Akai AMX Testbericht

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Akai AMX Testbericht


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Was ist es?

Der Akai AMX ist ein zweikanaliger Controller zur Steuerung von Serato DJ. Der Aufbau gleicht einem klassischen 2-Kanal-Mixer und ein Audio Interface ist integriert. Die Bedienelemente erlauben die Kontrolle der essentiellen Funktionen von Serato DJ. Zwei umschaltbare Phono/Line-Eingänge ermöglichen den Anschluss von CD-Playern oder Turntables, um Serato DJ per Control-Vinyl bzw. -CDs zu steuern, ohne ein Serato Interface zwischenzuschalten. In Kombination mit dem Effekt-Controller Akai AFX lässt sich der AMX zu einer kompletten Steuereinheit erweitern.

Akai AMX Testbericht

Anpfiff für den Akai AMX Testbericht

Das Gerät ist zum Straßenpreis von 239,- Euro (inkl. MwSt.) im Fachhandel erhältlich.

 

Akai AMX Testbericht

Ausgepackt

Der Controller fühlt sich hochwertig an. Die Potis liegen angenehm in der Hand und bieten beim Drehen nicht zu viel und nicht zu wenig Widerstand. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff und gibt kaum Anlass zu Beanstandungen. Der solide Eindruck ist schlichtweg vertrauenserweckend. Klar rückt bei einer Breite von 134 Millimetern alles etwas enger zusammen, aber das durchdachte Layout macht das wett.

 

Knöpfchen hier, Regler da

Pro Kanalzug stehen ein Gain-Regler, Potis für Höhen, Mitten und Bässe, ein großer Filter-Poti sowie der obligatorische Line-Fader zur Verfügung. Ein besonderes Augenmerk verdienen hier die Equalizer- und Filter-Potis, denn diese werden per Knopfdruck zu berührungsempfindlichen Spaßmaschinen. Im Falle der Equalizer bedeutet dies, dass sich ein Frequenzbereich durch reines Berühren des Potis komplett eliminieren lässt. Bei den an sich schon großartigen Filtern wird durch Einschalten der Berührungsempfindlichkeit eine spannende Kombination aus Filter und Roll-Effekt aktiviert, die schon beim Numark NS7 II zum Einsatz kam.

Die Gains sind leider Endlosregler und weisen dementsprechend nicht die nützliche Nullpunktmarkierung auf. Der Grund dafür liegt wohl in der Doppelbelegung als Pitch-Regler im internen Modus.

Akai AMX Testbericht

Zum Manövrieren innerhalb von Serato DJ ist jeder Kanal unter anderem mit Buttons zum Laden von Tracks, Sync, Cue und Play/Pause ausgestattet. Ein großer Endlos-Regler zum Browsen in den Playlists und Crates rundet diesen Bereich ab. Der austauschbare Crossfader erledigt seinen Dienst absolut zuverlässig, er punktet mit stufenlos einstellbarer Crossfader-Kurve und schaltbarer Reverse-Funktion.

Bonuspunkte gibt es für die Fünffach-LEDs pro Kanal und die Stereo-Fünffach-LEDs für den Master-Ausgang. Letzterer kommt selbstredend mit eigenem Lautstärkeregler daher. Die größenbedingt kurz geratenen Line-Fader wirken hingegen etwas kraftlos und unmotiviert.

 

Plug & Play

Anschlussseitig zeichnet sich der AMX erneut durch Übersichtlichkeit aus. Eine für Kopfhörer ausgelegte 3,5-mm-Buchse vorne, zwei Stereo-Cinch-Eingänge, ein Stereo-Cinch-Ausgang plus USB – das war’s. Die Eingänge lassen sich zwischen Line und Phono umschalten und dem Kopfhörer-Ausgang steht pro Kanal ein Wahltaster zu Verfügung. Zudem noch Cue Mix und Cue Gain. In Anbetracht des Anwendungsbereichs völlig ausreichend.

