Akai APC 40 mk2 Testbericht

26
SHARES
Akai APC40 mkII

Akai APC40 mkII


anzeige


Was ist es?

Der Akai APC 40 mk2 ist ein Controller zur Steuerung von DAW-Software, wobei die Funktionen, die Beschriftung und die MIDI-Integration speziell für Ableton Live gestaltet wurden. An Bord sind unter anderem eine Matrix aus 8×5 in allen Farben beleuchtbaren Knöpfen, 8 Fadern und 8 Drehreglern für die Kanal- und Clip-Kontrolle sowie 8 Potis für die Parametersteuerung von Instrumenten und Effekten. Die Drehregler sind von LED-Kränzen umrahmt, um die zugewiesenen Parameterwerte visualisieren. Neben der USB-Verbindung zur MIDI- und Stromübertragung sitzt eine Klinkenbuchse für einen Fußschalter.

Akai APC 40 mk2 Testbericht

Herzlich willkommen zum Akai APC 40 mk2 Testbericht auf delamar.

Im Lieferumfang finden sich Lizenzen für Ableton Live 9 Lite, die virtuellen Synthesizer SONiVOX Twist und AIR Hybrid sowie 5 GB Samples von Prime Loops und Toolroom Records.

Das Gerät wird voraussichtlich ab Ende August 2014 zum Straßenpreis von 369,- Euro (inkl. MwSt.) im deutschen Fachhandel erhältlich sein, also gut 100 Euro günstiger als das Ableton Push.

 

Akai APC 40 mk2 Testbericht

Verarbeitung & Haptik

Das relativ flache, leichte, aber nicht zu leichte Kunststoffgehäuse lässt sich keinen Millimeter weit eindellen, verbiegen oder scheren, dementsprechend knirscht und knackt es auch nicht. Wie üblich sorgen vier Gummifüße für einen rutschfesten Stand auf glatten Oberflächen wie (Studio-)Tischen und Pulten.

Die Drehregler finden sich auch schon bei anderen Geräten der aktuellen Produktgeneration von Akai, etwa bei den Keyboard-Controllern (siehe z.B. Akai MPK 261 Testbericht). Klasse, wie fest die Kappen der Potis auf den Drehgebern sitzen, hier wackelt nichts. Alle Buttons in der Projekt- und Device-Kontrollsektion rechts haben einen extrem deutlichen Druckpunkt und vermitteln einen sehr langlebigen Eindruck. Kurzum: Konstruktionstechnisch ist alles in Butter.

 

Integration in Betriebssystem & DAW

Die Stromspeisung geschieht per USB-Verbindung, im mobilen Einsatz brauchst Du also nur noch deinen Laptop und es kann losgehen. Die Einrichtung des Geräts als MIDI-Sender und Empfänger unter Windows und Mac OS X verläuft automatisch, wenige Sekunden nach dem Anstecken an einen USB-Port war der Treiber ohne mein Zutun installiert.

Wie versprochen funktioniert die Integration in Ableton Live ohne jeglichen Konfigurationsaufwand. Die Software erkennt das Gerät und richtet es augenblicklich zur Nutzung ein – sämtliche Bedienelemente tun von vornherein das, was sie sollen, während die Beleuchtung der LED-Kränze und der Buttons stets korrekt wiedergibt, was wie eingestellt ist.

Alles andere wäre nicht akzeptabel angesichts des deutlichen Ableton-Brandings, dennoch finde ich diese reibungslose Einbindung lobenswert; zusammen mit der automatischen Treiberinstallation heißt es »Plug & Play« – zur Abwechslung mal ohne Wenn & Aber. ;) Natürlich kannst Du den Controller auch zur Steuerung jeder anderen MIDI-fähigen Software nutzen, nur eben mit mehr oder weniger zeit- und nervenraubendem Konfigurationsaufwand.

