Akai MPC Headphones Testbericht

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Akai MPC Headphones Testbericht

Ein Neuling im Akai MPC Headphones Testbericht unter der Lupe - der erste Kopfhörer von Akai


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Was ist es?

Bei den Akai MPC Headphones handelt es sich um dynamische Kopfhörer in geschlossener Bauweise mit umschließenden Ohrpolstern. Der erste Kopfhörer aus dem Hause Akai richtet sich in erster Linie an jene, die einen Kopfhörer beim Producing und bei der Beatproduktion suchen, wobei ein ausgewogener, weitgehend neutraler Klang von Vorteil ist. Es handelt sich um ein sehr massives Modell mit Metallgabeln und -gelenken. Zwei Kabel finden sich im Lieferumfang, eins davon mit integriertem Mikrofon – also durchaus auch für Gamer und Skype nutzbar.

Das Gerät ist für 149,- Euro (inkl. MwSt. & Versandkosten) im Fachhandel erhältlich.

 

Akai MPC Headphones Testbericht

Verarbeitung, Flexibilität & Tragekomfort

Es gibt nur wenige Kopfhörer, die so robust gebaut sind wie die Akai MPC Headphones. Insbesondere die metallenen Gabeln und die sehr dicken, höchst vertrauenerweckenden Gelenke (natürlich auch aus Metall) sind hervorzuheben. So einen großzügigen Einsatz von Aluminium und Stahl lob ich mir. Und jeder DJ, der viel unterwegs ist, wird mir hier zustimmen.

Die Gelenke erlauben das Schwenken der Ohrmuscheln um 180°. Das eine Ende dieses Halbkreises stellt die normale Hörposition dar, dann folgen in regelmäßigen Abständen fünf Zwischenstufen (z.B. für einseitiges Abhören), die mit einem leisen »Klick« einrasten. Am anderen Ende hast Du das gute Stück schließlich in eine sehr kompakte Transport- und Lagerform gebracht, wie ich es sonst eher von dedizierten DJ-Kopfhörern kenne. Klasse.

Die Kunstlederbespannung der gut und weich gefüllten Polster schmeichelt meiner Haut, so lässt sich der leicht überdurchschnittliche Anpressdruck gut wegstecken. Auch der Kopfbügel fühlt sich außerordentlich sanft an. Auf der anderen Seite ist das Gewicht mit 390 Gramm sehr hoch, was den an sich hohen Tragekomfort bei langen Sessions spürbar einschränken kann.

Verkabelung

Bei der Verkabelung hat Akai fast alles richtig gemacht. Zunächst ist die Tatsache zu loben, dass das Kabel nicht fest an den Akai MPC Headphones installiert ist, ganz selbstverständlich ist das selbst bei Kopfhörern für die Pro-Audio-Gemeinde (noch) nicht. Stattdessen findest Du in der runden Neopren-Tragetasche zwei Kabel.

Nummer 1 (ausgezogen ca. zwei Meter lang) ist glatt und mit einem Spiralabschnitt von ca. 10 cm (im entspannten Zustand) versehen. Kabel Nummer 2 ist nur etwa einen Meter lang, denn es ist für den Einsatz an Smartphone, Tablet oder MP3-Player gedacht – ein kleines Mikrofon ist integriert. Leider war der Hersteller nicht so konsequent, Knöpfe für die Anrufentgegennahme, Lautstärke oder Track vor/zurück zu integrieren.

Beide Kabel des Akai MPC Headphones sind schön dick ummantelt. Die Stecker kommen relativ kompakt daher, ragen also nicht so weit aus der Buchse des Zuspielers heraus. Der Knickschutzstutzen hätte allerdings etwas größer ausfallen können. Es findet sich ein Gewinde zum Aufschrauben des mitgelieferten Adapters.

Klang der Akai MPC Headphones

Die Dämpfung der Umgebungsgeräusche ist sehr hoch, praktisch alle Klänge des Alltags werden ausgeblendet. Umgekehrt dringen auch Monitoring-Signale beim Recording nur sehr leise bzw. unhörbar nach außen – Du kannst ohne Bedenken nah an einem Mikrofon stehen, um Vocals oder akustische Instrumente aufzunehmen.

