Umfrage: Was macht einen Hit aus?

Umfrage: Was macht einen Hit aus?

Es gibt eine Menge Theorien, was Hits oder Hit-Songs angeht. Im Rahmen des delamar Podcasts haben wir bereits zwei Hit-Produktionen analysiert und versucht gemeinsam herauszufinden, was sie zu dem gemacht hat. Aber welche Faktoren machen denn einen Hit (in welchem Genre auch immer) nun aus?

Es ist liegt praktisch auf der Hand, dass niemand sich hinsetzt und einen Hit einfach mal eben schreiben oder produzieren kann. Ganz im Gegenteil scheint es für die meisten Musiker eher so zu sein, dass der selbstauferlegte Druck, einen bombastischen Beat zu machen, einen Ohrwurm zu schreiben oder sich eine geniale Textzeile für den Chorus einfallen zu lassen eher dazu führt, einen Song niemals beenden zu können.

Wie weit ist ein guter Song davon entfernt ein Hit zu werden? Wie viel Einfluss haben Beharrlichkeit, Geduld, innerer Antrieb, Knowhow und Wissen, der Glaube an sich selbst und der Faktor Glück auf den Erfolg von Musik?

Wenn Du kurz über deine Lieblingssongs, Tracks oder Raps nachdenkst – was genau ist es, dass dich an diesen so fasziniert? Ist es immer dasselbe? Ist es jedes Mal etwas anderes? Sind es die Lyrics? Die Melodie? Die Message? Die Stimmung?

Und damit es etwas zu diskutieren gibt, will ich mal meine eigene Meinung gleich kundtun:
Ein Song wird erst dann zu einem Hit, wenn der Interpret entsprechend bekannt ist, die Plattform, auf der er dem Publikum präsentiert wird, gross genug ist, um wirklich viele Menschen zu erreichen oder wenn das Marketing besonders gut ausgefeilt ist.

Nun, wie denkst Du darüber?

Lesermeinungen (25)

zu 'Umfrage: Was macht einen Hit aus?'

  • oliver
    05. Jul 2010 | 18:01 Uhr Antworten

    ein hit muss die zuhörer berühren. tut ein song das nicht, wird er nie ein hit sein, selbst wenn er auf einer riesigen plattform präsentiert wird. (man kann auf diese art – siehe dsds – ein bisschen etwas erreichen, wird aber ganz ganz schnell wieder in vergessenheit geraten, von “hit” wird kaum jemand sprechen.)

    wie berührt man die zuhörer? das ist die große frage und das große geheimnis, nach dem die songwriter streben. und das ist deshalb so schwer, weil es immer etwas mit dem zeitgeist zu tun hat. das heißt, was heute funktioniert, wird morgen nicht mehr funktionieren.

    den zeitgeist treffen können nur wenige, und diese wenigen oftmals auch nur mit glück. ein paar wenige dieser wenigen vielleicht sogar mehrmals. und die haben meines wissens gema-technisch ausgesorgt.

  • Frank
    05. Jul 2010 | 18:09 Uhr Antworten

    Nach dem Durchhören meiner ~10 Lieblingshits komm ich immer auf diese 2 Dinge:

    1) Akkorde
    2) Harmonien
    3) Groove

  • Jakob Siegler
    05. Jul 2010 | 18:42 Uhr Antworten

    Ha, geile Umfrage.

    Ich denke, man muss erstmal differenzieren, was man sich unter einem Hit überhaupt vorstellt. Ist mit “Hit” eher eine sehr erfolgreiche und vielverkaufte Single gemeint? Oder ist mit “Hit” eher eine subjektive Wahrnehmung in Richtung eines Lieblingssongs gemeint?
    Für mich persönlich gibt es nur sehr wenige Songs, die beide Kriterien erfüllen können bzw. zu viele Chart-Songs, bei denen ich mir gern den Ohrwurm aus dem Kopf prügeln würde ;-)

    Ich denke, eine Single erfolgreich zu machen ist überwiegend Handwerk. Da sollte halt alles stimmen, angefangen von Harmonielehre und Kompositionstechniken über nen guten Mix bis hin zum Red-Book-Master, nicht zu vergessen der ganzen Promotion-Arbeit, die nebenher erfolgen muss und ja mindestens genauso wichtig ist. Die Interessen des Hörers sollten im Vordergrund stehen (ohne gleichzeitig z.B. den Songtext zu weich zu spülen).

