Akai APC Mini Testbericht

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Akai APC Mini Testbericht


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Was ist es?

Der Akai APC Mini ist ein Controller, der mit seiner Matrix aus 8×8 beleuchteten Knöpfen vor allem zum Triggern von Clips in DAWs wie Ableton Live, Cakewalk Sonar und Image-Line FL Studio geeignet ist. Das Gerät richtet sich an Musiker, die einen höchst portablen Clip-Launcher brauchen, aber auf ein gewichtiges Extra an Bedienelementen zur DAW-Steuerung nicht verzichten wollen – acht Fader steuern nach Bedarf Mixerkanallautstärke, Panning, Effekt-Sends oder Device-Makrokontrollen, dazu kommt ein Master-Fader. Sowohl die Stromzufuhr als auch die MIDI-Anbindung wird ausschließlich über eine USB-Verbindung realisiert.

Akai APC Mini Testbericht

Das erwartet dich im Akai APC Mini Testbericht auf delamar…

Der Clip-Controller ist derzeit zum Straßenpreis von 99,- Euro im Fachhandel erhältlich.

 

Akai APC Mini Testbericht

Erster Eindruck und Inbetriebnahme

Das Kunststoffgehäuse macht einen guten Eindruck – es ist steif, lässt sich nicht verbiegen oder eindellen, seine Komponenten sind fest miteinander verschraubt und es gibt keine scharfen Kanten. Das Gerät ist leicht, aber nicht so leicht, dass der wertige Eindruck oder die Standfestigkeit darunter leiden. À propos: Vier Gummifüße verhindern das Verrutschen auf glatten Oberflächen wie Schreibtisch und Studiomöbel äußerst zuverlässig.

Es ist keine manuelle Treiberinstallation nötig, denn für die Inbetriebnahme als MIDI-Gerät richtet sich die kleine APC nach wenigen Sekunden unter Windows & Mac OS X selbst ein. Noch besser: Ableton Live verlangt nicht einmal nach der Aktivierung des Geräts als MIDI-Sender und -Empfänger, gleichzeitig sind alle Bedienelemente für die ihnen anvertrauten Aufgaben vorkonfiguriert.

Dieses kompromisslos umgesetzte Versprechen des »Plug & Play« hat mich schon beim APC40 mkII froh gestimmt.

 

In der Praxis

Die Clip-Buttons weisen eine kleinere Grundfläche auf als die der meisten Clip-Controller, aber mit etwas Gewöhnung lassen sie sich gut anvisieren und bedienen. Ein wenig klarer definiert hätte der Druckpunkt allerdings ausfallen dürfen – für mich sind die etwas schwammigen Clip-Buttons tatsächlich der einzig nennenswerte Kritikpunkt am Akai APC Mini, wie sich im Verlauf dieses Reviews noch zeigen wird.

Die Beleuchtung der Buttons beschränkt sich auf drei Modi: Gelb für »spielbereit«, Grün für »wird abgespielt« und Rot für »wird aufgenommen«. Schade, dass sich die Clips im Ruhezustand nicht mit der eingestellten Clip-Farbe in Ableton Live beleuchten lassen, wie es beim APC40 mkII der Fall ist. Sei’s drum, wahrscheinlich hätte das den Preis in die Höhe getrieben und überlebenswichtig ist das Feature ja nicht.

Rings um die Clip-Stop-Buttons bleibt noch genug Platz, um diese bequem bedienen zu können – die Betätigung der Alternativfunktionen mit Shift-Knopf funktioniert zur Not auch mit einer Hand. Die Hintergrundbeleuchtung ist auch für Open-Air-Einsätze am Tag kräftig genug, erst bei direkter Sonneinstrahlung ist das Ablesen kaum noch möglich.

Akai APC Mini Testbericht

 

Details zur Bedienung

Betätige den Shift-Knopf, um mit den Fadern nicht nur die Lautstärke, sondern auch die folgenden Dinge zu steuern: Pannings, Send-Stärken oder Makro-Regler des gegenwärtig gewählten Devices. Erst durch diese Vielseitigkeit erlangen die Fader in meinen Augen ihre volle Daseinsberechtigung und sind nicht nur ein Anhängsel der Clip-Matrix. Dazu tragen auch die akkurate Umsetzung der Fader-Bewegungen und der angenehm hohe Laufwiderstand bei.

Ferner findest Du Alternativfunktionen für die horizontale Reihe der acht runden Buttons – Mute, Solo und Record. Das lässt die kleine Flunder weit über das reine Clip-Jonglieren hinauswachsen. Mit alldem wurde ein guter Kompromiss aus hoher Kompaktheit und einem ausreichenden Funktionsumfang für die Erstellung eines Rough-Mixes geschaffen. Und da beim Straßenpreis gerade mal zehn Euro mehr zu berappen sind als beim Novation Launchpad Mini ohne Fader, bietet der neue Kandidat ein etwas besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wie schon bei den anderen Produkten, die Akai in dieser Generation an den Start gebracht hat: Du bekommst Lizenzen für Ableton Live Lite und den hauseigenen virtuellen Synthesizer AIR Hybrid 3 sowie Sample-Pakete von Toolroom Records. Sehr schön zum Loslegen.


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SEHR GUT

Akai APC Mini Testbericht am 28.09.2014

Produkt:      Akai APC Mini
Hersteller:  

Preis:  99,00 Euro
UVP:    119,00 Euro

Kurzfazit

Miniaturisierter Launch-Controller mit Extras. Dieser Clip-Controller überzeugt in fast allen Belangen und bietet sinnvolle Extrafunktionen, die über das Triggern von Clips weit hinausgehen.

Für wen

Einsteiger bis Profis, die einen kleinen, schlanken Clip-Controller (für unterwegs) suchen, besonders für Ableton Live.

Wichtige Merkmale
  • Controller für Ableton Live & Co.
  • 8x8 RGB-beleuchtete Buttons
  • 9 Fader (30 mm)
  • 17 Knöpfe, beleuchtet
  • Sofortige Integration in Ableton Live
  • MIDI & Strom via USB-Buchse (Typ B)
  • Maße: 239 x 201 x 25 mm
  • Gewicht: 690 g
  • USB-Kabel mitgeliefert
  • Ableton Live Lite, AIR Hybrid 3 & Toolroom Artist Launch Packs

 


Lesermeinungen (2)

zu 'Akai APC Mini Testbericht: Launch Controller mit Fader'

  • Kirch   29. Sep 2014   09:43 UhrAntworten

    Guter Testbericht! Die Angaben zum Straßenpreis stimmen aber nicht ganz, beide Geräte APC Mini genauso wie das Launchpad Mini bekommt man für unter 100 € bei den meisten Händlern. Damit ist der Preis identisch und P/L ist um einiges besser.

  • Frank   15. Mai 2015   06:52 UhrAntworten

    Leider lässt derTest die erweiterten Möglichkeiten des Launchpads bzw. das Nichtvorhandensein dieser Optionen beim APC Mini völlig ausser acht..abgesehen davon bin ich mir nicht sicher, wie praktikabel das dauernde Umschalten mit dem Shift-Taster dann im Alltag wirklich ist.

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