Akai MPK 249 Testbericht

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Akai MPK 249 Testbericht


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Was ist es?

Das Akai MPK 249 ist ein MIDI Keyboard Controller mit 49 halbgewichteten Tasten und Aftertouch. Zu den üblichen Pitch-/Modulationsrädern kommen 4×4 Drum Pads nach Art der modernen MPCs, je acht Fader, Drehregler und Taster sowie Knöpfe zur Transportkontrolle. So könntest Du mit nur einem Gerät Melodien und Akkorde einspielen, Beats machen, DAW-Parameter steuern und Audio-Plugins fernsteuern. Das Software-Paket besteht aus Ableton Live 9 Lite, den virtuellen Synthesizern SONiVOX Twist und AIR Hybrid sowie der Beat-Produktionssoftware MPC Essentials.

Akai MPK 249 Testbericht

Es kann losgehen mit unserem Akai MPK 249 Testbericht…

Im deutschen Fachhandel bekommst Du dieses MIDI Controller Keyboard zum Straßenpreis von 359,- Euro. Als Alternativen bietet Akai das MAX49 mit Touch-Kontrollstreifen und den baulich sehr ähnlichen, um 60 Euro günstigeren Vorgänger MPK49.

 

Akai MPK 249 Testbericht

Verarbeitung

Wie von der Vorgängerserie gewohnt, ist die Verarbeitung sehr gut gelungen, konstruktionstechnisch wurden viele Zutaten des bewährten Rezeptes übernommen. So macht das matte schwarze Gehäuse einen stabilen Eindruck, das Gerät steht felsenfest auf dem Studiotisch und alle Bedienelemente sitzen einwandfrei.

Die Buttons haben einen äußerst deutlichen Druckpunkt, während sich Fader und Drehregler mit einem satten Widerstand bewegen. Die Klinkenanschlüsse für die Pedale sind fest mit dem Gehäuse verschraubt. Es gibt sogar einen kleinen An/Aus-Schalter direkt neben der USB-Buchse, die ja bei so vielen anderen Geräten zur etwas unsanften Unterbrechung der Stromzufuhr dient.

Akai MPK 249 Testbericht

 

Tastatur

Die halbgewichteten Tasten sind eine Nuance schwergängiger als der Durchschnitt bei Geräten mit Klaviaturen dieser Art. Sie vermitteln noch immer ein straffes Spielgefühl, sind aber nicht mehr so anstrengend wie beim MPK61 – zum Einspielen von Phrasen und Melodien beim Producing finde ich die hier gewählte Abstimmung genau richtig.

Auch sonst machen die Tasten einen guten Eindruck. Die Kurve der Anschlagsempfindlichkeit lässt sich Preset-übergreifend in ±50 Stufen regulieren. Ungewöhnlich: Ein verstellbarer Offset (±20) kann stets zu dem per Anschlagstärke ermittelten Velocity-Wert addiert werden.

Akai MPK 249 Testbericht

 

Pads

In allen Geräten der neuen MPK-Serie werden nun waschechte MPC-Pads verbaut. Das bedeutet, dass sie deine Anschläge zuverlässiger und spürbar differenzierter umsetzen. Um das richtige Feeling zu entwickeln, kannst Du die Velocity-Umsetzung in je zehn Stärken und Schwellenwerten sowie diversen Kurvenformen konfigurieren.

Die Pads sind jetzt quadratisch und etwas kleiner als beim MPK61. Kein Wunder, denn nun stehen nicht zwölf, sondern 16 Pads bereit – bisher war das dem 61-Tasten-Modell vorbehalten. Vier zusätzliche Samples triggern zu können, ist mir sehr willkommen, und den meisten Beat-Produzenten dürfte es nach kurzer Eingewöhnung genauso gut gelingen, das gewünschte Pad zuverlässig zu treffen.

Akai MPK 249 Testbericht

Die halbtransparenten Ränder der Pads können jetzt in zahlreichen Farben kräftig beleuchtet werden. Eine feine Orientierungshilfe für zugewiesene Samples verschiedener Kategorien. Zusammen mit der mitgelieferten Beat Making Software MPC Essentials bilden die Pads ein gutes Gespann.

 

Potis und Fader

Die Schieberegler laufen weich und weisen – wie alle kontinuierlich beweglichen Bauteile des Geräts – einen deutlichen, aber nicht zu hohen Widerstand auf. Sie reagieren sehr akkurat, selbst bei kleinsten Bewegungen im Bereich von Millimeterbruchteilen. Außerdem ist die Laufweite mit 45 mm reichlich bemessen für gefühlvolle Justierungen.

Mir gefallen die ohne Wenn und Aber fest sitzenden Kappen der Drehregler ausgesprochen gut. Sehr schön für meinen Workflow: Es handelt sich um Endlos-Potis, so muss ich die in meinem DAW-Projekt eingestellten Parameterwerte nicht erst »abholen«. Um mich endgültig glücklich zu machen, hätte der Hersteller nur noch LED-Kränze zur Parameter-Wertanzeige einbauen müssen, aber das ist zugegebenermaßen (noch) eine Ausnahmeerscheinung in der Kategorie der All-in-one-Controller.


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EXZELLENT

Akai MPK 249 Testbericht am 23.06.2014

Produkt:      Akai MPK 249
Hersteller:  

Preis:  359,00 Euro
UVP:    419,00 Euro

Kurzfazit

Umfassendes MIDI Controller Keyboard. Dieses vielseitige Masterkeyboard überzeugt in allen Disziplinen, von der Ausstattung über Haptik und Verarbeitung bis hin zu den Extras.