    Ich denke, wenn es eher um einen persönlichen Lieblingssong geht, dann ändern sich die Prioritäten. Da ist es wichtiger, den Zuhörer tiefgründiger anzusprechen, denke ich (z.T. mit tiefer gehenden Lyrics, komplexeren musikalischen Methoden usw.)

    Vielleicht sollte man sich ab und zu Gedanken machen, was für CDs man sich auf ne einsame Insel mitnehmen würde. Ich vermute, das sind dann die wahren Hits.

  • TrupahSio
    05. Jul 2010 | 19:29 Uhr Antworten

    Der Hit ensteht vorallem aus der Hook, das muss einen Ohrwurm Faktor haben , und schon hat man einen Hit !!!

  • Sebastian Chudoba
    05. Jul 2010 | 22:15 Uhr Antworten

    Ich stimme da ganz Herrn Siegler zu. Es bedarf einer “Hit”-Definition um detailierter auf Ursache und Wirkung einzugehen.
    Ebenso ist es gerade dieser Chaosfaktor, der dazu beiträgt, das niemand auf der Welt sich einen Hitmacher nennen darf. Die Mischung machts. Sowohl Orts- und Zeitfaktor wie auch sämtliche physikalische Gegebenheiten, wie auch Faktor n, der Anzahl der Zuhörer samt ihrer individuellen Emotionen, wie auch die des Interpreten und ganz besonders der es-liegt-was-in-der-Luft-Faktor, der den muskalisch-psychologischen Äther beschreibt, den wohl niemals irgend jemand in eine mathematische Formel packen kann und sagen kann: “Ich hab die Hit-Formel im Safe und kann sie bei Bedarf raus holen.” Manche Songs sind hit-prädestiniert und keiner weiß warum. Beispiel dragostea din tei von O-zone.

    Und dennoch gibt es, abhängig vom Genre, den einen oder anderen, der ein Händchen fürs Hits machen hat, wie zum Beispiel Timbaland im Pop; Wolfgang Petry im Schlager und sogar Mozart machte einst Hits in der heutigen Klassik.

  • G CODE
    05. Jul 2010 | 22:35 Uhr Antworten

    Meiner Meinung nach muss ein Hit zum Wetter und zur aktuellen Stimmung passen. Es gibt aber auch Lieder die zur jeder Jahreszeit passen und diese Hits werden dann Klassiker. Rythmus , Lyrics und Melodie müssen z.B nicht bis ins letzte Detail ausgefeilt sein sondern einfach stimmen.Ein Beispiel wäre Love Lockdown von Kanye West das so einfach wie auch genial ist und vor allem mit der Einfachheit und dem Lyrics überzeugt.

  • matthias
    05. Jul 2010 | 22:40 Uhr Antworten

    wirklich geile umfrage…

    ein auf hit produzierter song muss anscheinend:

    -die richtigen gefühle antriggern (herzschmerz, sehnsucht/glück, liebe, aktuelle alltagsweisheit…), mit text und passender melodie
    -schunkel und bierzeltkompatibel sein
    -eine eingängliche mitsingzeile haben (hook)
    -von jemanden gutaussehenden vorgetragen werden
    -auf kaufkräftiges publikum zugeschnitten sein (also kids)
    -nichts überraschendes/aussergewöhnliches haben.
    – 4 beat sein (“tanzbar”)

    ich denke, je mehr überschwemmt wir werden mit “auf hit produzierten” songs (ja, ich glaube, es gibt producer, die das können, einer von 10 tests wird dann je nach aktueller volksstimmung und grösse der propagandamaschine tatsächlich einer), desto weniger gibt es.

    ok, bin kein charts hörer mehr, und nicht erfreut über die hitindustrie, gebs zu. irgendwann hat man sie irgendwie alle schonmal gehört.

    sowas wie z.b björk, die einen authentischen, eigenen und mysthischen neuen sound entwickelte, scheints nicht mehr zu geben. villeicht geht das auch gar nicht mehr, weil nach über 70 jahren medienindustrie alles schon durchgenudelt ist :-). overload.

