Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht

11
SHARES
Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht

Hierum handelt es sich in unserem Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht


anzeige


Was ist es?

Bei den Adam Hall SPAD ECO2 handelt es sich um Absorberplatten, die für die akustische Entkopplung von Lautsprechern oder Studiomonitoren dient. Resonanzen der Aufstellfläche sollen durch die Schaumstoffplatte vermieden und damit der Klang verbessert werden. Die Schaumstoffplatten sind dermaßen aufgebaut, dass sich drei unterschiedliche Neigungswinkel damit realisieren lassen.

 

Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht

Erster Eindruck

Immer wenn ich Produkte aus Schaumstoff auspacke, habe ich zunächst etwas Angst vor dem zu erwartenden Geruch. Es muss mit der Fertigung und der zeitlich kurz darauffolgenden Verpackung zusammenhängen, dass der Schaumstoff häufig einen an den Chemieunterricht erinnernden Geruch mit sich bringt. Jedenfalls bin ich in diesem Fall sehr überrascht, dass bei den Adam Hall SPAD ECO2 kaum etwas zu riechen ist und das Bisschen nach kurzer Zeit auch noch verfliegt.

Pro Verpackung sind zwei Platten enthalten, so dass ich mich frage, warum ich eigentlich zwei Packungen bestellt hatte. Jedenfalls hat es aber andere Vorteile, auf die ich später zu sprechen komme. Die beiden Absorber bestehen aus hochverdichtetem Akustikschaum, also Schaumstoff wie Du ihn normalerweise auch an der Wand als Absorber finden kannst. Farblich kommen sie im typischen Anthrazit, was eigentlich zu jedem Monitor und Studiomöbel passen dürfte.

Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht

Hierum handelt es sich in unserem Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht

Von den Abmessungen her dürften diese Absorber locker für Lautsprecher mit 6,5-Zoll-Woofer funktionieren. Die 8-Zoll-Speaker KS Digital C8, die derzeit als unsere Abhöre fungieren, haben da ebenfalls sehr komfortabel Platz, ebenso unsere Adam A7X. Die Breite, Höhe und Tiefe wird vom Hersteller im Übrigen mit 265 x 330 x 40 Millimeter angegeben.

 

Verarbeitung

Die Platten bestehen aus zwei Schaumstoffteilen, einer Basis und einem darin liegendem Keil. Je nachdem, wie und ob Du den Keil in das Basisteil legst, kannst Du drei unterschiedliche Winkel damit formen. Mit dem Keil in der ersten Variante erhältst Du einen Winkel, der parallel zur Aufstellfläche ist. Wenn Du den Keil herausnimmst, kannst Du die Studiomonitore nach vorne neigen, so dass sie leicht abwärts gerichtet werden – gut, falls deine Studiomonitore höher als deine Ohren positioniert sind. Legst Du den Keil umgedreht hinein, kannst Du die Neigung nochmals vergrößern.

Jenen, deren Lautsprecher tiefer liegen, bietet sich die Möglichkeit, die beiden Absorber einfach um 180° nach hinten zu drehen. In diesem Fall geht der Abstrahlwinkel nach oben ab.

Was die Verarbeitung der Adam Hall SPAD ECO2 angeht, gibt es eine gewisse Varianz in den vier Teilen (zwei Packungen), die mir vorlagen. Alle Platten sind auf einem sehr guten Niveau, keine Frage. Die Außenkanten sind erstaunlicherweise absolut gerade und Keil sowie Basis sitzen perfekt aufeinander. Das ist leider nicht bei allen Schaumstoffprodukten dieser Welt so, weswegen ich das erwähnen möchte. Bei einem der beiden Keile ist eine Kante nicht ganz sauber geschnitten, was aber nicht weiter auffällt, da die Box ohnehin oben aufliegt. Interessanterweise waren die beiden Platten aus der einen Packung etwa vier Zentimeter hoch, während die aus der anderen Packung beide auf eher 3,5 cm kommen. Da beide jeweils in einer Verpackung zusammenliegenden Teile etwa gleich hoch waren, spielt das allerdings kaum eine Rolle.

Eine Kleinigkeit, die bei diesem Modell sehr gut gelöst ist: Das Herstellerlogo ist aufgeklebt und prangt mittig auf der Vorderseite. Auch die Ausrichtung stimmt. Das ist nichts, was mir persönlich wichtig wäre (ich werde es sogar noch ganz entfernen), doch ich habe schon Produzenten sich darüber beschweren hören, dass diese Teile bei den Billigprodukten nicht richtig aufgebracht gewesen wären. Jedenfalls ist es, zusammen mit der guten Verarbeitung, ein Indiz für die bei der Produktion an den Tag gelegte Sorgfalt.

