Die 10 effektivsten Tipps für deinen kreativen Durchbruch

Schreibblockade adé – Die 10 effektivsten Tipps für deinen kreativen Durchbruch

Wir alle kennen solche Durststrecken in unserem kreativen Schaffen. Oftmals scheint dann der Zukauf von neuen Musik Equipment für das heimische Tonstudio als die Lösung schlechthin. Und was soll ich sagen? Bei mir hat die Variante eigentlich noch nie genutzt – denn das Problem ist anderer Natur. Überleg einfach mal nur, wie viele deiner Bekannten grössere Tonstudios als Du selbst haben, Musik Equipment und Synthesizer en masse und trotzdem noch keinen musikalischen Durchbruch?

Deine Werkzeuge werden nie die Arbeit für dich übernehmen, denn Du bist das kreative Mastermind. Und um dich wieder in die richtige Ausgangsposition zu bringen, haben wir hier die 10 effektivsten Tipps für deinen kreativen Durchbruch zusammengestellt:

Die 10 effektivsten Tipps für deinen kreativen Durchbruch

Die 10 effektivsten Tipps für deinen kreativen Durchbruch

1. Abwechslung & Pause machen

Wer lange an einem Projekt arbeitet, verliert auch mal die Perspektive. Es fehlt dann der nötige Abstand, um sinnvolle Entscheidungen zu treffen und das Projekt weiterzubringen. Wenn Du wieder mal das Gefühl hast, dass Du nicht weiter kommst, dann probier doch mal, alles stehen und liegen zu lassen.

Verlass den Raum, geh zum Kühlschrank oder einkaufen und vielleicht reicht das bereits, um wieder frisch an dein Projekt zurückzukehren. Du kannst auch einfach stoppen und Musik anderer Künstler hören. Dabei ist es nicht wichtig, dass Du dieselbe Musikrichtung wie deine eigene hörst. Oftmals verhält es sich sogar genau umgekehrt.

Ebenfalls sehr nützlich ist das Wechseln der Position innerhalb des Raumes. Wenn Du die ganze Zeit dein Projekt aus dem Bürostuhl vor dem Mischpult gehört hast, dann stell dich doch mal in die entfernteste Ecke und höre von dort.

 

2. Selbes Projekt, andere Aufgabe

Bleiben wir noch einen Moment bei der Abwechslung. In einigen Fällen sitze einem der Abgabetermin im Nacken und dann fühlt sich eine Pause einfach nicht gut an. In diesen Fällen kannst Du mal folgenden Trick probieren: Statt weiter an der Melodie für den Chorus zu komponieren, arbeite doch mal die Streicher in der Bridge aus oder nimm einige Gitarren-Parts auf.

Wenn das Projekt mehr als einen Song umfasst, kannst Du auch einfach den Song wechseln und schauen, ob Du von dort Inspiration mitnehmen kannst.

 

3. Zweite Meinung einholen

Generell ist das Meinung von Freunden, Mitmusikern oder Bekannten einzuholen ein zweischneidiges Schwert. Solltest Du dich aber tatsächlich mal hoffnungslos festgefahren haben, so kann dir die Meinung eines Dritten die notwendige Perspektive zurückgeben.

Besonders spannend sind dabei Meinungen von Menschen, die wirklich den Blick von aussen haben und sich nicht scheuen, dir die Wahrheit zu sagen. Insbesondere solltest Du potenzielle Endkonsumenten deiner Musikrichtung befragen.

 

4. Entscheide dich

Was auf dem Papier wie ein gewaltiger Vorteil erscheint, kann schnell zu einem echten Dilemma werden. Triff deine Entscheidungen frühzeitig und lass nicht alles bis zum Ende offen. Wenn Du einen genialen Sound und/oder Lick gefunden hast – warum nicht einfach dabei bleiben?

Du wirst nicht immer richtig liegen, aber aus diesen selbst auferlegten Grenzen entstehen neue Chancen.

 

5. Stell dir einen Wecker

Zeitdruck kann einen Künstler so richtig beflügeln. Probier dir doch mal einen Wecker zu stellen. Und jedes Mal, wenn er klingelt, wechselst Du zu einer anderen Aufgabe. Beispiel: Wenn der Wecker nach 10 Minuten klingelt, dann lässt Du den Synthsound so wie er gerade ist und beschäftigst dich eine Weile mit den Fills und Breaks in den Schlagzeugspuren.

 

6. Hör auf mit den Augen zu hören

Moderne DAW-Software ist pure Magie. Alles und jedes wird visuell ansprechend dargestellt, Du weisst immer genau, was Du da gerade machst. Vielleicht wird es aber mal Zeit, die Augen zu schliessen und einfach mal hinzuhören. Noch besser: Schalt den Monitor aus und schreib deine Änderungswünsche auf Papier.

Später kannst Du dann dein Projekt wieder auf dem Bildschirm anschauen und die Änderungen durchführen.

 

7. Kreativ bleiben

Was ich selbst schon viele Male an mir festgestellt habe ist folgendes Phänomen: Noch während ich eigentlich mit der Komposition eines Songs beschäftigt bin, fange ich an, den perfekten Sound für den Bass zu suchen oder die Drumspuren bereits abzumischen und fett zu machen. Nach einer ganze Weile stelle ich dann fest, dass ich nicht wirklich weitergekommen bin und eigentlich von vorne anfangen muss.

