AIR Vacuum Pro Testbericht

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AIR Vacuum Pro

AIR Vacuum Pro


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Was ist es?

Der AIR Vacuum Pro ist ein Software-Synthesizer des deutschen Unternehmens, das auch die Plugins für Pro Tools entwickelt. Vacuum ist neben Loom das zweite Plugin von AIR, das es nicht nur für die DAW von Avid gibt – die beiden virtuellen Instrumente stehen für die Schnittstellen VST, AU und RTAS zur Verfügung. Gab es die erste, monophone Version des Vacuum schon für ProTools 8, steht nun eine aktualisierte Variante mit zahlreichen Neuerungen bereit. Hier werden röhrenbasierte Oszillatoren emuliert, wodurch es möglich geworden sei, einen warmen Sound zu erzeugen.

Das Plugin ist für 199,- US$ über die Website des Herstellers erhältlich.

 

AIR Vacuum Pro Testbericht

Installation

Die Installation und Aktivierung des Plugins verlief problemlos. Ich persönlich finde es sehr angenehm, dass kein Dongle vonnöten ist. Somit hast Du einen schnellen Zugang zum Plugin und musst nicht immer darauf achten, dass Du den Dongle mithast – zumindest, wenn Du unterwegs viel mit dem Laptop Musik machst.

 

Erster Eindruck / GUI

Als ich den Synthesizer zum ersten Mal öffnete, war ich gleich angetan von der Oberfläche mit seinem Retro-Charme. Dunkler Hintergrund, grüne und hellgraue Schrift und helle Drehregler lassen das Gestaltungsbild sehr harmonisch wirken. Die Schrift ist auch überall gut lesbar.

Links oben steht ein russischer Schriftzug. Da ich aus Bulgarien komme und dort auch kyrillisch geschrieben wird, übersetze ich mal: »Vacuum – Professioneller Röhren-Synthesizer«. Laut AIR kommt der Synthesizer aber nicht aus Russland.

Mir gefällt die sehr aufwendig gestaltete Oberfläche. Die Klaviatur ist leicht vergilbt – nur eines der vielen Details, die dazu einladen, sich mit dem Plugin näher zu beschäftigen.

AIR Vacuum Pro Testbericht

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Bedienelemente

Es gibt zwei Oszillatoren, die jeweils die Möglichkeit bieten, sie zu verstimmen (in Halbtönen und Hundertsteln). Zusätzlich kannst Du jeden Oszillator mit Vier multiplizieren, um den Klang richtig fett zu machen. Eine Besonderheit ist hier, dass Du ein Delay mit einstellen kannst. Dieses erzeugt ein akustisches Feedback, was man von der E-Gitarre kennt. Somit wirkt dein Sound noch organischer.

Als Wellenformen stehen dir Dreieck, Sägezahn und Rechteck zur Verfügung. Diese lassen sich stufenlos mischen: von Dreieck zu Sägezahn, von Sägezahn zu Rechteckt und von Pulsweitenmodultion 50% zu 0%. Beide Oszillatoren lassen sich synchronisieren.

Im Mixer lassen sich die Signale der Oszillatoren mischen. Hier kannst Du per »Drive« eine Übersteuerung aufdrehen und Ringmodulation verwenden, um einen metallischen oder disharmonischen Klang herzustellen.

Der AIR Vacuum Pro besitzt zwei Filter. Das Hauptfilter bietet Modi zur Hoch- und Bandpass-Filterung. Weitere Parameter sind Slope (Filtergüte 0 bis 24 dB), Resonanz, Gain, Key Tracking und Envelope, zudem kannst Du die Sättigung regulieren. Der zweite Filter ist hingegen ein reiner Tiefpassfilter ohne die Gain-Option.

Hier lässt sich eine serielle oder parallele Verschaltung wählen…oder Du nutzt den »Complex«-Modus. Dabei sind die Filter parallel geschaltet, wobei jedoch ein kleiner Teil beider Filter-Outputs jeweils wieder zurück in den Eingang des anderen Filters geleitet wird. Ein sehr interessantes Feature. Eine Idee von meiner Seite wäre es, dass ich als Benutzer noch die Intensität dieses Feedback-Signals bestimmen kann.

Mit der Einstellung »AGE« kannst Du deiner Synthese noch mehr Leben einhauchen. Mit »Drift« werden gewisse Tonhöhenschwankungen erzeugt, die die Stimm-Instabilität analoger Hardware nachbilden. Und mit »Dust« lässt sich Staub und Korrosion an den Kontakten jeder einzelnen Keyboardtaste simulieren. Somit hast Du Artefakte bei jeder gespielten Note. Sehr interessant.

Eine weitere Besonderheit ist die Glide-Option. Sollen Noten jederzeit gleiten oder nur wenn eine Note bereits gehalten wird? Du entscheidest. »Env Retr« legt fest, ob die Hüllkurven mit jedem Tastenschlag oder mit dem ersten Tastenschlag beginnen und das Nachtriggern fortsetzt wird, bis alle Noten veröffentlicht werden. Somit lässt sich diese Portamento-Funktion genau kontrollieren, um beim Spielen zum gewünschten Ergebnis zu gelangen.

Vier Hüllkurven sind integriert. Kurve 1 und 2 sind für die Filter, 3 für die Lautstärke und die 4. für die Modulation, bei der Du das Ziel frei bestimmen kannst. Des Weiteren stehen dir zwei LFOs und eine Modulationsmatrix zur Verfügung.

 


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SEHR GUT

AIR Vacuum Pro Testbericht am 20.06.2013

Produkt:      AIR Vacuum Pro
Hersteller:  

Preis:  150,00 Euro
UVP:    150,00 Euro

Kurzfazit

Aufwändig gestalteter Synthesizer. Der Vacuum Pro ist ein virtuell-analoger Synthie, der nicht nur dank der sechs emulierten Röhrenschaltkreise einen warmen Klang liefert.

Für wen

Fortgeschrittene und Profis, die auf analogen Sound stehen.

Wichtige Merkmale
  • Virtuell-analoger Software-Synthesizer
  • Windows & Mac OS X
  • AU, VST, RTAS
  • 2 Oszillatoren
  • 2 Filter
  • 3 Hüllkurven & 2 LFOs
  • Arpeggiator
  • Chorus/Phaser & Delay
  • Zufallsgeneratoren

 


Lesermeinungen (1)

zu 'AIR Vacuum Pro Testbericht: Synthesizer mit Röhrenemulation'

  • Franz – Hermann Schmidt   21. Jun 2013   08:27 UhrAntworten

    Für Schrauber und Liebhaber sicherlich ein Spielzeug mehr.

    Wüßte sonst nicht, was der Synth mir Neues bringen sollte.
    Es gibt wirklich genug davon.

    Bei soviel Röhren Wärme verbrennt man sich ja bald.

    Wer es aber mag, biite sehr

    LG Condor

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