Akai MPC Headphones Testbericht

Die Akai MPC Headphones sind in der Lage, sehr tiefe Bässe deutlich wiederzugeben. Eine Überbetonung der Bässe ist aber in keiner Weise vorhanden; bei vielen anderen Kopfhörern überdecken dominante Bässe die unteren Mitten und es ist immer erfrischend, wenn das nicht der Fall ist.

Knackig genug sind die Bässe ebenfalls, die Anschläge kommen also sehr klar konturiert daher, ohne nennenswerte »Weichzeichnung«.

In den Mitten und Höhen gibt es keine Auffälligkeiten – ein gutes Zeichen für Studiokopfhörer, die sich in der Produktbeschreibung zu einer gewissen Neutralität verpflichten. So sind beispielsweise keine scharfen Sibilanten (Zischlaute der Sprache) zu beklagen und über das gesamte Spektrum hinweg gibt es keine wirklichen Über- oder Unterbetonungen. Das Klangbild könnte dem einen oder anderen Musikhörer zu nüchtern sein, aber Akai macht ja von Anfang an klar, dass es sich hier um ein Gerät für Musiker und Produzenten handelt.

Das Raumbild aus Tiefenstaffelung und Stereobreite ist gut für einen geschlossenen Kopfhörer. Die Trennung der Einzelklänge im Gesamtbild könnte noch einen Tick besser sein, etwa wie beim beyerdynamics DT 770 Pro [Testbericht], doch dafür protzt mir dieser wieder etwas zu sehr mit Bässen und Höhen.


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SEHR GUT

Akai MPC Headphones Testbericht am 05.11.2014

Produkt:      Akai MPC Headphones
Hersteller:  

Preis:  149,00 Euro
UVP:    179,99 Euro

Kurzfazit

Studio-Kopfhörer in geschlossener Bauart. Ein erstaunlich reif wirkender Erstling von Akai – dieser geschlossene Kopfhörer klingt vorbildlich neutral, ist außerordentlich robust und clever konstruiert.

Für wen

Einsteiger und Fortgeschrittene, die einen erschwinglichen, aber potenten Studio- oder DJ-Kopfhörer suchen.

Wichtige Merkmale
  • Geschlossener Kopfhörer
  • Ohrumschließend
  • Beide Ohrmuscheln um 180° schwenkbar
  • Nennimpedanz: 16 Ω
  • Übertragungsbereich: 12 – 24.000 Hz
  • Max. SPL: 114 dB @ 1 kHz
  • Gewicht ohne Kabel: 390 g
  • Kabel I: ~2 m, glatt mit Spiralabschnitt
  • Kabel II: ~1 m, glatt, mit Mikrofon
  • Tragetasche

 


Lesermeinungen (3)

zu 'Akai MPC Headphones Testbericht: Geschlossener Studiokopfhörer'

  • Metaphor   29. Mai 2015   10:26 UhrAntworten

    Vielen Dank für den Test Felix!

    Denkst du, dass der Kopfhörer eine gute Alternative zum AKG K217 MKII wäre, den ich bisher zum Aufnehmen und Gegenhören nutze? Scheint ja auch für das DJing nicht verkehrt zu sein, da nutze ich aktuell noch einen gesonderten Kopfhörer. Überlege meine beiden vorhandenen Kopfhöer durch die MPC Headphones zu ersetzen.

    Thx u. Gruß!

    • Felix Baarß (delamar)   29. Mai 2015   11:54 UhrAntworten

      Hi Metaphor,

      Das Ding ist eine voll taugliche Alternative zum 271 MKII, sowohl zum Gegenhören (nicht so schüchtern im Bass wie das AKG-Modell, somit etwas ausgeglichener im Timbre) und erst recht zum Aufnehmen (höhere Isolation). Wenn Du dich mit dem relativ hohen Gewicht abfinden kannst, ist das derzeit ein hervorragendes Modell in der Preisklasse.

      Gruß,
      Felix

      • Metaphor   29. Mai 2015   14:04 Uhr

        Danke für das rasche Feedback Felix! Das gute Stück scheint mir in der Tat einen Blick bzw. Hörtest wert zu sein. In Sachen Sound, Verarbeitung und Design wirkt das alles sehr stimmig, auch der Preis ist aus meiner Sicht angemessen. Außerdem würde der Kopfhörer optisch perfekt zu meiner MPC Renaissance passen ;)

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