Akai APC40 mkII

 

In der Praxis

Die felsenfest sitzenden Potis habe ich schon gelobt, hinzu kommt deren deutlicher Widerstand, der für ein butterweiches Drehgefühl sorgt. Die Kappen sind gerade noch griffig genug, auch wenn man durch eine Gummierung bzw. eine stärkere Riffelung noch mehr rausholen könnte. Zwischen den Potis bleibt auch für größere Hände genug Platz zum bequemen Schrauben.

Die 45 Millimeter weit laufenden Fader weisen einen moderaten Widerstand auf. Somit ist auch die Haptik dieser Bedienelemente angenehm, während die Umsetzung von Bewegungen in Steuersignale genauso akkurat vor sich geht wie bei den Drehreglern.

Die Clip-Buttons sind schön breit und damit leichter zu treffen als bei der Vorgängerversion oder bei kompakten Clip-Controllern wie dem Novation Launchpad. Diese Soft-Touch-Buttons sind ein wenig stur, will heißen schwergängig und mit einem etwas schwammigen Druckpunkt. Nicht dramatisch, aber angesichts der hohen Qualität der übrigen Bedienelemente fällt das eben aus dem Rahmen.

Das sind die drei Beleuchtungsmodi für die Clip-Knöpfe:

  • Clip wird beim nächsten Wechsel gestartet (grün blinkend)
  • Clip wird abgespielt (grün mit langsam schwankender Helligkeit)
  • Clip wird aufgezeichnet (rot blinkend)

Die permanent sichtbare Leuchtfarbe der Clip-Buttons entspricht der in Ableton gewählten Farbe – so hast Du dein Clip-Arrangement auch dann vor Augen, wenn Du nicht auf den Bildschirm schaust.

Eine weitere Neuerung stellen die Wahlschalter für die A/B-Zuweisung des Crossfaders dar – pro Kanal kann ich direkt umschalten, welchem Ende des Crossfaders dieser zugewiesen werden soll. So kann ich schnell Szenen mit völlig unterschiedlichen Klängen oder mit denselben Sounds in unterschiedlichen Effektbearbeitungen erstellen, um diese in DJ-Manier virtuos zu überblenden.


Mehr zum Thema:
    

SEHR GUT

Akai APC 40 mk2 Testbericht am 23.07.2014

Produkt:      Akai APC 40 mk2
Hersteller:  

Preis:  365,00 Euro
UVP:    449,99 Euro

Kurzfazit

DAW-Controller für Ableton Live und beliebige MIDI-fähige Software. Schlanker und mächtiger präsentiert sich die zweite Generation des DAW-Controllers. Für Ableton Live eine Wucht, aber auch für andere DAWs mit Clip-Matrix zu empfehlen.

Für wen

Fortgeschrittene Musiker und Produzenten, die speziell für Ableton Live einen DAW-Controller zum Einsatz im Studio und auf der Bühne suchen.

Wichtige Merkmale
  • DAW Controller
  • Für Ableton Live & MIDI-Software
  • 5x8 Clip-Buttons mit RGB-Beleuchtung
  • Je 8 Fader & Potis pro Kanal
  • Crossfader + A/B-Zuweisung pro Kanal
  • 8 Potis für Effekte & Instrumente
  • Anschluss für Fußschalter (6,3 mm)
  • MIDI & Strom per USB
  • Maße: 424 x 254 x 46 mm
  • Gewicht: 1,8 kg
  • Lizenzen für Ableton Live Lite, AIR Hybrid 3 & SONiVOX Twist
  • 5 GB Samples von Toolroom & Prime Loops

 


Lesermeinungen (18)

zu 'Akai APC 40 mk2 Testbericht: Besser als Ableton Push?'

  • vanhold   23. Jul 2014   10:27 UhrAntworten

    Sieht gut aus das Teil. Muss ich also jetzt wieder sparen!
    Herzlichen Dank für den Bericht und liebe Grüße.