 

8. Schreib Ideen nieder

Kennst Du das? Du hast eine brilliante Idee und sie kurze Zeit darauf schon wieder vergessen. Sie kommt nie wieder. Deswegen: Wenn dir eine gute Idee kommt, dann unterbrich, was auch immer Du gerade machst, und schreib diese Idee nieder. Du kannst hierfür einen Merkblock, ein Moleskine oder einfach die Notizfunktion deiner DAW-Software nutzen.

 

9. Nutze den Zufall

Viele Programme, Synthesizer und Musikprogramme bieten dir eine Zufallsfunktion an. Warum nutzt Du diese einfach nicht mal für 10 Minuten und schaust, was dabei am Ende herauskommt? Oder Du schneidest einfach ein Sample aus deinem aktuellen Lieblingssong heraus und schickst es durch einen Filter und baust es stark verfremdet in dein eigenes Projekt ein. Lass die Katze über die Tastatur laufen oder ein Forum über deine nächsten Schritte entscheiden.

 

10. Lies ein Buch

Bücher sind fantastische Ideengeber und Autoren echte Poeten der Sprache. Lass dich durch ein gutes Buch inspirieren und versuch doch dein Projekt wie die Stimmung in deinem Buch klingen zu lassen. Nutze einen schönen Satz aus dem Buch und schreib einen ganzen Text drumherum. Philosophier mit deinem besten Freund über das Leben oder warum jeder Komponist erst eine Menge schlechter Musik schreiben muss, um die Inspiration für den einen Hit zu finden.

 

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Lesermeinungen (9)

zu 'Die 10 effektivsten Tipps für deinen kreativen Durchbruch'

  • Roland Dürer
    27. Nov 2011 | 13:33 Uhr Antworten

    Was soll man von einem Artikel halten, wovon der letzte Satzt totaler Quatsch ist?

    • TLOT
      02. Dez 2011 | 17:11 Uhr Antworten

      wieso quatsch? der Artikel beschreibt schon vieles was ich auch mache um besser an eigene Sachen heran zu gehen. Und genau der letzte Satz ist eine der besten Lösungen eigener Probleme: versuchen die der anderen zu verstehen!

    • MKE
      12. Dez 2011 | 00:32 Uhr Antworten

      Wenn Du mit “letzter Satz” deinen Kommentar gemeint hast, dann hast Du recht

  • Erik
    10. Jul 2012 | 18:50 Uhr Antworten

    Hab mir 5 Sachen direkt auf ne Liste übernommen, die kommt gleich mit rüber ins Studio. Danke, waren gute Tipps bei. Ja,ein Buch lesen, das hilft manchmal wirklich.
    Warum gibt es eigentlich immer solche Miesepeter wie Roland Dürer? Hat ihm der Rest des Artikels vielleicht blendend gefallen, nur der letzte Satz nicht? Wir werden es nie erfahren…

  • Adrian
    20. Jul 2012 | 01:47 Uhr Antworten

    Dieses Forum, hilft mir voll danke an der Stelle !

    Bei mir ist es so, wenn ich ein Text schreibe bombe ich in den ersten 10 Zeilen hamma Punchlines nieder, dannach wird es immer schlechter und dann lösch ich das wieder wenn ich mich ne Stunde später wieder an den Text setzte :)

  • Nata
    04. Dez 2012 | 08:30 Uhr Antworten

    Danke, hat mir total weiter geholfen. Nur 1 Tipp noch: Ich,täte auch eine Sammlung mit Stichworten für Ideen zum Songwriting machen. Denn mir fällt nie was ein ;)

    p.s. Coole Website

  • Mex
    05. Sep 2013 | 20:05 Uhr Antworten

    Insbesondere Tipp 6 “Hör auf mit den Augen zu hören” kann ich mit besten Gewissen nur anraten !

    Zu oft verfolgt man seinen Song/Arrangement visuell in der DAW und das hat zur Folge, das wir bestimmte Events (z.B. zu Kontrollzwecke) in einer entsprechenden Erwartung lediglich registrieren…. aber manchmal gar nicht das auslösende Emotionale dabei empfinden, bzw. die Wirkung die das Event auslöst, so wirklich mitbekommen.

    Da kann es durchaus sehr hilfreich sein, einfach mal die Augen zu schliessen, den Monitor auszumachen oder sich einfach mal nur vom Arbeitsplatz weiter wegzusetzen und der Musik ohne gewisse “Erwartungshaltung” zu lauschen.
    Oft bekommt man dann mit, das eine gewisse Stelle vlt. zu dünn und nicht imposant genug ist- oder auch einfach too much ist- und es hin und wieder gar nicht an dieser oder jener Spur liegt, die wir zuvor noch mit allerlei “Erwartungshaltung und manchmal Nerven” bearbeitet haben.

  • Mark
    16. Apr 2014 | 13:31 Uhr Antworten

    Bücher sind wirklich eine super Inspirationsquelle.
    So ist mein Song “Der letzte Outlaw” den ich über den Countrybarden Gunter Gabriel geschrieben hab, entstanden, nachdem ich seine Biografie “wer einmal tief im Keller saß” gelesen hatte

  • Lisa.A.S.L
    16. Sep 2014 | 19:44 Uhr Antworten

    Es ist super wie ihr genau die fragen in Worte fassen könnt und so gewissenhaft darauf Antwortet, die sowoh profie als auch Anfängermusiker beschäftigen. Macht weiter so, denn Musiker suchen oft vergeblich nach Hilfe. Danke :)

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