Guns N‘ Roses klaut bei Ulrich Schnauss: Hier der Beweis

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Guns N‘ Roses klaut bei Ulrich Schnauss: Hier der Beweis

Auf eine Million Dollar verklagt das britische Label von Ulrich Schnauss die Band Guns N‘ Roses und ihr Label Interscope-Geffen von der Universal Music Group. Es geht im Detail um zwei Songpassagen des GNR-Songs „Riad N‘ The Bedouins“, die aus den Songs „Wherever You Are“ und „A Strangely Isolated Place“ des deutschen Musikers unerlaubt entliehen seien.

Bei diesem Plagiatsvorwurf geht es um das Intro des Guns N‘ Roses Songs, das mit einem stimmungshaften Klangteppich beginnt. Entscheidet selbst, ob dieses Intro nicht so oder ähnlich von Ulrich Schnauss stammen könnte. Ob die Klage vor Gericht erfolgreich sein bleibt dennoch zweifelhaft, denn ähnlich gelagerte Fälle, wie der von Joe Satriani vs. Coldplay, zeigen, dass die Beweisführung nur schwer zu führen ist.

 

Mehr zum Thema

Wer mehr zu den Themen Urheberrecht und Plagiate wissen möchte, kann mal in unseren Podcast zum Thema Sampling & Co. reinhören:
Urheberrecht, Sampling & Co.

Management bestreitet den Plagiatsvorwurf

Wie kaum anders zu erwarten, meldete sich das Management der Band mit einem Dementi: Guns N‘ Roses hätte die Samples nach der Übereignung durch das Produktionsteam legal verwenden dürfen. Schade nur, wenn das Produktionsteam Axl Rose etwas übereignen wollte, das ihnen nicht gehörte. Eine Gegenklage behalte man sich vor und man sei zuversichtlich die Situation befriedigend lösen zu können.

 

Guns N‘ Roses vs. Ulrich Schnauss: Plagiat oder nicht?

Mehr zum Thema:
    


Lesermeinungen (4)

zu 'Guns N‘ Roses klaut bei Ulrich Schnauss: Hier der Beweis'

  • derek   12. Okt 2009   17:41 UhrAntworten

    Hallo,
    das Ähnlichkeiten bzw. ein wahres Sample benutzt wurden, ist nicht zu überhören aber sollte man sich nicht die Frage stellen, wieviel ist so ein Sample wert. Hier im Intro ist das Sample nur kurz gleichartig und wird nach ein paar Sekunden durch andere Sounds überlagert. Ich finde man kann es auch übertreiben. Ich persönlich, der sich im Grunde mit electronische Musik nicht auskennt, also wenig aus dem Genre kennt, habe aber solch ein aufsteigendes Intro schon dutzende Male gehört.
    Wo fängt es an und wo hört es auf, der Irrsinn mit Kohlemacherei. Wenn jetzt noch die frühen Protagonisten des Blues aus ihren Gräbern entsteigen, dann ist es aus mit der Musik, dann sind die Tantiemen da wo sie ursprünglich hingehören, back to the Cottenfields. Falls es der erste Affe dann noch schafft, nachzuweisen das er es war, der zum ersten Mal mit einem Stock rhythmisch auf einen Stein geschlagen hat, dann gnade uns der heilige Tantiemus der musikalischen Hochstapelei.
    Geistiges Eigentum, Ok, aber alles in Maßen, denn im Grunde genommen klauen wir alle von dem oben erwähnten ersten Affen.

    Man muß leider Axl (The Gun and the Rose alone at home) Rose und seinen "Mitstreitern" bescheinigen, das man selber wohl so wenig musikalisch ist, das man selbst den letzten Schrott noch klaut. Ja, sagt ja schon der Titel des GNR Albums, Chinese Democracy!

  • hans   13. Okt 2009   10:58 UhrAntworten

    Man sollte auch bedenken dass der Erfolg derartiger Mega-Acts bei weitem nicht nur durch die Musik begründet ist.

  • chester   20. Okt 2009   20:37 UhrAntworten

    ja es ist geklaut, aber eine million...lächerlich

    "...ein guter künstler kopiert
    ein genialer klaut."

    sagte schon pablo picasso

    also ich hab nichts dagegen dass herr schnauss eine entschädigung bekommt, aber eine million ist wirklich übertrieben.

  • Thomas Tinkhauser   04. Dez 2009   22:37 UhrAntworten

    Also Leute...mal Klartext:

    Das ist nicht kopiert sondern eins zu eins geklaut, das ist exakt der selbe sound, die haben sich nicht mal die mühe gemacht es irgendwie zu verfremden...

    Sie hätten den Akkord nachspielen, können, das wäre niemandem aufgefallen, aber das ist einfach rausgeschnitten, bzw keine Ahnung wo sie die Samples herhaben, haben die mal zusammengearbeitet und bei Guns n Roses ist samplematerial hängen geblieben??

    Nene, so geht das nicht, Schnauss und Label sollen bekommen wieviel auch immer sie verlangen, sowas tut man nicht ,alles andere schon, und sowas ist schlecht für die Musik. Nochmal, ich bin nicht dagegen dass gewisse Akkorde nachgespielt werden, es ist immer etwas anders wenn man es nachspielt, aber in dem Moment wo lange ausgetüftelter Sound einfach eins zu eins bitgenau kopiert wird (das hört man einfach) dann geht das zu weit, viel zu weit...Ich mache selbst elektronische Musik und es dauert lange bis man einen Sound so hingebastelt hat, dass der eine gewisses Gefühl vermittelt, meistens Gefühle die den meisten Menschen noch unbekannt sind, weil sich ihre emotionale Welt auf Klampfe Tromete und Schlagzeug beschränkt...die haben alle noch nicht kapiert was elektronische Musik eigentlich ist, und was sie ausmacht...und jetzt kommt so ein altrocker daher und klaut ein fertig gemischtes und effektvoll peinlich genau bearbeitetes Klangereignis eins zu eins, das ist einfach nur noch dreist...die hätten von mir aus ja gewisse Parts einfach nachspielen können, das passiert auch die ganze Zeit, wenn sich da einer aufregt ist das auch zu unrecht, denn das schadet der Musik nicht, da eigentlich alle Akkordfolgen etc schon mal irgendwo von irgendwem gespielt wurden, doch hier geht es um den Klau von Einzigartigkeit, und der Klang und die Zusammensetzung des Samples ist einfach einzigartig, und findet man so kein zweites mal, darum ist Schnauss auch so erfolgreich etc...

    my2cent...
    Thomas Tinkhauser

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