Ampeg BA-115 V2 Testbericht

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Ampeg BA-115 V2 Testbericht

Dieser Bassverstärker stellt sich im Ampeg BA-115 V2 Testbericht unserer Prüfung - los geht's ...


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Was ist es?

Der Ampeg BA-115 V2 ist ein Combo-Verstärker für den E-Bass. Mit Transistortechnik soll der klassische Ampeg-Sound aufgeboten werden, doch bietet diese Neuauflage zudem eine Vielzahl zeitgemäßer Features. Zunächst die Basics: Der Lautsprecher mit 15 Zoll Durchmesser wird mit 150 Watt (RMS) befeuert. Mit dieser Konfiguration ist er für kleinere Bühnen, den Proberaum, zuhause und das Studio tauglich. Ein 3-Band-Equalizer steht zur Klangformung bereit, zudem gibt es einen Overdrive-Effekt. Der Hochtöner lässt sich abschalten.

Dank der angewinkelten linken Hälfte ist die Positionierung als schräg nach oben abstrahlender Bühnenmonitor möglich. Für die stattliche Anzahl der Ein- und Ausgänge sei auf den Infokasten verwiesen.

Ampeg BA-115 V2 Testbericht

Der Ampeg BA-115 V2 von vorne

Dieser Bassverstärker ist zum Straßenpreis von 495,- Euro (inkl. MwSt. & Versandkosten) im deutschen Fachhandel für Musikalien erhältlich.

 

Ampeg BA-115 V2 Testbericht

Erster Eindruck, Verarbeitung und Haptik

Das Holzgehäuse ist mit Tolex beschichtet und metallene Schoner sitzen auf den sechs rechtwinkligen Ecken auf. Nach eingehender Betrachtung scheint alles bestens verarbeitet. Der Tragegriff aus Gummi erwies sich als ausreichend handfreundlich, allerdings kommt bei gut 20 kg langsam der Wunsch nach Tragegriffen an den Seitenwänden auf.

Ampeg BA-115 V2 Testbericht

Hier ist die Rückseite des Ampeg BA-115 V2, nur der Vollständigkeit halber

Wie eingangs erwähnt, kannst Du den Amp auch als Bühnenmonitor schräg nach oben in deine Richtung schallen lassen. Wenn der Sound direkt auf deine Lauscher zielt, kannst Du schon bei erheblich geringeren Lautstärken hören, was Du spielst.

Sämtliche Anschlüsse sind an der Vorderseite zu finden. Sehr praktisch, nicht zuletzt für den Proberaum, wo manchmal schon bei einer einzigen Session viele verschiedene Bassgitarren und Effektgeräte probiert werden wollen. Die Potis sind nicht zu leichtgängig und laufen butterweich, wobei die Kappen noch ein bisschen fester sitzen könnten. Die Buttons wackeln ein wenig, haben aber einen mehr als deutlichen Druckpunkt, der mit einem »Klink« quittiert wird.

Praxis & Klang mit dem Ampeg BA-115 V2

Den Input kannst Du auf Knopfdruck um 15 Dezibel senken, was bei einigen Instrumenten mit potenten aktiven Pickups nützlich sein kann. Wie weithin üblich, erlaubt der Equalizer die Klangformung auf drei Bändern.

Die Klangänderungen des EQs wirken jederzeit vergleichsweise sanft und selbstverständlich. Der Regelbereich ist groß genug, um alle gängigen Spielarten abzudecken und ggf. schon vor dem Abmischen mit externen Gerätschaften die perfekte klangliche Balance hinzubekommen.

Dann hätten wir noch den Overdrive-Effekt, der Regler für die Stärke der Verzerrung sowie für das Mischverhältnis zum normalen Amp-Sound bietet. Eine feine Design-Entscheidung. Ich habe am liebsten die Intensität weit aufgerissen und den Effekt dann eher subtil hinzugemischt. Das sorgt für ein lebendiges hintergründiges »Brutzeln« der Töne – klasse.

Der Sound über die Lautsprecher ist wirklich fein. Und das nicht nur angesichts des Preises, der Größe und der Lautsprecherkonfiguration. Der einzelne 15-Zöller bringt definitiv genug Schmackes, um die tiefsten Töne kernig darzustellen. Dynamisches Saitenspiel wird gebührend vertont. Ich bin rundum zufrieden für eine Combo dieser Klasse.