  • Tropper
    05. Jul 2010 | 23:21 Uhr Antworten

    Ich finde es gibt zwei Arten von Hits:

    Die einen sind die Ohrwurm Songs die es recht häufig gibt. Schlagen ein wie eine Bombe, wirbeln Staub auf aber schon ein paar Monaten kann die keiner mehr hören und die taugen nur noch für Chart-Shows und “Best of irgendwas” Scheiben. Ich glaube diese Art von Hits ist gar nicht so schwer hin zu bekommen. Muss man allerdings auch den Mut zu haben den totalen Flop zu laden. Auf jeden Fall denke ich das man solche Nummer mehr oder weniger nach Kochbuch herstellen kann.

    Die andere Form von Hits sind dann eher die “Evergreens”, die Songs wo die meisten Leute auch noch nach Jahren sagen das der Song ‘ne geile Nummer ist. Und die Song glaube ich kann man nicht am Fließband machen. Da muss schon jemand irgend jemand echte Emotionen rein gesteckt haben.

    Und hier stimme ich fast Frank zu:
    1. entweder das Ding Rockt einfach bzw. hat einen guten Groove
    2. die Melodie brennt sich einfach ein und wird nie langweilig
    3. der Text spricht eine große Zielgruppe bzw. lässt Spielraum für Persönliche Interpretation.

    Beispiel: Makarena lief einen Sommer lang rauf und runter, kann sich heute aber keine Sau mehr geben. Dagegen bin ich selbst kein großer U2 Fan – aber für “With or without you” wurde bestimmt noch keiner mit Tomaten beworfen.

    Tropper

  • vanhold
    05. Jul 2010 | 23:55 Uhr Antworten

    Pures Glück und der gerade herrschende Trend der Masse. Hits gibt es wie Sand am Meer, nur vergleichen kann man sie nicht. Das schlechteste Lied der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft “Life Is Life” von Opus, dagegen “Seven Nation Army” der White Stripes oder “Paparazie” von Lady Gaga, gegen “Satelite” von Lena. Bestes Beispiel: Einfache Komposition, durchschnittliches Mixing, einfaches Lied = Lou Begas Superhit “Mambo No.5″. In dem Fall wäre ich auch gern Bega gewesen. Ein Song und Ruhe für den Rest des Lebens und anständige Musik machen. Es ist wie mit Politikern – jeder kriegt den Hit den er verdient. Ich sag nur Wendler und Co, die verdienen sich ne goldene Nase mit Schrott. Dagegen ist Axel Rose’s 15 Jahre dauernde Qdysee durch die Musikqualen ja direkt eine Aufforderung zum unmusikalisch werden.

    Es gab mal ne Sendung auf dem WDR “Die Verlierer der Rockmusik” da ging es um Marianne Faithful, Willy de Ville und Leonard Cohen. Das waren die Verlierer! So ein Verliere wäre ich auch gerne! Ich sag nur Haleluja!

    Ich weiss, in bischen wirr! Aber trotzdem schön. ;-)

  • Carnivores
    06. Jul 2010 | 07:35 Uhr Antworten

    Ich geb auch mal meinen Senf zu dem Thema.

    Ich glaube nicht daran, dass Hits geschrieben werden. Die Musikindustrie versucht einen Song mit Potential zu vermarkten. Hier wird dann krampfhaft versucht den Song in die Radiorotation zu bekommen, oder bei irgendeiner Fernsehshow den Song unterzubringen, usw. – Je mehr der Song gehört wird um so größer ist die Chance das er zum Hit wird.

    Schaut euch doch mal die Charts an – sicherlich sind die Tracks dort nicht schlecht produziert, aber Hits ?

    Ich glaube, dass die Macht des Geldes hier Hits produziert.

  • Manuel
    06. Jul 2010 | 09:17 Uhr Antworten

    Mir ist einmal eine Band über den Weg gelaufen, die da eine ganz interessante Methode bei ihren Liedern fahren. Die Band nennt sich Ostkreutz und musikalisch sind diese grob gesehen im Rock-Bereich.