  • Sebbo   23. Jul 2014   15:27 UhrAntworten

    Hi , eine alte APC 40 mit aufgebohrtem Rwmote script bringt neue User mode neue Midi channel modes für die Fader ,neue treackcontrol & device control mode & Optionen und vieles mehr ..
    Da kann die neue wohl nur technisch mit Verbesserungen überzeugen was auch super ist
    Schade Controller können doch oft mehr als Ableton vorgibt.. Siehe Nativ Kontrol remote script...
    Mfg SebHi

  • Wirgefuehl   04. Aug 2014   12:03 UhrAntworten

    Gut, kommt zum Push also noch die APC dazu...
    Klingt nämlich, als würden sich die beiden gut ergänzen :)

  • Klick   06. Aug 2014   22:02 UhrAntworten

    Update auf ableton 9 Suite für 100 Euro???
    Ist das ein Schreibfehler?

    • Felix Baarß (delamar)   07. Aug 2014   08:59 UhrAntworten

      Hm, könnte durchaus sein, vielleicht haben wir uns vertan...wir checken das mal.

      • klick   12. Aug 2014   09:06 Uhr

        Hallo Felix Baarß,

        habt ihr in der Zwischenzeit mal recherchiert, ob es dieses Angebot irgendwo gibt?

        Besten Dank und schöne Grüße!

      • Felix Baarß (delamar)   02. Sep 2014   23:39 Uhr

        Servus, es handelt sich doch »nur« um einen Rabatt, nicht um den finalen Kaufpreis. Wäre ja auch zu schön gewesen, um wahr zu sein. :)

  • Klick   07. Aug 2014   09:17 UhrAntworten

    Vielen Dank für die schnelle Reaktion!
    FALLS das so wäre, würde es mir helfen, wenn du mir sagst, wie ich das wo ordern kann.
    Viele Grüße und besten Dank

  • Adam   20. Aug 2014   14:12 UhrAntworten

    Hallo Herr Baarß,

    welches der beiden Akai Produkte (apc 40 oder apc 40 MKII) würdest du einem Neueinsteiger zum Live-Auflegen und unter Benutzung von Ableton empfehlen?

    Vielen Dank im Voraus

    Adam

    • Felix Baarß (delamar)   26. Aug 2014   10:12 UhrAntworten

      Hallo Adam,

      pardon für die späte Rückmeldung, ich war im Urlaub. Ich würde die MKII empfehlen, einfach weil sie mehr Funktionen in kompakterer Form bietet.

      Gruß,
      Felix

  • Moritz   31. Aug 2014   07:54 UhrAntworten

    Hey, wie sieht es mit den Abletonupgrades für 70 oder 100 Euro aus? Gibt es das Angebot wirklich? Normalerweise ist das ja viel teurer...

    Gruß,
    Moritz

    • Felix Baarß (delamar)   02. Sep 2014   23:37 UhrAntworten

      Hi Moritz, es handelte sich doch »nur« um einen RABATT von 70 bzw. 100 Euro beim Kauf von Ableton Live bzw. der Suite. So, wie ich es fälschlicherweise bisher im Testbericht schrieb, wäre es einfach zu schön gewesen, um wahr zu sein.

  • Moritz   02. Sep 2014   21:59 UhrAntworten

    WICHTIG:

    In den Unterlagen des Produkts steht nur, dass man 100 USD oder 70 € sparen kann. Bitte im Artikel überarbeiten!

    Übrigens ein wirklich feines Gerät. Ist heute angekommen und ist einfach nur ein Traum von allen Seiten ;)

    Grüße,
    Moritz

    • Felix Baarß (delamar)   02. Sep 2014   23:34 UhrAntworten

      Vielen Dank, erledigt.

