Audient iD14 Testbericht

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Audient iD14 Testbericht

Überraschend starker Klang in dieser Preisklasse - der Kandidat im Audient iD14 Testbericht


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Was ist es?

Das Audient iD14 ist ein kleines Audio Interface für ambitionierte Musiker und Produzenten im Homerecording. Oder für alle, die im Projektstudio ein tragbares Gerät mit zwei gleichzeitig nutzbaren analogen Eingängen für alle Arten von Mikrofonen, Instrumenten und Zuspielern sowie acht digitalen Inputs (S/PDIF oder ADAT) benötigen. Die Wandlung erfolgt mit maximal 24 Bit & 96 kHz. Die wichtigsten Spezifikationen findest Du im Infokasten.

Das Gerät ist zum Straßenpreis von 269,- Euro (inkl. MwSt.) im deutschen Fachhandel erhältlich.

 

Audient iD14 Testbericht

Erster Eindruck vom Audient iD14

Die Optik des iD14 ist edel und die abgerundete Vorderkante erleichtert die Ergonomie. Das tröstet mich ein wenig darüber hinweg, dass die Bedienoberfläche nicht angewinkelt wurde, wie es im Desktop-Betrieb stets von Vorteil ist. Die Verarbeitung gibt kaum Anlass zur Kritik, höchstens fest mit dem Gehäuse verschraubte Klinkenbuchen wären noch fein gewesen.

Die Treiberinstallation verlief rasch und reibungslos. Zur Mixersoftware findest Du weiter unten ein gesondertes Kapitel.

Die dreifarbige LED-Kette zur Pegelanzeige des Hauptmixes gefällt mir gut, auch weil sie mit acht dB-Abstufungen weit mehr als nur »Signal ja/nein« und ggf. Übersteuerungen visualisiert.

Audient iD14 Testbericht

Für Mikrofone

Liegt Netzstrom an (ein Netzteil mit internationalen Steckeradaptern wird mitgeliefert), kann die Phantomspeisung zugeschaltet werden – nur so lassen sich auch Kondensatormikrofone an den hochwertigen Kombieingängen (Buchsen von Neutrik) nutzen. Lobenswert und keineswegs selbstverständlich: Das ist auf beiden Inputs über dedizierte Kippschalter für jeden Eingang separat einstellbar.

Nutzt Du lediglich Mikrofone, die nicht nach Phantomspannung dürsten, begnügt sich das Audient iD14 mit dem Strom per USB. Perfekt für meine Bedürfnisse zuhause als fast nur »in the box« arbeitender Produzent elektronischer Musik. Meine Steckerleiste quillt ja schon über.

Die Inputs lassen sich mit bis zu 56 dB Gain verstärken – das ist gerade noch ausreichend (Standard sind 60 dB), nur Bändchenmikrofone und das ein oder andere dynamische Mikrofon werden vielleicht leiser als gewünscht aufgenommen.

Für E-Gitarre und E-Bass

Audient hat ein Herz für Saiteninstrumentalisten, die unter Strom stehen. Vorne links prangt eine hochohmige (»Hi-Z«) Klinkenbuchse, an die Du deine E-Gitarre oder deinen E-Bass (ja, auch ein altes Rhodes & Co.) anstecken kannst. In diesem Fall wird der Kombieingang 1 deaktiviert, und das Hi-Z-Signal hat Vorfahrt.

Die JFET-Schaltung hinter dem Instrumenteneingang sorgt übrigens für eine sehr dezente Sättigung des Signals – es ist immer noch transparent und klar, aber ein wenig »angewärmt«.

Für Keyboards, Synthesizer, Drum Machines & Co.

Über die Klinkenbuchsen in den erwähnten Kombieingängen lassen sich Signale mit Line-Pegel einspeisen. Das Signal ist klar (rauscharm) und punktet mit klar konturierter Dynamik (Impulstreue). Alles prima, mehr gibt es hier nicht zu berichten.