    Ihre Texte sind in der Strophe Pseudo-Slawisch. Es klingt wie russisch oder polnisch, hat aber überhaupt keinen Sinn.
    Die Meinung der Band dazu: Auf die Strophen achtet doch eh kein Hörer, also ist es auch egal, dass sie keinen Sinn geben.

    Der Refrain dagegen ist dann auf Englisch oder Deutsch, besteht dafür aus ein oder zwei Wörtern.
    Das macht sofern Sinn, dass selbst ein neues Publikum spätestens beim zweiten Durchlauf den Refrain mitgrölen können.

    Die Jungs haben jetzt nicht unbedingt Hits produziert, aber an dem Beispiel sieht man, wie einfach man bei der Masse ankommen kann – ich habe ein Konzert von der Band gesehen und die Wirkung beim Publikum war phänomenal!

    Wahrscheinlich hält es sich bei einem Hit nach dem Motto: Je einfacher, desto besser…

  • Alex G
    06. Jul 2010 | 09:54 Uhr Antworten

    Ich stimme Carnivores voll zu!!! Die Macht der Gerhirnwäsche…ehm…Marketings macht einen Hit aus. Ich definiere einen Hit, als einen über Jahre in den Medien präsenten Titel. Frage mich nun langsam, ob es heutzutage überhaupt Hits noch gibt?! Bei dem derzeitigen Musikfunduns (und es wird nicht weniger) und der schnellebigkeit verbunden mit der Oberflächigkeit der Leute werden auch die immer kurzfristigeren Hits auch immer oberflächlicher.
    Die Songs bestehen fast nur noch auf einem Groove und einem Refrain/Hook (Ohrwurm). An ein Solo ist ja nicht mehr zu denken.

    Alex

  • polly
    06. Jul 2010 | 14:42 Uhr Antworten

    Ein Hit muss eine gewisse Zeitlosigkeit ausstrahlen.
    Nach meiner Erfahrung haben fast alle zeitlosen Songs Ecken und Kanten.
    Kaum ein glattproduzierter Song, sei er auch noch so griffig, überdauert die Zeit. Viele Hits strahlen eine gewisse Rohheit aus. Meist spontan entstanden und aus einer Emotion heruas produziert. Hält man sich an Regeln oder sucht stets harmonisch klingende Akkorde und geht kein Wagniss ein, entsteht kein zeitloser Hit. Ähnlich bei den Frauen. Wer kann sich schon an das x-te Model aus der Vergangenheit erinnern. Super Schön, aber nicht einzigartig. Die Gesichter mit kleinen Mackeln sind es die hängen bleiben

  • Frank
    06. Jul 2010 | 19:12 Uhr Antworten

    http://viva.tv/Charts/Detail/id/6/part/0/name/VIVA+TOP+100

    Alles Hits! ;)

    Lässt man seinen persönlichen Geschmack mal weg und guckt sich die Charts genauer an, dann sind fast nur bekannte Größen dabei oder gehypte Leute (Lena, Stromae, …).

    Ich selbst hab z.B. einige Clubhits produziert, aber deswegen bin ich noch lange kein David Guetta oder gar reich.

    Für einen richtigen Hit fehlt eben die übliche Promo-Maschinerie.

    Ein “Hit” allein reicht nicht :(

  • Hans
    06. Jul 2010 | 23:17 Uhr Antworten

    Ihr habt alle Recht und aus dem Grund wirft das Thema wohl unendliche Diskussionen auf:-))
    Wie genau definiert man “Hit”? Für mich ist ein Hit ein Song, der mich berührt, der mir noch nach 10 Jahren einen Schauer über den Rücken wandern läßt(z.B. Can’t fight this feeling). Andererseits – “Unheilig” hab ich vorher nicht gekannt und auch noch nie gehört und doch – als ich “geboren um zu Leben” das erste mal gehört hab, war ich hin und weg! Das widerspricht für mich der Theorie vom alles entscheidenden Marketing. Wenn der Song scheiße ist hilft auch das Marketing nicht weiter. Mal sehen wie lange der Song auf meiner Hitliste überleben kann… Andererseits – De dadada – ich lieb Dich nicht, Du liebst mich nicht…:-))

  • Olaf
    07. Jul 2010 | 09:08 Uhr Antworten

    Mit “Hits” ist es genau wie mit “Superstars”: heute wird einem alles mögliche als “Hit” oder “Superstar” verkauft – geradezu inflationär! In meinen Augen ist auch das ein Grund für den Abstieg der Musikindustrie, aber das ist ein anderes Thema.