  • GangBang   05. Okt 2014   20:01 UhrAntworten

    man kann nur 2 sendeffekte mit ableton live lite benutzen?
    ist das live lite oder 9 intro was dabei ist?

    kann man aber instert Effekte mehrere benutzen oder?

    kann ich mit der Version ein Effekt auf auf den masterchannel legen und ein auf nen andern Kanal und das wars?

    wie kommt man jetzt am billigsten weg wenn man noch den push und Suite haben will?
    erst push oder oder apc40mk2 kaufen?

    lg
    Gangbang

  • Jacky   06. Mai 2015   07:30 UhrAntworten

    Hi!
    Die Mk 2 version von Akai hat wie die APC 40 mk 1 bugs.
    Das muss man doch bemerkt haben.
    Allein wenn ein Compressor oder grain oder simple delay controlliert & automatisiert z.b. Sync Schalter wird fällt das doch sofort auf.
    Gemeint ist die Blue Hand automap device Funktion von Ableton live.
    Der controller speziell die Led springen bei Efekt Buttons wild hin und her.
    seit Monaten bekannt bei der neuen APC bei der alten APC 40 mk 1 seit Jahren.
    Da sollte ein erfahrener Tester mal schaun ob's Bugs gab und ob die gefixt wurden bei der neuen.
    Leder schaut es nicht so aus,eher gegenteilig,
    ableton nahm die controller für Buttons fast complett raus aus dem device control script wo festgelegt ist in welcher Reihenfolge Live Parameter den Banks zuordnet.
    Also einfach die Problem Parameter unkontrollierbar gemacht, gelöscht.
    Bei der neuen APC 40 mk 2 it dann nun auch wieder berichtet worden und Akai tut auch sehr überascht.
    Für Profis die den Cotnroller bauen schaut das sehr nach hinhalte Taktik aus.

    Wie kann solch ein Kontroller so viele Sterne kriegen ?

    einzig Push Ableton neuer Controller kann devices ohne Probleme kontrollieren ohne Limitierungen .
    Also alles controllierbar automatisierbar in Live 9 ?
    bei weitem nicht.ö
    Nächstes mal vieleicht intensiver testen.
    Best regard jacky

  • Wirgefuehl   07. Mai 2015   08:06 UhrAntworten

    Ich habe nun seit einigen Monaten den QuNeo von Keith McMillen. Der kann viel mehr als die meisten dedizierten Controller. Herrlich anpassbar, für meine Zwecke genau richtig. Und für andere Zwecke nehme ich einfach einen zweiten Controller dazu, zurzeit Akai APK25 - günstiges, flexibles Live-Setup!

  • Phyl   03. Jul 2015   00:23 UhrAntworten

    Akai - APC 40 (egal mk1oder2) und Push !!!

    Mein Fazit...

    Ich finde es immer sehr "Lustig" das hier der Apfel mit dem Birnenmarmeladenglas verglichen wird. Das ganze klingt immer wie ein " HIER GIBTS WAS INTERESSANTES ZU LESEN". Ich habe selber die MK1 im studio, aber eher für recordings von Vocal und Guitarre, da sich das Live elektronisch abhotten momentan nicht ergibt. Hier schon der erste vergleich, der fehlschlägt.
    Wo sind die Fader, Cues und Sendeffects im Push ?? Der schnelle zugriff von a nach b...
    Das ist nur ein beispiel, wo der vergleich hinkt. Genauso wie, womit spielt man mit der APC die noten ein, die man mit der Push einspielen kann ?

    Nimmt doch bitte, wenn man schon versucht zu vergleichen, doch lieber andere argumentationen.

    Ich finde APC und Push sind ein Team, und keine Kontrahenten. Davon ab, warum sollte akai 2 gleich verschiedene Riegel herstellen (ironie).

    Falls es ein Push 2 geben sollte, nimmt relevante vergleiche wie Launchpad, Triggerfinger Pro, Maschine v2 o.ä. da z.B. die Maschine mit eigener DAW kommt (Natürlich mit ausnahmen, aber hier wäre ein vergleich schlauer, als 2 DAW controller für 1 DAW zu testen. Die eine macht pieps, die andere nur laut...)

    Der Push wird sicherlich auch bald bei mir einzug gewinnen, aber nicht als Ersatz, sondern als Mitspieler... Auch wenn ihr zum schluss mal kurz die unterschiede eingeworfen habt, finde ich, man sollte richtig vergleichen.

    Trotz alledem, netter bereicht, und beste seite für tutorials...

    Danke... Phyl

Sag uns deine Meinung!

EMPFEHLUNGEN