Zum Tod von Adam Yauch

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R.I.P. Adam Yauch

Auf der Homepage der Band ist zu lesen: »Mit großer Trauer bestätigen wir, dass Musiker, Rapper, Aktivist und Regisseur Adam ‚MCA‘ Yauch in seiner Heimat New York City nach einem fast dreijährigen Kampf gegen den Krebs verstorben ist. Er war 47 Jahre alt«. In den 80er Jahren brachten die drei Milchgesichter den Hip Hop vom Ghetto auch in die Zimmer der weißen Jugendlichen und machten diese »schwarze« Musik salonfähig, auch wenn die Eltern ihrer Fans nicht wirklich begeistert waren von den Texten dieser Bad Boys. Wenn heute Eminem niemand mehr schief anschaut, dann sind es die Beastie Boys, die einen großen Teil dazu beigetragen haben. Zum Tod Yauchs sagt er: »Adam Yauch brought a lot of positivity into the world and I think it’s obvious to anyone how big of an influence the Beastie Boys were on me and so many others«.

Weltweit trauern Menschen um den berühmten Musiker, so auch Thomas D von den »Fantastischen Vier«, der in einem Video seine Trauer bekennt und den Einfluss der Beastie Boys als einen gar nicht zu überschätzenden beschreibt:

Die Beastie Boys waren vielen ein Vorbild und haben zahlreiche Musiker geprägt. Unter denen, die dem Musiker Tribut zollten, waren auch Nas, Jan Delay, Tom Morello, Weezer, auch Flea von den Red Hot Chili Peppers und Benji Madden von Good Charlotte. Dieser bekannte: »The Beastie Boys are one of the reasons I do music & MCA was the captain«.

Chris Martin von Coldplay, der während des Hollywood Bowl vom Tod des Musikers erfahren hatte, widmete dem Verstorbenen ein Cover ihres bekanntesten Songs: »Fight For Your Right«. Sogar Robbie Williams, dessen Musik eher wenig mit Hip Hop zu tun hat, sieht den Tod Yauchs als großen Verlust. Er richtet an Dankeschön an Yauch: »Danke, dass du mir dabei geholfen hast, meine Teenagerjahre zu überstehen«.

Den Beastie Boys haftete immer eine gewisse alternative Coolness an und als man dann im Laufe der Jahre feststellte, dass politische Ungerechtigkeit uncool ist, konnte man auch dafür viele Menschen begeistern. Denn Yauch setzte sich nicht nur für mehr gute Musik ein, sondern war auch seit vielen Jahren überzeugter Buddhist, dem die Befreiung Tibets sehr am Herzen lag. So haben die Beastie Boys mit ihrem Engagement viele andere Musiker dazu gebracht, sich auch für ein freies Tibet einzusetzen. Eine eigens für diesen Zwecks von Yauch mitbegründete Stiftung »Milarepa Foundation« bekam aus Lizenzen von Songs und Spendenaktionen wie Konzerte mit anderen Musikern viel finanzielle Unterstützung.

Dazu Thom York von Radiohead: »Ihre Free-Tibet-Konzerte hatten einen großen Einfluss auf mich, und wie Adam mit all dem klar gekommen ist, hat mich schwer beeindruckt. Er war ein angenehmer und sehr smarter Typ. Möge er in Frieden ruhen.«

Der Ohrspeicheldrüsenkrebs wurde bereits 2009 diagnostiziert, seitdem trat Yauch nicht mehr öffentlich auf. Zahlreiche Konzerte wurden abgesagt, Veröffentlichungen verschoben und der Musiker war auch nicht dabei, als seine Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde.

Mit »Hot Sauce Committee Pt. 2« kam 2011 leider das letzte Album der Band daher, das jedoch noch einmal an den Song »Fight For Your Right« erinnerte, zu dem ein neues Musikvideo gedreht wurde. Seth Rogen, Danny McBride und Elijah Wood spielten im Video die Band, Yauch führte Regie. Er hatte sogar ein eigenes Filmstudio gegründet, in dem er Filme machte, die für Oscars nominiert wurden. Elijah Wood: »Die Welt hat einen Visionär und einen wahrhaft wunderbaren Menschen verloren«. Auch Jack Black würdigte den Künstler Adam Yauch mit seiner Trauerbekundung: »Adam made amazing artwork until the very end and he was a genuinely sweet guy. He will be sorely missed«.

Als Pionier des Hip Hop ist Adam Yauch in die Musikgeschichte eingegangen und auch als großartiger Mensch, was die vielen Trauerbekundungen seiner Freunde und Fans bestätigen. Zum Abschluss ein Statement von Michael Stipe von R.E.M.: »Wir haben einen unserer Besten verloren. Ein wahrer Gentleman mit starker Entschlossenheit, Humor und Energie, um die Welt um ihre Achse zu drehen … Und das ist genau was er tat. Lasst uns nicht vergessen, er tat es mit Elan, Stil und in verschiedenen Kostümen«.

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Lesermeinungen (1)

zu 'Zum Tod von Adam Yauch'

  • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   12. Mai 2012   00:08 UhrAntworten

    Requiescat in pace.

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