    Echte Hits sind für mich Songs, die auch nach 20 Jahren noch nichts von ihrer Faszination und ihrer Intensität eingebüßt haben und die man sich immer noch anhören kann, ohne das kalte Grauen zu verspüren. Beispiele dazu wären für mich z.B. “Land of Confusion” von Genesis, “Thriller” oder “Billie Jean” von Michael Jackson oder viele Songs von ABBA oder Queen.

    “Hits” wie Lenas “Satellite” sind dem schon angesprochenen Zeitgeist geschuldete Modeerscheinungen, aber ob sie sich auf Dauer halten können und zu “echten” Hits werden, wage ich zu bezweifeln. Anfangs fand ich das Lied ja auch noch ganz gut, aber inzwischen nervt es mich einfach nur noch.

    Sicher ist das Marketing hinter einer Produktion SEHR wichtig, schließlich nützt der beste Song nichts, wenn ihn niemand kennt. An erster Stelle steht aber immer noch der Song selbst und dessen Interpretation. Bands und Interpreten, die wirkliche Hits am Start haben (hatten), zeichnen sich auch immer durch ihre Einzigartigkeit, Andersartigkeit und Unverwechselbarkeit aus. “Echte” Stars machen niemanden nach oder eifern einem bestimmten Vorbild hinterher sondern sind selbst das Vorbild. Wenn sich Fans und andere Bands so anziehen und versuchen so zu spielen wie Du, dann weist Du, dass Du es geschafft hast!

    OFFTOPIC: Als ich diesen “Hit” von Unheilig zum ersten Mal gehört habe, war ich doch *etwas* entsetzt! Die kommen ja eher aus der dunklen Ecke der Musik (Gothic, Darkwave…), aber ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass Dieter Thomas Heck ins Bild hüpft: “Das, meine Damundherrn, war, Live aus Berlin, unsere Neuvorstellung in dieser Woche…”. Der Wendler muss doch vor Neid erblassen…

  • Psyria (Music Productions)
    14. Jul 2010 | 01:33 Uhr Antworten

    Wir schreiben das Jahr 1988. Die Firma Time Warp Productions hat unter dem Label des Softwareunternehmens Rainbow Arts ein Computerspiel veröffentlicht. Giana Sisters heisst es und ist ein Jump N’ Run was dem Konsolenspiel SuperMarioBrothers der Firma Nintendo sehr ähnlich kam. Aufgrund dessen wurde gerichtlich, seitens Nintendo, durchgesetzt, dass der Verkauf von Giana Sisters untersagt wurde.
    Seitdem IST “The Great Giana Sisters” ein wahrer Hit und hat absoluten Kultstatus…
    Wir schreiben nun das Jahr 2010 … Der Klassiker sowie remakes und inoffizielle Nachfolger gibt es nun zu Hauf auf den unterschiedlichsten Betriebssystemen, Plattformen, Handys ja sogar auf Nintendo-Systemen ;-) …

    Wo ist nun der Vergleich “was macht ein Hit aus” ???

    Vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber ich glaube hier kam alles zusammen. Strategie, Hype, Gewusst wie und natürlich ganz wichtig – die “Fans”, welche den Erfolg UND Bekanntheitsgrad ankurbeln.

    Und das ist eben meiner Meinung nach der springende Punkt. Fans gewinnen, generieren (omg, wie sich das anhört ;)), und was bieten.

    Kombiniert Mit Carlos’ Meinung – e vola :)

  • Phunkateer
    16. Jul 2010 | 21:44 Uhr Antworten

    Hm. Es kann kein Rezept für einen Hit geben. Warum? Wenn es eins gäbe, würde jeder es nutzen und wir hätten Tausende von “Hits” – also letztendlich keinen wirklichen Hit mehr.