In der Praxis macht sich der AMX sehr gut. Selbst meine Oma könnte hier wenig bis gar nichts falsch machen und vermutlich den ein oder anderen wunderschönen Mix zaubern. Klanglich lässt das integrierte Audiointerface mit 24 Bit & 96 kHz nichts zu wünschen übrig. Trotz kompakter Maße wackelt und rutscht der AMX auch bei grobmotorischen Mixtechniken kein Bisschen. Ein Hoch auf die beispielhaft griffigen Gummistopper an der Unterseite.

Akai AMX Testbericht

 

DVS als Option

Im offiziellen Produkttext steht, dass der AMX als erster Controller das DVS Expansion Pack von Serato unterstützt. Dieses stellt die Grundlage dar, um mit dem AMX auch Control-Vinyl und -CDs nutzen zu können. Es gehört nun leider nicht zum Lieferumfang und muss bei Bedarf für 99 Dollar separat erworben werden. Das ist einerseits für diejenigen schade, die sich mit dem AMX einen günstigen Einstieg in den DVS-Bereich von Serato erhofft hatten. Aber auch für Serato-User, die den AMX als Zweitsystem für zuhause angedacht hatten. Nichtsdestotrotz ist das Gesamtpaket aus Controller und Expansion Pack mit knapp 320,- Euro immer noch vergleichsweise preiswert.

 


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GUT

Akai AMX Testbericht am 16.12.2014

Produkt:      Akai AMX
Hersteller:  

Preis:  239,00 Euro
UVP:    189,99 Euro

Kurzfazit

Hochwertiger DJ-Controller. Der Akai AMX ist ein kompakter Controller für Serato DJ, der durch gute Verarbeitung, einfache Bedienbarkeit und überraschend hohen Funktionsumfang zu überzeugen weiß.

Für wen

Mit Sync arbeitende Digital-DJs aller Couleur, DVS-Einsteiger und Serato-DVS-User, die ein Zweitsystem für zuhause suchen.

Wichtige Merkmale
  • 2-Kanal-Controller für Serato DJ
  • Plug & Play
  • Serato DJ im Lieferumfang
  • Line-Fader, 3-Band-EQ, Gain-Regler & Pegel-LEDs pro Kanal
  • Mini innoFADER Crossfader mit Reverse und einstellbarer Kurve
  • 2 Cinch-Eingänge für Line/Phono
  • 1 Cinch-Ausgang
  • Schaltbare Berührungsempfinglichkeit der EQ- und Filter-Regler
  • Stromversorgung per USB
  • Maße: 42 x 271 x 134 mm

 


Lesermeinungen (2)

zu 'Akai AMX Testbericht: Kompakter Controller mit DVS für Serato DJ'

  • Jiyan   09. Mrz 2015   02:23 UhrAntworten

    Schöner und ausführlicher Bericht:)...

    Aber spätestens hier ist es für DVS´ler höchste Zeit, den Stein auf den Kopf fallen zu lassen...Schade! also für 239,- hätte ich mir das schon noch gewünscht. Ansonsten ein cooles teil und es wäre zu schön gewesen für den Preis neben dem Mixer, gleichzeitig ein mäßig bis gutes Interface und ne brauchbare Software zu erwerben Punkt

    Gruß

    Prince J.

  • Dj Marquez   23. Okt 2015   20:11 UhrAntworten

    Also, der Bericht ist gut aber was Bitte erwartet ihr bei 199€ VK?!?
    Der Mixcontroller wirkt gelungen und beinhaltet Serato Dj und für schmale 99€ ne DVS Anbindung! Wo bitte bekommt man ein vergleichbares System für den Preis!

    Ich war 20 Jahre im Dj Business unterwegs und allein ne Set Dicer kostet 120€. Dieses hier als negativ Punkt aufzuzeigen, zeugt ein wenig von Ahnungslosigkeit.....

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