Rocker wählen CSU
Win Butler, Frontmann, Sänger und Songwriter der Indie-Rock-Band Aracade Fire, beklagt die festgefahrenen Rituale und die resignierende künstlerische Haltung heutiger Rockmusik. Rock ‘n’ Roll hätte sich beinahe schon zur konservativsten Kunstform entwickelt, so Butler forsch. Amen!
Win Butler von Arcade Fire über konservative Musiker
Nach drei Alben wäre es verständlich, wenn sich Arcade Fire endlich einmal zurücklehnen und eine ruhige Kugel schieben würde. Doch die Grammy-prämierte Band hat noch viel vor. In einem Interview mit The Telegraph meint Win Butler:
A lot of people get really stuck in this idea that everything’s been done, and there’s nowhere left to go. Rock ’n’ roll is almost the most conservative form of performance art: you play your guitar, these are the moves, this is what the songs are about, and this is the energy. I always felt like there’s so many sounds to make and things to talk about in songs. There’s more to life than ‘I love you baby, la, la, la’.

»Viele Leute sind so festgefahren, daß sie meinen, in der Musik wäre alles schon gesagt und getan worden. Rock ‘n’ Roll ist fast schon die konservativste Form künstlerischer Performance: Du spielst Die Gitarre, da sind die Bewegungen, dort ist das, worum in den Songs geht und das ist die Energie. I habe immer gespürt, daß es noch so viele Klänge zu spielen und so viel zu sagen gibt. Das Leben ist mehr als ‘I love you baby, la, la, la’.«
Nach dem Lesen dieser Zeilen kam mir ein Ausschnitt aus einem Interview mit Mike Patton in den Sinn, in dem er einen köstlichen Kommentar zu Wolfmother abgibt. :) Guckst Du:
Den vollständigen Artikel mit einigen interessanten Statements zur Musik und zum Musikbusiness findest Du hier:
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16. Aug 2011 | 12:46 Uhr
Omg! Ich bin auch Rocker und CSU kommt mir mal gar nicht in die Tüte ;)
16. Aug 2011 | 13:01 Uhr
Och, aber so schleimige Mucker wie z.B. Coldplay hört man bestimmt auch auf FDP Parteitagen… ;-)
16. Aug 2011 | 13:01 Uhr
Was kommt als nächstes?
Richtige Metaller wählen die FDP?…
16. Aug 2011 | 13:18 Uhr
Nee, IG Metall stand eher bei konservativen Roten :D Wählen Oi-Musiker wirklich NPD?
16. Aug 2011 | 13:21 Uhr
was für ein dünnschiss.
16. Aug 2011 | 14:33 Uhr
Peter Müller (jetzt Ex-Ministerpräsident des Saarlandes) ist damals in die JU statt zu den Jusos, weil dort die hübscheren Mädels waren. So entscheidet sich also die politische Richtung. ^^
16. Aug 2011 | 13:48 Uhr
Habe neulich mal eine Reportage über eine FDP-Veranstaltung gesehen. Da lief elektronische Musik und es waren fast ausschließlich scharfe Frauen zu sehen :-)
16. Aug 2011 | 14:34 Uhr
Wenn der Herr Buttler dieser ansicht ist, ist er bestimmt der letzte der daran was ändern wird… Ich hab seinen Namen gerade das erste mal gehört und ich mach 80% meiner Freizeit nur Musik. Und wenn ich keine Freizeit habe, mache ich weiter Musik und ich wusste bis vor kurzem nicht wer die Jonas Brothers sind und das hat zwei Gründe die sich viele mal zu Herzen nehmen sollten.
1. Wie kann man sich z.B. ein Justin Bieber Video anschauen, nur um darunter zu schreiben “bieber is gay”. Diese Menschen haben Musik von Grund auf nicht verstanden und sollten einfach mal drüber nachdenken wie lächerlich das ist. Leider gilt das aber auch für viele “interpreten” die Musik irgendwo nicht verstehen, sondern einfach gehört bzw gemacht wird.
2. Musiker sollten Musik machen und nicht irgendwelche anderen Musiker benoten dessen Musik sie selber nicht mögen…
Wenn sich nur 70% das zu Herzen nehmen, wird für diejenigen auch Justin Bieber oder die Jonas Brothers so gut wie garnicht mehr präsent sein!
(Rock)Musik dem Konservatismus oder überhaut einen Regelwerk zuzuschreiben ist absurdität hoch 10… Gut man hört es in der modernen Pop Musik reichlich. Vieles wird wiederverwendet weil es einfach funktioniert hat. Die Menge kann man als durchschnitt deklarieren. Praktisch als eine Person da sich die Mehrheit einfach heraus kristalisiert und somit das bleibt, was überwiegt. Das was überwiegt hat nur leider irgendwie kaum Anspruch für !mich!. Gut, das prinzip der Durchschnitsberechnung sollte jedem geläufig sein. Und das was überwiegt wird von den Medien gehypt. Das (ich nenne es mal absichtlich) MusikbizZ ist ein reines Kapitalunternehmen (wenn ich irgendwo Falsch liege, bitte korrigiert mich) und es wird, wie in jeder normalen Firma auch, immer das gemacht, was am meisten Umsatz bringt. Aber ich schweife irgendwie total total ab xD Tschuldigung! ;)
Und bitte, nehmt mir keine Rechtschreibfehler o.ä. übel, ich hab die letzten Tage wenig geschlafen :-/
…jetzt aber xD
16. Aug 2011 | 14:36 Uhr
Und wenn wir mal ehrlich zu uns selber sind, wirklich glücklich wird kaum einer. Selbst wenn die gewählte Partei es and die Spitze schaffen sollte.
16. Aug 2011 | 15:14 Uhr
Und wo is nun der Rocker ? Ich suche verzweifelt ^^
17. Aug 2011 | 15:56 Uhr
Ich hatte das prachtvolle und unerwartete Glück von einem ex-Kraftwerker auf dem Amphi-Festival in Köln eine von den grünen Artist-Armbändchen bekommen zu haben. Das ist nett, öffnet es doch Bereiche, die z. B. dem blauen VIP-Bändchen verschlossen waren. Ich habe da einige „Künstler“ backstage kennengelernt, die gerade noch auf der Bühne die „wilde Sau“ raus gelassen haben, und nun mit einem kleinen Häppchenteller und einem Bier am Stehtisch alte Kumpel (z. B. den ex-Kraftwerker) begrüßten. Es ging in den Gesprächen u. a. darum, was die Arbeit in der Kindergarten-Elterninitiative macht, oder wann der Rasen zu mähen ist, damit der nicht so schnell wächst. Und das alles keine zwanzig Minuten nachdem das Stahlophon auf der Bühne vom Sänger fast zu Klump gehauen wurde, tausende Gothic-Typen vor der Bühne ‘nen Kabelbrand im Herzschrittmacher bekommen haben und Kerle wie Kleiderschränke die ganz wilden Fans daran gehindert haben dem Gitarristen seinen sechsaitigen Eierschneider zu übernehmen.
Das Leben auf der Bühne und das Leben neben der Bühne ist nicht immer identisch. Höchstwahrscheinlich sogar selten (wobei ich mir das bei den Stones nicht vorstellen kann, aber egal). Und wenn man mal einen Moment darüber nachdenkt, dann hat das höchstwahrscheinlich was mit der „Professionalität“ zu tun, die zwei Artikel weiter hinten heiß diskutiert wurde …
17. Aug 2011 | 17:02 Uhr
Ja, das Leben schreibt die skurrilsten Geschichten…und ehrlich, die Sache mit dem Rasen ist auch nicht einfach…