    Es gibt bestenfalls Kriterien, wie etwas nicht zum Hit wird. Klar, ein Minimal Techno Stück ohne Vocals im 7/8 Takt wird es kaum auf die Nummer eins schaffen.

    Es mag Hits geben, die durch reines Kalkül und Marketing dazu werden. Richtige Hits sind aber etwas anderes. Ich finde, Hits haben eine gewisse unerklärliche Magie, die sie zum Hit werden lassen. Dieses unerklärliche Phänomen kann ich sogar bei Musik nachvollziehen, mit der ich eigentlich nichts anfangen kann. Bspw. ist “Live is Live” echt nicht mein Ding und nicht die Krönung des Musikschaffens, aber: Ja, irgendwas hat es, was es zum Hit werden lässt.

    Und nun? Was macht man mit dieser ominösen Magie?
    Ist doch schön, dass es unberechenbar ist! Lasst Euch nicht von irgendwelchen “Hit-Tipps” beinflussen. Sondern:
    Geht raus und zaubert!

    In diesem Sinne,
    DuDungDuDung…ts…naNaaaaNaNana!

  • Georg GG
    03. Okt 2010 | 17:58 Uhr Antworten

    Finde die Umfrage sehr toll.

    Ich denke das hat auch viel mit Marketing zu tun. Wer in Zeitung/Fernsehen ist, der ist in aller Munde. Und wer in aller Munde ist wird auch öfters gekauft.

    Britney Spears war damals oft in den Medien… als sie ihren Absturz hatte und bei ihr privat alles berg ab ging. Das Album was sie da rausgehauen hat war das meistverkaufteste von all ihren bisherigen CD’s. Und das will doch was heißen.
    Da denk ich an den Spruch: “Jede Promotion ist Gute Promotion”
    Egal ob du gefeiert oder kritisiert wirst. Also würd ich mal sagen Medienpräsenz wirkt da schon sehr stark mit.

  • Orphan D
    26. Sep 2011 | 12:49 Uhr Antworten

    Ein Hit ist ein Song der nen konstanten Vibe hat, der wahre Gefühle kraftvoll wiederspiegelt.

  • Serafin
    22. Sep 2012 | 12:33 Uhr Antworten

    Er muss von dem Beatles sein.

  • Max
    18. Jan 2014 | 22:08 Uhr Antworten

    Hallo miteinander,

    ich hab gerade gegooglet nach “Hit produzieren” und bin hier gelandet.

    Ich hab mir ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht und bin zu Folgenden Punkten zusammen mit euren gekommen:

    Bestandteile eines Hits:
    – Sprache
    – 4 Beat
    – Lyrics (Sinn, Einfachheit, Reime, Wörter, Sätze)
    – Bassline
    – Drums
    – Thema -> Trend erkennen / Zeitgeist / Zeitlosigkeit
    – Akkorde
    – Harmonien
    – Meldoie ( Einfachheit, Einprägsamkeit, Interessantheit, )
    – Mediales Potenzial
    – Länge
    – Kontnuität im Klangthema / Sound
    – Arrangment
    – Mixing
    – Groove
    – Einzigartigkeit
    – Hookline ( Meldoie, Instrument, Effect, Text)
    – 1st-Second-Catcher
    – Übersetzbarkeit
    – Interpret
    – Zielgruppe
    – Video
    – Vermarktung (Zuhöhrer ansprechen, Hype auslösen, Überraschungseffekt,)
    – Verkauf
    – Investoren

    Ich hab ne Frage zu den Hits:

    Wir haben es Musiker ohne Major geschafft, bzw. wie vermakrtet man einen Hit mit Low-Budget?

  • Bastian
    22. Feb 2014 | 16:47 Uhr Antworten

    Für mich gilt, einen Hit darf man nicht an irgendwelchem Marketing messen sondern mann muss Vergleichen..

    Wenn ein noch nie gehörter Musiker, heute zum erstenmal ein Song auf Youtube lädt und morgen 1’000’000 Klicks hat. Dann Ist es mitsicherheit ein Hit.
    Wenn David Guetta ein Song auf Youtube veröffentlicht und er Morgen 1’000’000 Klicks hat heist es nicht dass es ein Hit ist, warscheinlich eher keiner. Denn normalerweise hat ein Hit Song von D.G. nach einem Tag mehrere Millionen Views.