 

In der Praxis

Die Frage, die sich viele Leser jetzt stellen werden, lautet, ob diese Schaumstoff-Absorber überhaupt eine Wirkung entfalten, wenn die Studiomonitore auf diesen aufgestellt werden. Und die Antwort ist: ja, natürlich.

Durch eine direkte Aufstellung der Lautsprecher auf beispielsweise den Schreibtisch, wird der Körperschall auf diesen übertragen. Zunächst bewegt sich die Membran und überträgt ihre Schwingungen auf das Lautsprechergehäuse. Bei hochwertigen Modellen ist die Übertragung auf das Gehäuse bereits durch Material und Ankopplungssysteme gering gehalten. Bei preiswerten Studiomonitoren kannst Du häufig wesentlich mehr Oberflächenschwingung feststellen als bei den hochwertigen Modellen.

Die Entkopplung von der Aufstellfläche erfolgt mit den Adam Hall SPAD ECO2 zuverlässig und so gut, wie es hochverdichteter Schaumstoff erwarten lässt. Wer noch etwas mehr Geld zur Verfügung hat, mag vielleicht die teureren Modelle näher anschauen. Diese haben auf dem Schaumstoff noch eine Lage Moosgummi, die den Lautsprechern einen noch festeren Stand verspricht. Mit den hier genutzten C8 von KS Digital ist ein sicherer Stand auf den Platten jedenfalls auch ohne Moosgummi gegeben.


Mehr zum Thema:
    

SEHR GUT

Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht am 04.08.2012

Produkt:      Adam Hall SPAD ECO2
Hersteller:  

Preis:  21,80 Euro
UVP:    21,80 Euro

Kurzfazit

Schaumstoff-Absorber für Studiomonitore. Diese Platten aus Schaumstoff sorgen für die Entkopplung der Studiomonitore von der Aufstellfläche.

Für wen

Homerecording-Tonstudios, die ihre Studiomonitore auf dem Schreibtisch positionieren wollen.

Wichtige Merkmale
  • Absorberplatte für Studiomonitore
  • 3 Neigungswinkel
  • Hochverdichteter Akustikschaum
  • Maße: 265 x 330 x 40 mm

 


Lesermeinungen (1)

zu 'Adam Hall SPAD ECO2 Testbericht: Absorberplatte für Studiomonitore'

  • nevian   22. Aug 2012   04:19 UhrAntworten

    Danke Carlos! Ich finde es super, dass ihr auch solche "einfachen", aber nützlichen Zubehörprodukte testet.

    Vor allem Deine Hinweise auf die Fertigungstoleranzen, insbesondere auf die Höhenvarianz, fand ich sehr informativ.

    Wie wärs denn mal mit einem Round-Up verschiedener Modelle? Es gibt ja viele Hersteller, inkl. der Hausmarken der großen Versandhäuser...

    Interessant wär z.B. ein Vergleich mehrerer Kandidaten, z.B. den Wave Panels Speaker Pads oder den Teilen vom MusicStore (Fame MSI-xxx), wobei es letztere auch in verschiedenen Größen gibt.

    Mich persönlich würde vor allem interessieren, wie sich verschiedene Produkte bei sehr schweren Studiomonitoren verhalten (so ab ca. 20kg/Box), also ob es Unterschiede btz. Einschränkungen in der Tragkraft gibt. Oder ob sich eine Box, welche aufgrund ihrer Bauweise nicht mit der vollen Bodenfläche sondern nur mit dessen herausstehenden Rand-Kanten aufliegt, in einigen Pads zu stark "versinkt" (was den Entkopplungseffekt dann leider vermindern würde).

    Vielleicht - falls es nicht zu aufwändig ist - könnte man einen Vergleichstest mit Frequenzdiagrammen o.ä. abrunden, um die Wirksamkeit der Kandidaten vergleichen zu können.

    Würde mich freuen, wenn delamar so einen Test realisieren könnte! Das wär doch sehr exklusiv ^^

    Viele Grüße :)
    Sascha

    p.s.
    hoffe, ich schaffe es demnächst mal wieder in den Live-Podcast ;)

Sag uns deine Meinung!

EMPFEHLUNGEN