Digitaler Input

Die digitalen Eingangskanäle sind nützlich für alle, die zusätzliche Hardware wie etwa einen edlen Preamp mit integriertem hochklassigem Wandler nutzen möchten. So stehen über die TOSLINK-Buchse bis zu acht Input-Kanäle via ADAT (SMUX) oder eine Stereospeisung per optischem S/PDIF zur Verfügung.

Bei so kleinen Interfaces ist eine digitale Audioanbindung nicht alltäglich und hier ist das – Achtung, Spoiler – im Lichte der hohen Klangqualität bei diesem Preis umso bemerkenswerter.

Audient iD14 Testbericht

Großer Drehregler als Mausrad

Eine Besonderheit stellt der große, multifunktionale Drehregler dar. Er bietet drei Modi, die über dedizierte, mit grünen LEDs beleuchteten Knöpfe schnell aktiviert werden können:

  • Lautstärke des Hauptausgangs (Lautsprecher) regulieren
  • Lautstärke des Kopfhörerausgangs regulieren
  • Als alternatives Mausrad dienen

Hier soll es um den dritten Punkt gehen. Was in der Produktankündigung und im Einführungsvideo noch recht spektakulär klang (»Haptische Kontrolle von DAW und Plugins mit großem Poti«), entpuppt sich als vergleichsweise schlichtes Feature: Dir steht quasi ein zweites Mausrad zur Verfügung.

Damit ist es allein von deiner DAW abhängig, ob und wie welche Parameter damit gesteuert werden können. Auch gibt es zahlreiche Plugins, die nicht erlauben, die Parameter per Mausrad zu verstellen. Anders gesprochen: Wer bereits ein Rad an seiner Maus hat, wird dieses Feature kaum benötigen.

Und schließlich ist die Auflösung durch die Rasterung des Drehreglers nicht sehr fein, genau wie bei Mausrädern. Feine Filtersweeps o.Ä. sind kaum machbar, sofern keine Plugin-interne Interpolation der klanglichen Auswirkungen von groben Wertesprünge passiert. Das ist meiner Kenntnis nach ziemlich selten.

Kurz: Nettes Gimmick, aber selten praxistauglich einsetzbar.


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GUT

Audient iD14 Testbericht am 09.09.2015

Produkt:      Audient iD14
Hersteller:  

Preis:  269,00 Euro
UVP:    269,00 Euro

Kurzfazit

USB Audio Interface für zwei analoge und max. acht digitale Inputs. Dieses Interface bietet herausragende Wandler und Vorverstärker sowie eine tolle Mixersoftware für freie Mischungen (auch individuelle Monitorsignale beim Recording).

Für wen

Fortgeschrittene oder (semi-)professionelle Musiker und Produzenten, die ein Interface mit differenzierter Signalmischung und digitalen Inputs benötigen.

Wichtige Merkmale
  • USB 2.0 Audio Interface
  • Wandlung mit max. 24 Bit & 96 kHz
  • 2 analoge + 8 digitale Kanäle simultan
  • Eingänge: 2x XLR/6,3 mm (Mic/Line) + 6,3 mm (Hi-Z)
  • Digitale Eingänge: TOSLINK (2x S/PDIF oder 8x ADAT)
  • Ausgänge: 2x 6,3 mm + 6,3 mm (Kopfhörer)
  • Klassenkonform unter Mac OS X + ASIO für Windows
  • Mixersoftware
  • Netzteil mit internationalen Steckern und USB-Kabel im Lieferumfang

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Audient iD14 Testbericht: Kompaktes Audio Interface'

  • Dennis   15. Feb 2016   12:44 UhrAntworten

    Klingt sehr vielversprechend. Aber diese Verzögerungen könnten meiner Meinung nach nicht leicht stören, sondern sehr. Wenn ich mich verzögert höre, irritiert mich das so sehr und bremst mich so aus, dass das mit der Performance nicht klappt. Und ohne sich selbst zu hören leidet die performance auch... Vom Regen in die Traufe?? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

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