    Man muss einfach mit einem gesunden Menschenverstand objektiv beobachten…
    so mache ich mich immer auf die Suche nach geilen Liedern auf Youtube,…

    Also was ich daraus ziehe ist, dass es 100% auf den Song darauf an kommt. Das marketing und wie bekannt du bist ist SCHEISSEGAL…wirklich. Konzentrier dich einfach auf die Musik.

    Übrigens mein bester Songwriting Tipp:
    Spiel 4 Akkorde auf dem Klavier oder wo du willst,
    spiele diese immer wiederholend.
    Entspanne dich.
    Und nun versuche den Gesang, so zu hören als würde es Ihn schon geben. Versuch einfach mal was zu hören. Nicht versuchen etwas zu erfinden. Sondern Ihr befindet euch in einer Position als würdet Ihr Musik hören.

    Vielleicht kennt Ihr es wenn im Radio ein Song anfängt und nach den ersten 4-8 Akkorden, spürt Ihr das irgendetwas gutes Kommen soll.
    Oder anderes Beispiel: Wenn ihr einen Song hört im Radio, und schon nach den ersten paar Wörtern wisst Ihr, das Lied wird der Hammer und ihr wisst dass alles was noch kommen wird geil sein MUSS.

    Auf youtube gibt es viele Videos genannt “4 akkorde 70 Songs” usw.. immer die gleichen 4 akkorde und 70 verschiedene HITS. Ein Hit erkennt man einfach. Und zwar nicht wenn er voll vermarktet ist und hoch profesionell produziert etc., sondern man erkennt ihn schon bei einer einfachen mit dem Handy aufgenommenen Akustikversion. Sogar mit einem leicht verstummenen Klavier würde er gut klingen.

  • Ömer Gömer
    05. Mrz 2014 | 09:40 Uhr Antworten

    recht interessante Runde..

    Ich mache selber jetzt seit 6 jähren Beats. Zwar sind Beats allein kein hitpotential, doch nichts desto trotz stecke ich in jedes einzige instrumental herz und Seele hinein.

    Ich habe meinen engeren Freundeskreis und anderen Außenstehenden meine Ergebnisse vorgespielt, egal ob es sie vertraut miit der Materie sind oder nicht, sie sind nicht fähig objektive Kritik zu äußern. Ich produziere meine eigenen Hits. Was ich sagen will ist, dass es das Polarisieren ist. Die einen Feiern dich die anderen beneiden/ hassen dich… Und egal was sie über dich sagen, Hauptsache sie sagen etwas über dich..

    Deswegen denke ich, dass wenn man ein kommerziellen Erfolg erzielen möchte, muss man unbedingt das Marketing anwenden.
    Wir leben in einer Zeit, wo viele sich ihre Meinung von außen beziehen. Das erschwert die individuell Beurteilung von sog. Hits. Wenn man wirklic Hits produzieren möchte muss man sich wagen eine gebildete Zielgruppe anzusprechen, denn diese sind in der Lage(natürlich nicht jeder von ihnen), eine ausgewogene Meinung zu einem Song bilden.

    Wenn bestimmte Medien etwas beurteilen, neigen sie dazu, dieses etwas anzuglotzen, sodass die Zuschauer “geil” darauf werden..

    Irgendwie hab Ich den Fäden verloren aber egal..
    Wer wert auf gute Musik legt, soll sich trauen weniger bekannte Künstler zu nennen, sodass Vielfalt entsteht und aus Vielfalt wieder bestimmte Punkte herausgepickt werden und davon etwas neues geformt wird.. Mit anderen Worten der “kreis” darf sich nicht schließen..

    Ps. Hab nicht auf die Rechtschreibung geachtet.. :))

    Liebe Grüße
    Ömer

  • Darcosan
    06. Dez 2014 | 01:40 Uhr Antworten

    Korrekt! Mein Leben lang schon Musiker und dieser Post sagt einfach genau das, was ich denke!

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