Ampeg BA-115 V2 Testbericht

Der Ampeg BA-115 V2 als Monitorlautsprecher (»Wedge«) für Bühne oder Proberaum

Die Möglichkeit zum Anschluss von Effekten, die nach der Verstärkung wirken sollen, ist dank Send- und Return-Buchsen gegeben. Das hier getestete Ampeg BA-115 V2 ist damit eines der beiden Serienmodelle mit diesem Feature. Kreative Bassisten, die mehr wollen, als nur brav den Brot-und-Butter-Groove der Band zu liefern, sollten also insbesondere dieses Modell sowie das Flaggschiff BA-210 inspizieren.

Ein Detail trübt Bild: Beim An- oder Ausschalten von Ultra Hi und Ultra Lo gibt es ein sehr lautes Knacken mit einem starken, tieffrequenten Impuls im Anschluss. Falls Du den Sound über diese Schalter während einer Performance oder einer Aufnahmesession verstellen willst, solltest Du den Amp zuvor unbedingt ausschalten. Oder die Kopfhörerbuchse belegen.

Fortgeschrittene Funktionen

Mit den zwei Aux-Eingängen lassen sich Begleitklänge einspielen, klassischerweise zum Üben. Sehr freundlich, dass Ampeg hier gleich beide Klinkenformate zur Verfügung stellt, damit Du stets Anschluss findest bzw. nicht auf Adapter angewiesen bist.

Wer seine Nachbarn schonen und das Kriegsbeil gar nicht erst ausgraben will, freut sich über den Kopfhörerausgang. Ist er belegt, werden die Lautsprecher des Ampeg BA-115 V2 einfach deaktiviert. Der Output wird auf praktisch allen Kopfhörern laut genug sein, wobei die Klänge mit hoher Dynamik und detailreich daherkommen.

Schließlich findet sich eine XLR-Buchse, die wie der Kopfhörerausgang ein Line-Signal sendet. Perfekt zum Anschluss an Mischpulte, Audio Interfaces & Co. Dieser direkte Abgriff des Sounds ohne den Cabinet-Klang ist ja auch viel eher üblich als bei E-Gitarren. Schade nur, dass nicht noch ein Anschluss für einen externen Speaker vorhanden ist. Wenn Du auf dieses Feature nicht verzichten willst, sei das oben schon erwähnte 210er-Spitzenmodell empfohlen. Die Wahl zwischen Pre- und Post-EQ für den XLR-Output wie bei einigen anderen Geräten in dieser Preisklasse hätte ich auch gerne gehabt, damit ich auch den neutralen Sound aufnehmen kann.

Wenn Du doch mikrofonieren willst, kannst Du die Frontabdeckung ganz leicht abnehmen – sie ist lediglich an einem Klettrahmen befestigt. Das ist doch mal ein schönes Detail, um unseren Ampeg BA-115 V2 Testbericht zu beschließen und zum Fazit überzugehen …


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SEHR GUT

Ampeg BA-115 V2 Testbericht am 01.12.2014

Produkt:      Ampeg BA-115 V2
Hersteller:  

Preis:  495,00 Euro
UVP:    593,81 Euro

Kurzfazit

Flexibler Bassverstärker. Dieser überarbeitete Combo-Amp für die Bassgitarre punktet vor allem mit seinen Optionen zur Klangformung, aber auch im Sound an sich und bei den Möglichkeiten rund um In- und Output.

Für wen

Fortgeschrittene Bassisten auf der Suche nach einem flexiblen Combo-Amp für zuhause, den Proberaum, das Studio und kleine Bühnen.

Wichtige Merkmale
  • Bassverstärker mit Transistortechnik
  • 150 Watt RMS an 8 Ω
  • Tieftöner: 15“
  • Hochtöner: 1“, abschaltbar
  • Abstrahlwinkel: 60°
  • Extra-Gain separat für Tiefen/Höhen schaltbar
  • Overdrive mit Stärke & Mischverhältnis
  • 3-Band-Equalizer
  • Master-Regler
  • Input (6,3 mm) mit schaltbarem Pad (-15 dB)
  • Fußschaltereingang (6,3 mm)
  • Aux-Eingänge (3,5 mm & 6,3 mm), regelbar
  • Effektloop (2x 6,3 mm für Send & Return)
  • Line-Ausgang (XLR)
  • Kopfhörerausgang (3,5 mm)
  • Maße: 630 x 508 x 381 mm
  • Gewicht: 20,4 kg

 


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