phantomspeisung für diese zwei Inputs von der Vorderseite aus kontrollieren, wenn Du dort den entsprechenden Knopf gedrückt hast.

Avid Mbox Testbericht

Auch hinten ist die Übersicht gewahrt

Gut, dass Avid hier im Gegensatz zur Mbox Pro nicht gezwungen war, aus Platzgründen Kompromisse einzugehen: Alle rückseitigen Anschlüsse sind ohne den Umweg über ein Breakout-Kabel direkt implementiert. Nur schade, dass es bei der Mbox keinen Kippschalter für die Aktivierung/Deaktivierung der Stromzufuhr gibt. Ungeachtet der Versorgung per USB wäre das durchaus ein nützliches Feature gewesen.


Mehr zum Thema:
  

GUT

Avid Mbox Testbericht am 31.10.2011

Produkt:      Avid Mbox
Hersteller:  

Preis:  398,00 Euro
UVP:    709,00 Euro

Kurzfazit

Ein gutes Komplettpaket in robustem Gewand. Feine Wandler und Vorverstärker treffen auf ein gut sortiertes Potpourri von Schnittstellen.

Für wen

Aufstrebende Musiker und Produzenten

Wichtige Merkmale
  • USB Audio Interface
  • 24-bit / 96 kHz
  • DSP-basierter Mixer
  • Reverb, Tuner

 


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