Für wen

Fortgeschrittene und Profis im Studio, die einen Controller für alles suchen.

Wichtige Merkmale
  • MIDI Keyboard Controller
  • 49 halbgewichtete Tasten
  • 8 Fader, 8 Drehregler, 8 Knöpfe
  • 16 mehrfarbig beleuchtete Pads
  • DAW-Transportkontrollen
  • Eingänge für Sustain/Expression-Pedal
  • Arpeggiator & Note Repeat
  • MIDI: USB oder DIN-Buchsen (In & Out)
  • Auch für iOS (Camera Connection Kit)
  • Maße: 737 x 311 x 89 mm
  • Gewicht: 5,7 kg

 


Lesermeinungen (5)

zu 'Akai MPK 249 Testbericht: Keyboard Controller mit 49 Tasten'

  • Alex   12. Aug 2014   01:42 UhrAntworten

    Ich persönllch bevorzuge keine Endlossencoder da diese nach meinen Erfahrungen nach kurz oder lang immer das Springen anfangen egal bei welchem Hersteller.

  • Metaphor   20. Okt 2014   11:37 UhrAntworten

    Man, das ist so schwierig!

    Ich stehe momentan vor der Entscheidung, dieses Midi-Keyboard oder das Novation Impulse 49 zu kaufen.

    Bisher habe ich zum Einspielen von Drums und Samples 8über Battery 4) das MPD 32 von Akai benutzt. Dieses musste ich aber mit Fat-Pads von mpcstuff.om nachrüsten, da die Standard-Pads der absolute Horror waren! MPD wird jetzt verkauft und ich suche eine gute All-In-One-Lösung für Logic 9.

    Ich brauche ein gute spielbares Midi-Keyboard, mit dem ich Software-Instrumente aber auch meinen Mikrokorg Synth ansteueren kann. Beide Gerät können das ja.

    Wer hat einen Vergleich der Pads? Welche sprechen besser beim Einspielen an?

    Für das Novation spricht Automap und die Klaviatur. Für das Akai zunächst erstmal die Pads, die Swing- und die Note-Repeat-funktion aus der MPC-Serie. Dafür muss man aber beim MPK fast alles manuell mappen, was bei Automap ja wesentlich besser gelöst sein soll. Das Novation hat ist zudem mehr als 100€ billiger.

    Bitte um Feedback eureseits.

    Thx!

  • Metaphor   13. Nov 2014   11:35 UhrAntworten

    Sooooo,

    ich konnte nun Novation Impulse 49 und MPK 249 testen und habe mich eindeutig für das MPK 249 entschieden. Das Novation ist bis auf die Pads echt SCHROTT und Automap funktioniert auch in Version 4.x noch immer nicht reibungslos (Getestet unter Logic 9, OS X Mavericks).

    Den Testbericht von Felix kann ich bestätigen. Die Verarbeitung ist bombastisch, kein reiner Plastikbomber, sondern eine solide Bodenplatte aus Metall. Potis, Fader, Klaviatur, Buttons: Alle Bedienelemente sind tadellos verarbeitet.

    "Nur" von einer "Verbesserung" der Pads und der Klaviatur zu sprechen ist hier fast schon untertrieben. Es liegen WELTEN zwischen der ersten MPK-Serie und der neuen Generation. Die Pads sind zwar kleiner, jedoch ist die Anschlagsdynamik mitterweile fantastisch. Nicht ganz so filigran wie bei NI` s MASCHINE (habe die Pads gegeneinander im Laden getestet)aber nah dran (man bedenke die über 200€ Preisunterschied zur Maschine MK2 und den noch größeren Abstand zur Maschine Studio). Die Klaviatur ist etwas straffer aber dennoch super spielbar. Die einzige Klaviatur die mir hier noch besser gefallen hat war die aus der Novation REMOTE SL-Serie (Fatar-Tasten). Selbst das NI Komplete 49 (ebenfalls mit Fatar-Klaviatur) fand ich nicht so gut wie beim MPK.

    Fazit:

    Wer einen DAW-Controller sucht, der möglichts alle Bereiche des Produzierens abdeckt wird mit diesem Gerät sehr viel Freude haben:

    - sauber ansprechende Pads zum Samples abfeuern und Drums
    einspielen (mit Note-Repeat-, 16 Level- und Swing-
    Funktion)
    - gute Klaviatur
    - DAW-Transport-Kontrolle
    - ingesamt tadellose Verarbeitung des Produkts
    - Zahlreiche Presets für die gängigsten DAWS
    - Funktionen sind per Midi-Learn sehr einfach nachzumappen
    (z. B. Panning oder Lautstärke der einzelnen DAW-Kanäle)

    Den Mehrpreis zur gängigen Konkurrenz (Novation Impulse 49, Axiom 49 2nd Gen)habe ich sehr gerne gezahlt, da der funktionale Mehrwert, wie auch die Haptik diesen absolut rechtfertigen.

    KAUFEMPFEHLUNG!

    • Felix Baarß (delamar)   13. Nov 2014   16:15 UhrAntworten

      Danke Dir für den kompakten Test! :D Da schein ich ja nicht so falsch gelegen zu haben in meinem kurzen Testzeitraum.

      • Metaphor   13. Nov 2014   17:17 Uhr

        Absolut nicht ;)!!!

        Ist schon ein "best bang for the buck", das gute Stück!

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